Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Gründerzeit. 4
2.1 Baustil der Gründerzeit 4
2.2 Arbeitersiedlung 5
2.3 Villensiedlungen 5
3 Gartenstadt in der Mainzer Fichteplatzsiedlung 6
3.1 Idealmodell der Gartenstadt nach Howard. 6
3.2 Die Umsetzung der Gartenstadt in Mainz. 8
4 Genossenschaftlicher Wohnungsbau in Mainz 9
5 Leitbild der Aufgelockerten Stadt 10
6 Literatur 11
Siedlungs- und Wohnungsentwicklung des 20. Jahrhunderts in Deutschland - verdeutlicht an Mainzer Beispielen
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1 Einleitung
Der Legende nach wurde die heutige rheinland-pfälzische Landeshauptstadt, Mainz durch den aus seiner Heimat Italien vertriebenen Mago Requam, der als Heiler galt, am Ufer des Rheins gegründet (KLEIN und ROSBACH 1985: 294 ff.).
Dies ist nur eine von vielen sagenumwobenen Legenden über die Entstehung einer
Stadt wie Mainz in der im Jahr 2004 204.913 Einwohner auf 97,7km 2 leben (HARENBERG 2004: 698). Sicherlich nehmen Städte eine zentrale Rolle im Wesen einer Region oder eines Staates ein. Nicht zuletzt da Städte Ausdruck des Entwicklungsstandes vergangener, bestehender und zukünftiger politischer, religiöser, sozialer und gesellschaftlicher Kultur verkörpert. Deshalb beschäftigt sich die Siedlungsgeographie maßgeblich mit der Stadtentwicklung und deren kontinuierlichen phasenhaften Veränderung.
Es ist nicht zu unterschätz, dass die Bundesrepublik Deutschland (BRD) seit ihrer Wiedervereinigung im Jahr 1990 etwa 82,5 Millionen Einwohner beheimatet und sich über eine Territorialfläche von 357.022 km 2 erstreckt. Somit verfügt das heutige Deutschland über die höchste Bevölkerungsdichte in der Europäischen Union, von 231 Einwohnern je km 2 (HARENBERG 2004: 494).
Außerdem besteht in Deutschland im Vergleich zu benachbarten Ländern wie Frankreich, Großbritannien, Schweden oder Finnland ein relativ ausgewogenes Kontrastverhältnis zwischen Stadt und Land. Auf 10 Prozent der Fläche sind hierbei 47 Prozent der bundesrepublikanischen Bürger in Städten beheimatet (HENKEL 1996: 29).
Dies ist nicht zuletzt der Grund warum, die Stadtentwicklung der BRD unter dem Fokus des ständigen wissenschaftlichen Interesses steht. Um Aussagen über die bestehenden Stadtbilder in Deutschland und deren Entwicklung deuten zu können, ist es Ziel dieser Arbeit die Grundlinien der Siedlungs- und Wohnungsentwicklung des 20. Jahrhunderts in Deutschland wie Gründerzeit, Gartenstadtbewegung, privater und genossenschaftlicher Wohnungsbau oder die Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg an Mainzer Beispielen zu verdeutlichen.
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Siedlungs- und Wohnungsentwicklung des 20. Jahrhunderts in Deutschland - verdeutlicht an Mainzer Beispielen
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2 Gründerzeit
Als Beginn der Gründerzeit wird der Zeitraum zwischen 1871 bis 1873 bezeichnet. Diese Zeit war im Wesentlichen nach dem deutsch-französischen Krieg und der deutschen Reichsgründung im Jahr 1871 von Unternehmensgründungen geprägt. Die Unternehmensgründungen gingen mit einer Industrialisierung in Deutschland einher und verursachten eine Flächenexpansion im verstärkten Maß
(HEINEBERG 2001: 210). Zudem fand in den Folgejahren mit dem Ende der Zensuswahl ein gesellschaftlicher Demokratisierungsprozess statt. Hierdurch fanden die Belange der unteren Sozialschichten, welche eine bedeutenden Wählerschaft ausmachten, bei den verantwortlichen politischen Kräften stärker Gehör. Zudem wurde durch das Kapitalabfindungsgesetz 1921 und Hauszinsteuergesetz 1924 den Besitzern von Wohneigentum eine Steuer auferlegt.
2.1 Baustil der Gründerzeit
Durch einen verstärkten Zuzug der in die städtischen und industriellen Ballungszentren arbeit suchenden Landbevölkerung entstanden die wie in Mainz bis heute erkennbar eine große Zahl von Wohnbauten (HEINEBERG 2001: 210). In Mainz stieg in den ersten Jahren der Industrialisierung die Einwohnerzahl von ca. 21.000 auf 90.000 Einwohner (Aussage nach PETERMANN).
Typisch für den Baustil, der sog. Gründerzeitarchitektur, ist die meist von privaten Wohnungsbaugesellschaften errichtete etwa vier-bis fünfgeschossige
Blockrandbebauung mit ihren reich dekorierten Fassaden.
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Arbeit zitieren:
Christian Kah, 2005, Siedlungs- und Wohnungsentwicklung, München, GRIN Verlag GmbH
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