INHALTSVERZEICHNIS
ZUSAMMENFASSUNG „CHARMIDES“ 3
INHALT 3
ZUSAMMENFASSUNG „LACHES“ 5
INHALT 5
ZUSAMMENFASSUNG „GORGIAS“ 6
INHALT 6
Gespr äch mit Gorgias 7
Gespr äch mit Polos 7
Gespr äch mit Kallikles 9
BIBLIOGRAPHIE 12
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Zusammenfassung Platon „Charmides“
Glaukons Sohn Charmides gibt in diesem Dialog Anlass zur Diskussion über die Besonnenheit (griechisch: SOPHROSYNE). Die Frage nach der Besonnenheit erwäschst aus der Rah-menhandlung. Alle Versuche, eine adäquate Definition zu finden, scheitern. Was jedoch Inhalt und Begründung der Thesen angeht, so stehen im „Charmides“ verschiedene Konzepte zur Disposition, die geprüft und letzten Endes als unhaltbar hingestellt werden.
Inhalt
Sokrates kehrt nach längerer Zeit aus dem Krieg zurück und trifft am Tempel auf eine Gruppe von Bekannten. Er erkundigt sich nach den Jünglingen, nach deren Weisheit und Stärke. Einer der Männer, Kritias, hebt den Jüngling Charmides besonders hervor. Er behauptet, dieser zeichne sich nicht nur durch sein Schönheit aus, sondern auch durch seinen Verstand. Es folgt eine ausführliche Beschreibung der Vorzüge des Charmides.
Als der junge, kopfschmerzgeplagte Charmides auftritt mit allen äußeren Anzeichen einer besonnenen Gesinnung auftritt, weckt dies den Wunsch des Sokrates, seinen Gesundheitszu-stand durch Besingung zu verbessern, zuvor jedoch von ihm gleichsam als einem durch sein Verhalten ausgewiesenen Experten zu erfahren, was Besonnenheit ist. Ausgangspunkt der Diskussion sind Charmides Kopfschmerzen, für die Sokrates ein angebliches Gegenmittel parat hat. Als Charmides das Mittel von ihm fordert, erklärt ihm Sokrates, dass es nur ein Blatt sei, und dass unbedingt noch ein Spruch zur Gesundung notwendig wäre. Der Spruch besagt, dass man keinen Teil des Körpers isoliert behandeln kann, man muss auch den restlichen Körper mit behandeln. Den Leib darf man demzufolge nicht ohne die Seele behandeln. Eine Behandlung der Seele nun erfolgt über Besprechungen und schöne Reden, die in der Seele Besonnenheit entstehen lassen, und so allen Teilen des Körpers zur Gesundung verhelfe.
Kritias bemerkt, dass Charmides der besonnenste unter allen Jünglingen sei, und dass er auch sonst niemandem nachstünde. Charmides selbst ist sich nicht sicher, ob er besonnen ist oder nicht, und stimmt einem Gespräch mit Sokrates zu. Dieser fordert ihn daraufhin auf, ihm seine Vorstellung von Besonnenheit aufzuzeigen.
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In mehreren Anläufen versucht Charmides nun, die Bestimmung der Besonnenheit herauszufinden.
Sein erster Gedanke ist Besonnenheit als Bedächtigkeit. Doch das widerlegt Sokrates sehr schnell. Er beginnt mit gezieltem Hinterfragen, die Grundaussage in Frage zu stellen und berichtigt den Gedanken schließlich zu Besonnenheit als Schnelligkeit. Als nächstes führt Charmides die Besonnenheit als Scham an. Auch das wird von Sokrates abgelehnt und im einzelnen analysiert.
Der nächste Punkt lautet Besonnenheit als das Tun des Seinigen. Diese Ansicht teilt Sokrates. Er zeigt aber auf, was damit auf keinen Fall gemeint sein kann, nämlich alles nur für sich zu tun und nichts anderes an sich heranzulassen.
Erst der vierte Glaubenssatz, welcher der Besonnenheit das Sich-Selbst-Kennen zuordnet, scheint für Sokrates einigermaßen zufriedenstellend zu sein. Jedoch kann Charmides nicht erklären, was hinter dieser Aussage steckt. Also greift Kritias in das Gespräch ein. Dieser erklärt, dass es einen Unterschied zwischen Machen und Tun gäbe. Er meint, dass kein Verrichten (Tun) Schande, Machen davon aber verschieden sei. Er definiert Besonnenheit als Tun des Guten. Sokrates meint nach einiger Überlegung, dass jemand bisweilen auch besonnen handelt, indem er nützlich handelt, ohne dabei zu wissen, dass es besonnen gehandelt hat. Kritias weist das zurück, und erweitert seine Gedanken zu Besonnenheit als Sich-Selbst-Erkennen. Sie ist somit eine Erkenntnis von sich selbst. Auf die Frage, welches Werk sie vollbringe, entgegnet Kritias, dass die Erkenntnis ihrer Natur allem übrigen unterschieden werden muss. Die Erkenntnis ist sowohl aller anderen Erkenntnisse Erkenntnis als auch Erkenntnis von sich selbst. Somit kann der Besonnene sich selbst erkennen, und ergründen, was er weiß und was er nicht weiß, und dasselbe auch bei anderen Personen. Sokrates hat damit Schwierigkeiten, und fängt eine Untersuchung an, ob eine solche Erkenntnis überhaupt existiert. Er beginnt damit, dass die Erkenntnis eine Erkenntnis von etwas hat und sich damit auf etwas beziehen muss. Das Problem dabei ist jedoch, dass die Erkenntnis die Eigenschaften auf die sie sich bezieht auch selbst hat. Bei der weiteren Betrachtung stellt sich heraus, dass die Erkenntnis der Erkenntnis nur erkennen lässt, dass man etwas weiß, jedoch nicht was man weiß. Somit ist die Erkenntnis untauglich für die Prüfung von irgendeinem Wissen. Dadurch hätte die Besonnenheit keinen Nutzen mehr. Eine solche Besonnenheit konnte von beiden Diskussionsteilnehmern nicht aufgezeigt werden.
Im Gespräch mit Kritias wird also die These beleuchtet, dass Besonnenheit das Tun des Eigenen ist, und dass der Besonnene weiß, was er weiß oder nicht, und dass er über Wissen ver-
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Arbeit zitieren:
M.A. Annett Rischbieter, 2001, Platons Charmides - Laches - Gorgias, München, GRIN Verlag GmbH
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