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Interkulturelle Kommunikation

Titel: Interkulturelle Kommunikation

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 27 Seiten , Note: 1,75

Autor:in: Tina Ponater (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die Weitergabe von Nachrichten oder Informationen vom Sender zum Empfänger wird Kommunikation genannt.“ Dieser Prozess ist für jeden etwas absolut alltägliches und man wird sich der Kompliziertheit erst bewusst, sobald Verständigungsschwierigkeiten auftreten. Um solche Probleme verstehen und lösen zu können, ist es zunächst wichtig, sich die einzelnen Elemente und Faktoren eines Kommunikationsprozesses bewusst zu machen.

Gehen wir von einer einfachen Gesprächssituation aus: Partner A kommuniziert mit Partner B, d.h. die Rolle des Empfängers und des Senders wechselt ständig ab. Das Gespräch beginnt mit der Intention des Sprechers dem Hörer etwas mitzuteilen. Die mitzuteilende Nachricht kodiert der Sender anhand des ihm zur Verfügung stehenden verbalen und nonverbalen Zeichenvorrats. Wichtig ist hierbei, dass Partner A und B über den gleichen Kode verfügen, damit Partner B nun die Nachricht dekodieren kann und im Idealfall die Botschaft des Senders identisch ankommt. Laut Pelz kann also nur auf der Grundlage der Schnittmenge von Sender- und Empfängerkode kommuniziert werden. Moles stellt dies in seinem Kommunikationsmodell (1963) dar.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Aufbau des Kommunikationsprozesses

2. Extraverbale Behavioreme

2.1.Raum

2.2.Proxemik

2.3.Verhältnis zu Zeit/ Umgang mit der Zeit

2.4. Soziale Variable

3. Verbale Kommunikation

3.1.Gesprächsverlauf

3.2.Höflichkeit

4. Parasprachliche Behavioreme

5. Nonverbale Kommunikation

5.1.Nonverbale Behavioreme

5.1.1.Gestik und Körperbewegungen

5.1.2.Mimik

5.2. Kanäle auf denen nonverbale Signale gesendet werden

6. Wechselbeziehung zwischen Verbaler und Nonverbaler Kommunikation

7. Interkulturelle Kommunikation?

7.1. Definitionsversuch ‚interkulturelle Kommunikation’

7.2. Definitionsversuch Kultur

8. Interkulturelle Wirtschaftskommunikation

8.1. Wirtschaftsbeziehung zwischen Deutschland und Japan

8.2. Verhaltensregen für deutsche Manager

9. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die komplexen Mechanismen interkultureller Kommunikation und untersucht, wie kulturelle Unterschiede die nonverbale, verbale und extraverbale Interaktion beeinflussen, mit dem Ziel, Missverständnisse zu reduzieren und Verhaltenskompetenzen für den geschäftlichen Kontext zu fördern.

  • Struktur des Kommunikationsprozesses und Einflüsse von Behavioremen
  • Kulturelle Unterschiede in Zeit- und Raumwahrnehmung (Proxemik)
  • Bedeutung nonverbaler Kanäle und Gestik im internationalen Vergleich
  • Herausforderungen in der interkulturellen Wirtschaftskommunikation zwischen Deutschland und Japan

Auszug aus dem Buch

2.2.PROXEMIK (VERHALTEN IM RAUM)

Unter Proxemik versteht man „physische Distanz und Nähe von Kommunikationspartnern und […] die Ausrichtung der Kommunikation“.15 Sie wird durch kulturelle Konventionen beeinflusst.16 Jeder Mensch beansprucht einen zusätzlichen persönlichen Raum für sich (Distanzbedürfnis). Welches Verständnis bezüglich der Ausmaße dieses eigenen Raumes ein Individuum hat, ist von zu Kulturkreis zu Kulturkreis sehr unterschiedlich.

Diese Auffassung äußert sich beispielsweise im Umgang mit Berührungen. Japaner vermeiden z.B. jeglichen Körperkontakt in der Öffentlichkeit. Ein Körperkontaktscheuer Mensch würde in der Regel beim Aufenthalt in einer arabischen Medina mit ständigem Gedränge, unangenehmen Gerüchen und Körperwärme anderer Menschen einen Kulturschock erleben, da sein eigenes Verständnis von Distanz extrem überschritten würde. Rhiel schlägt eine Einteilung in Kontakt- und Nichtkontaktgesellschaft vor, wobei sie Lateinamerikaner, Araber und Südeuropäer zu den kontaktreichen Völkern zählt und Nordeuropäer, Inder und Ostasiaten zu den kontaktscheuen Ländern.

Ein weiteres Beispiel, welches die inhomogenen Distanzbedürfnisse veranschaulicht, stellt das unterschiedliche Verhalten von Amerikanern und Europäern auf der einen Seite und Arabern und Lateinamerikanern auf der anderen Seite in Bezug auf Gesprächsabstand und die Ausrichtung bzw. räumliche Orientierung dar.17 Letztere neigen eher zu einer sehr dichten Gegenüberstellung und stehen sich somit während Unterhaltungen sehr nahe. Dies dagegen wirkt auf Amerikaner und Europäer, für die die „normale Gesprächsentfernung 45cm“18 beträgt, unangenehm und aufdringlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufbau des Kommunikationsprozesses: Dieses Kapitel erläutert die Grundelemente der Kommunikation und verdeutlicht, dass Verständigung über den reinen sprachlichen Austausch hinausgeht.

2. Extraverbale Behavioreme: Es werden kulturelle Konventionen hinsichtlich Raum, Proxemik und Zeitwahrnehmung untersucht, die maßgeblich zu interkulturellen Missverständnissen beitragen können.

3. Verbale Kommunikation: Das Kapitel behandelt sprachliche Hürden, unterschiedliche Höflichkeitssysteme und variierende Gesprächsstile, wie den Umgang mit Pausen und Sprecherwechseln.

4. Parasprachliche Behavioreme: Hier wird analysiert, wie Stimmqualität und Sprechweise Gefühle transportieren und warum dies bei interkulturellem Kontakt zu Fehlinterpretationen führen kann.

5. Nonverbale Kommunikation: Dieser Abschnitt widmet sich den Funktionen von Mimik, Gestik und den Kanälen der Informationsübertragung in verschiedenen Kulturkreisen.

6. Wechselbeziehung zwischen Verbaler und Nonverbaler Kommunikation: Es wird der Zusammenhang zwischen dem Grad der Grammatikalisierung einer Sprache und der Intensität nonverbaler Kommunikationsmittel beleuchtet.

7. Interkulturelle Kommunikation?: Dieses Kapitel diskutiert Definitionsansätze von Kommunikation und Kultur und unterstreicht die Notwendigkeit, Ethnozentrismus zu überwinden.

8. Interkulturelle Wirtschaftskommunikation: Der Fokus liegt auf der praktischen Anwendung, insbesondere bei deutsch-japanischen Geschäftsbeziehungen, inklusive eines Verhaltenskodex für Manager.

9. Resümee: Das Fazit fasst die Relevanz interkultureller Kompetenz zusammen und betont die Bedeutung intensiver Vorbereitung auf fremde Wertesysteme.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Kommunikationsprozess, Behavioreme, Proxemik, Zeitwahrnehmung, Verbale Kommunikation, Nonverbale Kommunikation, Gestik, Mimik, Japan, Deutschland, Wirtschaftsbeziehung, Höflichkeit, Ethnozentrismus, Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen in der interkulturellen Kommunikation, die durch unterschiedliche kulturelle Prägungen und Verhaltensmuster der Gesprächspartner entstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören verbale Kommunikation, nonverbale Signale, der Umgang mit Raum und Zeit sowie die Spezifika der interkulturellen Wirtschaftskommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kulturelle Unterschiede den Kommunikationsfluss beeinflussen, um ein besseres Verständnis für interkulturelle Begegnungen, speziell im geschäftlichen Umfeld, zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse wissenschaftlicher Fachliteratur, um Kultureme und Kommunikationsmodelle für interkulturelle Kontexte zu erörtern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Behavioreme (extraverbal, verbal, nonverbal), die Dynamik von Kommunikationskanälen sowie spezifische kulturelle Verhaltensregeln im deutsch-japanischen Kontext analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem interkulturelle Kompetenz, Proxemik, Zeit-Einteilung, Höflichkeitssprache und Ethnozentrismus.

Warum spielt die japanische Sprache eine besondere Rolle?

Die japanische Sprache dient als Fallbeispiel für eine Hochkontext-Kultur mit starker Grammatikalisierung, die für Europäer aufgrund der hohen Distanz und der indirekten Kommunikationsweise besonders anspruchsvoll ist.

Welche Rolle spielt die Mimik in der japanischen Kommunikation?

Japaner nutzen Mimik stark innerhalb enger Vertrautenkreise, pflegen jedoch gegenüber Fremden oft ein „maskenhaftes“ Auftreten, um die soziale Harmonie zu wahren.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interkulturelle Kommunikation
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Hauptseminar: Deutsch im Sprachenkontakt
Note
1,75
Autor
Tina Ponater (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
27
Katalognummer
V56489
ISBN (eBook)
9783638511476
ISBN (Buch)
9783656771906
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Interkulturelle Kommunikation Hauptseminar Deutsch Sprachenkontakt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tina Ponater (Autor:in), 2005, Interkulturelle Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56489
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Leseprobe aus  27  Seiten
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