Segmentberichterstattung nach IAS 14 II
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS. II
ABK ÜRZUNGSVERZEICHNIS III
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
1. EINLEITUNG 1
2. GRUNDLAGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG 1
2.1. Aufgaben und Zielsetzungen 1
2.2. Adressaten. 3
3. SPEZIELLE REGELUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG IN IAS
14 4
3.1. Geltungsbereich 4
3.2. Bestimmung der Segmente 5
3.2.1. Grundlagen. 5
3.2.1.1. Definitionen möglicher Segmentarten 5
3.2.1.2. Denkbare Ansätze zur Segmentbestimmung. 7
3.2.2. Vorschriften zur Bestimmung berichtspflichtiger Segmente. 8
3.2.2.1. Primäres und sekundäres Segmentberichtsformat. 8
3.2.2.2. Zusammenfassung ähnlicher Segmente 9
3.2.2.3. Wesentlichkeitsprüfung. 10
3.2.2.4. Vorgehensweise bei unwesentlichen und vertikal integrierten
Segmenten 12
3.3. Segmentbilanzierungs- und -bewertungsmethoden. 14
3.4. Auszuweisende Segmentangaben 14
4. PRAXISBEISPIEL: BMW GROUP 17
5. SCHLUSSBETRACHTUNG 22
LITERATURVERZEICHNIS 24
Segmentberichterstattung nach IAS 14 III
Abkürzungsverzeichnis
BMW Bayerische Motorenwerke bspw. beispielsweise bzw. beziehungsweise d.h. das heißt GuV Gewinn- und Verlustrechnung IAS International Accounting Standards SFAS Statement of Financial Accounting Standards US-GAAP United States Generally Accepted Accounting Principles vgl. vergleiche z.B. zum Beispiel
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Berichtspflichtige Segmente .......................................................11
Abbildung 2: Beispiel für die Bestimmung berichtspflichtiger Segmente .......12
Abbildung 3: Segmente der BMW Group ........................................................18
Abbildung 4: Segmentangaben des DaimlerChrysler-Konzerns im primären Segmentberichtsformat...........................................20
Abbildung 5: Segmentangaben der BMW Group
im sekundären Segmentberichtsformat .......................................21
Segmentberichterstattung nach IAS 14 1
1. Einleitung
Durch die seit einigen Jahren immer weiter fortschreitende Globalisierung sind Unternehmen und Konzerne in zunehmendem Maße nicht nur auf internationalen Beschaffungs- und Absatzmärkten tätig, sondern bewegen sich zum Zwecke der Finanzierung auch verstärkt auf den weltweiten Finanzmärkten. Aufgrund dessen wurde in der Vergangenheit gerade seitens global agierender Investoren der Forderung nach international einheitlichen Rechnungslegungsstandards immer stärker Nachdruck verliehen. Mit der Zielsetzung, dem Jahres- bzw. Konzernabschlussinteressenten einen weitgehend realistischen Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens bzw. Konzerns zu ermöglichen, wurden die IAS entwickelt, die im heutigen Wirtschaftsleben immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dem Bedürfnis nach möglichst weitreichenden Informationen, vor allem der Investoren, wird dadurch in geeigneter Weise Rechnung getragen. In diesem Zusammenhang kommt insbesondere der Segmentberichterstattung eine herausragende Bedeutung zu. Im weiteren Verlauf dieser Hausarbeit soll diese näher betrachtet werden.
Zu diesem Zweck werden zunächst die Aufgaben und Zielsetzungen der Segmentberichterstattung erläutert sowie deren Adressaten aufgeführt. In der Folge werden die eigens zu dieser Thematik erlassenen Regelungen des IAS 14 erörtert. Wesentliche Bestandteile dieser Vorschriften sind insbesondere die Bestimmung der Segmente und die auszuweisenden Segmentangaben. In einem weiteren Kapitel werden die theoretischen Grundlagen anhand des Konzernabschlusses der BMW Group veranschaulicht. Am Ende dieser Ausarbeitung erfolgt darüber hinaus eine abschließende Betrachtung.
2. Grundlagen zur Segmentberichterstattung
2.1. Aufgaben und Zielsetzungen
Die Entscheidung potenzieller und bereits bestehender Kapitalgeber für oder gegen eine Investition in ein Unternehmen geschieht auf der Basis der zur
Segmentberichterstattung nach IAS 14 2
Verfügung stehenden entscheidungsrelevanten Informationen. Derartige Daten betreffen zum einen unternehmensexterne Gegebenheiten, wie beispielsweise die allgemeine Konjunkturentwicklung, das Zinsniveau, den Ölpreis oder auch die Attraktivität der Branche, in der die betrachtete Unternehmung agiert. Neben diesen Angaben, die sich auf die Unternehmensumwelt beziehen, sind weiterhin unternehmensspezifische Informationen für oder gegen eine Investition von entscheidender Bedeutung. Ganz wesentlich sind hierbei insbesondere qualitative Faktoren, wie beispielsweise die Fähigkeiten des Managements, die Beschaffenheit der Produktpalette und bestehende Abhängigkeiten auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten. Im Bereich der unternehmensspezifischen Daten spielen darüber hinaus auch quantitative Angaben für Investoren eine große Rolle. In diesem Zusammenhang werden im Rahmen des Jahresabschlusses vor allem der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) enorme Beachtung geschenkt, da die dort dargestellten aggregierten Informationen einen guten Überblick über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens bieten. 1 Vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung gibt es international eine Vielzahl von Konzernen, die zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit über ein stark diversifiziertes Produkt- und Dienstleistungsangebot verfügen. Zudem nehmen zahlreiche Unternehmen weltweite Produktionsstandorte und Absatzmärkte in Anspruch. Dies führt zu ungleichen Gewinnsituationen, Chancen und Risiken in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Folglich wird durch die Informationsverdichtung in Bilanz und GuV eine sachgerechte Informationsvermittlung zunehmend schwieriger, so dass der Adressat dieser Jahresabschluss- bzw. Konzernabschlussbestandteile kaum adäquate Prognosen abgeben oder Rückschlüsse ziehen kann. 2 Im Rahmen dieser Problematik bietet die Segmentberichterstattung dem Investor die Bereitstellung disaggregierter Rechnungslegungsdaten über vorher definierte Unternehmensbereiche. Somit hat dieser für die jeweiligen Segmente die
1 Vgl. Nardmann 2002: 5-11.
2 Vgl. Srocke 2003: 696.
Segmentberichterstattung nach IAS 14 3
Möglichkeit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit besser zu beurteilen, die Vermögens-, Finanz-, und Ertragskraft genauer zu prognostizieren und die Chancen und Risiken besser einzuschätzen. 3 Die Segmentberichterstattung erfüllt dadurch maßgeblich die Informationsfunktion des Konzernabschlusses. 4 Neben der hier beschriebenen Informationskommunikation an Investoren hat die Segmentberichterstattung auch innerhalb des Unternehmens einen herausragenden Einfluss auf die strategischen und operativen Entscheidungen des Managements. Auch hier ist der Grund in der aufgeschlüsselten Darstellung der Daten für die einzelnen Unternehmensbereiche zu sehen. Somit ist die Segmentberichterstattung grundsätzlich sowohl ein Element des internen als auch des externen Rechnungswesens, auch wenn hinsichtlich des Umfangs und des Detaillierungsgrades deutliche Unterschiede bestehen.
2.2. Adressaten
Die externe Segmentberichterstattung hat sich inhaltlich an den Interessen und Informationsbedürfnissen der Adressaten zu orientieren. Wie bereits deutlich wurde, stehen hierbei insbesondere die Investoren in Form von Eigenkapital-und Fremdkapitalgebern im Mittelpunkt. Die letzteren gehören der Gruppe der Stakeholder an, zu der auch Lieferanten, Kunden und Arbeitnehmer zählen. 5 In einigen Branchen (z.B. Finanzdienstleistungen) ist die Segmentberichterstattung als Teil des Jahres- bzw. Konzernabschlusses auch für staatliche Aufsichtsbehörden von großer Bedeutung.
3 Vgl. Heyd 2003: 532.
4 Vgl. Alvarez 2004: 9.
5 Vgl. Peskes 2003: 96-102.
Segmentberichterstattung nach IAS 14 4
3. Spezielle Regelungen zur Segmentberichterstattung in IAS 14
In diesem Kapitel werden die in IAS 14 erlassenen Vorschriften bezüglich der Segmentberichterstattung näher betrachtet. Dazu gehören der Geltungsbereich dieser Regelungen, die Bestimmungen zur Bildung der Segmente, die anzuwendenden Segmentbilanzierungs- und -bewertungsmethoden und die auszuweisenden Segmentangaben.
3.1. Geltungsbereich
IAS 14 ist von Unternehmen anzuwenden, deren Wertpapiere (Dividendenpapiere oder schuldrechtliche Titel) an einer Börse gehandelt werden, oder die die Ausgabe von Wertpapieren an einer Börse bereits in die Wege geleitet haben. 6 Ferner können Unternehmungen, die nicht an einer Börse notiert sind, im Rahmen ihres IAS-Abschlusses freiwillig Segmentinformationen angeben. In diesem Fall sind die Bestimmungen des IAS 14 allerdings vollständig einzuhalten. 7 Setzt sich der Jahresabschluss eines Unternehmens, dessen Wertpapiere öffentlich gehandelt werden, sowohl aus dem Konzernabschluss als auch aus dem Abschluss des Mutterunternehmens oder dem Abschluss eines oder mehrerer Tochtergesellschaften zusammen, so müssen sich die Segmentinformationen lediglich auf den Konzernabschluss beziehen. Geben die Tochtergesellschaften ihrerseits öffentlich Wertpapiere aus, so müssen diese ebenfalls Segmentinformationen in ihrem Einzelabschluss darlegen. Dasselbe gilt für durch die Equity-Methode 8 einbezogene assoziierte
6 Vgl. IAS 14.3.
7 Vgl. IAS 14.5.
8 Die Equity-Methode ist eine Bewertungsmethode für Anteile an Unternehmen, auf
deren Geschäftspolitik maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Der anteilige
Jahresüberschuss/-fehlbetrag des Unternehmens geht in die Anteile des Buchwertes
ein. Bei Ausschüttungen wird der Wertansatz um den anteiligen Betrag gemindert
(Vgl. http://www.deutsche-bank.de/lexikon/1378.html [am 15.6.2006])
Arbeit zitieren:
Clemens Groß, 2006, Segmentberichterstattung nach IAS 14, München, GRIN Verlag GmbH
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Einbetten
DOI
Segmentberichterstattung nach DRS, IAS/IFRS und USGAAP im Vergleich
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