SEMINARARBEIT im Fach „Pädagogische Psychologie“
Thema: Die negative Verstärkung: Erläutern Sie die Wirkungsweise dieser Form des instru-
mentellen Lernens an Beispielen aus dem Alltag und der Schule
eingereicht von: Katrin Meier
Fachrichtung:
Semester:
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1.1.Terminologisches Problem
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2.1. Fluchtlernen (Flucht- und Abschaltverhalten) 2.2. Vermeidungslernen (Ausweich- und Vorbeugungsverhalten)
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Einleitung
Die negative Verstärkung ist einer der Grundbegriffe des instrumentellen Lernens. Unter instrumentellen Verhalten versteht man ein Verhalten, welches Instrument oder Mittel ist, um eine bestimmte Konsequenz zu erwirken. Diese eingetretene Konsequenz entscheidet über nachfolgendes Verhalten. Dieser Zusammenhang zwischen dem Verhalten und der Konsequenz wird als Kontingenz bezeichnet.
Man unterscheidet vier Arten des instrumentellen Lernens: positive Verstärkung, negative Verstärkung, Bestrafung und Löschung, wobei man mit positiver und negativer Verstärkung den Aufbau und mittels Bestrafung und Löschung den Abbau eines Verhaltens erwirken kann.
Außerdem grenzt man mehrere Arten von Konsequenzen voneinander ab: positive Verstärkung, negative Verstärkung, positive Bestrafung sowie negative Bestrafung. Die Begriffe “positiv“ und “negativ“ meinen jeweils die Darbietung oder Auftreten bzw. Entzug oder Verschwinden einer Konsequenz. Damit soll keine Wertung vorgenommen werden
In meinen Ausführungen möchte ich näher auf die negative Verstärkung eingehen.
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1.Begriffsbestimmung
“ Ereignisse, die die Reaktion eines Organismus festigen können, wenn sie in kontingenter Beziehung auftreten, werden Verstärker genannt. Verstärker werden immer empirisch definiert - durch ihre Wirkung auf die Auftretenswahrscheinlichkeiten von Verhaltensweisen (Reaktionen).“ (Zimbardo, 1999)
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Wenn ein Reiz, der vermieden, entfernt oder in seiner Intensität vermindert wird, die Auftretenswahrscheinlichkeit einer Reaktion ansteigen läßt, so wird er als negativer Verstärker bezeichnet.
Man sollte beachten, daß man negative Verstärkung nicht mit Bestrafung verwechseln darf. Bestrafung ist die aversive Konsequenz, die einem Verhalten folgt. Sie führt nämlich zu einer Verminderung der Auftretenswahrscheinlichkeit, d.h. Schwächung oder Unterdrückung des betreffenden Verhaltens.
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Ein gutes Beispiel für das Aufrechterhalten einer Verhaltensweise durch negative Verstärkung ist die Verwendung eines Schirmes bei schlechtem Wetters. Die negative Verstärkung - das Naßwerden - wird dadurch vermieden, daß man einen Schirm aufspannt.
1.1. Terminologisches Problem
Durch einige umgangssprachliche Begriffe wird das Verständnis der negativen Verstärkung ziemlich erschwert. Wenn man zum Beispiel einen Schüler durch Strafandrohung zu einer bestimmten Verhaltensweise veranlassen möchte, so ist das lerntheoretisch nicht möglich. Strafe oder Strafandrohung führt im Gegenteil eher zu einer Schwächung oder
Unterdrückung eines Verhaltens. Da Strafen Verbotscharakter haben, können sie niemals zu
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Arbeit zitieren:
Katrin Niemann, 2000, Negative Verstärkung im instrumentellen Lernen, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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