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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Grundlagen und Zeitungsauswahl. 2
2.1 Grundlagen der Studie. 2
2.1 Die Zeitungsauswahl 3
3. Comuterunterstützte Inahltsanalyse 4
2.1 Das Kategoriensystem. 4
2.1 Probleme im Rahmen der Codierung 4
2.1 Definition der Texteinheiten 5
4. Resultate 7
5. Zusammenfassung. 9
Tabellenverzeichnis
Tabelle 2.1 : Identifiers, externe Variablen. 3
I
1. Einleitung
Die relative Knappheit von Gütern, Dienstleistungen sowie der relative Mangel an Begabungen und an entsprechenden individuellen und sozialen Antrieben bedingen Ungleichheiten in Bildung, Macht, Einkommen usw.. Diese unterschiedlichen sozialen
Ränge bedingen eine Schichtung der Gesellschaft. 1
In der soziologischen Diskussion über die Gesellschaftsgliederung lassen sich zwei Tendenzen erkennen. Marx betont die materiellen Bedingungen als Ursache für eine gegliederte Gesellschaft. Er teilt die Gesellschaft in Eigentümer versus Nichteigentümer ein und benutzt den trennenden Begriff der Klasse. Im zweiten Modell wird von der sozialen Schichtung gesprochen. Hier wird die Gliederung der Gesellschaft stärker aus
dem individuellen Handeln heraus erklärt. 2 Dabei spielen vor allem Variablen wie Bildung, Einkommen, Berufsstaus usw. eine Rolle. Doch jüngere Modelle bezweifeln, ob diese wenigen Variablen für ein Schichtungsmodell ausreichend sind. Sie betonen Variablen wie die „Individualisierung von Lebensstilen“ oder die „expressive Selbstdarstellung zur Abgrenzung von anderen“. Die klassischen sozialen Variablen verlieren zunehmend ihre Bedeutung, während die
Bedeutung der Selbstdarstellung zunimmt. 3
Die vorliegende Studie basiert auf persönlichen Kontaktanzeigen aus einigen deutschen Zeitungen. Die Untersuchung erklärt mittels dieser Annoncen das Verhältnis von
Zeitung, Geschlecht der Werber und deren verschiedenen Eigenschaften. 4 Eine Person stellt sich selbst dar, um die Differenzen zu anderen Menschen bzw. um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe zu unterstreichen. Einige Menschen präsentieren öffentlich ihre Unterschiede, andere versuchen es mittels Kontaktanzeigen. Persönliche Zeitungsannoncen stellen ein wichtiges Medium der Selbstdarstellungen dar. Mit wenigen Worten kann man das eigene Leben und den Lebensstil vermitteln. Es wird die Selbstdarstellung „self image“, die Vorstellung vom Partner „partner image“ sowie die Vorstellung von einer Beziehung „relationship image“ ausgedrückt. Mit dieser Darstellung kann die werbende Person, durch die Artikulation
1 Vgl. Wössner, Jakob, Soziologie. Einführung und Grundlegung, 9. unveränd. Aufl., Köln 1986,S. 165.
2 Vgl. Abels, Heinz, Einführung in die Soziologie. Der Blick auf die Gesellschaft (=Bd.1), 2. überarb. Aufl., Wiesbaden 2004, S. 291 f.
3 Vgl. Klein, Harald/ Giegler, Helmut, Correspondence Analysis of Text Data with INTEXT/PC, in: Grennacre, Michael/ Blasius, Jörg (Hrsg.), Correspondence Analysis in the Social Science, London 1994, S. 284.
4 Vgl. ebd., S. 285.
1
gruppenspezifischer Muster und Merkmale (Variablen), Reaktionen bei den Menschen einer bestimmten sozialen Gruppe verursachen, in der der Partner gesucht wird. Kontaktanzeigen enthalten viele soziale Indikatoren, die dazu verwendet werden können, um Aussagen über bestimmte soziale Gruppen zu treffen. Es ist möglich Qualifikationen, Motivationen, Vorstellungen und vieles mehr herauszufiltern, ohne persönliche Interviews zu führen.
Für die Analyse der Annoncen ist eine Software für computerunterstützte Inhaltsanalyse verwendet worden. Die Vorteile dieser Methode liegen darin, dass bestimmte Wörter aus einer Vielzahl von Textmaterial gefiltert werden können sowie die bestehende
Möglichkeit dauerhaft Veränderungen in den sozialen Gruppen zu verfolgen. 5
2. Grundlagen und Zeitungsauswahl
2.1 Grundlagen der Studie
Um die Kontaktanzeigen als Indikatoren für die soziale Schichtung zu verwenden müssen zuerst ein Kategoriensystem sowie Kriterien für die Zeitungsauswahl erstellt werden. Dies geschah in der vorliegenden Studie mittels theoretischer und empirischer Grundlagen sowie alltäglicher Erfahrungen.
Die wichtigste theoretische Basis war Bordieus Ansatz des „Großen Bourgeoisie Lebensstils“. Angewendet auf die Lebensstile der „Neuen kleinen Bourgeoisie“ ergeben sich drei Typen des Kapitals, die den Fokus dieses Ansatzes bilden: 1) Das kulturelle Kapital mit den Kategorien „kulturelles Interesse“, „intellektuelle Mobilität“ und „akademischer Beruf“;
2) Das ökonomische Kapital mit den Kategorien „ökonomischer Status“ sowie „Berufsstatus“;
3) Das soziale Kapital mit der Kategorie „soziale Aktivitäten“. Ferner spielen bei dieser Theorie Kategorien wie „körperliche Fitness“, „äußeres Erscheinungsbild“, aber auch „Vergnügungsorientierung“ eine bedeutende Rolle. Neben den theoretischen Grundlagen wurden auch Erfahrungen aus dem täglichen Leben zur Kategorienbildung herangezogen. Dazu zählen unter anderem „Soziales
5 Vgl. Vgl. Klein, Harald/ Giegler, Helmut, Correspondence Analysis of Text Data with INTEXT/PC, a.a.O. (Anm.3), S. 284.
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Arbeit zitieren:
Sarah Stolle, 2005, Correspondence Analyses of Textual Data from Personal Advertisement, München, GRIN Verlag GmbH
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