Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung - 3 -
2. Begriffsdefinitionen
2.1. Qualität - 4 -
2.2. Qualitätsmanagement - 5 -
3. Qualitätsmanagement in der Weiterbildung
3.1. Qualitätskriterien von Weiterbildung - 7 -
3.2. Die acht Grundsätze des Qualitätsmanagements in
der Weiterbildung - 9 -
4. Die Evaluation als ein Instrument des - 12 -
Qualitätsmanagements
5. Zusammenfassung - 13 -
6. Literaturverzeichnis - 15 -
2
1. Einleitung: Die Wunderwaffe Qualitätsmanagement.
Eine erste Auseinandersetzung mit der Thematik lässt zunächst keine Verbindung zwischen Weiterbildung als einer pädagogischen Disziplin und Qualitätsmanagement als einen betriebswirtschaftlichen Fachausdruck erkennen. Und doch ist die Debatte um die Qualität und Qualitätssicherung von Weiterbildungsmaßnahmen seit geraumer Zeit, um genauer zu sagen verstärkt seit Beginn der 1990er Jahre mit der Einführung der ISO - Norm 9000ff. zur Zertifizierung von Weiterbildungsinstitutionen, hoch brisant und immer noch aktuell. 1
Die Ausgangsfrage dieser Arbeit setzt sich mit der begrifflichen Definition zweier Schlüsselworte auseinander. Zum einen muss geprüft werden, wie sich Qualität in der Weiterbildung definiert. Zum anderen soll erläutert werden, was sich hinter dem Schlagwort Qualitätsmanagement verbirgt.
Des weiteren stellt sich die Frage, warum die Weiterbildung überhaupt ein
Qualitätsmanagement benötigt und inwiefern ein betriebswirtschaftliches Modell wie das Qualitätsmanagement überhaupt auf die Pädagogik übertragbar ist. Letztendlich waren es genau wirtschaftliche Aspekte, wie steigender Konkurrenzdruck auf dem Weiterbildungssektor, die eine Qualitätssicherung der Weiterbildung notwendig erschienen ließen.
Die Qualitätsdebatte erweckt den Anschein, dass Qualitätsmanagement die Lösung aller bildungs- sowie weiterbildungsspezifischen Probleme ist. Dennoch ist Qualität in der Weiterbildung grundsätzlich problematisch und sollte nicht völlig losgelöst von inhaltlichen Aspekten und fixiert auf die instrumentellen Prozesse des Qualitätsmanagements betrachtet werden. Aus diesem Grund soll im Verlauf dieser Arbeit auch auf die Grenzen eines Qualitätsmanagements in der Weiterbildung eingegangen werden.
Abschließend soll exemplarisch ein Instrument des Qualitätsmanagements, die Evaluation bezüglich ihrer Verwertbarkeit und Handhabbarkeit in der Weiterbildung vorgestellt werden, um so eine ungefähre und sicherlich vage Vorstellung von Qualitätsmanagement in diesem Bereich zu erhalten.
Die Frage, ob Qualitätsmanagement als Wunderwaffe gegen die wirtschaftlichen Probleme des Weiterbildungssektors von Nutzen ist oder ob es zur einer Entkoppelung von Weiterbildung und Pädagogik führt, soll diese Arbeit begleiten.
1 Wuppertaler Kreis e.V. ( Hrsg. ). Qualitätsmanagement in der Weiterbildung nach DIN EN ISO 9000ff. Ein
Leitfaden. Köln. 1996. S. 1.
3
2. Begriffsdefinitionen
2.1. Qualität
Umgangssprachlich hören wir den Ausdruck Qualität tagtäglich. Wir sprechen über Qualitätsarbeit, Qualitätssteigerung oder Qualitätseinbußen. Für den Laien ist Qualität ein Maß an Güte und repräsentiert einen gewissen Wert eines Produktes. Bei eingehender Betrachtung wird schnell deutlich, dass der Qualitätsbegriff ebenso komplex wie vielschichtig ist. Aus diesem Grund soll zunächst die Wortherkunft näher erläutert werden.
Der Begriff Qualität leitet sich aus dem Lateinischen qualitas ab. Qualitas beschreibt zum einen die umfassende Beschaffenheit oder auch die ganzheitlichen Eigenschaften eines Gegenstandes oder Erfahrungsfeldes. Wichtig dabei ist, dass diese Unität nur bedingt mitteilbar ist, da Erfahrungen und Beurteilungen immer auch individuell sind.
Zum anderen kann qualitas als Eigenart verstanden werden, das allgemeine Niveau, die Güte oder den Wert eines Objektes zu beurteilen. Dieser Beurteilung muss jedoch ein allgemein anerkannter Standard vorausgesetzt werden. Des weiteren kann qualitas die Kennzeichnung signifikanter Eigenschaften eines Objektes oder einer Person bedeuten, die wiederum ebenfalls an einen Standard gebunden sind, der sich aber nur auf einzelne Aspekte dieser Eigenschaft beschränkt. 2
Zudem geht der Begriff Qualität auf qualis zurück, was die Beschaffenheit eines Gegenstandes, eines Produktes oder einer Dienstleistung meint. 3 Allein die nähere Analyse der Wortherkunft verdeutlicht, dass die Begriffsdefinition immer auch abhängig ist von einer individuellen Beurteilung oder ( willkürlich ) festgelegten Standards und somit nicht Allgemeingültigkeit beanspruchen kann. Eine leicht verständliche und handhabbare Definition findet sich in der Fachsprache. Hier steht der Fachbegriff Qualität schlichtweg für: Eine Einheit erfüllt eine bestimmte Qualitätsanforderung. 4 Das bedeutet, dass prinzipiell nicht zwischen guter und schlechter Qualität unterschieden werden kann, da es ja im wesentlichen darauf
2 Terhart, Ewald. Qualität und Qualitätssicherung im Schulsystem. Hintergründe - Konzepte - Probleme. In:
Zeitschrift für Pädagogik 46, 6. 2000. S. 814ff.
3 Jürgens, Eiko. Qualität von Bildung - politisches Schlagwort oder pädagogisches Ziel? In:
Erziehungswissenschaft und Beruf. 2003. S. 3.
4 Geiger, Walter. Qualitätslehre. Einführung, Systematik, Terminologie. Braunschweig, Wiesbaden. 1986. S. 31.
4
ankommt inwiefern eine klar bestimmte Anforderung ( an das Produkt ) erfüllt wird. Dieser Anspruch wiederum ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Beispielweise kann eine Verbesserung der Produktion dazu führen, dass die Produktionseinheit den Ansprüchen gerecht wird. Es wird deutlich, dass Qualität letztlich eine Anpassung der Produktionstätigkeit an die gegebenen Anforderungen darstellt.
Im folgenden soll diese fachliche Begriffsdefinition als Grundlage verwendet werden.
2.2. Qualitätsmanagement
Schon die Wortzusammensetzung beschreibt die zwei wesentlichen Komponenten des Qualitätsmanagements: das Führen einer Organisation bezüglich der Qualität. 5 Qualitätsmanagement ist demnach eine Führungsaufgabe, die zum einen prozessorientiert und zum anderen kundenorientiert umgesetzt werden muss. 6 Auf dieser Grundannahme basierend ist Qualitätsmanagement ein Kreisprozess, der sich im wesentlichen in sieben Schritte unterteilen lässt. Die folgende graphische Darstellung veranschaulicht den Kreisprozess eines optimalen Qualitätsmanagements:
5 Zollondz, Hans - Dieter. Grundlagen Qualitätsmanagement. Einführung in Geschichte, Begriffe, Systeme und
Konzepte. München. 2002. S.192.
6 Ebd., S. 198.
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Arbeit zitieren:
Nina Heise, 2006, Qualitätsmanagement in der Weiterbildung , München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
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