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Inhaltsverzeichnis
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Inhaltsverzeichnis...................................................................................................................... 2
1. Prolog 3
1.1 Vorbemerkungen. 3
1.2 Zeitliche Eingrenzung der neueren Forschung. 4
2. Darstellungen zum Einstieg in das Thema 5
2.1 Pontal, Odette: Die Synoden im Merowingerreich 5
2.2 Sieben, Hermann - Josef: Konzil, in: Lexikon für Theologie und Kirche. 6
2.3 Sieben, Hermann - Josef: Synode, in: Lexikon des Mittelalters 7
2.4 Die merowingischen Konzilien in der Überblicksdarstellung Eugen Ewigs Die
Merowinger und das Frankenreich. 7
3. Forschung zur konziliaren Gesetzgebung 9
3.1 Hartmann, Wilfried: Die Konzilien in der vorgratianischen Zeit des Kircherechts. 9
3.2 Mikat, Paul: Zu den konziliaren Anfängen der merowingisch-fränkischen
Inzestgesetzgebung.............................................................................................................. 11
3.3 Mikat, Paul: Die Inzestgesetzgebung der merowingisch-fränkischen
Konzilien 511 - 626/27. 12
3.4 Mikat, Paul: Die Inzestverbote des Dritten Konzils von Orlans 538. 14
3.5 Mikat, Paul: Die Judengesetzgebung der merowingisch-fränkischen Konzilien. 15
3.6 Schröder, Isolde: Zur Rezeption merowingischer Konzilskanones bei Gratian 18
4. Epilog 20
5. Literaturverzeichnis Verzeichnis der behandelten Publikationen 21
Verzeichnis der Hilfsmittel 23
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1. Prolog
1.1 Vorbemerkungen
Im Folgenden soll ein Überblick der Literatur zur neuen Forschung zu den Konzilien im Merowingerreich gegeben werden. Um alle Veröffentlichungen zum Thema aufzufinden, war es nötig, auf verschiedene Art und Weise zu bibliographieren. Als Einstieg habe ich die Literaturliste im Anhang der Gesamtdarstellung Eugen Ewigs 1 sowie die Auswahlbibliographien der zum Thema gehörigen Bände der Reihen „Grundriss der Geschichte“ 2 und „Enzyklopädie deutscher Geschichte“ 3 gesichtet. Außerdem habe ich Schlagwörter in einschlägigen Lexika wie dem Lexikon für Theologie und Kirche oder dem Lexikon des Mittelalters nachgeschlagen und die Literaturhinweise ausgewertet. Anschließend habe ich die „Jahresberichte für deutsche Geschichte“ und die „International Medieval Bibliography“ rückwärts von 2000 bis 1986 bibliographiert. Zur weiteren Suche habe ich elektronische Datenbanken genutzt. Zu nennen sind hierbei der GBV-online Contens, der Bibliothekskatalog der Universitätsbibliothek Magdeburg sowie die Internetdatenbanken der Monumenta Germaniae Historica Internetseite 4 und das von Stuart Jenks und Dieter Rübsamen bearbeitete Zeitschriftenfreihandmagazin 5 mit den Inhaltsverzeichnissen geschichtswissenschaftlicher Zeitschriften, welche mittels einer Suchmaschine bearbeitet werden können. Die neuere Forschung zu den Konzilien im Merowingerreich spiegelt sich vor allem in Vorträgen, welche im Druck vorliegen, in Monographien, Festschriften und Tagungsberichten. In meinem Literaturbericht habe ich mich auf deutschsprachige Veröffentlichungen zum Thema konzentriert. Des Weiteren habe ich einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die konziliare Gesetzgebung gelegt, in deren Erforschung vor allem Paul Mikat wirkt. Da das Forschungsfeld zu den Konzilien im Merowingerreich sehr umfangreich ist, ist eine solche Einengung auf einen Themenschwerpunkt zulässig 6 .
1 Vgl. Ewig, Eugen: Die Merowinger und das Frankenreich, Stuttgart u.a. 4 2001, S. 211 - 239.
2 Vgl. Schneider, Reinhard: Das Frankenreich, (= Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 5), München ³1995; Martin, Jochen: Spätantike und Völkerwanderung, (= Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 4), München ³1995.
3 Vgl. Kaiser, Reinhold: Das römische Erbe und das Merowingerreich, (= Enzyklopädie deutscher Geschichte, Bd. 26), München ²1997; Pohl, Walter: Die Germanen, (= Enzyklopädie deutscher Geschichte, Bd. 57), München 2000.
4 Vgl. Internetseite der Monumenta Germaniae Historica: http://www.mgh.de/bibliothek/katalog.html.
5 Vgl. Internetseite der Universität Erlangen: http://www.phil.uni-erlangen.de/~p1ges/zfhm/zfhm.html#j.
6 Eine Einengung auf einen solchen Themenschwerpunkt begründet sich auch durch den Artikel Hermann -Josef Siebens: Konzil, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 5, München, Zürich 1991, Sp. 1429 - 1431, in dem er erläutert, dass die Konzilien aufgrund ihrer großen Gesetzgebungstradition sehr bedeutend sind, sowie durch den Artikel Hermann - Josef Siebens: Konzil, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 6, Freiburg u.a. 1997, Sp. 345 - 348, in dem er ausführt, dass Konzilien im Bereich der Germanenvölker auch aufgrund ihrer spezifi-
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1.2 Zeitliche Eingrenzung der neueren Forschung
In den 1980er Jahren hat Walter Brandmüller die Darstellungsreihe „Konziliengeschichte“ herausgegeben. Im Rahmen dieser Reihe verfasste Odette Pontal 1986 die Darstellung zu den Konzilien im Merowingerreich. In diesem Werk wird ausführlich der Forschungsstand bis zu diesem Zeitpunkt dargestellt. Im folgenden Literaturbericht werden daher Publikationen ab 1986 behandelt. Ich betrachte Pontals Buch, welches zahlreichen wissenschaftlichen Darstellungen zu Grunde liegt 7 , als Zäsur in der Konzilienforschung, nach der alle jüngere Forschung als neueste Forschung zum Thema gilt.
schen Rechtsvorstellungen abgehalten wurden. Odette Pontal hat in der Gliederung ihres Werkes den gesetzgebenden Konzilien zwei Kapitel gewidmet und unterstreicht damit deren Bedeutung.
7 Das Werk wird in zahlreichen Veröffentlichungen, auch in denen, die in diesem Literaturbericht besprochen werden, zitiert.
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2. Darstellungen zum Einstieg in das Thema 2.1 Pontal, Odette: Die Synoden im Merowingerreich
Odette Pontals Werk „Die Synoden im Merowingerreich“ 8 , welches ursprünglich in französischer Sprache verfasst und von Isolde Schröder in das Deutsche übertragen wurde, stellt die Ergebnisse der Forschung bis 1986 zusammen. Das Buch ist sehr fein gegliedert, zunächst nach Zeitabschnitten, welche stets im Zusammenhang mit Regierungszeiten fränkischer Könige stehen, und dann nach geographischen und inhaltlichen Gesichtspunkten. Pontal behandelt den Zeitraum von 511, und damit vom ersten merowingischen Konzil in Orléans bis in die Zeit um 714, die Zeit des Niedergangs der Merowingerherrschaft, von dem auch die Kirche und die Konzilien betroffen waren. Es werden neben den Konzilien der fränkischen Königreiche auch alle Konzilien des gallischen Gebietes behandelt, die vor der Eroberung durch Chlodwig und seine Nachfolger dort stattfanden. Damit befasst sich Pontal mit dem Gebiet des heutigen Frankreichs, dem der Provinz Trier und dem der Schweiz. Pontal legte eine Einzelanalyse der Konzilien vor und beleuchtet dabei die kontinuierliche Beschäftigung mit bestimmten Sachfragen auf den einzelnen Synoden, geht auf die unterschiedlichen Merkmale der Konzilien ein und arbeitet die gemeinsamen Hauptprobleme der Bischöfe eines bestimmten Gebietes und einer bestimmten Zeit heraus. Pontal zeichnet in ihrem Werk vor allem die konkreten ereignisgeschichtlichen Abläufe der merowingischen Konzilien nach. Dabei untersucht sie, wie die einzelnen Konzilien durch bestimmte Menschen beeinflusst wurden, wie ihre rechtlichen Umstände waren, wie es zu ihrer Einberufung kam und welche Wirkung die Konzilien aufeinander hatten. Pontal stellt die Ereignisse eingänglich dar und arbeitet dabei eng an überliefertem Quellenmaterial. Sie bezieht sich stets auf textkritische Editionen der jeweiligen Konzilskanones, auf Briefe von Bischöfen oder auf die Werke Gregor von Tours und auf die sogenannte „Fredegar Chronik“. Es werden auch Drucke der Kanones und anderer Quellen, auf die sich die Verfasserin bezieht, genannt sowie auf neuere Literatur zum Thema hingewiesen 9 . Neben zahlreichen Quellen bezieht Pontal ihre Kenntnisse auch aus einer beträchtlichen Anzahl an früheren wissenschaftlichen Darstellungen. Sie geht dabei auf Unklarheiten und Widersprüche in der Forschung ein. Das methodische Vorgehen Pontals ist stets gleich. So erläutert sie in den Abschnitten zunächst, wann und wo die Konzilien statt-fanden und wer sich auf ihnen versammelte.
8 Vgl. Pontal, Odette: Die Synoden im Merowingerreich, (= Brandmüller, Walter (Hrsg.): Konziliengeschichte, Reihe A), Paderborn u.a. 1986.
9 Jedoch auf dem Stand von 1986.
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Im Folgenden geht sie auf konkrete Ereignisse ein, beleuchtet Beschlüsse des betreffenden Konzils und erläutert die Nachwirkung, die es hatte. Als gesonderten Gliederungspunkt be-handelt Pontal „Die Kirche des Merowingerreiches im Spiegel ihrer Konzilien“ 10 . Hier geht sie auf die sich ändernde Charakteristik der merowingischen Konzilien ein, welche laut Pontal vor allem durch die Eingriffe fränkischer Herrscher in die kirchlichen Angelegenheiten zustande kam. Pontal zeigt hier anhand der Konzilien, „wie sich von der Spitze abwärts die Beziehungen zwischen weltlicher und kirchlicher Gewalt auf allen hierarchischen Ebenen gestalten“ 11 .
Im Anhang verzeichnet Pontal eine chronologisch geführte Liste aller Konzilien des Merowingerreiches und eine alphabetische Liste der Bischöfe und gibt einen Überblick zu den Überlieferungen der merowingischen Konzilien. Pontals Werk lässt sich aufgrund eines ausführlichen Sachregister sowie durch ein umfangreiches Personen- und Ortsregister auch zum schnellen Nachschlagen verwenden. Das Buch nimmt aufgrund seiner Orientierung an Quellen und seinen knappen, sehr leicht verständlichen Ausführungen einen wichtigen Platz in der Forschung ein, ohne dabei in das Populärwissenschaftliche zu entgleiten. Pontal vermag es, auf gut 300 Seiten einen anschaulichen und doch wissenschaftlich fundierten Überblick über mehr als 200 Jahre Konziliengeschichte im Merowingerreich zu geben.
2.2 Sieben, Hermann - Josef: Konzil, in: Lexikon für Theologie und Kirche
Im 1997 erschienen sechsten Band des Lexikons für Theologie und Kirche verfasste Hermann - Josef Sieben den Artikel „Konzil. I. Geschichtliche Entwicklung“ 12 . In diesem Artikel wird kurz und bündig auf die allgemeine Geschichte des Konzils eingegangen. Sieben beschreibt die Ursprünge des Konzilswesens und dessen Verbreitung. Dabei macht er auf die unterschiedlichen Ausformungen in den verschiedenen Gebieten aufmerksam und betont auch die Gemeinsamkeiten in der Konzilstätigkeit. Der Verfasser beschreibt kurz die Funktion und die Wirkungsweisen von Konzilien und geht auf den Unterschied zwischen den ökumenischen Konzilien und den Nationalkonzilien ein. Sieben erläutert die Problematik des Zählens der verschiedenen Konzilien und er beschreibt das Verhältnis von Papst und Konzil. Im Bezug auf die merowingischen Konzilien erläutert Sieben, dass sie durch die spezifischen Rechtsvorstellungen geprägt waren.
10 Vgl. Pontal, Odette: Die Synoden im Merowingerreich, (= Brandmüller, Walter (Hrsg.): Konziliengeschichte, Reihe A), Paderborn u.a. 1986, S. VIII.
11 Vgl. Pontal, Odette: Die Synoden im Merowingerreich, (= Brandmüller, Walter (Hrsg.): Konziliengeschichte, Reihe A), Paderborn u.a. 1986, S. 219.
12 Vgl. Sieben, Hermann - Josef: Konzil. I. Geschichtliche Entwicklung, in: Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 6, Freiburg u.a. 1997, Sp. 345 - 348.
Arbeit zitieren:
Matthias Kolodziej, 2003, Literaturbericht über die neue Forschung zu den Konzilien im Merowingerreich, München, GRIN Verlag GmbH
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