Inhaltsverzeichnis
1. Die Biopsycholgie - Einleitung und Definition 4
1.1. Vorstellung der biopsychologischen Methoden 4
1.2. Teilgebiete der Biopsychologie und konvergierende Forschung. 5
1.2.1. Physiologische Psychologie 5
1.2.2. Psychopharmakologie 6
1.2.3. Neuropsychologie 6
1.2.4. Psychophysiologie 6
1.2.5. Kognitive Neurowissenschaft. 7
1.2.6. Vergleichende Psychologie 7
2. Bildgebende Verfahren - Die Abbildung des lebenden menschlichen Gehirns. 8
2.1. Röntgenaufnahmen - grundlegende Basis und Begrenztheit der Methode. 8
2.2. Computertomographie 10
2.3. Kernspintomographie. 12
2.4 Positronen-Emissions-Tomographie. 14
2.5. Funktionelle Kernspintomographie 15
3. Nichtinvasive Messung psychophysiologischer Aktivität. 19
3.1. Elektro-Encephalographie 19
3.1.1. Entstehung/Geschichte. 19
3.1.2. Funktionsweise des EEG. 20
3.1.3. Wellenformen des EEG 20
3.1.4. Das ereigniskorrelierende Potential. 21
3.1.5. Wozu dient das EEG 22
3.2. Elektromyographie 22
3.2.1. Das Nadel EMG 23
3.2.2. Das Oberflächen EMG. 23
3.2.3. Nutzen der Elektromyographie 23
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4. Elektrooculographie / Videooculographie. 25
5. Elektrodermale Aktivität. 26
6.) Kardiovaskuläre Aktivität 27
7.) Tierversuche - der wissenschaftliche Betrug 29
7.1.) Tierversuche - ein Resümee. 31
8. Fazit 33
Literaturverzeichnis 35
Verzeichnis der Internetquellen 35
Bildverzeichnis 36
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1. Die Biopsycholgie - Einleitung und Definition
Die Biopsychologie ist ein Teilgebiet der Neurowissenschaften. Sie untersucht Zusammenhänge zwischen biologischen Prozessen und Verhalten. Als interdisziplinäres Forschungsfeld stellt sie den biologischen Ansatz im Rahmen der psychologischen Forschung dar. Dabei bleibt festzuhalten, dass die Psychologie ihren zentralen Stellenwert behält. Gleichzeitig bedienen sich die Wissenschaftler dabei jedoch bei den biologischen Erklärungsansätzen für das Verhalten.
Die Aufgabe der Biopsychologie ist also die Untersuchung und Darstellung der Interdependenzen physiologischer und psychologischer Abläufe unter psychologischen Gesichtspunkten. Dazu werden experimentelle und klinische Methoden sowie Instrumente angewendet.
Die Biopsychologie ist eine sehr junge Forschungsdisziplin. Ihre Entstehung lässt sich nicht genau datieren, jedoch hat die Veröffentlichung des Buches „Organization of Behavior“ von D. O. Hebb im Jahre 1949 eine wichtige Rolle gespielt (vgl. Pinel 2001: 3). Darin wird erstmals eine umfassende Theorie entwickelt, wie komplexe psychologische Phänomene, wie zum Beispiel Gefühle und Erinnerungen, durch Gehirnaktivitäten hervorgerufen werden können. Als geradezu revolutionär wurde damals empfunden, dass psychologische Funktionen offenbar doch mit der Physiologie und Chemie des Gehirns erklärt werden können.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Entwicklung der Biopsychologie noch in den Kinderschuhen steckt. Gleichzeitig entwickelt sie sich jedoch rasant weiter und macht immer wieder neue, wichtige Entdeckungen. Dabei ist die Biopsychologie eng an die Entwicklung neuer Forschungsmethoden gebunden (vgl. Birbaumer/ Schmidt: 1996: 4). Diese Forschungsmethoden sollen in den folgenden Kapiteln ausführlich gewürdigt und diskutiert werden.
1.1. Vorstellung der biopsychologischen Methoden
Die Forschungsmethoden der Biopsychologie umfassen bildgebende Verfahren, psychophysiologische Messungen an der Körperoberfläche, invasive Methoden und Verhaltensstudien, wie zum Beispiel neuropsychologische Untersuchungen. In der
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vorliegenden Arbeit soll insbesondere auf die zwei erstgenannten Methoden eingegangen werden. Sie tangieren den Inhalt des zugrunde liegenden Seminars „Einführung in die Traum-und Schlafforschung“ am ehesten. Die anderen Forschungsmethoden werden ebenfalls angeführt. Um den Umfang der vorliegenden Hausarbeit nicht zu sprengen, können sie jedoch nur angerissen werden.
Bevor die Methoden im Einzelnen vorgestellt und erläutert werden, soll ein Überblick über die verschiedenen Teilgebiete der Biopsychologie einen Eindruck vermitteln, wie umfangreich und vielfältig diese Forschungsdisziplin ist. Gleichzeitig dient er der besseren Einordnung der im Anschluss vorgestellten Methoden und Verfahren.
1.2. Teilgebiete der Biopsychologie und konvergierende Forschung
Innerhalb der Biopsychologie werden verschiedenste Forschungsansätze und Methoden verwendet. Einige haben sich sogar so stark etabliert, dass sie sich zu eigenständigen Teilgebieten entwickelt haben. Aufgrund ihres Forschungsgegenstandes und der verwendeten Methoden lassen sie sich voneinander abgrenzen. Insgesamt gibt es sechs verschiedene Teilgebiete, die sich alle mit der Biopsychologie des Verhaltens beschäftigen, aber stets verschieden an die Thematik herangehen (vgl. Pinel 2001: 9 ff.).
Da keiner der folgenden Forschungsansätze alle Aspekte berücksichtigen kann, ist gerade in der Biopsychologie die konvergierende Forschung enorm wichtig. Nur selten kann ein einziges Element ein Problem alleine lösen. Daher beschäftigen sich häufig die verschiedenen Teilgebiete der Biopsychologie mit ein und derselben Fragestellung, so dass die Stärken eines Ansatzes die Schwächen eines anderen ausgleichen können.
1.2.1. Physiologische Psychologie
Die Physiologische Psychologie untersucht die Beziehungen zwischen Gehirnprozessen und Verhalten. Dabei werden in der Regel die biologischen Vorgänge und neuronalen Strukturen mit Hilfe von direkter Reizung untersucht. Das Nervensystem wird dabei durch chirurgische oder elektrische Eingriffe beeinflusst. Um das menschliche Verhalten zu verstehen und damit auch Störungen und Erkrankungen heilen oder verhindern zu können, ist die physiologische Psychologie bei ihren Experimenten auf Tierversuche angewiesen. Eingriffe in das intakte Nervensystem des Menschen sind in der Regel nicht möglich und verbieten sich zudem durch ethische Werte und Grundsätze.
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1.2.2. Psychopharmakologie
Die Psychopharmakologie ist der Physiologischen Psychologie sehr ähnlich. Allerdings wird bei ihr die neuronale Aktivität mit Hilfe von psychoaktiven Substanzen manipuliert. Dies können Psychopharmaka oder Drogen sein. Für einige Autoren (vgl. Birbaumer/ Schmidt 1997: 4) gehören die pharmakologischen Forschungsansätze mit zur Physiologischen Psychologie. Gerade in der neueren Literatur wird jedoch darauf hingewiesen, dass sich speziell in den letzten Jahren die Erforschung der Wirkung von Psychopharmaka als Spezialgebiet entwickelt hat, so dass die Psychopharmakologie als eigenständiges Teilgebiet der Biopsychologie anerkannt wird (vgl. Pinel 2001: 9).
1.2.3. Neuropsychologie
Die Neuropsychologie gilt als der Teilbereich der Biopsychologie, welcher am stärksten anwendungsorientiert ist und stets das Wohl des Patienten im Sinn hat. Sie untersucht die Einflüsse von Hirnschäden auf das menschliche Verhalten. Da aus ethischen Gründen keinem Patienten künstlich ein Hirnschaden zugefügt werden kann, untersuchen Neuropsychologen Patienten mit Hirnschädigungen, die sie sich durch Unfälle oder Krankheiten zugezogen haben. Die Neuropsychologie konzentriert sich dabei auf die oberste Schicht der Großhirnemisphäre, die Neocortex. Sie ist durch chirurgische Eingriffe am leichtesten zugänglich. Außerdem betreffen Verletzungen in diesem Bereich die höheren intellektuellen Prozesse wie Denken, Aufmerksamkeit und komplexe Wahrnehmungsprozesse.
1.2.4. Psychophysiologie
Forschungsgegenstand der Psychophysiologie ist der Zusammenhang zwischen menschlichem Verhalten und physiologischen Prozessen. Versuchsobjekt ist in der Regel der Mensch. Deshalb arbeitet die Psychophysiologie mit nichtinvasiven Ableitungsmethoden, wobei physiologische Signale auf der Körperoberfläche gemessen werden. Die Gehirnaktivität wird in der Regel durch das Elektroenzephalogramm gemessen, welches im Rahmen dieser Hausarbeit noch ausführlich dargestellt wird.
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1.2.5. Kognitive Neurowissenschaft
Die Kognitive Neurowissenschaft untersucht die neuronalen Grundlagen der Kognition. Darunter werden ganz allgemein die höheren intellektuellen Prozesse verstanden. Da kognitive Prozesse überwiegend bei Menschen untersucht werden, verzichtet auch die Kognitive Neurowissenschaft auf direkte Manipulationen am Gehirn. Stattdessen führen Wissenschaftler auch hier nichtinvasive Ableitungsmethoden durch. Im Mittelpunkt dieser jüngsten Teildisziplin der Biopsychologie steht der Zugang zur Aktivität des lebenden Gehirns. Dazu werden bildgebende Verfahren verwendet, die in Kapitel 2 aufgeführt und erläutert werden.
1.2.6. Vergleichende Psychologie
In der Vergleichenden Psychologie beschäftigen sich Wissenschaftler nicht nur speziell mit neuronalen Mechanismen des Verhaltens, sondern mit der Verhaltensbiologie im Allgemeinen. Bei der Beobachtung des Verhaltens verschiedener Arten konzentrieren sich vergleichende Psychologen auf genetische, evolutionsbiologische und adaptive Grundlagen des Verhaltens. Die rasanten Fortschritte in der Gentechnik haben das Teilgebiet der Vergleichenden Psychologie weiter beflügelt. Durch sie ist die Verhaltensgenetik entstanden, welche die genetischen Grundlagen des Verhaltens und anderer psychologischer Prozesse erforscht.
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Arbeit zitieren:
Kai Olschewski, Björn Finke, 2005, Forschungsmethoden der Biopsychologie, München, GRIN Verlag GmbH
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