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1. Einleitung 2
2. Biographischer Überblick 2
3. Genesis 11 4
4. Historische Daten zur Stadt Babylon und ihrem Turm 4
5. Entstehungsgeschichte 5
6. Bildbeschreibung 6
6.1. Inhalt 6
6.2. Komposition 8
7. Zur Architektur des „Bruegelschen Turmes“ 9
8. Natur -Technik- Architektur 11
9. Resümee 12
10. Quellennachweis 13
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Das Buch Genesis berichtet von dem Versuch der Menschen, einen Turm bis zum Himmel zu bauen und von der Strafe Gottes, der Verwirrung der Sprache und dem Beginn der Besiedelung der gesamten Welt und damit der Beginn der divergierenden Menschheit. Diese Geschichte blieb mit dem Bild des babylonischen Turmes über Jahrhunderte hinweg bis heute in das neue technische Zeitalter herauf virulent.
Der Turm galt als Mahnmal gegen den Hochmut des Menschen, als Warnung sich gegen Gott und seine Ordnung aufzulehnen und gleichzeitig als großartige Architekturutopie, als Meisterleistung der Technik. Hier stellt sich die Frage: Welches Thema liegt Bruegels Turmbau zu Babel zugrunde? Bestrafter Hochmut oder architektonisches Wunderwerk? Ist nach Bruegels Ansicht der jetzt noch unvollendete Turm zu Babel vollendbar oder nicht?
Pieter Bruegel hat in seinen Werken des Turmbaus zu Babel - drei an der Zahl sind bekanntnur zwei erhalten, das biblische Thema aufgegriffen und von seinem Standpunkt aus interpretiert. Er dokumentierte und kritisierte damit seine Zeit und die Gesellschaft in der er lebte.
Zeitkritische, politkritische und wirtschaftskritische Äußerungen sind bei Bruegel häufig zu finden und auch der Wiener Turmbau zu Babel läßt es daran nicht ermangeln. Dazu kann der Betrachter in diesem wunderbaren Werk auch noch Bruegels Liebe zum technischen Detail erleben. Akribisch genau stellt er die Bauvorgänge, die einzelnen Arbeitsschritte und die dazu benötigten Maschinen und Arbeitshilfen vor.
Bruegel schuf mit dem Turmbau zu Babel ein weiters Dokument seiner Zeit für die Nachwelt, wertvoll und unverzichtbar - ein didaktisches Werk.
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Pieter Bruegels Geburtsjahr ist unbekannt, vermutlich lag es zwischen 1525 und 1530. Unbekannt ist auch der Geburtsort, wahrscheinlich Breda im nördlichen Brabant. Man nimmt an, das Bruegel bis zum Jahr 1550 eine Lehre bei Pieter Coeck van Aelst in Antwerpen machte.
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1551 wird Peeter Brueghels als Meister in die Antwerpener Malerzunft (Lukasgilde) aufgenommen.
Bruegel reist 1552 über Lyon nach Italien und über die Schweizer Alpen zurück nach Antwerpen. Vermutlich hat er in Rom mit dem Miniaturisten Giulio Clovio gearbeitet. 1563 heiratet Pieter Bruegel die Tochter seines früheren Lehrmeisters Mayken Cocks. Bereits ein Jahr später bekommen die beiden den ersten Sohn Pieter (später Höllenbruegel genannt). 1566 übergibt der Antwerpener Kaufmann Nicolas Jonghelinck der Stadt 39 Gemälde als Bürgschaft, darunter 16 Werke von Bruegel (u.a. Der Turmbau zu Babel, Kreuztragung und Die zwölf Monate).
1568 wird der zweite Sohn Jan (später Samtbruegel genannt) geboren. 1569 stirbt Pieter Bruegel. Er wird in der Kirche Notre Dame de la Chapelle in Brüssel beigesetzt.
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Der erste Turm in Babylon entstand schon im dritten Jahrtausend v. Chr., er wurde mehrfach zerstört, aber immer wieder neu aufgebaut. So wurde er vom Assyrerkönig Sanherib im Jahre 689 v. Chr. zusammen mit der Stadt Babylon vernichtet, von dessen Nachfolgern Assarhaddon (680 bis 669) und Assurbanipal (668 bis 626) an gleicher Stelle neu errichtet, nach teilweise weiterer Zerstörung von Nebukadnezar wiederhergestellt und zuletzt von Xerxes 469 v. Chr. gänzlich zerstört. Babylon und sein Turm, die Perle des Zweistromlandes, galt als „Sündenbabel“, als Stadt des Überflusses und Luxus, als Symbol des Verschwenderischen und Lasterhaften, als machtvolle Wirtschaftsmetropole.
Ausgrabungen haben die Beschreibung des Turmes zu Babel Herodots im wesentlichen bestätigt. In ihrem Verlauf wurden Anzeichen für einen Turm mit sieben Stockwerken freigelegt, der einen Umfang von 700 m hatte und auf einer äußeren Wendeltreppe erstiegen werden konnte. Für den Gott Marduk, dessen Heiligtum hier stand, war außerdem eine eigene Freitreppe unter 36° Neigung bis zur Höhe des zweiten Stockwerks gebaut worden. Im obersten Stockwerk befand sich ein Thronhimmel und ein Bett des Gottes.
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Das Gemälde, der Turmbau zu Babel, ist eines der wohl berühmtesten und meist rezipierten, Werke Pieter Bruegels des Älteren. Drei mal malte Bruegel dieses Thema, zwei dieser Gemälde sind noch erhalten, “'HU NOHLQH 7XUPEDX ]X %DEHO³ (1563, Rotterdam) und Ä'HU 7XUPEDX ]X %DEHO³ (1563, Wiener
Kunsthistorisches Museum). Auch viele Künstler nach Bruegel haben sich des Themas, Turmbau zu Babel, angenommen. Zur Zeit sind ca. 180 weitere Werke anderer Künstler gezählt, die in der Tradition Bruegels und nach dessen Vorbild dieses Thema aufgriffen und gestalteten (z.B. die Grafik von Cornelis Anthonisz,
Arbeit zitieren:
Martina Traxler, 2000, Pieter Bruegel - Der Turmbau zu Babel, München, GRIN Verlag GmbH
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