Inhaltsverzeichnis
1. Rene Descartes 3
2. Rationalismus 4
3. Methode und Zweifel 5
4. Ich denke, also bin ich - cogito ergo sum. 8
5. Vollkommenheit und Gottesbeweis 10
6. Schlussbemerkung. 14
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1. Rene Descartes
Rene Descartes (Renatus Cartesius) wurde am 31. März 1596 in La Haye, Touraine geboren und starb am 11. Februar 1650 in Stockholm.
Er entstammte einem vornehmen Adelsgeschlecht und besuchte die Jesuitenschule in La Fleche. 1617 trat er in den Militärdienst und nahm an Kämpfen in den Niederlanden, in Böhmen und in Deutschland teil, wobei er allerdings als Offizier ein "gehobenes" Leben genoss. Später lebte er zurückgezogen, meist in den Niederlanden. Descartes unterhielt engen Briefkontakt zu bedutenden Wissenschaftlern seiner Zeit, denen er immer wieder seine Texte schickte und ihre Kritiken und Anregungen aufgriff. Im Jahr 1649 ging er auf dringliche Einladung von Königin Christine nach Stockholm, wo er an einer Lungenentzündung starb.
1637 erschein erstmals der Discours de la methode, "Von der Methode des richtigen Vernunftgebrauchs und der wissenschaftlichen Forschung" in Leiden in französischer Sprache, dem 1644 eine in Amsterdam herausgegebene lateinische Edition folgte. 1641 erschienen die Meditationes de prima philosophia, "Meditationen über die Grundlagen der Philosophie", 1644 die Principia Philosophia, "Die Prinzipien der Philosophie".
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2. Rationalismus
Descartes gilt als der Vater der neuzeitlichen Philosophie. Gegenüber dem auf Tradition und göttliche Offenbarung gestützten geistigen Herrschaftsanspruch der Kirche betont Descartes die Vernunft, die "ratio". Die Philosophie emanzipiert sich damit von der Theologie, aber dennoch bleiben Philosophie und Naturwissenschaft eine Einheit, die sich erst am Ende des Mittelalters trennt. Descartes als der erste neuzeitliche Vertreter des Rationalismus, versucht sich dem Notwendigen des Seins, des Geistes und der Werte auf dem Wege der Vernunft zu nähern 1 . Sein Ziel ist es, der Philosophie einen Aufbau zu geben, der absolut sicher ist. Obwohl Descartes ein angesehener Gelehrter ist, erkennt er, dass seine Leistungen nicht einem überlegenen Intellekt entwachsen sind, sondern ihren Ursprung in seiner Fähigkeit haben, sich nicht von scheinbarer Komplexität blenden zu lassen, Schritt für Schritt vorzugehen, wobei jeder Schritt klar und distinkt sein muss. Im Discours de la méthode stellt er seine Methode vor und zeigt ihre Anwendung und ihre Leistungsfähigkeit.
1 vgl. Hirschberger Johannes, Geschichte der Philosophie Band II, S.88
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3. Methode und Zweifel
Descartes Ziel ist die Erforschung der unbezweifelbaren, absoluten Wahrheit. Sein Anspruch an die Philosophie ist es, Erkenntnisse auf eine unzweifelhafte Basis zu stellen, die selbst konditionale Erkenntnisse nicht zulässt. Er stellt sich die Frage, ob es solche Wahrheiten gebe, die trotz rigoros durchgeführtem Infragestellens Bestand haben. Hierzu stellt er vier Regeln auf, nach denen man vorgehen müsse, um zum wahren Wissen zu gelangen:
1. Nichts für wahr halten, was nicht so klar und deutlich erkannt worden ist, dass
es nicht in Zweifel gezogen werden kann.
2. Schwierige Probleme in Teilschritten erledigen
3. Vom Einfachen zum Schwierigen fortschreiten
4. Stets prüfen, ob in der Untersuchung Vollständigkeit erreicht ist Im ersten Teil der Prinzipien der Philosophie, der in vier Teile gegliedert ist, befasst Descartes sich mit den Prinzipien der menschlichen Erkenntnis. Ein Kind übernimmt Meinungen seines Umfeldes und ist erst später selbst in der Lage, diese zu reflektieren. Nun ist es aber rein quantitativ unvorstellbar, alle Meinungen, die man sich im Laufe eines - wenn auch noch jungen -Lebens angeeignet hat, restlos auf Wahrheit hin zu prüfen. Deshalb ist die einzige Möglichkeit, zur wirklich wahren Wahrheit zu gelangen, restlos alles, von dem ich nicht mit Sicherheit weiß, dass es wahr ist, als möglicherweise falsch auszusortieren.
Als Ausgangspunkt steht bei Descartes also der absolute Zweifel an allem. Im Umgang mit dem Menschen kann so jedoch nicht vorgegangen werden, da Tätigkeit, Handeln immer auch unter einer zeitlichen Begrenzung steht. Im täglichen Umgang kann nicht jedes Tun so überlegt werden, dass ohne Zweifel richtig gehandelt wird.
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Arbeit zitieren:
Angelika Stegmeyer, 2005, Rene Descartes - Die Methode und der Wert des Zweifelns, München, GRIN Verlag GmbH
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