Der permanente technologische, wirtschaftliche und soziale Wandel zwingt die Unternehmungen Entwicklungsprozesse einzuleiten. Um die Konkurrenzfähigkeit zu wahren, müssen die Unternehmungsstrukturen und –kapazitäten laufend an die sich wandelnden Umfeldbedingungen angepasst werden. Auch das Projektmanagement, das in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung hinter sich gebracht hat, muss den neuen Bedingungen angepasst werden. Diese Problematik wird noch deutlicher bei Innovationsprojekten. Neben den Anforderungen an ein strategisches, ganz umspannendes Kostenmanagement muss mit den gewählten Instrumenten dem Innovationsaspekt Rechnung getragen werden.
Für das Innovationsmanagement gilt es nunmehr einen geeigneten Weg zwischen den Instrumenten der Innovationsförderung und der Innovationsüberwachung zu finden. Den innovativen Unternehmen stehen dazu eine Fülle von Instrumenten zur Verfügung. Jetzt kommt es darauf an, diese zu systematisieren und hinsichtlich ihrer Einordnung innerhalb des Projektablaufes sowie ihrer Praktikabilität abzustimmen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Charakteristik und Bedeutung des Innovationsprojekt-Controlling
2.1 Begriff des Innovationsprojektes und des Innovationsprojekt-Controlling
2.2 Aufgaben und Ziele des Innovationsprojekt-Controlling
2.3 Instrumente des Innovationsprojekt-Controlling
3. Ausgewaehlte quantitative Instrumente des Innovationsprojekt-Controlling
3.1 Das Instrument des Target-Costing innerhalb der Planungsphase
3.1.1 Das Verfahren des Target Costing
3.1.2 Kritik des Target Costing
3.2 Das Instrument der Prozesskostenrechnung innerhalb der Realisierungsphase
3.2.1 Das Verfahren der Prozesskostenrechnung
3.2.2 Kritik der Prozesskostenrechnung
3.3 Das Instrument des Benchmarking innerhalb der Abschlußphase
3.3.1 Das Verfahren des Benchmarking
3.3.2 Kritik des Benchmarking
4. Resumée
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht quantitative Instrumente des Innovationsprojekt-Controllings und deren Integrierbarkeit in verschiedene Phasen eines Projektablaufs. Dabei liegt der Fokus auf der Systematisierung dieser Instrumente, um Unternehmen in einem dynamischen Marktumfeld bei der Steuerung und Kontrolle ihrer Entwicklungsprojekte zu unterstützen.
- Methoden und Charakteristika des Innovationsprojekt-Controllings
- Analyse des Target Costing in der Planungsphase
- Einsatz der Prozesskostenrechnung in der Realisierungsphase
- Anwendung von Benchmarking in der Abschlußphase
- Stärken, Schwächen und Grenzen ausgewählter quantitativer Instrumente
Auszug aus dem Buch
3.1 Das Instrument des Target Costing innerhalb der Planungsphase
Mit dem Target Costing, welches seine Wurzeln in Japan hat (japanisch: „genka kikaku“), hält die Markt- und Kundenorientierung Einzug in das Kostenmanagement. Ziel des Target Costing ist die Ausrichtung des gesamten Unternehmens auf den Markt durch die Konzentration auf die Gestaltung und Herstellung der einzelnen Produkte sowie ferner die Erhaltung und Steigerung der Produktrentabilität auch bei steigender Wettbewerbsintensität. Diese Ausrichtung beginnt notwendigerweise bereits in der Planungsphase der Produkt- und Prozessentwicklung.
Zur Erreichung dieser Ziele erfolgt in einem ersten Schritt die systematische Ausrichtung der Produkt- und Prozessentwicklung auf die marktfähigen Kosten. In der Praxis werden die folgenden fünf Methoden der Zielkostenfindung unterschieden: „Market into Company“, „Out of Company“, „Into and Out of Company“, „Out of Standard Cost“ und „Out of Competitor“.
Die Methode des „Market into Company“ gilt als die Reinform des Target Costing. Der Fokus dieser Methode liegt rein auf den Marktgegebenheiten ohne Betrachtung der Unternehmensmöglichkeiten oder Beachtung der Konkurrenzaktivitäten. Die Gesamtzielkosten leiten sich hierbei aus der Spanne zwischen den prognostizierten Standardkosten („drifting costs“) und den vom Markt „erlaubten“ Kosten („allowable costs“) ab. Die „erlaubten“ Kosten wiederum ergeben sich aus dem am Markt erzielbaren Verkaufspreis („sales“) abzüglich der festgelegten Gewinnmarge („target profit“).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des technologischen Wandels bei Innovationsprojekten ein und definiert das Ziel, drei beispielhafte quantitative Controlling-Instrumente auf ihre Praktikabilität zu untersuchen.
2. Charakteristik und Bedeutung des Innovationsprojekt-Controlling: Hier werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem Begriffe wie Innovation und Innovationsprojekt-Controlling definiert und dessen Aufgaben sowie eine Klassifizierung der eingesetzten Instrumente erläutert werden.
3. Ausgewaehlte quantitative Instrumente des Innovationsprojekt-Controlling: In diesem Hauptteil werden Target Costing, Prozesskostenrechnung und Benchmarking im Detail hinsichtlich ihres Verfahrens sowie ihrer Stärken und Schwächen für die jeweilige Projektphase analysiert.
4. Resumée: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass die Instrumente nur partiell den Anforderungen an ein ganzheitliches Innovationsprojekt-Controlling genügen und eine Kombination im Sinne eines „Controlling-Mix“ notwendig ist.
Schlüsselwörter
Innovationsprojekt-Controlling, Target Costing, Prozesskostenrechnung, Benchmarking, Kostenmanagement, Projektphasen, Planungsphase, Realisierungsphase, Abschlußphase, Markt- und Kundenorientierung, Zielkostenfindung, Innovationsmanagement, Prozessanalyse, Wettbewerbsfähigkeit, Projektsteuerung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Untersuchung und Einordnung quantitativer Controlling-Instrumente zur Unterstützung von Innovationsprojekten in verschiedenen Phasen des Projektablaufs.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind das Innovationsmanagement, die Kostenplanung, die Prozesssteuerung sowie die Leistungsbewertung mittels Controlling-Methoden.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, drei ausgewählte quantitative Instrumente (Target Costing, Prozesskostenrechnung, Benchmarking) auf ihre Integrierbarkeit in Innovationsprojekte zu untersuchen und deren Möglichkeiten sowie Grenzen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es erfolgt eine fundierte Literaturanalyse und Systematisierung bereits bestehender Instrumente des Kostenmanagements im Kontext der spezifischen Anforderungen von Innovationsprozessen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die Instrumente Target Costing für die Planungsphase, Prozesskostenrechnung für die Realisierungsphase und Benchmarking für die Abschlußphase jeweils in ihrem Verfahren und ihrer kritischen Eignung beschrieben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Innovationsprojekt-Controlling, Target Costing, Prozesskostenrechnung, Benchmarking und Kostenmanagement charakterisiert.
Warum ist das Target Costing besonders für die Planungsphase relevant?
Da das Target Costing die Markt- und Kundenorientierung bereits in den Entwurfsprozess integriert, ermöglicht es eine frühzeitige Ausrichtung der Produktkosten auf marktfähige Zielvorgaben.
Welche Herausforderung ergibt sich bei der Prozesskostenrechnung in Innovationsprojekten?
Die hohe Dynamik und der Kreativitätsgrad bei Innovationsprojekten führen zu einer Instabilität von Prozessstrukturen, was die detaillierte Definition und Analyse von Teilprozessen erheblich erschwert.
- Arbeit zitieren
- Markus Hollstein (Autor:in), 2004, Quantitative Instrumente des Innovationsprojekt-Controlling, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/61311