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Der Götz und der Urgötz - Ein Vergleich

Titel: Der  Götz  und der  Urgötz  - Ein Vergleich

Seminararbeit , 2000 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anne Katrin Kaiser (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit soll die gravierenden Unterschiede des Werkes "Die Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der Eisernen Hand, dramatisirt" Johann Wolfgang Goethes mit seiner Überarbeitung "Götz von Berlichingen" aufzeigen.
Nach einem kurzen Abriss über die Entstehungsgeschichte des "Urgötz" werden die Eigenschaften der einzelnen Charaktere dieser Urfassung detailliert beschrieben und an interessanten Stellen mit denen des "Götz von Berlichingen" verglichen.
Ferner geht die Hausarbeit auf die im "Urgötz" deutlicher herausgestellten Themen der Gesellschaftsdarstellung, Gottfrieds Verfall und des Religionsaspektes ein. Wichtige Aussagen werden in allen Kapiteln durch Aussagen aus der Sekundärliteratur gestützt, welche im Literaturverzeichnis nachzulesen ist.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Entstehungsgeschichte „Gottfriedens von Berlichingen mit der Eisernen Hand dramatisirt“

III. Charaktere

1. Gottfried von Berlichingen

2. Elisabeth

3. Marie

4. Adelhaid von Walldorf

5. Adelbert von Weislingen

IV. Gesellschaftsdarstellung:

1. Fürsten

2. Bauern

V. Verfall Gottfrieds von Berlichingens

VI. Religionsaspekt

VII. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die gravierenden Unterschiede zwischen Johann Wolfgang Goethes Urfassung „Die Geschichte Gottfriedens von Berlichingen mit der Eisernen Hand, dramatisirt“ und der späteren Überarbeitung „Götz von Berlichingen“ detailliert herauszuarbeiten und zu analysieren.

  • Vergleichende Analyse der Charakterzeichnungen und -eigenschaften in beiden Werken.
  • Untersuchung der intensivierten Gesellschaftskritik in der Urfassung.
  • Darstellung des Verfalls des Ritters Gottfried von Berlichingen.
  • Analyse der verschiedenen Einstellungen zur Religion und zum christlichen Glauben bei den Protagonisten.
  • Reflexion über die Unabwendbarkeit des Schicksals im Kontext der ritterlichen Werte.

Auszug aus dem Buch

4. Adelhaid von Walldorf

Adelhaid hat die Fähigkeit, Dinge in Bewegung zu setzen und Menschen und Geschehnisse nach ihrem Willen zu beeinflussen. Das kann man u.a. an der Art, wie sie mit Adelbert von Weislingen spielt, um ihn so nach ihrem Willen lenken zu können, erkennen. In der „Geschichte Gottfriedens von Berlichingen“ ist Adelhaid neben Gottfried selbst die Hauptfigur des Dramas. Bosheit, Niederträchtigkeit und die Fähigkeit Intrigen zu spinnen treten im „Urgötz“ wesentlich mehr zutage als im „Götz“, sicherlich auch durch ihren doppelten Ehebruch.

Adelhaid, „die eigentliche Gegenkraft zum Lebensfeuer Gottfrieds“ bringt hintereinander alle Männer, die ihr begegnen, vom Pfad der Treue – sowohl ritterlich als auch gefühlsmäßig – ab. Sie schafft es, Weislingen auf ihre Seite zu ziehen und so Gottfrieds Schwester kurz nach der Hochzeit sitzen zu lassen. Auch Weislingens Diener Franz hat nur noch Augen für Adelhaid und lässt sie ebenfalls unbewusst mit seinen Gefühlen spielen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Einführung in den Gegenstand der Untersuchung sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise des Vergleichs zwischen Urfassung und Überarbeitung.

II. Entstehungsgeschichte „Gottfriedens von Berlichingen mit der Eisernen Hand dramatisirt“: Historischer Abriss über die Entstehung des Werkes im Jahr 1771 und Goethes Intentionen bezüglich der Gesellschaftskritik.

III. Charaktere: Detaillierte Analyse der zentralen Figuren wie Gottfried, Elisabeth, Marie, Adelhaid und Weislingen und deren Wandlung durch die Überarbeitung.

IV. Gesellschaftsdarstellung: Untersuchung der kritischen Darstellung von Hof, Kirche und Bauernschaft sowie der Machtverhältnisse der Zeit.

V. Verfall Gottfrieds von Berlichingens: Beschreibung des sukzessiven Zusammenbruchs der ritterlichen Weltordnung und des Familienzusammenhalts.

VI. Religionsaspekt: Analyse der unterschiedlichen religiösen Einstellungen, von der Kirchenkritik bis zur christlichen Frömmigkeit.

VII. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der stärkeren Aussagekraft des „Urgötz“ und der Unausweichlichkeit des menschlichen Schicksals.

Schlüsselwörter

Johann Wolfgang Goethe, Götz von Berlichingen, Urgötz, Literarischer Vergleich, Sturm und Drang, Rittertum, Adelhaid von Walldorf, Adelbert von Weislingen, Gesellschaftskritik, Religionsaspekt, Schicksal, Dramenanalyse, 18. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die inhaltlichen und strukturellen Unterschiede zwischen Goethes Erstfassung des Götz-Dramas und der späteren, bekannteren Überarbeitung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Charakterisierung der Figuren, der Gesellschaftsdarstellung, dem moralischen Verfall des Protagonisten sowie dem Religionsaspekt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Goethe im „Urgötz“ schärfere Gesellschaftskritik übt und warum die Charakterzeichnungen dort deutlicher ausfallen als in der späteren Fassung.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, die durch die Heranziehung relevanter Sekundärliteratur gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Figurenanalyse, eine Untersuchung der gesellschaftlichen Machtverhältnisse und eine Betrachtung der religiösen Positionen innerhalb des Dramas.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind u.a. Urgötz, Ritterlichkeit, Gesellschaftskritik, Schicksal und die dramatische Figur Adelhaid von Walldorf.

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Adelhaid von Walldorf in der Urfassung?

Adelhaid erscheint im „Urgötz“ wesentlich boshafter und intriganter als im „Götz“, da ihre Bosheit und die Folgen ihres doppelten Ehebruchs detaillierter ausgeführt sind.

Welche Bedeutung kommt dem Schicksalsbegriff für die Protagonisten zu?

Das Fazit betont, dass das Schicksal in der Urfassung als nicht beeinflussbar dargestellt wird; weder durch Frömmigkeit noch durch Bosheit lässt sich der vorgezeichnete Untergang aufhalten.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Götz und der Urgötz - Ein Vergleich
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Germanistisches Institut)
Veranstaltung
Proseminar Götz und seine Brüder
Note
1,7
Autor
Anne Katrin Kaiser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
25
Katalognummer
V6547
ISBN (eBook)
9783638140904
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Götz Urgötz Vergleich Proseminar Götz Brüder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anne Katrin Kaiser (Autor:in), 2000, Der Götz und der Urgötz - Ein Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6547
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Leseprobe aus  25  Seiten
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