Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. I
Abk ürzungsverzeichnis. II
1 Einleitung. 1
2 Erneuerbare Energien. 1
2.1 Definition. 1
2.2 Wasserkraft. 2
2.3 Windenergie. 3
2.4 Erdwärme. 4
2.5 Biomasse. 6
2.6 Sonnenenergie. 7
3 Fossile Brennstoffe. 9
3.1 Definition. 9
3.2 Erdöl. 10
3.3 Erdgas. 11
3.4 Braun- und Steinkohle. 11
4 Rechtliche Behandlung von EE und Fossilen Brennstoffen. 12
5 Förderpolitik 13
5.1 Förderpolitik von der E.U 14
5.2 Förderpolitik vom Bund. 14
5.3 Förderpolitik von den Ländern. 15
6 Zukunftsaussichten. 16
7 Resümee. 18
Literaturverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis
bspw. Beispielsweise bzw. beziehungsweise ca. circa d.h. das heißt EE erneuerbare Energie(n) EEG... Erneuerbare Energien Gesetz EnWG Energiewirtschaftsgesetz EVU Energieversorgungsunternehmen F&E Forschung und Entwicklung ggü. gegenüber KMU kleine und mittelständische Unternehmen KWK Kraft-Wärme-Kopplung Mio. Millionen Mrd. Milliarden o.ä. oder ähnliches t Tonne, Tonnen u.a. unter anderem v.a. vor allem vgl. vergleiche z. Bsp. zum Beispiel
1 Einleitung
Die Bevölkerung und die Wirtschaft der gesamten Welt haben einen riesigen Bedarf an Energie. Um diesen abzudecken, griff man in der Vergangenheit ausschließlich auf fossile Brennstoffe zurück. Mit der Zeit merkte man aber, dass fossile Energieträger nicht ewig zur Verfügung stehen werden. Hinzu kommen noch zwei weitere Probleme: zum einen entstehen bei der Verbrennung dieser Brennstoffe Treibhausgase, die das Weltklima beträchtlich verändern und zum anderen wächst die Weltbevölkerung immer noch an, sodass auch der Bedarf an Energie weiterhin steigen wird. 1 Der Einsatz von erneuerbaren Energien soll helfen, das Treib-hausproblem und das Problem der Endlichkeit der Rohstoffe zu lösen. In dieser Arbeit soll auf die Vor- und Nachteile der verschiedenen Arten erneuerbarer Energien und fossiler Brennstoffe, deren unterschiedliche rechtliche Behandlung sowie die Förder-programme von EU, Bund und Ländern eingegangen werden. Den Schluss bilden dann die Zukunftsaussichten der einzelnen Energieträger.
2 Erneuerbare Energien
2.1 Definition
Bei erneuerbaren Energien handelt es sich um Energievorräte, die den Menschen unbegrenzt zur Verfügung stehen. Primär zählen zu diesen Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Erdwärme. Allerdings sind alle Energiequellen mit - Ausnahme der Erdwärme - in irgendeiner Weise auf die Wirkung der Sonne zurückzuführen. Der Wasserkreislauf existiert aufgrund der Sonnen-einstrahlung, ebenso der Wind, welcher in der Atmosphäre entsteht, und nicht zuletzt die Pflanzen, welche nur mit Hilfe des Sonnenlichts wachsen können. 2 Dem Wortlaut nach ist im Grunde genommen nur die Energie eine erneuerbare Energie, welche aus der Biomasse ent-steht, da Pflanzen immer wieder neu angebaut werden können, wogegen Sonne, Wind, Wasser und Erdwärme ständig vorhanden sind und nicht regeneriert oder erneuert werden müssen. 3 Erneuerbare Energien werden in Deutschland seit dem Inkrafttreten des EEG 2000 gesetzlich gefördert, um weg von fossilen Brennstoffen und hin zu mehr Umweltbewusstsein zu gelangen. Schon heute produzieren die erneuerbaren Energien 10% des Stroms, wobei die Hälfte davon von der Windenergie geleistet wird; zu 5% tragen sie zur Wärmeversorgung bei.
1 http://www.atmosphere.mpg.de/enid/0,55a304092d09/Nr2JuneO5_Context_4rf.html.
2 Staab, J., Solare Energien (2001), S.37.
3 Staab, J., Solare Energien (2001), S.39.
Das hat zur Folge, dass durch den Einsatz der EE 2004 rund 70 Millionen Tonnen CO 2 vermieden werden konnten. 4 Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2010 den Anteil an erneuerbaren Energiequellen zu verdoppeln: 22,1% des Energieverbrauchs der Union soll nur mit erneuer-baren Energien gedeckt werden, 5 was zur Folge haben wird, dass sich der Kohlendioxidgehalt in der Luft weiter vermindert. Ebenfalls reduziert sich die Schadstoffabgabe an die Luft, da die Nutzung von fossilen Brennstoffen und deren Verbrennung zur Energiegewinnung zurückgehen wird. Im Folgenden soll ein kleiner Einblick in die verschiedenen Arten erneuerbarer Energie sowie deren Nutzung und Umwandlung mittels spezieller Technologien gegeben werden.
2.2 Wasserkraft
Diese Art der Energiegewinnung zählt zu den ältesten Methoden, Energie zu gewinnen. Früher baute man z. Bsp. Mühlen an einen Bach oder Fluss, um die Kraft des Wassers nutzen zu können; heutzutage wird die Wasserkraft größtenteils für die Stromerzeugung verwendet. Dabei macht sie ungefähr 20% der Weltproduktion aus und ist somit die einzige erneuerbare Energie, die derzeit einen nennenswerten Anteil an der Weltenergieversorgung hat. In Deut-schland liegt der Anteil der Wasserkraft nur bei 4-5%. 6 Das liegt aber daran, dass in Deutschland vorwiegend fossile Brennstoffe genutzt werden.
Die Wasserkraft kommt im Wesentlichen in Seen und Flüssen von Gebirgen zum Einsatz. Sie ist sehr umweltverträglich, da keine Verbrennung stattfindet und deswegen auch kein Kohlendioxid freigesetzt wird. Jedoch kommt es oft vor, dass Flussläufe oder Stromverhältnisse verändert werden müssen, um eine bessere Wasserkraft zu bekommen, denn je höher die Wasserfallhöhe und die jeweilige Wassermenge pro Zeiteinheit ist, desto höher ist auch das Energiepotential. 7 Der Nachteil der Wasserkraft liegt aber darin, dass in die Natur eingegriffen wird. Dies gilt auch, wenn Stauseen und Staudämme an nicht geeigneten Stellen erbaut werden. In diesem Fall kann es sogar sein, dass das Landschaftsbild völlig zerstört wird. Auch die Tier-und Pflanzenwelt, welche sich im Gewässer oder in Ufernähe befinden, wird somit verändert und nicht selten zerstört.
Aber wie wird nun die Wasserkraft genutzt? Durch die Strömung besitzt das Wasser eine kine-tische und potentielle Energie, die in Wasserkraftwerken über die dort errichteten Turbinen-räder in mechanische Rotationsenergie umgewandelt wird.
4 http://www.landvolk.net/4003.htm.
5 http://www.schurwald-solar.de/Erneuerbare_Energien/erneuerbare_energien.html.
6 Staab, J., Solare Energien (2001), S.40.
7 www.eon-wasserkraft.com.
Diese Rotationsenergie wird zum Antrieb von Maschinen oder Generatoren genutzt, welche dadurch in der Lage sind, Strom zu erzeugen. 8 Dabei können bis zu 90% der Energie genutzt und in elektrische Energie umgewan-delt werden. Das ist eine sehr beachtliche Leistung und somit ist der Gesamtwirkungsgrad tech-nisch kaum zu verbessern. 9 Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass Wasserkraftwerke eine der kostengünstigsten
Stromerzeugungsmöglichkeiten ist, die es gibt - auch wenn die Kos-ten für die Bauten sehr hoch und die Landschaftsveränderungen teilweise sehr aufwendig sind. Die Vorteile dieser Form der Energiegewinnung sind zum einen die hohe Lebensdauer und zum anderen die geringen Betriebskosten. 10 Außerdem nutzt man bei der Wasserkraft ebenfalls die Meeresenergie, die Temperaturunterschiede in den unterschiedlichen Tiefen des Meeres, die Wellenkraft, die Meeresströmungen (Ebbe und Flut) sowie die unterschiedlichen Wasserspiegelhöhen. Diese Methoden sind allerdings nicht ganz so wirtschaftlich wie die weiter oben beschriebenen Wasserkraftwerke und seien hier nur am Rande erwähnt. 11
2.3 Windenergie
Auch der Wind ist eine sehr alte Form der Energiegewinnung. Schon frühzeitig merkten die Menschen, dass man die Bewegungsenergie des Windes sinnvoll nutzen kann und mahlten beispielsweise das Korn mit Windmühlen. 12
Ebenso wie die Wasserkraft stellt der Wind keine unmittelbare Umweltbelastung dar und ist sehr ressourcenschonend. Neben der Wasserkraft ist die Windenergie eine der billigsten Energieerzeugungsmöglichkeiten die es derzeit gibt. Allerdings wird durch das Aufstellen dieser riesigen Windkraftanlagen häufig das Landschaftsbild zerstört und auch kommt es nicht selten vor, dass sich nahe gelegene Anwohner über die Rotorlaufgeräusche oder die Schattenwirkung der großen Rotorblätter beschweren. 13 Dies führt zur ersten Einschränkung der Errichtung sol-cher Windanlagen. Eine zweite Einschränkung bietet der Wind selbst, denn nicht überall ist der Wind so stark, dass es sich lohnt dort eine Windkraftanlage zu errichten. Die Voraussetzung für die Effizienz solcher Windräder ist also auch eine ausreichende Windstärke. Innerhalb Deut-schlands weht der Wind in Küstennähe am stärksten, da die Luftmassen über dem Meer nur sehr wenig abgebremst werden. 14
8 www.bee-ev.de.
9 http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserkraft.
10 Kleemann, M., Regenerative Energiequellen (1993) S.12.
11 Staab, J., Solare Energie (2001), S.42.
12 www.bee-ev.de.
13 Staab, J., Solare Energien (2001), S.58.
14 Kaltschmitt, M. / Wiese A.,EE in Deutschland (1993), S.78.
Die Anzahl der errichteten Anlagen in Deutschland steigt von Jahr zu Jahr. Da jedoch auf dem Land schon die windgünstigsten Stellen mit Windrädern bebaut sind, zieht man sich mehr und mehr ins Meer zurück. Diesen Ausbau auf See, der bis zu 10 Kilometer von der Küste entfernt sei kann, nennt man Off shore. Bei dieser Methode sind (fast) alle Vorteile vereint: einerseits gibt es kaum Menschen, welche in unmittelbarer Nähe wohnen und sich durch die Geräusche belästigt fühlen könnten und auch das Landschaftsbild wird dadurch nicht allzu sehr be-einträchtigt, andererseits ist hier der Wind um einiges intensiver und häufiger anzutreffen als auf dem Land. Die Stromausbeute bei Off shore-Ausbauten ist dadurch bis zu 40 Prozent höher als bei On shore Ausbauten - also Ausbauten auf dem Land. 15 Natürlich muss bei Off shore Ausbauten darauf geachtet werden, dass eine Anbindung zum Festland geschaffen wird, sodass der aus der kinetischen Windenergie gewonnene Strom auch genutzt werden kann. 16 Genauso müssen die Windräder stabil errichtet und in regelmäßigen Abständen gewartet werden - was wiederum Kosten bedeutet. Auffällig ist, dass die Windräder einige Meter hoch gebaut werden. Das liegt daran, dass die Reibung mit zunehmender Höhe ab- und somit die Windstärke zunimmt. 17 Derzeit deckt die Windenergie eine Stromversorgung von ungefähr 4,2% des Gesamtbedarfs in Deutschland, was durchaus noch ausgebaut werden kann. Die Windenergie-Industrie hat sich zu einem sagen-haften Wirtschaftsfaktor entwickelt. Und noch eine positive Meldung gibt es zu berichten: Die Kosten haben sich seit dem Anfang der 90er Jahre mehr als halbiert! 18
2.4 Erdwärme
Bei der Erdwärme - auch Geothermische Energie genannt - handelt es sich um Wärme, die vom schmelzflüssigen Kern im Erdinneren an die Erdoberfläche dringt, woraus sowohl Wärme als auch elektrische Energie gewonnen werden kann. 19 Dabei ist zu beachten, dass die Temperatur steigt je tiefer man ins Erdinnere stößt. In der Regel nimmt die Temperatur alle 100 Metern in die Tiefe ungefähr 3 Grad zu. Der Erdkern hat eine geschätzte Temperatur von 6000°C. 20 Im Gegensatz zu den anderen erneuerbaren Energien ist die Erdwärme ständig und gleich bleibend vorhanden, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit und unabhängig von Jahreszeit, Klima und Wetter. 21
15 Staab, J., Solare Energien (2001), S.58.
16 www.bee-ev.de.
17 Mataré, H., Erneuerbare Energien (1993), S.15.
18 http://www.unendlich-viel-energie.de/index.php?id=67.
19 http://tsb.fh-bingen.de/service/publikationen/2002/tsb_geoenergie_duerkheim.pdf, S.2
20 Staab, J., Solare Energien (2001), S.44.
21 Geothermische Stromerzeugung, (2002), S.6.
Arbeit zitieren:
Anja Rudolph, 2005, Erneuerbare Energien und fossile Brennstoffe, München, GRIN Verlag GmbH
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