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Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 4
2. Frederick Winslow Taylor: 5
Die Grundzüge wissenschaftlicher Betriebsführung 5
2.1 Bedingungsrahmen und Menschenbild der wissenschaftlichen Betriebsführung 5
2.2 Das Ausgangsproblem und Ziel der wissenschaftlichen Betriebsführung 6
2.3 Die Leitideen der wissenschaftlichen Betriebsführung 7
2.3.1 Das Kooperationspostulat 7
2.3.2 Das Postulat der Verwissenschaftlichung 8
2.4 Die vier Grundsätze der wissenschaftlichen Betriebsführung der Unternehmens
und Betriebsleitungen 8
2.5. Die Methodischen Grundsätze der wissenschaftlichen Betriebsführung 9
2.5.1 Die Trennung von Hand und Kopfarbeit 9
2.5.2 Die Trennung des Arbeitsprozesses von den Fertigkeiten des Arbeiters 10
2.5.3 Lückenlose objektivierte Kontrolle 10
2.6. Die Methoden und Instrumente der wissenschaftlichen Betriebsführung 11
2.6.1 Zeitstudien 11
2.6.2 Funktionsmeistersystem 11
2.7 Kritik der wissenschaftlichen Betriebsführung 12
2.7.1 Nachteile 12
2.7.2 Vorteile der wissenschaftlichen Betriebsführung 13
3. Henri Fayol: Allgemeine und industrielle Verwaltung 13
3.1 Bedingungsrahmen und Menschenbild 13
3.2 Ansatzpunkte der industriellen Verwaltung 14
3.3 Die 14 Managementprinzipien von Fayol 14
3.3.1 Arbeitsteilung 15
3.3.2 Autorität und Verantwortlichkeit 15
3.3.3 Disziplin 15
3.3.4 Einheit der Auftragserteilung 16
3.3.5 Einheit der Leitung 16
3.3.6 Unterordnung des Sonderinteresses unter das Interesse der Gesamtheit 17
3.3.7 Zentralisation 17
3.3.8 Ordnung 18
3.4 Die Elemente der Verwaltung 18
3.4.1 Vorausplanung 19
3.4.2 Organisation 19
3.4.3 Auftragserteilung 20
3.4.4 Zuordnung 20
3.4.5 Kontrolle 21
3.5 Kritik Allgemeine und industrielle Verwaltung 21
4. Erich Gutenberg Unternehmensführung 22
4.1 Die Ausgangslage 22
4.2 Die Organisation der Führungsgruppe in der Unternehmung 23
4.2.1 Das Problem der betrieblichen Willensbildung 23
4.2.2 Das Direktional und das Kollegialsystem 24
4.3 Führungsentscheidungen in der Unternehmung 26
4.4. Die Leitmaximen betrieblicher Betätigung 27
4.4.1 Das erwerbswirtschaftliche Prinzip 27
3
4.4.2. Das Prinzip der Wirtschaftlichkeit 27
4.4.3 Das Prinzip zur Aufrechterhaltung des finanziellen Gleichgewichts 28
4.4.4 Die besonderen Aufgaben der Unternehmensleitung 28
4.5 Die Führungsinstrumente 28
4.5.1 Die Planung 28
4.5.2 Die Organisation 29
4.5.3 Die Kontrolle 30
5. Zusammenfassung 30
Anhang: 32
Literaturverzeichnis 36
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1.Einleitung
Eingeleitet wird diese Arbeit mit den Worten Erich Gutenbergs:
Es
„sei an dieser Stelle ausdrücklich gesagt, daß [sic!] es nach meiner Auffas- sung keine wissenschaftliche Lehre von der Unternehmensführung geben kann. Von verantwortlicher Stelle aus weitgehende und richtige Entschei- dungen für das Unternehmen zu treffen – diese Kunst ist im Grunde weder lehr- noch lernbar. Es gibt jedoch eine große Anzahl von Fragen der Unter- nehmensführung, die einer wissenschaftlichen Behandlung zugänglich sind.“ 1
Ziel dieser Arbeit ist es, die wichtigsten Antworten und Ergebnisse, die sich die Autoren Taylor, Fayol und Gutenberg auf diese Fragen zu diesem Thema ge- stellt haben und jeder auf seine Art und Weise beantwortet hat, vorzustellen.
Die Bearbeitung der drei Autoren erfolgt nach chronologischer Reihenfolge ihrer wichtigsten Hauptwerke. Zuerst wird jeweils die Ausgangssituation dargestellt. Danach werden ihre wichtigsten Beiträge und Leistungen vorgestellt. Zusätzlich werden die Leistungen von Taylor und Fayol kritisch bewertet. Um Gutenbergs Beitrag fundiert kritisieren zu können, müsste man das Gesamtwerk Guten- bergs betrachten. Dies würde den zur Verfügung stehenden Rahmen sprengen. Folglich wird auf eine Kritik verzichtet.
1 1 Gutenberg 1962, S. 5.
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2. Frederick Winslow Taylor:
Die Grundzüge wissenschaftlicher Betriebsführung
2.1 Bedingungsrahmen und Menschenbild der „wissenschaftlichen Be-
triebsführung“
Taylors „Scientific Management“ entstand auf Basis der Entwicklungsphase zwischen dem Zeitraum von 1880 und dem ersten Weltkrieg. 2 Diese Zeitspanne war gekennzeichnet durch eine relativ weit fortgeschrittene Mechanisierung der Produktionsbetriebe und großer technischer Umwälzungen. 3 Infolgedessen, entwickelten „sich die Vereinigten Staaten in weniger als dreißig [sic!] Jahren aus (...) einem „landwirtschaftlichen Entwicklungsland“ (...) zu einer treibenden industriellen Kraft.“ 4 Die ersten Großbetriebe die sich auf Massenproduktion spezialisierten, entstanden. Diese neuen Großbetriebe benötigten eine neue Organisationsform. 5 Folglich entwickelte Taylor seine Konzeption des „Scientific Managements „(...) für Betriebe, die sich im Übergang von Manufakturen zu Fabriken“ 6 befanden.
Das Menschenbild im Taylorismus beinhaltet die „Tendenz, den Arbeiter als wenig mehr als eine Maschine zu behandeln.“ 7 „Der Mensch wird als „potentiel- ler Störfaktor“ gesehen, den es bestmöglich zu kontrollieren gilt.“ 8 Aus diesem Grund wird auch vom „mechanistischen Menschenbild“ 9 gesprochen. Weiterhin wurde auch unterstellt, „daß [sic!] der Mensch sich rein rational verhält und nur materielle Bedürfnisse hat.“ 10 Obwohl Taylor in seinem Werk „Scientific Mana- gement“ das systematische „Drücken-vor-der-Arbeit“ als größtes Übel der da-
2 Vgl. Gaugler 1996, S. 26.
3 Vgl. Gaugler 1996, S. 13.
4 Hebeisen 1999, S. 13.
5 Vgl. Hill/Fehlbaum/Ulrich 1998, S. 408.
6 Gaugler 1996, S. 26.
7 Greif/Holling/Nicholson 1997, S. 22.
8 Ulrich 1995, S.167.
9 Ulrich /Fehlbaum/Ulrich 1998, S. 409.
10 Hoffmann 1980, S.472.
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6
maligen Zeit betrachtet, sieht Taylor den Arbeiter aber auch als eine lernwillige und lernfähige Arbeitskraft. Dieses systematische „Drücken-vor-der-Arbeit“, sieht er viel mehr als ein Resultat von Managementfehlern, als eine negative, gegebene Eigenschaft der Arbeiter der damaligen Zeit. 11 Taylors Menschenbild des Unternehmers betrachtet den Unternehmer nicht als einen kurzfristigen Gewinnmaximierer, sondern als jemanden, der die länger- fristige Unternehmensentwicklung und die dauerhafte Sicherung des Unter- nehmenserfolges gewährleistet. 12
2.2 Das Ausgangsproblem und Ziel der „wissenschaftlichen Betriebsfüh-
rung“
Als das Ausgangsproblem der „wissenschaftlichen Betriebsführung“, werden die bewusste Leistungszurückhaltung und die unökonomische Verausgabung der Arbeitskraft angesehen. 13 Dazu schreibt Taylor in seinem Werk „Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung“: „Ich glaube mit der Behauptung, daß [sic!] dieses „Sich-um-die-Arbeit-Drücken,“ (...) , das größte [sic!] Übel darstelle, an dem gegenwärtig die arbeitende Bevölkerung in Amerika und Engand [sic!] krankt.“ 14 So ist Taylor der Meinung, dass die Arbeiter der damaligen Zeit „in vielen Fällen nicht mehr als 1/3 oder höchstens die Hälfte einer ehrlichen Ta- gesleistung“ 15 erbringen.
Als Gründe hierfür sieht Taylor, „den angeborenen Instinkt und der Neigung der Menschen, nicht mehr zu arbeiten, als unumgänglich nötig ist; zweitens der durch den Einfluß [sic!] und das Beispiel anderer und eigenes Nachdenken ge- schaffenen Auffassung von seiner Zweckmäßigkeit“ des „Sich-um-die-Arbeit- Drücken,“ Als dritten Grund sieht Taylor, die Anwendung ineffizienter Methoden und Faustregeln, und schließlich als den vierten Punkt betrachtet er die Un-
11 Val. Gaugler 1996, S. 34.
12 Vgl. Gaugler 1996, S. 33.
13 Vgl. Hebeisen 1999, S. 174.
14 Taylor 1913, S. 12.
15 Taylor 1913, Ebenda.
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kenntnis der Arbeiter, über die richtige Zeit in der die verschiedenen Tätigkeiten ausgeführt werden sollen. 16 Die Verschwendung von Arbeitskraft resultierte auf der einen Seite, in der un- überlegten Übernahme von Arbeitsverfahren, die von vergangenen, vorindus- triellen Fertigungsmethoden stammten und auf der anderen Seite, auf der ge- ring entwickelten Arbeitsorganisation und betrieblichen Personalführung. 17
Als die wesentlichen Ziele der wissenschaftlichen Betriebsführung, sieht Taylor zu einem die Erzielung einer effizienteren Auslastung der Arbeitskraft bei glei- cher bzw. gering gestiegener Belastung für den Arbeiter, und zum anderen „die größte Prosperität des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers herbeizuführen und so beider Interessen zu vereinen.“ 18 Unter Prosperität versteht man im allge- meinen Sprachgebrauch, die „Periode allgemein guten Geschäftsgangs, cha- rakterisiert durch hohen Beschäftigungsstand und durch tendenziell steigende Preise und Gewinne.“ 19
2.3 Die Leitideen der wissenschaftlichen Betriebsführung
2.3.1 Das Kooperationspostulat
Dieses Zusammenarbeiten anstatt gegeneinander zuarbeiten - mit dem Ziel einen beiderseitigen Vorteil für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu erzielen - stellt eine der zwei wichtigsten Leitideen der „wissenschaftlichen Betriebsführung“ da. Um dieses sogenannte Kooperationspostulat zu erreichen, muss eine effi- ziente Arbeitsorganisation geschaffen werden, die durch ein beiderseitiges Ein- vernehmen gebildet werden muss. 20
16 Vgl. Hebeisen 1999, S. 96.
17 Vgl. Gaugler 1996, S. 26.
18 Taylor 1913, S. 7.
19 Gabler 1997, S. 3127.
20 Vgl. Hill/Fehlbaum/Ulrich 1998 S. 410.
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2.3.2 Das Postulat der Verwissenschaftlichung
Bei der zweiten bedeuteten Leitidee, handelt es sich um das Postulat der Ver- wissenschaftlichung. Dieser Grundgedanke beinhaltet, dass herkömmliche und bewährte Verfahrensweisen nicht unbesehen akzeptiert werden dürfen und Produktionsvorgänge und Arbeitsabläufe vielmehr mit dem Ziel der Optimierung systematisch analysiert werden müssen. 21
2.4 Die vier Grundsätze der wissenschaftlichen Betriebsführung der Un-
ternehmens- und Betriebsleitungen
Taylor hat zur Erreichung der Ziele der wissenschaftlichen Betriebsführung vier wesentliche Grundsätze definiert, welche die Verantwortung der Unterneh- mens- und Betriebsleitung, mehr in den Mittelpunkt rücken als dies je zuvor der Fall gewesen ist. Nach Taylor „bürden sich die Leiter neue Lasten auf, neue Pflichten, eine Verantwortlichkeit, von der man sich bisher nichts träumen ließ“ auf. 22
1. Die Unternehmens- bzw. Betriebsleitung entwickelt ein System, eine Wissen-
schaft für jedes einzelne Arbeitselement, die and die Stelle der Faustregel- Methode tritt.
2. Systematische Auswahl, der bestgeeignetesten Personen für jede Arbeit.
Bildung, Weiterbildung und Anweisung der Arbeiter auf wissenschaftlicher Grundlage mit dem Ziel die optimalsten Bewegungsabläufe zu definieren. 23
3. Die Unternehmens- bzw. Betriebsleitung arbeitet in herzlichen Einverneh-
men mit den Arbeitern zusammen um dadurch zu gewährleisten, dass alle Ar- beiten in Übereinstimmung mit der Wissenschaft ausgeführt werden, welche hierfür entwickelt wurde.
21 Vgl. Hill/Fehlbaum/Ulrich 1998. S. 410.
22 Taylor 1913, S. 38.
23 Vgl. Hill/Fehlbaum/Ulrich 1998 S. 410.
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Philipp Lesch, 2006, Unternehmensführung: Die Beiträge von Taylor, Fayol und Gutenberg - Klassiker der Unternehmensführung, Munich, GRIN Publishing GmbH
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