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5.1 Personal 5.2 Tagesablauf 5.3 Räumlichkeit und Öffnungszeiten 5.4 Zusammensetzung und Größe der Hortgruppe
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Der Hort, ursprünglich entstanden aus dem Wunsch zu helfen, hat bis heute keinen selbstverständlichen Platz in der Kinderbetreuung gefunden. Von der Öffentlichkeit kaum beachtet oder mit Vorurteilen belegt finden sich die Erzieher und Erzieherinnen im Hort mit einer Fülle von Wünschen, Erwartungen, Verpflichtungen und Forderungen konfrontiert, deren realistische Bewältigungsmöglichkeiten fraglich erscheinen.
Doch warum ist der Hort seit seiner Entstehung bis heute mit den selben Fragen und Problemen konfrontiert?
Wie kommt, es dass der Hort in der Öffentlichkeit nur als Notbehelf akzeptiert ist? Welche Anforderungen und Aufgaben haben Hortfachkräfte zu erfüllen und welche Ziele stecken dahinter?
In der folgenden Arbeit möchte ich versuchen, Antworten auf diese Fragen zu geben und deutlich zu machen, welche Arbeit in Horten bewältigt werden muss. Ich möchte den Hort vorstellen und dem Leser die Frage mit auf den Weg geben:
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Die Entstehung der Kinderhorte Ende des 18 Jhd. ist eng verknüpft mit dem Versuch, ein damals bedrückendes gesellschaftliches Problem zu lösen. Durch die Kriegsfolgen und Krankheiten gab es immer mehr verwaiste und alleingelassene Kinder, um die man sich kümmern musste. Es entstand die Überlegung, diese Kinder sinnvoll zu beschäftigen und für das Leben fit zu machen. Wie bei vielen pädagogischen Meilensteinen steht am Anfang des Hortwesens die Weisenfürsorge. Die dort tätigen Pädagogen, Erzieher und Betreuer dehnten ihr Betätigungsfeld jedoch schnell auf die nicht verwaisten Kinder der Armen aus und bald auf alle Kinder, die tagsüber erziehungsbedürftig im Sinne von unbeaufsichtigt waren. Als Bahnbrecher für die Hortbewegung wird oftmals der Pfarrer und Philanthrop OBERLIN genannt. Sein Ziel war es Ende des 18 Jhd. , den sozialen Missstand, der durch die zahlreichen unbeaufsichtigten und verwaisten Kinder herrschte, durch praktisches Helfen zu beseitigen. Oberlin begann damit, in seinen Strickstuben außer den aufsichtslosen und pflegebedürftigen Kleinkindern auch die gefährdete Schuljugend zu versammeln um sie mit Hilfe von Luise Scheppler, der ersten Hortnerin, im Geiste einer gesunden, christlichen Familie zu erziehen.
Die ersten sogenannten Wohlfahrtseinrichtungen entstanden aus gemeinnützigen pädagogischen Vereinen, die meist auf Initiative eines Lehrers oder wohlhabender Bürgerfrauen begründet wurden. Ein solcher Verein ist auch der von SCHMIDT-SCHWARZENBERG 1871 in Erlangen gegründete Verein für Volkserziehung. Aus diesem Verein entwickelte sich ein Jahr später der erste Knabenhort mit dem Namen Sonnenblume. Dieser Knabenhort trug maßgeblich dazu bei, dass der Hortgedanke sich schnell verbreitete und in vielen Städten Erziehungsvereine bzw. Knabenhorte entstanden. Das wichtigste bei der Ausbildung der Knaben war die Sittliche und Intellektuelle Erziehung. Schon in dieser frühen Phase der Hortbewegung wurde eifrig darüber diskutiert, für welche Kinder der Hort geöffnet werden sollte. Dabei ging es allerdings - wie man zunächst vermuteten könnte - weniger um die Frage, ob auch Mädchen den Hort besuchen sollen, sondern viel mehr, ob auch für „normale“ nicht verwaiste und verwahrloste Knaben ein Hortbesuch sinnvoll ist.
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Die Frage nach den Mädchen stellte sich in dieser Zeit nicht, weil sie den ganzen Tag im Haus beschäftigt waren.
Doch bis heute ist die Frage, welche Kinder einen Kinderhort besuchen sollten, nicht klar beantwortet und führt immer wieder zu Diskussionen.
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Die Aufgaben der heutigen Kinderhorte sind sehr komplex, sollen sie doch auf die Veränderungen innerhalb der Familie eingehen und die dadurch oftmals entstehende Notwendigkeit, die Schüler und Schülerinnen zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Menschen zu erziehen, durch ihre Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote aufheben. Neue Erfahrungsbereiche müssen erschlossen werden. Pädagogische Begriffe wie Erziehung und Betreuung sollten im Hort über die Bedeutung hinaus gehen, die sie in Schule und Familie haben. Das Geschehen im Hort, die Inhalte und Themen, die Kinder beschäftigen, haben sicherlich ihre Grundlagen in Familie und Schule. Doch ergeben sich mit zunehmendem Alter Fragen und Erfahrungen für die Kinder, die durch Peergroup und Medien erzeugt werden. Nicht allein die Auseinandersetzung mit schulischen Leistungen sind für die Kinder wichtig, sondern auch die Behauptung in der Gruppe und der Wunsch nach Selbständigkeit und Eigenverantwortung gewinnen immer mehr an Bedeutung. Moderne Hortpädagogik sollte an diese Aufgaben durch gezielte Beziehungs-, Spiel- und Lernangebote anknüpfen, um den Kindern vielfältige Gelegenheit zur Entfaltung zu geben. Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Hortfachkraft und Kind ist Grundvoraussetzung, um die im Hort angestrebten Ziele zu erreichen. Dazu gehört das Annehmen und Ernstnehmen der einzelnen Kinder, gemeinsames Handeln und das Sich-Einlassen auf die andere Person. Dennoch ist klar zu sagen, dass der Hort keinesfalls Defizite seitens der Familie nachholen oder ersetzen kann: Der Hort kann lediglich ermöglichen sich mit familiären Problemen auseinander zusetzen und sie aufzuarbeiten. Sicherlich muss auch die Auseinandersetzung mit der Schule thematisiert werden und mit den Entwicklungsaufgaben, die diese an die Kinder stellt. Doch kann es nicht das Ziel sein, stundenlange Hausaufgabenbetreuung durch die
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Arbeit zitieren:
Belinda Johnson, 2002, Der Hort, München, GRIN Verlag GmbH
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