Inhaltsverzeichnis
Literaturverzeichnis
Einleitung
Der Gang der Forschung um Kaufringer und seine Mären
Hauptteil
Inhalt des Märes Der zurückgegebene Minnelohn
Höfisch-ritterliche Konventionen und Kaufringers Bruch mit ihnen
Kaufringers Thematisierung der Verschiebung innerhalb der ritterlichen Ethik
Der Konflikt zwischen den adligen `seniores` und `iuvenes
Die Frage nach der Überlegenheit im zurückgegebene(n) Minnelohn
Schluss
Zur Konfliktlösung in Kaufringers Märe
- vorbildliches Beispiel oder unterhaltsamer Unsinn ?
2
Literaturverzeichnis
Primärliteratur
1. Heinrich Kaufringer Werke Studienausgabe hrg. von Paul Sappler Tübingen 1972
Sekundärliteratur
2. Cramer, Thomas Geschichte der deutschen Literatur im späten Mittelalter, München 1990
3. Duby, Georges Die Jugend in der aristokratischen Gesellschaft, in G.D., Wirklichkeit und höfischer Traum. Zur Kultur des Mittelalters, Berlin 1986 S 103-116
4. Ehrman, Gabriele Georg von Ehingen, Reisen nach der Ritterschaft. Edition, Untersuchung, Kommentar von Gabriele Ehrman (H.g.) Göppingen 1979
5. Fischer, Hanns Studien zur deutschen Märendichtung. Tübingen 1983
6. Fleckstein, Josef: Das Turnier als höfisches Fest im hochmittelalterlichen Deutschland. in: Josef Fleckstein (Hg.): Das ritterliche Turnier im Mittelalter Göttingen 1985 S 229-236
7. Friedrich, Udo Metaphorik des Spiels und Reflexion bei Heinrich Kaufringer in: IASL 21 Rottenburg Stuttgart 1995 S 1-30
8. Haug, Walter: Entwurf zu einer Theorie mittelalterlicher Kurzerzählungen. In: Walter Haug / Burghart Wachinger (Hg.): Kleine Erzählformen des 15 und 16 Jh. (Fortuna Vitrea 8) Tübingen 1993 S 1-13
9. Hoven, Heribert: Studien zur Erotik in der Märendichtung. Göttingen 1978
10. Schnyder André Zu Heinrich Kaufringers Märe Der zurückgegebene Minnelohn in: 11. Euphorion 91, 1997 S 397-412
12. Wander, Karl Friedrich: Deutsches Sprichwörter-Lexikon. Band 3. Leipzig 1973
13. Zotz, Thomas: Adel Bürger und Turniere in den deutschen Städten des 13 bis 15 Jahrhunderts in: Josef Fleckstein (Hg.): Das ritterliche Turnier im Mittelalter Göttingen 1985, S 450-499
3
Einleitung
Der Gang der Forschung um Kaufringer und seine Mären
Die Diskussion um die mittelalterlichen Mären kreist vornehmlich um Fragen der Überlieferung, der Gattungsbestimmung, der narrativen Muster und schließlich um solche des sozialhistorischen Gehalts. Zwar werden Mären gegenüber der idealen Welt des Artus Romans nicht mehr als realistischer Ausdruck volkstümlicher Kultur gelesen - dem höfischen Roman als positivem Entwurf feudaladeligen Lebens stehen sie dennoch verdächtig gegenüber. 1 Gerade solche Texte, die sich in Thema und Motivik konventionellen Erwartungen widersetzen, deren Didaxe über die Thematisierung von Obszönitäten erfolgt, blieben (mit einigen Ausnahmen 2 ) lange am Rande der Forschung. Demgegenüber erfreuen sich die Mären eines Strickers gerade ob ihrer didaktischen Einsinnigkeit des ausgesuchten Interesses. Der spätmittelalterliche Autor Heinrich Kaufringer gehört darum erst seit jüngster Zeit nicht mehr zu den vernachlässigten Autoren des Märengenres an. Nicht zuletzt weil sich einige seiner Texte einsinnigen Didaktisierungen entziehen und herkömmliche Rezeptionsmuster und Rezeptionserwartungen irritieren. Heute geniest er wegen seiner Erzählkunst ein solides Ansehen. „Gediegenes Erzählen das einerseits entschieden funktional bleibt, andererseits aber Einzelmomente und kleinere Zusammenhänge reich ausgestaltet und verdichtet“ 3 rühmt etwa Sappler, und auch Cramer findet lobende Worte, wobei dieser als Begründung das eher inhaltliche Argument „selbstständige(r) Reflexion und literarische(r) Erörterung aktueller Probleme“ 4 anführt. Was den Gattungscharakter des Märes betrifft, sind sich die Forscher noch immer uneinig, nach welchen Kriterien man das Märe von anderen Gattungen abgrenzen solle, da bereits Hanns Fischer in seinen grundlegenden Arbeiten zu dem Ergebnis gelangte, dass weder quantitative, noch klassifikatorische Kriterien für eine solche Abgrenzung ausreichen würden. 5
1 Fischer, Hanns Studien zur deutschen Märendichtung. Thübingen 1983. S 27
2 Wie z.B. Hoven, Heribert: Studien zur Erotik in der Märendichtung. Göttingen 1978
3 Sappler, Paul: Heinrich Kaufringer Werke Studienausgabe hrg. von Paul Sappler Tübingen 1972 S 1
4 Cramer, Thomas Geschichte der deutschen Literatur im späten Mittelalter, München 1990 S 285
5 Fischer, (siehe Anm. 1)
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Arbeit zitieren:
Mag.phil. Karoline Ehrlich, MIB, 2004, Zu Heinrich Kaufringers "Der zurückgegebene Minnelohn", München, GRIN Verlag GmbH
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