Inhaltsverzeichnis:
1 Die USA und China nach dem Ende des 2. Weltkrieg Seite 4
1.1 Bürgerkrieg in China Seite 4
1.2 Entstehung der Volksrepublik China und der Republik China Seite 4
1.3 Keine Anerkennung der Volksrepublik von der USA und der UN. Seiten 4 u. 5
1.4 Die USA als Schutzmacht Taiwans Seite 5
1.5 Präsident Trumans Containment Politik Seiten 5 und 6
1.6 Die Anlehnung Chinas an die Sowjetunion Seite 6
1.7 China und die USA im Koreakrieg Seiten 6 und 7
2 Präsident Eisenhower und die Dominotheorie Seite 7
2.1 Genfer Konferenzen Seite 7
2.2 Die Dominotheorie Seite 7
2.3 Beginn des Vietnamkonflikts Seite 8
2.4 Beschuss der Offshore-Inseln durch China Seite 8
3 Die Präsidenten Kennedy und Johnson Seite 8
3.1 Verschärfung der Containment-Politik in Asien Seite 8
3.2 Festhalten Kennedys an der Dominotheorie Seite 9
3.3 Erbitterte Wortgefechte zwischen China und den USA Seite 9
3.4 Fortsetzung der Politik durch Präsident Johnson Seiten 9 und 10
3.5 Eskalation in Vietnam. Seite 10
3.6 Anhörungen zur Chinapolitik u. erste Annäherungsüberlegungen S. 10 u. 11
4 Präsident Nixon und sein Sicherheitsberater Kissinger Seite 11
4.1 Die Nixon Doktrin Seite 11
4.2 Verringerung der Reise- und Handelsbeschränkungen Seite12
4.3 Bereitschaft der USA zum Dialog mit China Seiten 12 und 13
4.4 Rückzug amerikanischer Truppen aus Asien Seite 13
4.5 Chinesische Pingpong-Diplomatie Seite 13
4.6 Geheimdiplomatie Seite 13
4.7 Nixons Besuch in China Seite 14
4.8 Wahl der Volksrepublik China in die UN Seiten 14 und 15
4.9 Anerkennung Chinas Seite 15
5 Gründe für die Neuorientierung Seite 15
2
5.1 Auf chinesischer Seite Seite 15
5.1.1 Kulturrevolution Seiten 15 und 16
5.1.2 Zerwürfnis mit der Sowjetunion Seiten 16 und 17
5.1.3 Distanzierung der USA von Taiwan Seite 17
5.2 Auf Seiten der USA Seite 18
5.2.1 Scheitern der Nachkriegsstrategie Seite 18
5.2.2 Hoffnung auf Beeinflussung der UdSSR Seite18
5.2.3 Wirtschaftliche Gründe Seite 18
5.2.4 Frustration über den Vietnamkrieg und soziale Unruhen. Seite 19
6 Auswirkungen und Fazit Seite 20
6.1 Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und den USA. Seite20
6.2 Entspannung zwischen den Vereinigten Staaten und der UdSSR S. 20 u. 21
6.3 Parallelen zur neuen Ostpolitik Deutschlands Seite 21
6.4 Grundlegende Veränderung der amerikanischen Außenpolitik Seiten 21 u. 22
6.5 Persönliches Fazit Seite 22
Quellen - und Literaturverzeichnis Seiten 23 und 24
3
1. Die USA und China nach dem Ende des 2. Weltkriegs 1.1. Bürgerkrieg in China
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs, in dem China und die USA noch gemeinsam gekämpft hatten, war zunächst unklar wie es mit China weitergehen und wer es regieren sollte. Es kam zum Bürgerkrieg zwischen den Anhängern Chiang Kaisheks, den Nationalchinesen, und den kommunistischen Truppen um Mao Zedong. Dabei kämpften von 1946 bis 1949 drei Millionen Nationalchinesen gegen eine Million Kommunisten. 1
1.2. Entstehung der Volksrepublik China und der Republik China Maos Zedongs Truppen gewannen letztendlich die Oberhand in China und konnten die Kämpfer auf Seiten Chiang Kaisheks immer mehr zurückdrängen, so dass diese schließlich auf die Insel Taiwan flüchten mussten, wo Chiang Kaishek eine eigene „Republik China“ gründete. 2 Daraufhin gaben die siegreichen Kommunisten am 1. Oktober 1949 die Gründung der Volksrepublik China unter dem neuen Herrscher Mao Zedong bekannt. 3 Die Ideologie dieser neuen chinesischen Regierung gründete sich zwar ebenso wie die der Sowjetunion auf dem Marxismus-Leninismus, unterschied sich aber in manchen Teilen stark vom russischen Kommunismus. So betonte Mao mehr die Rolle der Bauern als die der Industriearbeiter. Außerdem glaubte er, dass die Revolution eher durch Massenmobilisierungen und Guerillakämpfe als durch bürokratische Herrschaft erreicht werden könne. 4
1.3. Keine Anerkennung der Volksrepublik von den USA und der UN Für die Vereinigten Staaten was es damals unmöglich ein kommunistisches chinesisches Regime anzuerkennen. Allein die Tatsache, dass Kommunisten den Bürgerkrieg in China gewonnen hatten und dass diese unter Umständen sogar in
1 Wolfgang Hirn, Herausforderung China (Frankfurt/M. 2005) S. 21ff
2 Sebastian Heilmann, „Kurze Geschichte der Volksrepublik China“, in: Informationen zur politischen
Bildung Nr.289 (2005) S. 6
3 Hirn, Herausforderung China S. 21ff
4 Sebastian Heilmann, „Charakteristika des politischen Systems“, in: Informationen zur politischen
Bildung Nr. 289 (2005) S.26
4
der Lage waren an der Macht zu bleiben. war für sie schwer zu akzeptieren. 5 Nicht die Volksrepublik sondern die „Republik China“ wurde damals als die rechtmäßige Vertretung ganz Chinas in den UN-Sicherheitsrat aufgenommen und von den USA diplomatisch anerkannt. 6
1.4. Die USA als Schutzmacht Taiwans
Mit Taiwan vereinbarten die Vereinigten Staaten dann einen militärischen Sicherheitsvertrag und unterstützen den Inselstaat außerdem in großem Umfang wirtschaftlich und militärisch. 7 So wurde die Meerenge zwischen Taiwan und dem chinesischen Festland von der 7. Flotte der amerikanischen Marine überwacht um gegen eine mögliche chinesische Offensive gewappnet zu sein. 8 Bis 1979 hatten die USA auch eigene Truppen auf der Insel stationiert. 9
1.5. Präsident Trumans Containment-Politik
Der damalige Präsident Truman wollte die militärische Macht der Vereinigten Staaten im asiatischen Raum wiederherstellen. Dazu verstärkte er die amerikanischen Kräfte auf den Philippinen und beschloss alle Stützpunkte, welche den USA in der Nähe Chinas zur Verfügung standen, auch zu nutzen. 10 In der so genannten Truman-Doktrin sprach der amerikanische Präsident 1947 erstmals von einer Spaltung der Welt in einen demokratischen westlichen Teil und einen kommunistischen östlichen Teil. Er verkündete, dass in Zukunft jedes Land für sich entscheiden müsse, zu welchem Teil es gehören möchte. Damit wurde nun deutlich, dass die große Auseinandersetzung zwischen Ost und West nicht mehr nur militärisch sondern stark ideologisch geprägt war. Das große Ziel, welches die
5 Claude A. Buss, China the People`s Republic of China and Richard Nixon (San Francisco: Freeman,
1974), S. 69
6 Christian Hacke, Die Ära Nixon-Kissinger 1969 - 1974 (Stuttgart: Klett-Cotta, 1983), S. 60
7 Jörn-Carsten Gottwald, Sarah Kirchberger, „ Pragmatischer Realismus Chinesische Außenpolitik
zwischen Hegemonialstreben und wirtschaftlichen Zwängen“ S.4 Center for East Asian and Pacific
Studies Trier University, Germany. 2001, URL:
www.chinapolitik.de/studien/china_analysis/china_aussenpolitik.pdf [4.April 2006]
8 Buss, China the People`s Republic of China and Richard Nixon, S. 75
9 Xuewu Gu, „Das multiple China! VR China, Taiwan und Hongkong“, in: Wichard Woyke (Hg.),
China - eine Weltmacht im Aufbruch?,( Schalbach/Ts. 2005), S. 65 ff
10 Buss, China the People`s Republic of China and Richard Nixon, S. 75
5
USA zu diesem Zeitpunkt verfolgten, war eine Eindämmung (= engl. Containment) des Kommunismus. 11
1.6. Die Anlehnung Chinas an die Sowjetunion
Die Volksrepublik China nahm hingegen nach Ende des Bürgerkriegs fast nur mit kommunistischen Staaten diplomatische Beziehungen auf. Aus sicherheits- und wirtschaftspolitischen Gründen orientierte sich das Land sehr stark an der Sowjetunion. Dadurch wollte man die Herrschaft der Kommunisten im eigenen Land festigen und erhoffte sich von der UdSSR Unterstützung beim Wiederaufbau. Durch den Koreakrieg (1950 bis 1953) wurden die Beziehungen Chinas zur Sowjetunion und zu den anderen kommunistischen Staaten des Ostblocks noch enger. 12 Weiterhin schloss man einen sowjetisch-chinesischer Militär- und Wirtschaftshilfevertrag ab. 13 Die UdSSR war bereit Peking Hilfen zu gewähren, jedoch musste sich die Volksrepublik dafür an ihren immensen Kriegslasten beteiligen. 14
1.7. China und die USA im Koreakrieg
Als sich schließlich im Koreakrieg UN-Truppen und die südkoreanische Armee der chinesischen Grenze aus der Sicht Pekings gefährlich näherten, schaltete sich nun auch die Volksrepublik in den Koreakrieg ein. 15 Somit standen sich China und die Vereinigten Staaten erstmals unmittelbar gegenüber. Die Chinesen kämpften mit Freiwilligenverbänden auf Seiten der kommunistischen Nordkoreaner gegen die UN-Truppen unter Führung der Vereinigten Staaten, welche Südkorea unterstützten. Dabei gelang es ihnen sogar die Südkoreaner aufzuhalten. Durch die Teilnahme Chinas an diesem Krieg machten sie ihre Mitgliedschaft im kommunistischen Teil der Welt noch deutlicher. 16 Aufgrund des Koreakriegs
11 Manfred Görtemaker, „Ursachen und Entstehung des Kalten Krieges“, in: Informationen zur
politischen Bildung Nr. 245 (2003) S. 14 - 15
12 Stefan Friedrich, „Außenpolitik“, in: Informationen zur politischen Bildung Nr. 289 (2005) S. 62
13 Buss, China the People`s Republic of China and Richard Nixon, S. 74
14 „Die Außenpolitik“, in: Informationen zur politischen Bildung Nr. 198 (1990) S. 47
15 „Die Außenpolitik“, S. 49
16 Friedrich, „Außenpolitik“ S. 62
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Annette Fehlner, 2006, Die Neuorientierung der amerikanischen Außenpolitik gegenüber der Volksrepublik China, München, GRIN Verlag GmbH
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