HOCHSCHULE MITTWEIDA - ROSSWEIN (FH)
Fachbereich Soziale Arbeit
Studienbegleitender Leistungsnachweis Im Handlungsfeld 2
Sommersemester 2006
Thema:
Klinische Sozialarbeit im Stadtteil -
Gesundheitsförderung und Prävention
im Gebiet „Soziale Stadt“ in Chemnitz
eingereicht von: Hofmann, Jacqueline
Inhaltsverzeichnis:
INHALTSVERZEICHNIS: 1
1. EINLEITUNG 2
2. DEFINITIONEN 4
2.1 Klinische Sozialarbeit 4
2.2 Gesundheitsförderung 5
2.3 Prävention 6
3. KLINISCHE SOZIALARBEIT IN DER GESUNDHEITSFÖRDERUNG UND PRÄVENTION 8
4. GEBIET SOZIALE STADT CHEMNITZ 9
5. BESCHREIBUNG DER ADRESSATEN IM GEBIET 11
6. GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM STADTTEIL 13
6.1 Gesundheitsfördernde Settingansätze in benachteiligten Stadtteilen 14
7. SOZIALE UNTERSTÜTZUNG UND NETZWERKARBEIT 16
8. UMSETZUNGSBEISPIELE IM STADTTEIL CHEMNITZ 18
8.1 Niedrigschwellige Angebote 20
8.2 Gesundheitsbildung 21
9. SCHLUSS 23
LITERATURVERZEICHNIS 25
Bücher / Monographien 25
Internetquellen 26
1. Einleitung
Heute hat man häufig das Gefühl, dass die Erhaltung und Wiederherstellung von Gesundheit eine reine Krankheitswissenschaft geworden ist. Die Aufmerksamkeit wird oft auf die Erforschung und Behandlung von Krankheiten gelegt. Inzwischen haben sich jedoch eine ganze Reihe von Berufen herausgebildet, die ihre Arbeit gezielt auf die Gesundheit bzw. Gesundheitsförderung ausrichten. Dies sind z. B. Ernährungsberater, Diätassistenten, Sporttherapeuten, Physiotherapeuten um hier nur einige zu nennen (vgl. Zinke / Köhler-Offierski 1997).
Sozial benachteiligte Menschen haben meist eine niedrigere Lebenserwartung und eine höhere Krankheitshäufigkeit. So belegte auch eine Untersuchung, dass Männer mit niedrigerem Einkommen eine zehn Jahre kürzere Lebenserwartung haben als Männer mit höherem Einkommen. Nicht anders verhält es sich bei Frauen. Hier beträgt der Unterschied 5 Jahre. Gründe dafür können unter anderem die höheren gesundheitlichen Belastungen wie schlechte Wohnbedingungen oder geringere Bewältigungsmöglichkeiten bei Problemen oder Krisensituationen sein. Aber auch ungünstiges Gesundheitsverhalten und schlechtere gesundheitliche Versorgung können Ursachen sein (vgl. BZgA 2003, S. 5).
Der Mensch sieht sich durch den Wandel der Gesellschaft heute vielen neuen Herausforderungen gegenübergestellt. Da gibt es neue berufliche Anforderungen, das soziale Umfeld wird unter anderem durch den sozialen Wandel verändert oder fällt teilweise sogar ganz weg. Der Einzelne steht häufig völlig hilflos den Herausforderungen gegenüber.
Besonders betroffene Gruppen wie Alleinerziehende und ihre Kinder, Arbeitslose, kinderreiche Familien, Ausländer, Migranten usw. leben häufig gemeinsam in einem Stadtteil bzw. Wohngebiet. Hier kommen meist noch Belastungen wie schlechte Wohnqualität, marode Bausubstanz und städtebauliche Defizite hinzu.
Durch das Bund-Länder-Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf –die Soziale Stadt“, sollen dabei die genannten Probleme aufgegriffen und beseitigt werden, um die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern. Für die klinische Sozialarbeit könnte hier ein wichtiges Tätigkeitsfeld liegen.
In dieser Arbeit möchte ich mich mit den Möglichkeiten der klinischen Sozialarbeit innerhalb der Gesundheitsförderung und Prävention beschäftigen. Schwerpunkt der Arbeit soll im Stadtteil liegen. Gezielt soll dabei nach Möglichkeiten gesucht werden, Gesundheitsförderung und Prävention in der Stadtteilarbeit umzusetzen. Als Beispiel möchte ich das Gebiet Limbacher Straße / Leipziger Straße in Chemnitz anführen, welches 1999 in das Programm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ aufgenommen wurde.
„Das Programm „Soziale Stadt“ wurde 1999 gestartet, um der zunehmenden sozialen und räumlichen Spaltung in den Städten entgegenzuwirken. Durch das Programm werden gegenwärtig in mehr als 390 Programmgebieten in rund 260 deutschen Städten und Gemeinden neue Herangehensweisen in der Stadtteilentwicklung gefördert.“ (Die Soziale Stadt 2006)
Zuerst werde ich auf die Begriffe klinische Sozialarbeit, Gesundheitsförderung und Prävention eingehen und diese näher erläutern. Nach einer kurzen Situationsbeschreibung des Gebietes „Soziale Stadt“ in Chemnitz und seinen Bewohnern, möchte ich auf mögliche gesundheitsfördernde und präventive Maßnahmen eingehen, welche die momentane Situation im Gebiet „Soziale Stadt“ in Chemnitz verbessern könnten.
[...]
Quote paper:
Jacqueline Hofmann, 2006, Klinische Sozialarbeit im Stadtteil - Gesundheitsförderung und Prävention im Gebiet 'Soziale Stadt' in Chemnitz, Munich, GRIN Publishing GmbH
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