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INHALTSVERZEICHNIS:
ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS 3
1. EINLEITUNG 4
2. SUBURBANISIERUNG 5
2.1 WOHNSUBURBANISIERUNG 5
2.2 SUBURBANISIERUNG IM EINZELHANDEL UND IM GEWERBE 8
3. KONSEQUENZEN FÜR DIE INNERSTÄDTISCHE QUARTIERE 9
3.1 AUSWIRKUNGEN AUF DEN FUNKTIONSBEREICH WOHNEN 9
3.2 AUSWIRKUNGEN AUF HANDEL UND GEWERBE
4. LEIPZIG 14
4.1 WOHNSUBURBANISIERUNG 14
4.2 EINZELHANDELSSUBURBANISIERUNG
5. MÜNCHEN 19
5.1 INDUSTRIE- UND GEWERBESUBURBANISIERUNG 20
5.2 WOHNSUBURBANISIERUNG 21
6. FAZIT 24
7. LITERATURLISTE 26
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Abbildungs und Tabellenverzeichnis
ABBILDUNG 1 BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG IN DEUTSCHLAND 1990 1998 NACH
GEMEINDEN 7
ABBILDUNG 2 BODENPREISGEBIRGE VERSCHIEDENER GROßSTADTREGIONEN 1994
10
ABBILDUNG 3 FILIALISIERUNGSGRAD IN AUSGEWÄHLTEN STÄDTEN 13
ABBILDUNG 4 STADTPLAN LEIPZIG 15
ABBILDUNG 5 KUNDENEINZUGSBEREICH AUSGEWÄHLTER EINKAUFSZENTREN
(KUNDENBEFRAGUNG 1993) 18
ABBILDUNG 6 BODENPREISE IN MÜNCHEN (2000) 23
TABELLE 1 BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG IN DEN GROßSTÄDTEN DER
BUNDESREPUBLIK (1950 1987) 6
TABELLE 2 BEVÖLKERUNGS UND HAUSHALTSSTRUKTUR IN DEN GROßSTÄDTEN
DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND (1970 1987) 11
TABELLE 3 WANDERUNGSSALDEN DER STADT LEIPZIG MIT DEN UMLIEGENDEN
KREISEN 1992 1997 15
TABELLE 4 ALTER DER ANTWORTENDEN PERSONEN IN DER BEFRAGTEN (LINKS)
16
TABELLE 5 HAUSHALTSNETTOEINKOMMEN (1) IN DER HAUSHALTE (RECHTS) 16
TABELLE 6 ANZAHL DER IM HAUSHALT LEBENDE KINDER IN DER HAUSHALTE
(LINKS) 16
TABELLE 7 HAUSHALTSGRÖßEN IN ALLER HAUSHALTE (RECHTS) 16
TABELLE 8 KUNDENBEWERTUNG DER KAUFSTANDORTE SAALEPARK
SACHSENPARK UND INNENSTADT LEIPZIG (1993 MITTELWERT) 19
TABELLE 9 PROZENTUALE JÄHRLICHE BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG IN
SÜDBAYERN ZWISCHEN 1950 UND 1997 NACH SIEDLUNGSSTRUKTURELLEN
GEMEINDETYPEN 21
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1. Einleitung
In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts, in der Wiederaufbauphase nach dem zweiten Weltkrieg, registrierten die Großstädte einen rapiden Anstieg der Bevölkerung. Es zeichnete sich ein fast doppelt so hohes Bevölkerungswachstum aus wie in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt. In den 60er und 70er Jahren wendete sich das Blatt und es fand ein sich für die Großstädte negativer auswirkender Prozess statt. Sie erlitten einen erheblichen Rückgang an Einwohnern. Der Schwerpunkt der Bevölkerung und der Arbeitsplätze verlagerte sich durch das demographische und wirtschaftliche Wachstum der Großstädte in Richtung Umland und veranlasste eine Stadterweiterung. Es entwickelte sich ein Trend zum Wohnen in der Randzone und im Umland der Großstädte, es entstanden großflä-chige Verdichtungsräume. Der Handel sowie die Industrie sahen ihre Chancen für die Zukunft auf der „Grünen Wiese“, die sich ebenfalls im Umland befand.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Konsequenzen der Suburbanisierung für innerstädtische Quartiere in Deutschland. Die Ergebnisse dieser Arbeit beruhen auf Informationen, die per Literaturrecherche aus Monographien, Sammelwerken, Internet und Fachzeitschriften gewonnen werden konnten. Im weiteren Verlauf der Arbeit soll es zunächst um die begriffliche Abgrenzung des Wortes „Suburbanisierung“ und den verschiedenen Varianten sowie die daraus folgenden Prozesse gehen. Die Begriffe werden dabei definiert. Des Weiteren werden dann die Auswirkungen der Suburbanisierung für die Bevölkerung, für den Handel und das Gewerbe näher betrachtet. Anschließend folgen zwei Fallbeispiele der Städte Leipzig und München, wobei Leipzig ein Beispiel für die ostdeutschen Städte bildet und München die westdeutschen Städte vertritt. Am Ende der Arbeit werden in einem gesonderten Kapitel noch einmal alle Ergebnisse zusammengefasst.
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2. Suburbanisierung
Der Begriff Suburbanisierung bezeichnet die flächenhafte Ausdehnung städtischer Siedlungsweise bzw. Bevölkerung in das Umland einer Stadt vor allem in den Industrieländern. Damit verbunden ist ein Prozess der Dekonzentration von Bevölkerung, Arbeitsplätzen, Produktion, Verwaltung / Handel und Infrastruktureinrichtungen innerhalb metropolitaner Gebiete (vgl. BUCHER / KOCKS 1987, zitiert aus BENDER 1991, S. 27). Der Prozess führt im Bezug auf die Funktionen Wohnen und Arbeiten zu einem absoluten und relativen Bedeutungsverlust der Kernstädte. Bei der Wanderungsbewegung handelt es sich meistens um intraregionale StadtRandWanderungen, d.h., es findet eine Umverteilung innerhalb der Region statt. Die außerhalb der Grenzen der Kernstadt liegenden Gemeinden sind funktional mit der Kernstadt verbunden. Die Wanderungsbewegungen können in Abhängigkeit von dem wirtschaftlichen Aufschwung des Raumes, die Dynamik der Suburbanisierung beschleunigen oder abschwächen (vgl. GAEBE 1988 zitiert aus BENDER 1991, S. 27). Die Abwanderung aus den Großstädten oder die Zuwanderung in die Ballungsgebiete führt zur Verstädterung ländlicher Gemeinden und zur Entstehung von Satellitenstädten oder Trabantenstädten. Der Verlust an Zentralität und Bewohnern führt in der Kernstadt häufig zum Verlust an Ar-beitsplätzen, zur Veränderung der Einzelhandelsstruktur, zu Segregation margina-lisierter Bevölkerungsgruppen und Segregation von bestimmten Haushaltstypen im suburbanen Raum (INTERNET 6).
Durch ein starken Siedlungs- und Flächendruck in innerstädtischen Lagen mit zumeist steigenden eigenen Flächenansprüchen und hohen Miet-/Baulandpreisen ist ein lang andauernder Entwicklungsgang der Suburbanisierung ins städtische Umland entstanden (INTERNET 6).
2.1 Wohnsuburbanisierung
Unter Wohnsuburbanisierung versteht man den „Prozess von intraregionaler Dekonzentration von Bevölkerung“ (HEINEBERG 2003, S. 312). Es beinhaltet die
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Abwanderung von privaten Haushalten aus den Kernstädten der Verdichtungsräume in den suburbanen Raum.
Tabelle 1 Bevölkerungsentwicklung in den Großstädten der Bundesrepublik (1950 – 1987)
(Quelle: Deutscher Städtetag 1972, 1989; eigene Berechnung)
In Tab.1 ist zu erkennen, dass in den Jahren 1950 bis 1961 die Großstädte insgesamt eine jährliche Wachstumsrate von 1,73 % erreichten, wobei in der gesamten Bundesrepublik nur eine Rate von 0,92 % zu verzeichnen war. Die Großstädte registrierten einen doppelt so hohen Gewinn an Einwohnern wie ganz Deutschland. Grund war dafür die Wiederaufbauphase nach dem zweiten Weltkrieg, als die Menschen aus den zerbombten Dörfern flohen und ihre Zukunft in den Großstädten sahen. Der Wunsch nach einem besseren Wohnverhältnis, nach Arbeit und einem besseren Lohnwert lockte die Bevölkerung in die Städte. Ab 1961 erlebten die Kernstädte einen erheblichen Bevölkerungsrückgang, der bis heute noch anhält. 1970 notierten z.B. die Großstädte > 1.000.000 eine negative Wachstumsra-ten von - 0,49 (vgl. Tab. 1).
7
Abbildung 1 Bevölkerungsentwicklung in Deutschland 1990 – 1998 nach Gemeinden
(Quelle: Herfert 2001b, geändert und ergänzt)
In Abb. 1 wird deutlich dargestellt, dass in den 90er Jahren die Gemeinden aus den neuen Bundesländern eine negative Bevölkerungsentwicklung von -10 % und mehr verzeichneten. Die Großstädte München, Stuttgart oder auch Berlin wiesen einen Rückgang der Bevölkerung von einem Index von 5 in der Kernstadt auf. Die suburbanen Räume um Berlin, Stuttgart und München hingegen verbuchten dabei eine positive Veränderung. In Berlin notierte das Umland eine Bevölkerungsent-
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Nicole Lamour, 2005, Konsequenzen der Suburbanisierung für innerstädtische Quartiere in Deutschland, Munich, GRIN Publishing GmbH
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