1. Die Lerngruppe
1.1 Spezielle Lernvoraussetzungen
Der Religionsunterricht beginnt im ritualisierten Sitzkreis, indem auch erst die Begrüßung stattfindet. Im Laufe der Schulzeit haben wir zwei Begrüßungsrituale erarbeitet. Entweder werfen wir uns einen Fransenball zu und sagen Guten Morgen und den Namen eines Kindes oder wir reichen uns die Hände und drücken die Hand leicht und sagen „Guten Morgen“ und den Kindernamen.
Die Schülerinnen und Schüler haben in ihrer Schullaufbahn schon ein erhebliches Repertoire an christlichen Liedern aufbauen können. Der Einstieg in den Religionsunterricht beginnt meist mit dem Singen bekannter Lieder, die sich die Schülerinnen und Schüler wünschen, dabei nehmen sich die Kinder durch die Meldekette selbstständig an die Reihe. Innerhalb dieser Unterrichtseinheit äußerten die Schülerinnen und Schüler Assoziationen über Sterne und gestalteten gemeinschaftlich einen Sternenhimmel für den Klassenraum. In den darauf folgenden Stunden setzen sich die Kinder mit der bekannten Erfahrung Angst im Dunkeln bzw. Sternenlicht nimmt mir die Angst auseinander und lernten das Lied „Wenn ich nachts nicht schlafen kann“ kennen. Aus Erzählung vom „Sterntaler“ entwickelten die Schülerinnen und Schüler, dass ein Mensch zum „Stern“ für andere werden kann. Biblische Erzählungen und Geschichten wurden in der Vergangenheit durch Bilder, Erzählen, eigenständiges Lesen oder vom Tonband erarbeitet.
Teilweise gelingt es einigen Kindern (x) sich in biblische Personen hineinzuversetzen und die Erzählung auf die heutige Zeit und auf Teile ihres Lebens zu übertragen. Seit der ersten Klasse werden erarbeitete Unterrichtsinhalte und Liedtexte im selbst erstellten Religionsheft bildlich und/oder schriftlich fixiert. So können die Kinder das Resultat der letzten Stunden betrachten und gegebenenfalls darauf zurückgreifen. Das Gebet „Lieber Gott, ich bitte dich…“ ist den Kindern ebenfalls bekannt und kann daher von allen Schülern mitgesprochen werden.
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2. Begründungszusammenhang
2.1 Einbettung der Stunde in die Unterrichtseinheit 1
2.2 Einordnung des Themas in den Rahmenplan Grundschule
Das Thema „Symbole entfalten“ ist ein Teil des fachdidaktischen Grundsatzes des Rahmenplans Grundschule. In der Bibel finden sich eine Reihe von Symbolen, symbolischen Redeweisen und Symbolhandlungen. Sie beschreiben Erfahrungen aus verschiedenen Situationen vieler Generationen. Der Rahmenplan besagt, dass Symbole mehr enthalten als das Fassbare, mehr als das analytisch Eingrenzbare und verweisen so auf eine Wirklichkeit,
1 Die Unterrichtseinheit ist angelehnt an: Freudenberg (2000), S. 28ff
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die über unsere alltägliche Realität hinausgeht. 2 Demnach muss der Bedeutsamkeit der Symbole nachgespürt werden.
Symbole vermitteln einen Zugang zur religiösen Dimension des Lebens. Daher muss der Religionsunterricht Wert auf die Begleitung des Prozesses der Symbolbildung legen und zur Entwicklung des Symbolverständnisses beitragen. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind die Erfahrungsnähe und die konkrete Begegnung mit dem Symbol. 3
Christliche Feste, wie das Weihnachtsfest, sollen in der Schule gemeinsam gestaltet und gefeiert werden. Entsprechend der Lerngruppe soll das Fest didaktisch aufbereitet werden, um den Schülerinnen und Schülern eine biblisch- christliche Dimension zu dem Weihnachtsfest zu ermöglichen. „Diese verstehende und gestaltende Teilhabe ist Voraussetzung für eine verstehende Begegnung mit anderen Kulturen, Religionen und Gesellschaftsordnungen.“ 4
2.3 Bedeutsamkeit des Themas für die Schüler
In der ersten Klasse wurde in der Weihnachtsgeschichte Wert auf die Krippensituation sowie die Geburt Jesu gelegt. Im 2. Schuljahr können die heiligen drei Könige in das Blickfeld der Kinder treten. An den Königen wird sichtbar, dass nach biblischem Verständnis auch die Mächtigen und Wissenden (Sterndeuter) dieser Erde die Bedeutung des Jesu- Kindes anerkennen. 5 Ausgehend von diesen unterschiedlichen Menschen, die die Botschaft von der Geburt Jesu hören und sich an einem Licht orientieren, steht das Symbol „Stern“. Dieser leuchtet ihnen den Weg nach Bethlehem zur Krippe und verkündet Lebensorientierung. In dieser Unterrichtseinheit sollen die Schülerinnen und Schüler das Symbol „Stern“ in Verbindung mit dem Weihnachtsfest kennen lernen und kreativ erleben. Symbole vermitteln in besonderer Weise einen Zugang zur religiösen Dimension des Lebens. Deshalb muss der Religionsunterricht Wert auf die Begleitung dieses Prozesses legen und zur Entwicklung des Symbolverständnisses beitragen.
3. Sachanalyse
3.1 Symbole im Religionsunterricht
Symbole sind ein wichtiges Medium des religiösen Ausdrucks. In biblischen Texten befinden sich viele Symbole, symbolische Redeweisen und Symbolhandlungen. Zu vielen solchen
2 Vgl. Hessischer Kultusminister (1995), S. 38
3 Vgl. Hessischer Kultusminister (1995), S. 38
4 Hessischer Kultusminister (1995), S. 40
5 Vgl. Hessischer Kultusminister (1995), S. 57
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Arbeit zitieren:
Katarina Paul, 2005, Unterrichtsstunde: Dem Stern von Bethlehem folgen – Ansätze einer mehrdimensionalen Erschließung der biblischen Weihnachtsgeschichte nach Matthäus (Mt 2, 1-12) (2. Klasse), München, GRIN Verlag GmbH
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