Inhaltsverzeichnis:
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Einleitung 1
1. Daten und Fakten (Ausmaß) 2
2.Ursachen sexueller Gewalt 2
3. Profile 4
3.1 Täterinnen - Profile 4
3.1.1 Liebhaberin („Teacher - Lover“ - Verhältnis) 4
3.1.2 Mittäterin 5
3.1.3 Vorbelastete Täterin (die Prädisponierte) 6
3.1.4 Atypische Täterinnen 6
3.2 Täter - Profile 7
3.2.1 Der fixierte Täter 7
3.2.2 Der regressive Täter 8
4. Vergleich von Täterinnen und Täter 8
5. Schlussfolgerung 9
Literaturverzeichnis 10
II
Einleitung
Frauen das friedfertige Geschlecht, Männer das gewalttätige Geschlecht. Frauen sind die „Guten“, Männer sind die „Bösen“.
So wird es von der Gesellschaft oft und gerne gesehen. Gewalt, so die Moral von vielen Menschen, existiert aufgrund einer patriarchalischen Gesellschaft. Es wurde lange Zeit angenommen das aggressives, gewalttätiges und destruktives Verhalten in erster Linie männliche Eigenschaften sind.
Einige Konzeptionen der Frauenbewegung sagen aus, dass die Ursache von zerstörerischen Aggression und Gewalt in der Patriarchat geprägten Gesellschaft liegt. Ganz nach dem Motto „…, dass eine Gesellschaft, in der Frauen das Sagen hätten, friedlich und gewaltfrei wäre“ (Heyne 1993, S.12).
In jüngster Zeit aber wird unsere Gesellschaft immer wieder mit destruktiven, aggressiven und gewalttätigen Verhalten von Frauen konfrontiert.
Tatsache ist, dass auch Frauen trotz einer „männerdominierenden“ Gesellschaft, objektiv Positionen haben, in denen sie Macht und Herrschaft ausüben können. Zum Beispiel gegenüber alter, pflegebedürftiger Menschen oder ihren eigenen/fremden Kindern (vgl. Heyne 1993, S.11).
Das moralische Bild, das ausschließlich Männer an Gewaltdelikten beteiligt sind, schwindet. Es wird zunehmend bekannter, dass auch Frauen zu Täterinnen werden können. In der nun folgenden Arbeit möchte ich mich dem Thema TäterInnen von sexuell missbrauchten Kindern nähern.
Vorwiegend werde ich mich mit Täterinnen und die Hintergründe ihrer sexuellen Gewalthandlungen beschäftigen, begleitend mit der Frage, ob Täterinnen sich von Tätern unterscheiden.
1
1. Daten und Fakten (Ausmaß)
2004 wurden in der Bundesrepublik Deutschland 19 086 Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern unter 14 Jahren polizeilich erfasst, davon 14 707 Mädchen und 4 379 Jungen (vgl. Polizeiliche Kriminalstatistik 2004, Tabelle 91 S.3).
Hiervon wurden lediglich 10 403 Tatverdächtige ermittelt, davon waren 96,4% männlich und 3,6% weiblich (vgl. Polizeiliche Kriminalstatistik 2004, S.138). An dieser Stelle muss ausdrücklich erwähnt werden, dass dies nur Fälle sind die von den Opfern angezeigt wurden.
Es ist sehr schwierig eine Aussage über das Ausmaß von sexuellem Missbrauch an Kindern zu machen. Im Besonderen was die Häufigkeit weiblicher Täterschaft betrifft. Den polizeilich angezeigten Fällen steht eine Dunkelziffer nicht bekannt werdender Fälle gegenüber. Es liegen wohl Ergebnisse von Untersuchungen vor, aber diese fallen sehr unterschiedlich aus, je nachdem welche Definition von sexuellem Missbrauch oder welche Zielgruppe der Untersuchung zugrunde liegt (vgl. Jennings in Elliott 1995, S.305). Gisela Braun schreibt in „An eine Frau hätte ich nie gedacht…!“, dass der Anteil von Frauen die Kinder sexuell missbrauchen zur Zeit bei etwa 15 Prozent liegt, während man vor einigen Jahren noch von nicht mal einem Prozent ausging.
Diese Vermutung bedeutet, dass sexueller Missbrauch durch Frauen immer mehr zur Kenntnis genommen wird, es heißt aber nicht, dass er mehr geworden ist. Des Weiteren sollte zur Kenntnis genommen werden, dass sexueller Missbrauch zwar seltener als von Männern, aber keineswegs vereinzelt durch Frauen ausgeübt wird (vgl. Braun 2001, S.5). 2. Ursachen sexueller Gewalt
Die bisher eher geringe Anzahl von AutorInnen die sich mit dem Thema Frauen als Täterinnen bei sexuellem Missbrauch gegen Kinder auseinander gesetzt haben, kamen alle auf dasselbe Ergebnis. Die Ursache warum Frauen „so etwas tun“, ist den Gründen der Männer gleichzustellen. Es gilt dasselbe wie für männliche Täter.
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Arbeit zitieren:
Simone Grau, 2006, Frauen als Täterinnen - Unterscheiden sie sich zu Tätern?, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
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