Inhaltsverzeichnis
1
1. Einleitung
2.1 Generelle Konzeptionen und Entwürfe der deutschen Luftwaffe 2
2.2 Geplanter Aufrüstungsumfang der deutschen Luftwaffe 4
2.3 Tatsächlich realisierter Aufrüstungsumfang der Luftwaffe 5
6
3. Schluss
8
Literaturverzeichnis
8
Selbstst ändigkeitserklärung
Einleitung
Thema der folgenden Ausarbeitung ist ein Vergleich zwischen Planung, Konzeption und anvisiertem Umfang der Luftwaffenrüstung und dem tatsächlich erreichten Ergebnis. Daran anschließende Fragestellungen wie ein Vergleich betreffs zahlenmäßiger Stärke und Qualität der Ausrüstung zwischen Deutschland und den Alliierten oder gar eine Ursachenforschung für den Verlust der Lufthoheit würden den Rahmen einer Ausarbeitung bei weitem sprengen und werden deshalb nicht oder allenfalls begleitend am Rand behandelt.
Um der Fragestellung gerecht zu werden, sollen zuerst generelle Konzepte, wie die „Risikoluftwaffe“, behandelt werden, die dem Aufbau einer wie auch immer gearteten Luftstreitkraft zugrunde liegen, um dann auf die Umsetzung dieser Konzepte einzugehen. Hierzu werden neben der Art der benötigten Maschinen auch deren Fertigungsweisen und eventuell neue Methoden und deren Resultate in der Fertigung betrachtet werden. Um einen abschließenden Vergleich zwischen Geplantem und Erreichtem ziehen zu können, ist das Heranziehen von Zahlen und „harten Fakten“ von großer Bedeutung, da gerade das Thema des Luftkampfes im Zweiten Weltkrieg bis heute eine derartige Faszination ausüben, dass sich die Quellenlage schwierig gestaltet. Nicht, weil es keine Untersuchungen, Spekulationen und Mutmaßungen über diesen Themenbereich gibt, sondern im Gegenteil. Es gibt ein so umfangreiches Angebot an wissenschaftlicher, unwissenschaftlicher oder schon eher dem Bereich des historischen Romans zuzuordnender Literatur, das sich schon die Auswahl kritisch gestaltet, ganz zu schweigen davon, was nach einer Quellenkritik an verwertbaren Fakten übrig bleibt. Was die Literaturlage nicht unbedingt einfacher macht, ist die Tatsache, dass Autoren wie z.B. Irving 1 und Cooper 2 ohne Fußnoten und Anmerkungsapparat arbeiten, aber ihrerseits oft zitiert werden. Eine positive Ausnahme bildet hier Homze 3 , der mit umfangreichen Endnoten sein Vorgehen dokumentiert. Für den technischen Bereich sehr nützlich ist das mehrbändige Werk Nowarras 4 , das durch enorme Detailgenauigkeit und Präzision beeindruckt.
1 Irving, D.: Die Tragödie der deutschen Luftwaffe. Frankfurt am Main 1970.
2 Cooper, M.: Die Luftwaffe 1933- 1945. Eine Chronik. Versäumnisse und Fehlschläge. Stuttgart 1988.
3 Homze, E. L.: Arming the Luftwaffe- The Reich Air Ministry and the German Aircraft Industry 1919-
1939. Lincoln/London 1976.
4 Nowarra, H. J.: Die deutsche Luftrüstung 1933- 1945. Bd. 1- 4. Koblenz 1993.
Des weiteren sind bei der Kritik zu Werken eines Themas wie der deutschen Luftrüstung auch immer Herkommen und Position des jeweiligen Autors zu betrachten. Bei deutschen Autoren findet sich oft das Bestreben, entweder rechtfertigend zu dokumentieren oder sich bewusst auf die erbrachten Leistungen einzelner Menschen zu konzentrieren um diese „rein wissenschaftlich“ zu dokumentieren und sich so eines moralischen Urteils bezüglich der hinter den teilweise beeindruckenden Einzelleistungen stehenden Intentionen zu enthalten. Mit dieser technokratischen Auffassung des eigenen Handelns ist es z.B. Speer gelungen, sich in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen einer Bestrafung zu entziehen. Seitens Autoren aus dem Sprachraum der ehemals Alliierten findet sich im Gegenteil oft neben der moralischen Urteilstendenz noch das Bestreben, einen von Beginn an unterlegenen Gegner im Nachhinein zu überhöhen, um so die eigene Leistung als noch beachtlicher darzustellen.
Die Ursachen für die Niederlage der deutschen Luftwaffe sind allerdings schon weit vor Kriegsbeginn in ihrer Entstehungsphase zu suchen.
Dies auszuführen und mit einigen Zahlen zu untermauern, ist Ziel der vorliegenden Arbeit.
2.1 Generelle Konzeptionen und Entwürfe der deutschen Luftwaffe
Bevor man sich mit der Frage des geheimen Aufbaus einer deutschen Luftwaffe nach dem 1. Weltkrieg unter den restriktiven Bestimmungen des Versailler Vertrags und der Umsetzung einer noch auszuarbeitenden Luftrüstung beschäftigte, war es nötig, ein operatives Einsatzkonzept zu entwickeln. Als im Jahr 1933 die politische Führung in Deutschland wechselte, hatten die Schöpfer der Luftwaffe noch keins, und es standen mehrere zur Auswahl.
Wollte man mit der Luftwaffe den eigenen Luftraum wirkungsvoll verteidigen, bräuchte man starke Jagdverbände; um ein kämpfendes Heer zu unterstützen, bräuchte man einige Aufklärer und mittlere sowie leichte Bomber. Zur Unterstützung maritimer Verbände hätte es vor allem Seefernaufklärer und leichte Bomber bedurft. Wollte man feindliche Städte und Industriezentren sowie wichtige
Verkehrsverbindungen zerstören, bräuchte man ganze Flotten schwere Bomber. Da eine zielgenaue Vernichtung bestimmter Ziele wie z.B. Eisenbahnzentralen oder
Arbeit zitieren:
M. A. Simon Reimann, 2003, Konzeption und Realität der nationalsozialistischen Luftrüstung, München, GRIN Verlag GmbH
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