Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Die Unternehmenskultur als Gegenstand wissenschaftlicher Forschung 2
2.1 Begriffsabgrenzung: Organisation und Unternehmenskultur 2
2.2 Die Einflussmöglichkeiten auf die Unternehmenskultur 4
3. Die verschiedenen organisationstheoretischen Paradigmen 5
3.1 Die paradigmatischen Dimensionen 6
3.2 Die Organisation als System aufeinander bezogener Verhaltenserwartungen.6
3.3 Die Organisation als ein zielorientiertes Handlungssystem mit
interpersoneller Arbeitsteilung 7
3.4 Das Bürokratie-Modell nach Max Weber 7
3.4.1 Legale Herrschaft 8
3.4.2 Traditionale Herrschaft 8
3.4.3 Charismatische Herrschaft 8
4. Deutung von Organisation mittels Metaphern 8
4.1 Die Organisation als Maschine 9
4.2 Die Organisation als Organismus 9
4.3 Die Organisation als Gehirn 10
4.4 Die Organisation als Kultur 11
4.5 Die Organisation als politisches System 11
4.6 Die Organisation als psychisches Gefängnis 11
4.7 Die Organisation als Fluss und Wandel 12
4.8 Die Organisation als Machtinstrument 12
II
5. Komponenten des Corporate Identity 13
5.1 Corporate Identity 13
5.2 Corporate Design 14
5.3 Corporate Communications 14
5.4 Management by wandering around 14
6. Von der Unternehmenskultur zu Cognitive Maps
und Organizational Communications 15
6.1 Zur Vorgehensweise bei der Erstellung von Cognitive Maps 15
6.2 Zur Begriffsverwendung von Cognitive Maps 15
6.3 Zur Verwendung von Cognitive Maps 17
7. Resümee 19
Literaturverzeichnis V
Internetquellen VII
III
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Definition Paradigma
Abb. 2 Exemplarische Darstellung einer Cognitive Maps
IV
1. Einleitung
Die Betrachtung kultureller Phänomene innerhalb betriebswirtschaftlicher Theorien gilt vielmehr als Randerscheinung denn als selbstverständlicher Erkenntnisgegenstand. Trotzdem ist die Unternehmenskultur zu einem viel beachteten Thema geworden. 1 Die Beschäftigung mit diesem Thema unterlag dem Verdacht, eine der vielen Moden zu sein, die die Organisationstheorie durchzog. In den USA existiert bereits seit den frühen achtziger Jahren der Begriff „Corporate Culture“. 2 Unternehmenskultur tauchte als Schlagwort in Deutschland erstmals 1985 auf. 3 Zugrunde liegt diesem Phänomen die Theorie des „Organizational Sybolism“, dass die Bedeutung von Symbolen innerhalb eines Unternehmens hinterfragt.
Dieses kulturanthropologische sowie kulturtheoretische Konzept, stellt einen zentralen Kulturbegriff dar, wodurch die Bedeutung der Unternehmenskultur für die Kulturwissenschaften verdeutlicht wird. 4 Umgekehrt entwickelt sich in Unternehmen ein Bewusstsein über den Stellenwert von Unternehmenskultur. Betriebswirtschaftliche Fragen enthalten nicht nur ökonomische, sondern auch soziologische, psychologische und ethnologische Aspekte. Dabei ist es essentiell sich mit den wissenschaftlichen Grundlagen auseinanderzusetzen, um die Bedeutung für die Organisationstheorie zu verstehen und auf die Praxis anwendbar zu machen.
Das Ziel der vorliegenden Hausarbeit ist es, diese Grundlagen zu erläutern. Es soll aufgezeigt werden, wo sich Unternehmenskultur im wissenschaftlichen Kontext einordnet (Kap. 2). In diesem Zusammenhang ist zu klären, welche Einflussmöglichkeiten auf Unternehmenskultur es gibt. Ein Blick in die Entstehungsgeschichte von Unternehmenskultur ist erforderlich, da die Thematik sich der Soziologie zuordnen lässt. Hierzu wird das Herrschaftsmodell von Max Weber vorgestellt (Kap. 3).
1 Dülfer, E.: Organisationskultur: Phänomen - Philosophie - Technologie. Eine Einführung in die Diskussion, in: Dülfer, E. (Hrsg.): Organisationskultur, Stuttgart, 1988, S. 24.
2 Vgl.: Ebd.
3 Vgl.: Kahle, E.: Unternehmensführung und Unternehmenskultur, in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 11/88, S. 1228 ff.
4 Vgl.: Bungarten, T.: Die Schwierigkeiten der Betriebswirtschaftslehre mit der Identität und der Kultur, in: Janich, N. (Hrsg.): Unternehmenskultur und Unternehmensidentität, Wiesbaden, 2005, S. 237.
1
Dieses Modell beleuchtet das Verhältnis Individuum-Staat. Die Beziehung von Individuum-Organisation hat Gareth Morgan untersucht. Seine Organisationsanalyse auf Basis von Metaphern hilft, Organisationen zu verstehen.
Die Unternehmenskultur hat verschiedene Schlagwörter hervorgebracht. Eines davon ist Corporate Identity. Ein Erklärungsansatz dazu und zu anderen Komponenten des Corporate Culture wird in Kapitel 4 geliefert. Die organisatorische Kommunikation ist eines der wichtigsten Unternehmensinstrumentarien überhaupt. In Kapitel 5 wird die Bedeutung von Cognitive Maps als Sinnvermittlungswerkzeug herausgestrichen.
2. Die Unternehmenskultur als Gegenstand wissenschaftlicher
Forschung
Um der Frage auf den Grund zu gehen, was Unternehmenskultur gegenüber bisherigen Ansichten wertvoll macht, ist es zunächst unerlässlich, eine Trennung vorzunehmen zwischen der Unternehmenskultur als Forschungsgegenstand und der Schaffung und der Förderung von Unternehmenskultur als Managementaufgabe. Diese Differenzierung ist notwendig, da Unternehmenskultur als Forschungsgegenstand sich im Feld der Soziologie einordnen lassen kann. Die Schaffung und die Förderung von Unternehmenskultur werden als Teilgebiet der Betriebswirtschaftslehre angesehen, das Auskunft darüber gibt, welche Rolle Unternehmenskultur neben anderen Unternehmensproblemen darstellt. Dabei kann Unternehmenskultur nichts Auferlegtes sein, sondern muss in den höchsten Hierarchiestufen des Unternehmens vorgelebt werden. Nur dadurch kann es sich in allen Unternehmenssegmenten festsetzten. Dies wird durch eine Führungs- und Kommunikations-Stilbildung erreicht. 5
2.1 Begriffsabgrenzung: Organisation und Unternehmenskultur
Der Doppelcharakter von Organisation und Unternehmenskultur spiegelt sich einerseits in der institutionellen Auffassung, die als Forschungsobjekt der verschiedenen Disziplinen verwendet wird, und andererseits in der instrumentellen Auffassung, die als praktische Handlungsempfehlung für das Management vorherrscht. Hierbei lässt sich erkennen, dass das Unternehmen sowohl eine Kultur beziehungsweise Organisation hat wie auch ist. Aus gewohnheitsmäßigem Reagieren entstehen Regeln, was bedeutet, dass Unternehmenskultur
5 Vgl.: Goll, J.: Der lange Weg zum Erfolgsfaktor, in: Janich, N. (Hrsg.): Ebd., S. 243.
2
nicht angeordnet werden kann, sondern vielmehr entsteht. Infolgedessen kann man weder Kultur noch Organisation als Realphänomene bezeichnen. Stattdessen werden durch beides Beziehungen ausgedrückt, die sich in Symbolen, Metaphern und Schaubildern konkretisieren. 6 Diese Artefakte werden zu Objekten, betrachtet man Unternehmenskultur als Forschungsgegenstand. Um dies zu verdeutlichen, dient als Beispiel eine Institution mit 50 Studenten und 50 Professoren. Diese Institution muss noch keine Universität darstellen. Es kommt darauf an, welche Beziehungen hineingetragen werden, welche Symbole, Metaphern, Schaubilder oder sonstigen Artefakte verwendet werden. 7 Organisation und Unternehmenskultur sind sich dem Wesen nach ähnlich, da sie den gleichen Sachverhalt beschreiben. Bei beiden Begriffen spielt das Verhalten einer Gruppe von Menschen eine übergeordnete Rolle, das durch bestimmte Eigenschaften von dem Verhalten anderer Gruppen abweicht. Wesensmerkmale einer Unternehmenskultur sind insbesondere die Werte und Normen, die eine symbolische Welt von Bedeutungen kreieren und die von einer Gruppe geteilt werden („shared values“). 8 Die Organisation hingegen verfolgt eine Zweckrationalität, die stark mit Verhaltenserwartungen und Regeln verknüpft ist. Die Findung einer Identität zwischen den Normen und die Weitergabe dieser Identität ist die Aufgabe der Kultur und zugleich das zentrale Unterscheidungskriterium zur Organisation. Die Vermittlung der Unternehmenskultur zieht inhaltliche Konsequenzen nach sich, die sich vor allem in zwei Fragen niederlegt:
1. Welchen Ansätzen und Paradigmen der Unternehmenskultur ist zu folgen? 2. Inwieweit sind diese Ansätze mit der Betriebswirtschaftslehre zu vereinen?
Da sich die Identität eines Unternehmens in den Gedanken und Handlungen der einzelnen Mitarbeiter widerspiegelt, müssen diese als Gegenstand der Forschung herangezogen werden. Über Werte wird erst dann geredet, wenn Wertunterschiede vorhanden sind. Besonders deutlich wird dieses, betrachtet man beispielsweise die Wertevorstellungen von Mitarbeiter einer in New York niedergelassenen japanischen Firma. Bei diesen Mitarbeitern lassen sich gravierende Unterschiede zu den Wertevorstellungen des Umfeldes aufweisen. Nur durch Kommunikation ist es möglich, etwas über die Vorstellung der anderen zu erfahren. Es ist nicht unbedingt relevant, wie die Beziehungen wirklich sind, zumal sich das nur schwer
6 Vgl.: Kahle, E.: Unternehmenskultur - Inhalt und Bedeutung für die Organisationstheorie, Lüneburg, 2003, S. 5.
7 Vgl.: Kahle, E., Vortrag: Unternehmenskultur - Inhalt und Bedeutung für die Organisationstheorie, Ringvorlesung Kulturmanagement, 01.07.2003.
8 Vgl.: Heinen, E. Unternehmenskultur, München, 1987, S. 228.
3
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Bernd Rogalewski, 2006, Unternehmenskultur - Inhalt und Bedeutung für die Organisationstheorie, München, GRIN Verlag GmbH
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