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Inhaltsverzeichnis
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1. Notwendigkeit der Absicherung gegen Exportrisiken 1
2. Bestimmung und Analyse der Währungsrisikoposition 2
2.1. Währungsrisiko 2
2.2. Net exposure 3
2.3. Gegenüberstellung von Währungseinzelposition und Wäh-
rungsgesamtposition 4
2.4. Quantifizierung der Währungsrisikoposition 5
3. Absicherungsmaßnahmen über Termingeschäfte 7
3.1. Devisenoptionen 7
3.2. Währungsswap 8
3.3. Währungsfutures und Währungsforwards 9
4. Auswirkungen von Absicherungsmaßnahmen des Währungsrisikos
auf die Bestimmung von Preisgrenzen 10
Literaturverzeichnis 12
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1. Notwendigkeit der Absicherung gegen Exportrisiken
Mit Exportgeschäften sind Unternehmen im Vergleich zum Binnenhandel erhöhten Risiken ausgesetzt.
Diese Risiken lassen sich wie folgt unterteilen: 1
• Wirtschaftliche Risiken liegen im Subjekt des Warenkäufers be- gründet. Dies sind beispielsweise Verstöße des Käufers gegen sei- ne Vertragspflichten oder der Eintritt der Zahlungsunfähigkeit.
• Politische Risiken ergeben sich durch gesetzgeberische oder be- hördliche Maßnahmen im Ausland oder durch Krieg, Aufruhr, Revo- lution, u.ä., die eine Erfüllung der Forderung aus dem Exportge- schäft verhindern.
• Das Risiko der Veränderung von Zielgrößen einer Unternehmung durch Schwankungen der Wechselkurse wird als Wechselkursrisiko bezeichnet. 2
• Vom Garantendelkredererisiko spricht man beim Ausfall eines Ga- ranten. Außenhandelsgeschäfte werden oftmals durch Zahlungs- versprechen von Kreditinstituten durch Garantien, Bürgschaften oder Akkreditive aber auch durch Versicherungen oder staatliche Stellen abgesichert.
• Sonstige Risiken umfassen Risiken, die im inländischen Handel ebenfalls auftreten, beim Außenhandel aber besonders ausgeprägt sind, wie z.B. Transportrisiken oder vom Inlandsrecht abweichende Produkthaftungsregularien.
Die vorliegende Arbeit geht ausschließlich auf das Management von Wäh- rungsrisiken ein, da in diesem Bereich durch die zunehmende Internatio- 1 Vgl. Häberle [Außenhandel] 886 f.
2 Vgl. Adam-Müller/Franke [Währungsmanagement] 2179.
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nalisierung der Unternehmen sowie die noch immer hohen Volatilitäten 1 ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für die Exportwirtschaft liegt. Für den Exporteur können sowohl eine Absicherung als auch die Unter- lassung der Absicherung negative finanzielle Folgen haben. Entwickelt sich eine Währung für den Exporteur positiv bei gleichzeitiger Absicherung der Währungsposition, partizipiert das Unternehmen nicht an der positiven Währungsentwicklung. Umgekehrt können bei negativer Entwicklung einer Fremdwährung und gleichzeitiger Unterlassung der Absicherung finanziel- le Einbußen entstehen.
Daher bedarf es einer systematischen Analyse der Risikopositionen und eines effizienten Währungsrisikomanagement.
2. Bestimmung und Analyse der Währungsrisikoposition
2.1. Währungsrisiko
Die Literatur unterscheidet drei Arten von Währungsrisiken, das Translati- onsrisiko, das Transaktionsrisiko sowie das ökonomische Risiko: 2 Das Translationsrisiko bezieht sich auf den ausgewiesenen Wert von Bi- lanzpositionen. Dabei ergibt sich das Risiko aus den Schwankungen der Bilanzwerte, wenn am Bilanzstichtag von Fremdwährungen auf eine Ba- siswährung umgerechnet wird. 3 Das Transaktionsrisiko bezieht sich auf einzelne Zahlungsströme im Un- ternehmen. Dabei ist das Währungsrisiko auf die zeitliche Differenz zwi- schen der Entstehung einer Fremdwährungsforderung und ihrer dazuge- hörigen Einzahlung zurückzuführen. In diesem Zeitintervall besteht das Risiko, dass sich der in Landeswährung ausgedrückte Wert der offenen Position durch Wechselkursschwankungen verändert. 4 Ohne die Existenz 1 Im Vergleich zu den 80er Jahren ging die Volatilität zum Dollar zurück, allerdings stellt sie noch immer einen wichtigen Aspekt des Währungsmanagement dar. Vgl. Jorion/Khoury [Risk] 9; Bau- meister [Preisgrenzenbestimmung] 1.
2 Vgl. Pausenberger [Währungsmanagement] 542; Shapiro [Financial] 329 f.
3 Eine Darstellung des Translationsrisikos einschließlich bilanzieller Bewertungsverfahren liefern Küting/Wirth [Umrechnung] 376 ff.
4 Vgl. Sperber/Sprinkle [Finanzmanagement] 219 f.
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einer glattstellenden Absicherungsposition unterliegt der Exporteur dem Risiko einer Wertminderung seiner offenen Fremdwährungsforderung. Das ökonomische Risiko beschreibt die zukunftsorientierte Sicht auf die Währungsrisiken und stellt im Grunde die langfristige Sicht des Transakti- onsrisikos dar. Man spricht auch von indirekten Effekten oder dem Men- genrisiko. 1 So kann z.B. ein gegenüber dem US-Dollar steigender Euro- kurs negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsposition eines Unter- nehmens haben, da das Unternehmen gegenüber Konkurrenten aus dem Nicht-Euroraum preislich an Konkurrenzfähigkeit verliert. Eine exakte Quantifizierung des ökonomischen Risikos ist allerdings nur bedingt mög- lich. Die Analyse und Absicherung gegen das ökonomische Risiko stellt einen strategischen Unternehmensfaktor dar und sollte langfristig u.a. ü- ber Absatzprogrammgestaltung bzw. Markt- und Wettbewerbsanalysen von einer zentralen Instanz übernommen werden. 2 Im Folgendem beschränkt sich diese Arbeit auf das Transaktionsrisiko, da hier der Großteil der finanzwirtschaftlichen Absicherungsmaßnahmen vor- genommen wird. 3 Eine Ausweitung der Absicherung auf das ökonomische Risiko stellt zudem kaum überwindbare Hindernisse bezüglich Operationa- lisierung und Objektivierung der angesprochenen indirekten Effekte dar. 4
2.2. Net exposure
Um zu erkennen, ob ein Unternehmen einem Transaktionswährungsrisiko ausgesetzt ist, muss zunächst der Wert des Risikosexposures 5 beziffert werden. Dazu ist es notwendig, erwartete Einzahlungen aus den Export- geschäften mit Auszahlungen gleicher Währung und Fristigkeit zu saldie- ren, um sie von den entgegengerichteten, valutagleichen und auf einen gemeinsamen Zeitpunkt terminierten Zahlungen zu differenzieren. 1 Vgl. Priermeier [Finanzrisikomanagement] 175.
2 Ein detaillierte Darstellung des Einflusses des ökonomischen Wechselkursrisikos auf ein Unter- nehmen und Lösungsansätze in: Fastrich/ Hepp [Währungsmanagement] 169 ff.
3 Vgl. Sommerer [Währungsmanagement] 87; vgl. Bartram [Risikomanagement] 60. 4 Vgl. Kropp [Risikomanagement] 145 f.
5 Der Begriff Exposure umfasst den absoluten Betrag in Fremdwährung, der einem Wechselkursri- siko ausgesetzt ist und kann auch als offene Risikoposition bezeichnet werden.
Arbeit zitieren:
Andreas Varnholt, 2006, Management von Exportrisiken, München, GRIN Verlag GmbH
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Udo Hartmann
Management von Exportrisiken.
Zur Arbeit "Management von Exportrisiken"
Die Arbeit ist sehr theoretisch und entbehrt praktischen Beispielen und Tabellenmuster für eine Exposure Berechnung. War leider nicht das Geld wert.
am Thursday, August 30, 2007-