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Institut für Kommunikationswissenschaft (Zeitungswissenschaft) an der LMU München Hauptseminar Medienlehre Rundfunk - EU-Rundfunksysteme im Vergleich Sommersemester 1997
Hochschul-Radios - Projektein Deutschland unter anderen
Bedingungen als in den USA
Autor:
Marc Alexander Zimmermann (Matr.-Nr.: 251070302691)
Fachsemester: 09 (BWL)
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(LQOHLWXQJ 3
DXSWWHLO 4
2.1 Deutschland 4
2.1.1 Geschichtliche Ausgangslage 4
2.1.2 Aspekte eines Hochschulsenders für Universität und Studierende 4
2.1.3 Die Lage in Nordrhein-Westfalen. 5
2.1.4 Unterschiedliche Projekte in den anderen Bundesländern 6
2.1.4.1 Campus-Rundfunk. 7
2.1.4.2 Senden auf einer eigenen Frequenz 7
2.1.4.2.1 Aus- und Fortbildungskanäle. 7
2.1.4.2.1.1 Rechtliche Grundlage 8
2.1.4.2.1.2 Die aktuelle Lage 8
2.1.4.2.1.3 Finanzierung 9
2.1.4.2.1.4 Das Programm 9
2.1.4.2.2 Uni-Sender. 9
2.1.4.2.2.1 In Leipzig. 9
2.1.4.2.2.2 In Tübingen. 10
2.1.4.3 Kooperationen mit öffentlich-rechtlichen, privaten oder Offenen Kanälen 10
2.1.4.3.1 Kooperation mit öffentlich-rechtlichen Kanälen 10
2.1.4.3.1.1 In Bremen / Oldenburg 11
2.1.4.3.1.2 In Heidelberg 11
2.1.4.3.2 Kooperation mit Privaten Kanälen 12
2.1.4.3.2.1 In Baden. 12
2.1.4.3.2.2 In Berlin 12
2.1.4.3.3 Kooperation mit Offene Kanälen. 13
2.1.5 Die Lage in Niedersachsen 13
2.1.6 Interessensverbände 14
2.1.6.1 National 14
2.1.6.2 International 14
2.2 Vereinigten Staaten von Amerika. 15
2.2.1 Educational bzw. Public Radio. 15
2.2.1.1 Geschichtliche Entwicklung 15
2.2.1.2 Ausprägungen von Public Radio 17
2.2.1.3 Das Programm 17
2.2.2 Das wahre College Radio 17
2.2.2.1 Geschichte und derzeitige Lage 17
2.2.2.2 Programm und Musik 18
2.2.2.3 Finanzierung 19
6FKOX WHLO 20
3.1 Anmerkungen 20
3.2 Zusammenfassung 21
Literaturverzeichnis 22
2
3
(LQOHLWXQJ
Seit vielen Jahren beobachte ich nun als musik- und radiobegeisterter Jugendlicher vor allem den unkommerziellen Hörfunk. Dabei bin ich auch schon in verschiedenster Form aktiv geworden, sowohl bei Sendestart von /R5D 0QFKHQ, als auch quasi vom Tag der
Ausschreibung an für den Aus- und Fortbildungskanal auf der 94,5 MHz. Daher ist auch bei der Beschreibung die Gewichtung dieses Projektes gegenüber den anderen bundesdeutschen stärker.
Zu den Umständen, unter denen ich meine Quellen fand möchte ich am Ende noch etwas sagen. In den USA existieren zu dem Thema, welches an Hochschulen allgegenwärtig ist wohl genügend Unterlagen. In Deutschland ist dies bedeutend schwieriger, sowohl an amerikanische Literatur zu kommen, als auch Informationen über deutsche Initiativen etwas zu erlangen. Die enorme Geschwindigkeit der Entwicklung und die Tatsache, daß wir uns wohl erst am Anfang dieser Bewegung befinden scheint mir ein Hauptgrund dafür zu sein. Somit kann ich keinesfalls den Anspruch der Vollständigkeit erfüllen und möchte daher nur einige ausgewählte Beispiele vorstellen. Aus dem gleichen Grunde erscheint es mir nicht sinnvoll, genauer auf die Programmstrukturen einzelner Sender einzugehen. Im ersten Abschnitt stütze ich mich hauptsächlich auf das von Claudia Fischer herausgegebene Buch „Hochschul-Radios“. Einen weiteren Teil meiner Informationen verdanke ich auch einem Medium, dessen Eigenarten am besten der oben beschriebenen momentanen Situation gerecht wird. Das Internet, dessen Benützer sich offenkundigerweise vermutlich auch mit denen am Hochschul-Radio Beteiligten deutlich überlappen, bietet am ehesten tagesaktuelle Informationen.
Eine nähere Betrachtung von Hochschul-Fernsehgruppen in Deutschland, die ebenfalls in den unterschiedlichsten Formen existieren bzw. (GXFDWLRQDO 7HOHYLVLRQ in den USA würde den
Rahmen sprengen. Sie sollen an dieser Stelle nicht Gegenstand meiner Untersuchungen sein Wie oben bereits erwähnt, handelt es sich hierbei auch um ein sehr persönliches Interesse am Thema Hochschul-Radio, welches den meiner Ansicht nach wichtigen Aspekt der Ausbildung in Medien betrifft. Bei diesem Thema liegt eine medienwissenschaftliche Gegenüberstellung von den größtenteils noch jungen deutschen Projekten mit den traditionellen USamerikanischen nahe, die ja am ehesten - unter dem Begriff &ROOHJH5DGLRein bestimmtes
Bild in unseren Köpfen hervorrufen. Ich möchte daher auf die unterschiedlichen Bedingungen, die Entstehungsgeschichte und den momentanen Zustand näher eingehen.
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4
+DXSWWHLO
2.1 Deutschland
2.1.1 Geschichtliche Ausgangslage
Auf dem nordamerikanischen Kontinent und in Großbritannien hat Hochschul-Radiomanchen auch bekannt unter dem Namen &ROOHJH 5DGLR - langjährige Tradition. Auch in
Dänemark und Frankreich existieren seit vielen Jahren beeindruckende Projekte. In Deutschland hingegen gab es lange Zeit keine rechtliche Grundlage für universitären öffentlichen Rundfunk. Die Gründe liegen auf der Hand: aufgrund negativer Erfahrungen aus der Vergangenheit wurde im Grundgesetz die staatsferne Organisation des Rundfunks festgeschrieben. 1 „Hochschulen sind als Institutionen dem Staat zugeordnet und der darf nunmal keine eigenen Rundfunksender betreiben“ 2
Den Startschuß zur Ära Hochschul-Radio gab der Düsseldorfer Landtag mit der Novellierung seines Landesrundfunkgesetzes im März 1995. Dies bedeutete eine Erleichterung der Frequenzvergabe an Hochschulen. Was für eine Entwicklung damit losgetreten wurde, hatte wohl anfangs niemand vermutet. Eine unüberschaubare Vielzahl von Initiativen in den unterschiedlichsten Ausprägungen schoß aus dem Boden. Dabei verändert sich in rasanter Geschwindigkeit die Situation, so daß es kaum möglich ist ein vollständiges Abbild wiederzugeben.
2.1.2 Aspekte eines Hochschulsenders für Universität und Studierende
Die oben beschriebene Aufbruchstimmung ging anfänglich vor allem von den Studierenden aus. Dabei liegen doch die Vorteile eines >eigenen< Uni-Senders auch für die Hochschule auf der Hand. Toni Wimmer nennt hierbei vor allem die Möglichkeit Informationen über die Universität bei einem breiten Publikum kundzutun. Außerdem biete ein am Institut ansässiges Rundfunkmedium einen zusätzlichen Qualifizierungsbaustein bzw. eine Bereicherung des Studienangebotes für die Studierenden. Die Hochschule verschaffe sich damit einen nicht zu
1 vgl hierzu Art. 5 Abs.1 Satz 2 GG in: Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (GG). Vom 23.Mai 1949. In der Fassung vom 27.Oktober 1994. In: Genzel, Herbert/Friedrich Quack/Wilhelm Weidinger (Hg): Gesetzessammlung Öffentliches Recht für Studenten der Wirtschaftswissenschaften. Nördlingen, Verlag F.Steinmeier, 5. Auflage ohne Jahresangabe. S.8.
2 Grabbe, Manfred: Hochschul-Radios? In Norddeutschland kein Thema! In: Claudia Fischer (Hg): Hochschul-Radios. Initiativen - Praxis - Perspektiven. Konstanz, UVK Medien, 1996. S.138.
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5
verachtenden Standortvorteil. 3 Auch Ulrich Pätzold schreibt über die ungeahnten Möglichkeiten der Hochschulmedien, nämlich sie ÄGD]X]XQXW]HQ%HY|ONHUXQJXQG+RFKVFKXOHQeinander d.Verf.QlKHU]XEULQJHQ ZHOWRIIHQ GDV :HLWH PLW GHP1DKHQ ]X YHUELQGHQ GLH %HJHLVWHUXQJ IU HLQHQ VFK|QHQ %HUXI]XQXW]HQXPVLHPLW.|QQHQXQG9HUDQWZRUWXQJVEHZXWVHLQ]XYHUVFKPHO]HQ³
Mit der Niederreißen der gesetzlichen Hürden waren und sind aber noch lange nicht alle Probleme, die mit einem Uniradio verbunden sind gelöst. Vielmehr konnte somit erst begonnen werden, die eigentlichen Probleme in Angriff zu nehmen. Neben Dingen wie Organisation (insbesondere die eines Mantelprogramms), Finanzierung, und Motivation ehrenamtlicher Mitarbeiter (hohe Fluktuation, Abwerbung von jungen Talenten), spielt das nötige journalistische Know-how, das vermittelt werden soll eine entscheidende Rolle beim Gelingen des Projektes. 5
2.1.3 Die Lage in Nordrhein-Westfalen
Den Anfang der gesetzlichen Reformen in Richtung Hochschul-Radio machte das Land Nordrhein-Westfalen. In der siebten Novelle des Landesrundfunkgesetzes heißt es nun unter ĵD6HQGXQJHQLQ+RFKVFKXOHQ
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Obwohl es schon zu früheren Zeitpunkten studentische Radioinitiativen im Rahmen des sogenannten %UJHUIXQNV in Nordrhein-Westfalen gab, stellte dieser Schritt in der
bundesdeutschen Mediengesetzgebung in Puncto Hochschul-Radio einen Meilenstein dar. Zu weit lagen die Interessen und auch das Zielpublikum der beteiligten Parteien bei dem >Versuch %UJHUIXQN< auseinander. Danach war jede Veranstaltergemeinschaft gesetzlich
dazu verpflichtet einen bestimmten Anteil ihrer Sendezeit Gruppen insbesondere mit kultureller Zielsetzung zu Verfügung zu stellen. 7 Die Probleme liegen auf der Hand und sind
3 vgl. Wimmer, Toni: Gehören Hochschulmedien in die Hände von Studierenden? In: ebd. S.52. 4 Pätzold, Ulrich: Vom Uni-Radio zum Campus-Rundfunk in Dortmund. In ebd. S.200.
5 vgl. Fischer, Claudia: Was funkt denn da? Versuch einer Kategorisierung. In: ebd. S. 58., sowie Wimmer: gehören Hochschulmedien.... In: ebd. S. 53.
6 zitiert ohne Quellenangabe in Fischer, Claudia: Hochschul-Radios in Nordrhein-Westfalen. In: ebd. S. 161.
7 vgl. Fischer, Claudia: Hochschul-Radios in Nordrhein-Westfalen. In: ebd. S.159.
5
Arbeit zitieren:
Marc Zimmermann, 1997, Hochschul-Radios - Projekte in Deutschland unter anderen Bedingungen als in den USA, München, GRIN Verlag GmbH
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