0. Einleitung
1.
Das Ich als Stätte der Beobachtung
2. Die Verwertung der analytischen Technik zum Studium der
3. Die Abwehrtätigkeit des Ichs als Objekt der Analyse
4. Die Abwehrmechanismen 5. Orientierung der Abwehrvorgänge nach Angst und Gefahr 14
6. Die Verleugnung der Phantasie
7. Die Verleugnung in Wort und Handlung 8. Die Ich-Einschränkung 21
9. die Identifizierung mit dem Angreifer
10. Eine Form von Altruismus
11. Ich und Es in der Pubertät 27
12. Triebangst in der Pubertät 30
13. Stellungnahme 33
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Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine Zusammenfassung des wesentlichen Inhaltes des Buches: „Das Ich und die Abwehrmechanismen“ von Anna Freud. Um den Gedanken und die Ideen der Psychoanalyse darzustellen und zu verdeutlichen wurde weitgehend der original Wortlaut von Anna Freud beibehalten sowie auf vielfachen Einsatz von Zitaten Wert gelegt.
Da es sich um eine Zusammenfassung handelt, wurde der Aufbau des Buches für diese Arbeit übernommen.
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Definition der Psychoanalyse
Die Beschäftigung mit dem Ich war in der Psychoanalyse eine Zeitlang unpopulär. Dadurch wurde die Beschäftigung mit dem Es zur Hauptsache. Nur dies wurde als „richtige“ Psychoanalyse gesehen. Der Beginn der Psychoanalyse war deshalb eine Lehre, die sich auf Basis dieser Funde aufgebaut hat, d.h. sie war v.a. eine Psychologie des Unbewußten. Diese Definition verliert nach Anna Freud allerdings den Anspruch auf Richtigkeit, wenn sie auf die psychoanalytische Therapie angewendet werden soll. Laut Anna Freud waren das Ich und seine Störungen von Anfang an Objekt der Betrachtung. Das Es diente der Aufhebung der Störungen und der Wiederherstellung der Intaktheit des Ich.
Die drei Instanzen Es, Ich und Über-Ich sind in sehr unterschiedlicher Weise erreichbar für die Beobachtung:
Das Es ist nicht unter allen Bedingungen der Beobachtung zugänglich, nämlich dann nicht, wenn im Es keine Triebregungen herrschen und versuchen, ins Ich vorzustoßen. Die Inhalte des Über-Ichs sind zu einem großen Teil bewußt, allerdings entgleitet uns, wo ich und Über-Ich einig sind, die Vorstellung des Über-Ich. Diese Instanz ist als Einzelinstanz nicht erreichbar. Sie wird nur dort einsichtig, wo sich Über-Ich und Ich kritisch gegenüberstehen und im Ich Folgezustände der Kritik sichtbar werden, z.B. Schuldgefühle.
Das Ich als Beobachter
Daraus folgt, dass das Ich die eigentliche Instanz ist, auf die sich die Beobachtung richten muss. Denn das Ich ist das Medium, durch das die anderen Instanzen erfasst werden können.
Die Triebe dringen aus dem Es in das Ich vor und verschaffen sich Zugang zum Bewegungsapparat, um sich Befriedigung zu verschaffen. Im glücklichen Fall hat das Ich gegen das Es nichts einzuwenden, stellt seine Kräfte zur Verfügung und beschränkt sich lediglich auf die Wahrnehmung der Triebe. Es entsteht ein klares Bild des Es, des Triebes und der Triebregung. Dieser Vorgang wird ohne das Ich gestaltet. Allerdings entstehen durch das Übertreten von einer Instanz in eine andere Störungen der Es-Beobachtung.
Die Psychoanalyse unterscheidet zwischen Primärvorgang einerseits und dem Sekundärvorgang andererseits. Der Primärvorgang herrscht im Es. Hiermit sind die Triebe und Triebvorgänge des Es gemeint, die der Lustgewinnung dienen. Der Sekundärvorgang wird als dem Ich zugehörig beschrieben, in dem strenge Bedingungen herrschen. Von den Triebregungen des Es wird Rücksichtnahme auf Forderungen der Realität und Rücksichtnahme auf ethische und moralische Aspekte des Über-Ich verlangt. Das Es erfährt Zurücksetzung von den anderen beiden
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Instanzen. Es hält aber an seinen Triebzielen fest und unternimmt feindliche Übergriffe ins Ich. Daraufhin unternimmt das Ich Gegenaktionen gegen das Es. Die Absichten des Es werden durch diese Abwehrmechanismen modifiziert. Die Absicht des Ich ist die dauernde Lahmlegung der Triebe durch geeignete Abwehrmechanismen; diese sollen der Sicherung seiner Grenzen dienen.
In diesem Fall liefert die Beobachtungstätigkeit des Ich nicht ganz klare Bilder, allerdings sind diese Bilder viel lohnender als die zuvor beschriebenen. Hier wird nicht die reine Es-Regung beobachtet, sondern die Es-Regung modifiziert durch den Abwehrmechanismus des Ich. Der Kompromiss zwischen den Instanzen muss anschließend wieder in Ich, Es und Über-Ich Anteile zerlegt werden.
Es-Vorstöße und Ich-Vorstöße als Material der Beobachtung
Laut Anna Freud haben die Vorstöße aus beiden Richtungen unterschiedlichen Wert. Die Abwehraktionen des Ich gegen das Es sind stumm und unsichtbar und erst nachträglich rekonstruierbar. Sie sind nicht direkt zu verfolgen. Als Beispiel nennt Anna Freud die Verdrängung. Sie ist erst durch das „Auftreten von Ausfallerscheinungen“ wahrzunehmen. Bestimmte Es-Regungen, die zum Zweck der Befriedigung man erwarten würde, fehlen. Wenn diese jedoch nicht auftauchen, sind sie der Verdrängung erlegen.
„Über den Vorgang der Verdrängung selbst haben wir dabei nichts Näheres erfahren.“(S. 17)
Daraus folgt, dass sich alle wichtigen Aufschlüsse immer aus Vorstößen der Es- in die Ich-Instanz ergeben. Der Prozess der Verdrängung wird durch das Auftauchen von Wiederkehr, z.B. Bei Neurosen deutlich.
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Hypnotische Technik
In der voranalytischen Periode wurde die Rolle des ich negativ bewertet. Absicht war, wie eingangs beschrieben, die Erfassung der Inhalte des Unbewussten. Das Ich wurde als störende Instanz betrachtet. Um Zugang zum Unterbewussten zu erhalten, musste das Ich des Patienten ausgeschaltet werden. Die Hypnose galt hier als ein geeignetes Mittel dazu. In diesem Vorgang der Hypnose hat das Unbewußte Zugang zum Ich. Allerdings ist der Zugang des Unbewußten zum Ich erzwungen. Durch diese Bewußtmachung erfolgt eine lösende Wirkung auf das Symptom. Das Ich ist in den therapeutischen Prozess nicht mit eingebunden; es duldet das Es ausschließlich während der Hypnose. Danach erfolgt ein Abwehrkampf gegen das Es und damit eine Zerstörung des Erfolges. Anna Freud bewertet diese Therapie als nicht sinnvoll.
Die freie Assoziation
Die Rolle des Ich wird hier zunächst ebenfalls als negativ betrachtet. Allerdings wird das Ich des Patienten hier, im Unterschied zur Hypnose, gebeten sich freiwillig auszuschalten. Das Ich soll schweigen während das Es im Patienten aufsteigt. Dem Es wird aber lediglich versprochen, seine Triebziele in Wortvorstellungen umzuwandeln. Die Beherrschung des Bewegungsapparates wird ihm verwehrt.
„Aus diesem Doppelspiel mit der Triebregung, der Aufforderung, sich zu äußern, bei gleichzeitiger konsequenter Verweigerung der Befriedigung ergibt sich nebenbei eine der vielen Schwierigkeiten für die Handhabung der analytischen Technik“ (S. 22)
Eine weitere Schwierigkeit ergibt sich daraus, dass der Analytiker die Regungen des Es, die in Bewußtsein zu drängen versuchen, schnell erkennen muss. Das Ich wehrt
Arbeit zitieren:
Kristina Laudan, 2001, Anna Freud: Das Ich und die Abwehrmechanismen - eine ausführliche Zusammenfassung, München, GRIN Verlag GmbH
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Anna Freud und die Abwehrmechanismen des Ich
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