Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeine Verzeichnisse 3
1.1 Abkürzungsverzeichnis. 3
1.2. Literaturverzeichnis 4
1.2.1. Primärliteratur. 4
1.2.2. Grammatiken und Wörterbücher 4
1.3. Bildnachweis 5
2 Text 7
3 Grammatische Analysen 8
1.1 Wortanalyse. 8
1.2 Satzanalyse 19
1.3 Satzgliedanalyse 19
4 Kulturgeschichte: Mittelalterliche Tafelfreuden 20
1.1 Bezug zur Strophe und Kommentar 20
1.2 Entwicklung von Tafelkultur und Tischsitten. 20
1.3 Bedeutung der Bankette für Gastgeber und Gast. 22
1.4 Menü und Ablauf eines mittelalterlichen Festessens: 25
1.5 Das Service à la française 28
1.6 Von Schaugerichten und Scheingerichten 29
1.7 Kochbücher des Mittelalters 30
1.8 Kost der Bauern - Gerichte der Adeligen: Herrenspeise vs.
Bauernspeise 32
- - 2
1 Allgemeine Verzeichnisse
1.1 Abkürzungsverzeichnis
abs. Adj. Adv. an. Anm. Art. attr. gebr. best. bzw. Dekl. Diphth. Edit. F. fem. fin. gem. germ. GS Hrsg. HS Imp. Indef.Pron. Indik. Inf. k. Konj. LO m. MHD Monophth.
- - 3
1.2. Literaturverzeichnis
1.2.1. Primärliteratur
1. [Hrsg.] Brackert, Helmut: Das Nibelungenlied 1. Mittelhochdeutscher Text und Übertragung. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag 2001, 27. Auflage.
2. Laurioux, Bruno: Tafelfreuden im Mittelalter. Kulturgeschichte des Essens und Trinkens in Bildern und Dokumenten. Stuttgart, Zürich: Belser Verlag 1992. Übersetzung aus dem Französischen: Gabriele Krüger-Wirrer.
3. Andressen, B.[ernd] Michael: Barocke Tafelfreuden an Europas Höfen. Stuttgart, Zürich: Belser Verlag 1996.
4. Ehlert, Trude: Das Kochbuch des Mittelalters. Rezepte aus alter Zeit, eingeleitet, erläutert und ausprobiert von Trude Ehlert. Düsseldorf: Patmos 2000.
5. [Edit.] Adamson, Melitta Weiss: Food in the Middle Ages. A Book of Essays. New York and London: Garland Publishing Inc. 1995.
6. Peyer, Hans Conrad: Von der Gastfreundschaft zum Gasthaus. Studien zur Gastlichkeit im Mittelalter. Reihe: Schriften der Monumenta Germaniae Historica. Band 31. Hannover: Hahnsche Buchhandlung 1987.
i. Grammatiken und Wörterbücher
7. Stedje, Astrid: Deutsche Sprache gestern und heute. Einführung in Sprachgeschichte und Sprachkunde. München: Wilhelm Fink Verlag 2001, 5., unveränderte Auflage.
8. Hennig, Beate: Kleines Mittelhochdeutsches Wörterbuch. Tübingen: Max Niemeyer Verlag 2001, 4., verbesserte Auflage.
- - 4
1.2. Bildnachweis
• Titelbild: [Hrsg.] Helmut Brackert: Das Nibelungenlied 1. Mittelhochdeutscher
• S. 20 rechts: Trinkbecher. Flandern, 15. Jahrhundert. Paris, Musée des Arts
• S. 20 links: Becher mit Henkel. Blei, Frankreich, 16. Jahrhundert. Musée de
• S. 21: Melchior Tavernier: Ludwig XIII. bei einem Ritteressen für die
• S. 22: Apollonio di Giovanni: Didos Bankett. Hannover, 15. Jahrhundert.
• S. 23 oben: Fürstentreffen in Trier. 1480, Zürich. Graphische Sammlung der
• S. 23 unten: Nikolaus Solis: Erster Gang des Hochzeitsbanketts im Georgssaal
- - 5
• S. 23 oben: Tafelaufsatz und Gedeck beim Service à la russe im 19. Jahrhundert
• S. 27 Mitte: Kaspar van den Hoecke: Gastmahl des reichen Mannes und der
• S. 27 unten: Hagger: Die Erste Pastete mit dem Österreichischen Wappen. 1719,
• S. 28: Das erste gedruckte Kochbuch Deutschlands von Marx Rumpolt
- - 6
2 Text
Das Nibelungenlied 1
8. Aventiure, Strophe 504, S. 112
MHD
Vil kerzen was entzündet, man schanctẹ im lûtertranc. daz si schiere kômen, er sagts in allen danc. er sprach: »ir sult von hinnen mit mir über fluot.« des vant er vil bereite die helde küenẹ unde guot.
Übersetzung: NHD
Zahlreiche Kerzen wurden entzündet; man schenkte einen Willkommenstrunk (Würzwein) aus. Er dankte ihnen allen, dass sie so rasch gekommen waren und sprach: „Ihr sollt mit mir von hier aus über das Meer fahren!“ Dafür fand er mutige und tapfere Helden, die sogleich und mit Eifer bereit waren.
- - 7
3 Grammatische Analysen
1.1 Wortanalyse
Vil
viele, zahlreiche Bedeutung des Wortes im Kontext: unbest. Num. Grammatische Bestimmung: vil, vile Grundform: nähere (Mengen-) Bestimmung des Funktion des Wortes im Satz: Subjektes, begleitet das Nomen MHD vil > NHD viel Dehnung Lautliche Entwicklung zum NHD:
kerzen Kerzen Bedeutung des Wortes im Kontext: k. N., fem., Pl., 1. F., schw. Dekl. Grammatische Bestimmung: kerze (Sg.) Grundform: Subjekt Funktion des Wortes im Satz: MHD kerzen > NHD Kerzen GS 1 Lautliche Entwicklung zum NHD:
was wurden […entzündet] Bedeutung des Wortes im Kontext: Hilfsverb der Zeit, Prät., 3. P., Pl., Indik., Grammatische Bestimmung: Passiv, st. Konj. sîn/ wesen (Inf.), bin - was/ wære - Grundform: gewesen (Wurzelverb) Prädikat Funktion des Wortes im Satz: MHD was MHD gewesen qual. Ablaut Lautliche Entwicklung zum NHD: MHD was/ wære > NHD war Apokope
1 Die Großschreibung (von Nomen, am Satzanfang…) wurde erst durch Johann Christoph Gottsched während der Aufklärung Ende des 18. Jahrhunderts normativ geregelt. Nachzulesen auch bei Astrid Stedje: Deutsche Sprache gestern und heute. Einführung in Sprachgeschichte und Sprachkunde. München: Wilhelm Fink Verlag 2001, S.147. - - 8
entzündet
entzündet Bedeutung des Wortes im Kontext: Tätigkeitsverb, 3. P., Pl., Indik., Passiv, 2. Grammatische Bestimmung: Part.
entzünden (Inf.); en-, inzunden Grundform: Prädikatzusatz Funktion des Wortes im Satz: MHD entzündet = NHD entzündet Lautliche Entwicklung zum NHD:
man
man [Anm.: die Diener, Untertanen] Bedeutung des Wortes im Kontext: Indef.Pron. Grammatische Bestimmung: man Grundform: Subjekt Funktion des Wortes im Satz: MHD man = NHD man Lautliche Entwicklung zum NHD:
schanctẹ im
schenken/ ausschenken, zu trinken geben, Bedeutung des Wortes im Kontext: den Willkommenstrunk reichen Verb + Vz. 2 , Prät., 3. P., Sg. , Indik., Aktiv, Grammatische Bestimmung: fin., schw./gem. Konj. schenken (Inf.), schenke - schanct- (ein, Grundform: aus)/ schenkte - geschenkt Prädikat Funktion des Wortes im Satz: MHD Präs. schenken MHD Prät. Lautliche Entwicklung zum NHD: schanct qual. Ablaut MHD schenken MHD schanc- Auslautverhärtung MHD schenken (+O 3) = NHD einschenken
2 „im“ gehört zum Prädikat, da durch die ẹ - Elision eine Verbindung zu dem vorangegangenen Wort hergestellt wird. - - 9
Arbeit zitieren:
Claudia Braito, 2003, Das Nibelungenlied 1 - Strophe 504, Mittelalterliche Tafelfreuden, München, GRIN Verlag GmbH
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