Abkürzungsverzeichnis
Art. Artikel Bd. / Bde. Band / Bände F. Folio ff. folgende hrsg. v. herausgegeben von MGG 2 P Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neubearbeitete Ausgabe, hrsg. v. Finscher, Ludwig, Personenteil 12 Bände, Kassel / Stuttgart 1999 ff. MGG 2 S Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neubearbeitete Ausgabe, hrsg. v. Finscher, Ludwig, Sachteil 9 Bände, Kassel / Stuttgart 1994-1999 MiA Eggebrecht, Hans Heinrich: Musik im Abendland ML Eggebrecht, Hans Heinrich: Die Mehrstimmigkeitslehre bis zum 12. Jahrhundert o. O. ohne Ort r recto S. Seite sog. so genannt Sp. Spalte u. a. unter anderem vgl. vergleiche z. B. zum Beispiel
1
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis 1 NA
Inhaltsverzeichnis.................................................................................................................2
1 Einleitung 3
2 Das alte Organum: Merkmale und Quellen 4
2.1 NA
Einführung 4 NA
2.2 NA
Quellen und Merkmale 4
2.2.1 NA
Die Musica enchiriadis 5
2.2.2 NA
Der Micrologus de Musica von Guido von Arezzo 6
3 Das neue Organum der Notre-Dame-Schule: Merkmale und Quellen 8
3.1 NA
Einführung: Der Magnus liber organi und Leoninus 8
3.2 NA
Die zweistimmigen Organa des Magnus liber organi am Beispiel von Viderunt
omnes notum fecit dominus 9
3.2.1 NA
Einführung 9
3.2.2 NA
Viderunt omnes notum fecit dominus 10
3.2.2.1 Organum- und Discantuspartien 10
3.2.2.2 Die Organum- und Discantuspartien in Viderunt omnes 12
3.2.2.3 Die Discantuspartien in Viderunt omnes 14
3.2.2.4 Die Haltetonpartien in Viderunt omnes 15
4 Schlussbetrachtung 16
Literaturverzeichnis 17
Musikalienverzeichnis 17 NA
2 NA
1 Einleitung
Das Thema dieser Arbeit sind die zweistimmigen Organa des Magnus liber organi de gradali et antiphonario. Der Magnus liber ist eine, an der Notre-Dame Kathedrale in Paris entstandene, Sammlung von liturgischen Gesängen. 1 Die darin enthaltenen zweistimmigen Organa werden auf Grund des Berichtes von Anonymus 4 dem Pariser Komponisten Leoninus zugeordnet. 2 Anonymus 4 war ein aus England stammender Mönch, der, vermutlich Ende des 13. Jahrhunderts, einen Musiktraktat verfasste, nachdem er die Pariser Notre-Dame- Kirche besucht hatte. 3 Im Laufe dieser Arbeit wird insbesondere Viderunt omnes notum fecit dominus, eines der zweistimmigen Organa, analysiert.
Um einen besseren Zugang zu den Stücken zu bekommen, werden im ersten Teil der Arbeit nicht nur die Quellen, die der Forschung auf diesem Gebiet zur Verfügung stehen, genannt und erläutert, sondern es wird auch genauer auf den musikgeschichtlichen Kontext (d. h. auf das sog. „alte“ Organum) eingegangen. Auf diese Weise lässt sich die musikhistorische Bedeutung der Leoninschen Organa klarer erkennen.
Das Faksimile der in dieser Arbeit betrachteten Handschrift (Firenze, Biblioteca Mediceo- Laurenziana, Pluteo 29,1) wurde 1966 von Luther Dittmer herausgegeben. Die Übertragung des gregorianischen Chorals findet sich in Band 1 des Magnus liber Organi, herausgegeben von Edward Roesner (Monaco 1993). Das zweistimmige Graduale ist in dem von Mark Everist editierten Band 3 dieser Serie erschienen (Monaco 2001).
Als weitere Quellen dienten u. a. verschiedene Artikel des MGG 2 , sowie Hans Heinrich Eggebrechts „Musik im Abendland“ 4 (München 1991).
Eine genaue Liste der verwendeten Literatur findet sich am Ende dieser Arbeit.
1
Vgl. Art.
Notre Dame und Notre Dame Handschriften,
in: MGG
2
S, Bd. 7, Sp. 462-458, Autor unbekannt, u. a. Kassel 2002, Sp. 468
2
Vgl. Haas, Max: Art.
Organum,
in: MGG
2
S, Bd. 7, Sp. 853-881, u. a. Kassel 2002, Sp. 870
3
Vgl. Reckow, Frit z:
Der Musiktraktat des Anonymus 4,
Teil II: Die Interpretation der Organum Purum-Lehre, in: Beihefte zum Archiv für Musikwissenschaft, Bd. V, hrsg. v. Eggebrecht, Hans Heinrich, Wiesbaden 1967, S. 1-2
4
Eggebrecht, Hans Heinrich:
Musik im Abendland. Prozesse und Stationen vom Mittelalter bis zur Gegenwart,
München 1991
3
2 Das „alte“ Organum: Merkmale und Quellen
2.1 Einführung
Um nachvollziehen zu können, was mit dem „alten“ Organum gemeint ist und wie es im Vergleich zu den zweistimmigen Organa des Leoninus aussieht, sollten im Voraus einige Begriffe geklärt werden.
Der Begriff Organum leitet sich von dem griechischen Wort órganon ab, was – laut Haas – so viel wie „Werkzeug, Gerät, Instrument, Apparat“ 5 bedeutet. Der Begriff Organum wird nicht nur für die erste Mehrstimmigkeit ab dem neunten Jahrhundert gebraucht 6 , sondern auch in der Bibel und in antikem Zusammenhang als Begriff für ein Instrument oder speziell für ein Musikinstrument. 7 Man ist sich uneinig, weshalb Organum als Begriff für die Mehrstimmigkeit verwendet wurde. Eggebrecht widerspricht Haas in diesem Punkt, indem er sich von der Bedeutung des Wortes Organum als „Instrument“ oder „Werkzeug“ distanziert. Stattdessen meint er in dem Bezug zu dem Wort órganon dessen „geometrischen Sprachgebrauch“ 8 zu erkennen. Dieser „geometrische Sprachgebrauch“ 9 würde nämlich durch die ausschließliche Verwendung von „Oktave, Quinte und Quarte“ 10 zustande kommen.
Innerhalb des Kontextes dieser Arbeit wird der Begriff Organum, wie es laut Eggebrecht heute üblich ist, als Begriff für eine mehrstimmige Choralbearbeitung gebraucht. 11
2.2 Quellen und Merkmale
Die wichtigsten Quellen, die im Zusammenhang mit dem „alten“ Organum und der ersten Mehrstimmigkeit existieren, sind zwei Musiktraktate; die Musica enchiriadis und der Micrologus de Musica. Die Musica enchiriadis ist nach heutigem Wissen kurz nach 850 entstanden 12 und somit älter als der Micrologus de Musica, welcher etwa Anfang des zwöften Jahrhunderts von dem Benediktinermönch Guido von Arezzo verfasst wurde. 13
5
Siehe Haas, Sp. 853
6
Vgl. Haas, Sp.857
7
Vgl. Haas, Sp. 853-855
8
Siehe Eggebrecht: MiA, S. 27
9
Siehe Eggebrecht: MiA, S. 27
10
Siehe Eggebrecht: MiA, S. 27
11
Vgl. Eggebrecht: MiA, S. 101
12
Vgl. Eggebrecht: MiA, S. 20 und Haas, Sp. 859
13
Vgl. Eggebrecht: MiA, S. 30
4
Quote paper:
Michaela Lehr, 2006, Vom 'alten' zum 'neuen' Organum - Am Beispiel von 'Viderunt omnes notum fecit domino' aus dem Magnus liber organi, Munich, GRIN Publishing GmbH
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