Jonas Daum
Inhaltsverzeichnis Seite
1 Hinführung zum Thema 1
2 Begriffsklärungen 3
2.1 Management 3
2.2 Spiritualität 3
2.3 Ethik 4
2.4 Christliche Ethik 5
3 Unternehmensethik 7
3.1 Grundlagen 7
3.2 Leitbild 9
3.2.1 Leben gestalten 9
3.2.2 Verantwortung wahrnehmen 10
3.3 Orientierung bei der Ausübung ethischer Verantwortung 11
3.4 Auswirkungen auf das Pflegeverständnis 11
3.4.1 Kommunikation und Begegnung 13
3.4.2 Demenz 14
3.4.3 Körperpflege 15
3.4.4 Essen und Trinken 16
3.4.5 Inkontinenz 16
3.4.6 Sterben 17
4 Führen 18
4.1 Bedingungen für eine christlich-ethische Grundhaltung 19
4.2 Führungskräfte werden gewählt 20
4.3 Vorbildmythos 21
4.4 Hingabe 21
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4.5 Wie dich selbst 22
4.6 Glaubwürdigkeit 23
4.7 Kreativität 23
4.8 Leben wecken 24
4.9 Frieden stiften 26
4.10 Heilen 27
5 Wirtschaftlichkeit. 29
5.1 Sinnvolle Bewertung 29
5.2 Herausforderungen 31
6 Ausblick. 33
Literaturverzeichnis
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Abbildungsverzeichnis Seite
_____________________________________________________________ Abb. 1: Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeitsprüfung ………………..........30
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1 Hinführung zum Thema
Im frühen Christentum war die Pflege von kranken und alten Menschen ein Akt der Nächstenliebe. Dieser Liebesdienst am Menschen hat sich über die Jahrhunderte zu verschiedenen, hoch qualifizierten, beruflichen Tätigkeiten entwickelt. Auch heute noch wählen viele Menschen soziale Berufe, weil ihnen die Arbeit mit kranken und alten Menschen am Herzen liegt oder weil sie sozial eingestellt sind.
Überall erhebt sich heute ein fanatischer, intoleranter und aggressiver Fundamentalismus gegen die Orientierungslosigkeit und den Wertezerfall in unserer materialistischen Konsumgesellschaft. Christliche Ethik hat wertvolle Lösungsansätze. Zur Bewältigung von Managementaufgaben in der stationären Altenpflege bietet sie eine gute Orientierungsgrundlage. Im Vergleich zum konventionellen Ethikverständnis, welches auf wissenschaftlichen, oft sehr komplexen Disziplinen basiert, ist für das Verständnis der christlichen Ethik ein Umdenken erforderlich. Der Mensch nimmt im christlichen Ethikverständnis eine zentrale Position ein. Er steht im Mittelpunkt des Handelns und ist ein Ebenbild Gottes. In christlich geführten stationären Pflegeeinrichtungen wird daher die Achtung vor dem Menschen, den Bewohnern und den Mitarbeitern, besonders herausgestellt. Beide sind verletzlich und unantastbar - beide sind Menschen mit einer Würde.
Christliche Nächstenliebe ist mehr als nur „humanitäres Wirken" im Rahmen der Menschenwürde. Nach außen bestehen oft kaum Unterschiede zwischen Nichtchristen und gezielt christlich handelnden Menschen. Der Arbeitsbereich ist jedoch durch und durch von christlicher Einstellung geprägt und die Motivation wurzelt in der Nächstenliebe. Der im christlichen Sinne tätige Mensch sieht und behandelt seinen Nächsten als Ebenbild Gottes.
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Die Gewissensqualität jedes Einzelnen rückt immer mehr in den Vorder-grund. Gewissensentscheidungen können den Stand der inneren Entwicklung und die Qualität der Beziehungen zu Mensch, Umwelt und Gott offenbaren. Bei der gegenwärtigen Vielfalt von Meinungen und Möglichkeiten kann die quälende Einsamkeit der Entscheidungsfindung schnell zum Irrweg der eigenen Gefühle und Gedanken werden. (Vgl. GLÖCKLER 2002, 10 f.).
Menschen leben aus einer Spiritualität, einer geistigen Haltung, einer Lebensorientierung heraus. Der Schatz einer jeden Pflegeeinrichtung liegt daher in der geistigen Haltung ihrer Mitarbeiter. Wenn die Mitarbeiter in ihren Überzeugungen ernst genommen werden und sie nach ihren spirituellen Prägungen und Überzeugungen handeln dürfen, stärkt das ihre persönliche Identität und damit ihre Selbstmotivation. „Es ist nicht mein Ziel, einen spirituellen Teil in meinem Leben zu haben, der von Rest getrennt existiert.“ (MCCRACKEN in HENDRICKS et al. 1997, 29).
„Berührungen mit dem höheren Ich sind eindrücklich, auch wenn sie in unseren zeitlichen Dimensionen gemessen flüchtig sind. Sie können ergreifend sein, aber auch leise und erst viel später bemerkt werden. Es ist das, wonach sich menschliche Sehnsucht richtet. Und vor allem ist es die Quelle, aus der jeder weiß, was für ihn alleine und in seiner speziellen Situation die richtige - „ethische“ - Entscheidung oder Handlung ist. Man kann also durch die eigenen Bemühungen nur die Bedingungen schaffen, in denen ethisch wertvolle, das heißt individuelle und angemessene Lösungen entstehen.“ (GLÖCKLER 2002, 79).
Die stationäre Altenpflege ist für Menschen tätig und wird im Wesentlichen durch Menschen gestaltet. Für das Management hat dies große Bedeutung. Eine Führungskraft, die aus höchster Quelle handelt, ist auf allen Ebenen erfolgreich, zukunftsweisend und offen für innovative Neuorientierungen. Seite 2 von 34
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2 Begriffsklärungen
2.1 Management
„Der Begriff Management (von lat. manum agere = „an der Hand führen“) wurde im Zwanzigsten Jahrhundert durch Mary Follet schon mit „die Kunst, zusammen mit anderen Menschen etwas zu erledigen", definiert. Er bezeichnet funktional,
...eine Tätigkeit, einen Vorgang bzw. Prozess (z. B. Projektmanagement, Zeitmanagement, Selbstmanagement, Anforderungsmanagement, Konfigurationsmanagement, Wissensmanagement), siehe Managementprozess,
...die Gesamtheit der üblichen Tätigkeiten zur Führung oder Verwaltung von Organisationen, siehe Unternehmensführung, institutionell,
…eine Personengruppe mit vorwiegend organisatorischer oder leitender Tätigkeit, siehe Manager (Wirtschaft), Unternehmer, Agenten von Sportlern, Künstlern und anderen Selbstständigen, siehe Manager (Kunst und Sport).“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Management [Stand: 16.03.2006, 15:00]).
2.2 Spiritualität
„Spiritualität (v. lat.: Spiritus = Geist, Hauch) bezeichnet das Bewusstsein und das daraus resultierende Handeln, dass die Seele / der Geist den Ursprung einer göttlichen oder transzendenten Instanz verdankt oder zu einer absoluten höheren Wirklichkeit in Beziehung steht. Sie ist die besondere, nicht notwendig im konfessionellen Sinne verstandene religiöse Lebenseinstellung eines Menschen, der sich auf das transzen- Seite 3 von 34
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dente oder immanente göttliche Sein konzentriert bzw. auf das Prinzip der transzendenten, inpersonalen letzten Wahrheit oder höchsten Wirklichkeit.“ http:/ /de.wikipedia.org/ wiki/Spiritualit%C3%A4t [Stand: 16.03.2006, 17:30]).
2.3 Ethik
„Ethik (von griech. „Ethos“, „gewohnter Sitz; Gewohnheit, Sitte, Brauch, Charakter, Sinnesart“, vgl. lat. mos) ist eines der großen Teilgebiete der Philosophie. Die Ethik - und die von ihr abgeleiteten Disziplinen (z.B. Rechts-, Staats- und Sozialphilosophie) - bezeichnet man auch als „praktische Philosophie“, da sie sich mit dem menschlichen Handeln befasst (im Gegensatz zur „theoretischen Philosophie“, zu der die Logik, die Erkenntnistheorie und die Metaphysik als klassische Disziplinen gezählt werden).
Die Ethik beschäftigt sich damit, was gutes oder schlechtes Handeln ausmacht. Eine Ethik sagt also, wie der Mensch handeln soll und wie nicht, bzw. wie er sich beim täglichen Handeln zu entscheiden hat. Dazu gehören die Auseinandersetzung mit dem Ausmaß individueller menschlicher Freiheit sowie eine Bestimmung von Gut und Böse. Sie befasst sich hierzu mit den Grundlagen menschlicher Werte und Normen, des Sittlichen und der allgemeinen Moral.
Zentrale Probleme der Ethik betreffen die Motive, die Methoden und die Folgen menschlichen Handelns. Es ergeben sich sehr unterschiedliche Ethiken, je nachdem, wie die Gewichte zwischen diesen drei Bereichen gelegt werden, und was die Quelle der ethischen Normen ist. Von solchen grundsätzlichen Reflexionen einer allgemeinen Ethik zu unterscheiden sind die auf besondere lebensweltliche Problemfelder bezogenen Überlegungen der angewandten Ethik. Die allgemeine Ethik stellt außerdem die Grundlagendisziplin für die speziellen Disziplinen, Individualethik und Sozialethik, dar.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Ethik [Stand: 16.03.2006, 19:00]). Seite 4 von 34
Arbeit zitieren:
Pflegedienstleiter Jonas Daum, 2006, Suche nach einem Management in der stationären Altenpflege auf der Grundlage christlicher Ethik, München, GRIN Verlag GmbH
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