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Management von Exportrisiken

Titel: Management von Exportrisiken

Seminararbeit , 2006 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Andreas Varnholt (Autor:in)

BWL - Controlling
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit Exportgeschäften sind Unternehmen im Vergleich zum Binnenhandel erhöhten Risiken ausgesetzt. Diese Risiken lassen sich wie folgt unterteilen:
•Wirtschaftliche Risiken liegen im Subjekt des Warenkäufers begründet. Dies sind beispielsweise Verstöße des Käufers gegen seine Vertragspflichten oder der Eintritt der Zahlungsunfähigkeit.
•Politische Risiken ergeben sich durch gesetzgeberische oder behördliche Maßnahmen im Ausland oder durch Krieg, Aufruhr, Revolution, u.ä., die eine Erfüllung der Forderung aus dem Exportgeschäft verhindern.
•Das Risiko der Veränderung von Zielgrößen einer Unternehmung durch Schwankungen der Wechselkurse wird als Wechselkursrisiko bezeichnet.
•Vom Garantendelkredererisiko spricht man beim Ausfall eines Garanten. Außenhandelsgeschäfte werden oftmals durch Zahlungsversprechen von Kreditinstituten durch Garantien, Bürgschaften oder Akkreditive aber auch durch Versicherungen oder staatliche Stellen abgesichert.
•Sonstige Risikenumfassen Risiken, die im inländischen Handel ebenfalls auftreten, beim Außenhandel aber besonders ausgeprägt sind, wie z.B. Transportrisiken oder vom Inlandsrecht abweichende Produkthaftungsregularien.
Die vorliegende Arbeit geht ausschließlich auf das Management von Währungsrisiken ein, da in diesem Bereich durch die zunehmende Internationalisierung der Unternehmen sowie die noch immer hohen Volatilitäten ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor für die Exportwirtschaft liegt. Für den Exporteur können sowohl eine Absicherung als auch die Unterlassung der Absicherung negative finanzielle Folgen haben. Entwickelt sich eine Währung für den Exporteur positiv bei gleichzeitiger Absicherung der Währungsposition, partizipiert das Unternehmen nicht an der positiven Währungsentwicklung. Umgekehrt können bei negativer Entwicklung einer Fremdwährung und gleichzeitiger Unterlassung der Absicherung finanzielle Einbußen entstehen.
Daher bedarf es einer systematischen Analyse der Risikopositionen und eines effizienten Währungsrisikomanagement.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Notwendigkeit der Absicherung gegen Exportrisiken

2. Bestimmung und Analyse der Währungsrisikoposition

2.1. Währungsrisiko

2.2. Net exposure

2.3. Gegenüberstellung von Währungseinzelposition und Währungsgesamtposition

2.4. Quantifizierung der Währungsrisikoposition

3. Absicherungsmaßnahmen über Termingeschäfte

3.1. Devisenoptionen

3.2. Währungsswap

3.3. Währungsfutures und Währungsforwards

4. Auswirkungen von Absicherungsmaßnahmen des Währungsrisikos auf die Bestimmung von Preisgrenzen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein systematisches Management von Währungsrisiken für exportorientierte Unternehmen aufzuzeigen. Dabei wird analysiert, wie Risikopositionen bestimmt, quantifiziert und mithilfe verschiedener derivativer Finanzinstrumente effizient abgesichert werden können, um die Wettbewerbsfähigkeit und Planungssicherheit zu gewährleisten.

  • Identifikation und Kategorisierung von Exportrisiken mit Fokus auf Währungsrisiken.
  • Methoden zur Bestimmung des Net Exposure und zur Quantifizierung der Risikoposition.
  • Analyse derivativer Absicherungsinstrumente wie Devisenoptionen, Swaps und Futures.
  • Portfolioorientierte Betrachtungsweise des Währungsrisikos.
  • Einfluss von Absicherungsmaßnahmen auf die Bestimmung von Preisuntergrenzen.

Auszug aus dem Buch

3.1. Devisenoptionen

Devisenoptionen geben dem Optionskäufer gegen Zahlung einer Optionsprämie das Recht, einen vorab bestimmten Währungsbetrag (Strike-Price) zu einem festgelegten Währungskurs innerhalb einer bestimmten Frist (Amerikanische Option) oder zu einem bestimmten Zeitpunkt (europäische Option) zu kaufen (Call-Option) bzw. zu verkaufen (Put-Option). Für die Absicherung eines Exportgeschäfts muss der Exporteur eine Verkaufsoption erwerben, um so den erwarteten sinkenden Devisenkurs zu hedgen. Gegen Zahlung einer Optionsprämie erhält er nun das Recht seine Fremdwährungsposition zum Erfüllungszeitpunkt an den Optionskäufer zu verkaufen. Sollte sich der Wechselkurs positiv entwickeln, kann der Optionskäufer die Option auch wertlos verfallen lassen und so dennoch an der positiven Wechselkursentwicklung partizipieren. Dies verdeutlicht Abb. 1, in der zwei mögliche Szenarien dargestellt sind.

Somit kennt der Käufer der Option den maximalen Verlust, sowie die entstehenden Kosten, während ein möglicher Profit aus einer positiven Wechselkursentwicklung nicht limitiert ist. Devisenoptionen werden sowohl an Börsen als auch im Freiverkehr, im sogenannten OTC-Markt gehandelt. Die börsengehandelten Optionen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Liquidität, Standardisierung im Bezug auf Fälligkeit, Devisenkurs sowie der Laufzeiten aus, wodurch einerseits eines hohes Maß an Sicherheit gewährleistet ist. Andererseits bieten OTC Optionen aber eine höhere Flexibilität, da sie individuell auf die Bedürfnisse der Kontraktpartner zugeschnitten werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Notwendigkeit der Absicherung gegen Exportrisiken: Einführung in die verschiedenen Risikokategorien bei Exportgeschäften mit der Begründung, warum das Währungsrisikomanagement für Unternehmen von zentraler Bedeutung ist.

2. Bestimmung und Analyse der Währungsrisikoposition: Erläuterung der verschiedenen Arten von Währungsrisiken (Translation, Transaktion, Ökonomisch) und Vorstellung von Konzepten zur Identifikation und Messung des Risikos.

3. Absicherungsmaßnahmen über Termingeschäfte: Detaillierte Betrachtung verschiedener externer Absicherungsinstrumente, insbesondere Devisenoptionen, Währungsswaps sowie Futures und Forwards.

4. Auswirkungen von Absicherungsmaßnahmen des Währungsrisikos auf die Bestimmung von Preisgrenzen: Diskussion darüber, wie die Kosten der Absicherung in den betrieblichen Planungsprozess integriert werden und welchen Vorteil eine portfolioorientierte Sichtweise bietet.

Schlüsselwörter

Währungsrisiko, Exportrisiken, Net Exposure, Währungsmanagement, Devisenoptionen, Währungsswap, Währungsfutures, Währungsforwards, Transaktionsrisiko, Preisuntergrenze, Portfolio-Selection-Theorie, Hedging, Volatilität, Finanzrisikomanagement, Wechselkursrisiko.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Management von Währungsrisiken, denen Unternehmen im Rahmen ihrer Exportgeschäfte ausgesetzt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Identifikation von Währungsrisiken, die Messung mittels Net Exposure, die Auswahl geeigneter Sicherungsinstrumente und deren Auswirkung auf die Preisplanung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein systematisches Vorgehen für ein effizientes Währungsrisikomanagement aufzuzeigen, das Unternehmen dabei hilft, finanzielle Einbußen durch Wechselkursschwankungen zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit finanzwirtschaftlicher Literatur, ergänzt durch die Analyse von Portfolio-Ansätzen zur Risikominimierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Währungsrisikoposition, die Erläuterung externer Sicherungsinstrumente (Optionen, Swaps, Futures) und die Einbindung der Sicherungskosten in die Preisgrenzenkalkulation.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Transaktionsrisiko, Net Exposure, Hedging, Volatilität und Portfolio-Selection-Theorie.

Warum unterscheidet der Autor zwischen Transaktionsrisiko und ökonomischem Risiko?

Die Unterscheidung erfolgt, da das Transaktionsrisiko kurz- bis mittelfristige Zahlungsströme betrifft, während das ökonomische Risiko eine langfristige, zukunftsorientierte Wettbewerbsperspektive einnimmt.

Welchen Vorteil bietet die Betrachtung des Währungsrisikos im Portfolio?

Die Portfolio-Betrachtung erlaubt es, Risiken im Gesamtzusammenhang zu sehen, was zu Kosteneinsparungen durch die Vermeidung von unnötigen Überabsicherungen führen kann.

Worin liegt der Hauptunterschied zwischen Devisenoptionen und Währungsfutures?

Während bei einem Future eine beiderseitige Verpflichtung zur Erfüllung besteht, gewährt die Option das Recht, aber nicht die Pflicht, die Transaktion zu einem festgelegten Kurs durchzuführen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Management von Exportrisiken
Hochschule
Universität Hohenheim  (Lehrstuhl für Controlling)
Veranstaltung
Risikocontrolling
Note
2,3
Autor
Andreas Varnholt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
16
Katalognummer
V66111
ISBN (eBook)
9783638588393
ISBN (Buch)
9783656804390
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Management Exportrisiken Risikocontrolling
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Varnholt (Autor:in), 2006, Management von Exportrisiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/66111
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Leseprobe aus  16  Seiten
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