Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
1.1 Einführung und Hinleitung 3
1.2 Inhalt und Aufbau der Arbeit 3
2. Die Gesellschaft im demographischen und sozialen Wandel 4
2.1 Demographische Aspekte 4
2.2 Soziale Aspekte 5
2.2.1 Emanzipation 5
2.2.2 Mobilität 6
2.2.3 Individualisierung 6
3. Problemfelder des Sterbens im Krankenhaus 7
3.1 Störungen der Arbeitsroutinen 7
3.2 Sterben und Tod vs Heilung und Genesung 7
3.3 Probleme im Umgang mit dem Tod für die Pflegekräfte 8
4. Der Sterbende im Krankenhaus 8
4.1 Entindividualisierungstendenzen und das Problemfeld Emotionalität 8
4.2 Krankenhausatmosphäre 10
5. Möglichkeiten der humanitären Sterbebegleitung im Krankenhaus 12
5.1 Exkurs: Die Persönlichkeitsstruktur des Individuums 12
5.2 Maßnahmen zur angemessenen Sterbebegleitung 12
6. Schlussbemerkungen 14
7. Literaturliste 15
2
1. Einleitung
1.1 Einführung und Hinleitung
Ein Großteil der Bevölkerung wünscht sich, zu Hause zu sterben. Dabei wird der Wunsch nach Intimität, Persönlichkeit und Individualität während der letzten Lebensphase reflektiert. Die Realität sieht heutzutage allerdings meist anders aus. Nur noch knapp 30% der Menschen in Deutschland sterben zu Hause (vgl. Schmitz-Scherzer, S.16). Die Mehrheit verbringt ihre terminale Phase demnach in staatlichen Institutionen wie dem Krankenhaus, Pflegeheimen oder Hospizen. Dabei wird besonders das Krankenhaus immer mehr zu dem Ort des Sterbens – über 50% der deutschen Bevölkerung stirbt mittlerweile in Hospitalen 1 (vgl. Schulz-Nieswandt, S. 53).
1.2 Inhalt und Aufbau der Arbeit
Diese Hausarbeit soll qualitativ untersuchen, inwieweit Sterben auch in einem institutionalisierten Rahmen, wie ihn das Krankenhaus darstellt, möglich ist. Dabei wird nicht nur der einzelne Patient selbst betrachtet, sondern auch die Beziehungen und Rahmenbedingungen, die der Sterbende im Krankenhaus auffindet.
Zunächst erläutert die Arbeit einige Gründe für das häufige Sterben im Krankenhaus. Danach wird auf Problemfelder aufmerksam gemacht, die in einem Hospital aus der Betreuung terminaler 2 Patienten entstehen. Danach begibt sich die Arbeit auf die Ebene des Sterbenden. Konkrete Probleme, die sich aus dem Sterben im Krankenhaus für das Individuum selbst ergeben können, werden in diesem Teil beschrieben. Zum Schluss sollen Möglichkeiten angerissen werden, die dem Patienten auch im Krankenhaus ein humanes und angemessenes Sterben ermöglichen.
1 Die Bezeichnungen Hospital und Krankenhaus werden im Verlauf dieser Arbeit
synonym verwandt.
2 Unter terminalen Patienten versteht man den Sterbenden – den Patienten in seiner
letzten Behandlungsphase
3
2. Die Gesellschaft im demographischen und sozialen
Wandel
Der Wandel unserer Zeit schlägt sich auch im Krankenhaus und beim Sterben nieder. Dieser Teil der Hausarbeit soll auf einige Determinan- ten der Moderne aufmerksam machen, die das Sterben im Kranken- haus bedingen. Die Fragen, warum das Sterben im Krankenhaus mittlerweile den Regelfall darstellt und warum sich diese Tendenzen in Zukunft wohl eher noch verstärken werden, stehen im Blickpunkt der folgenden Ausführungen.
2.1 Demographische Aspekte 3
Zunächst sollen demographische Aspekte betrachtet werden. Dabei muss man festhalten, dass sich die Altersstruktur in Deutschland im Laufe der vergangenen Jahrzehnte grundlegend verändert hat. Zu Be- ginn des 20. Jahrhunderts konnte man wegen der hohen Geburtenraten und der im Vergleich zu heute noch geringeren Lebenserwartung von einer so genannten ‚Alterspyramide’ sprechen: Einer verhältnismäßig geringen Anzahl ‚älterer’ Menschen standen viele ‚Junge’ gegenüber. Insbesondere seit den Nachkriegsjahren kommt es jedoch zu einem demographischen Wandel. Es gibt verhältnismäßig und absolut immer mehr ‚alte’ Menschen. Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen, wie beispielsweise bessere medizinische Versorgung, günstigere hygie- nische Rahmenbedingungen, oder verbesserte Versorgung mit Lebens- mitteln.
Gleichzeitig nehmen die Geburtenraten immens ab, da bessere Verhütungsmöglichkeiten bestehen und sich soziale Präferenzen verschoben haben (hierzu mehr in 2.2). Die ‚Alterspyramide’ kehrt sich also um: Immer mehr alte Menschen stehen einer stetig schrumpfenden Zahl Jüngerer gegenüber.
Dies hat eine Reihe von Konsequenzen: Heute werden alte Menschen noch häufig zu Hause von jüngeren Familienangehörigen – i. d. R. den eigenen Kindern - betreut. Dies wird aber schon in naher Zukunft nicht
3 Der demographische Wandel wird in unterschiedlichen Quellen beschrieben. Als
Hauptreferenz bei dieser Arbeit diente Rüdiger Peuckerts ‚Familienformen im sozialen
Wandel’
4
mehr in dem Maße wie heute möglich sein, da es immer weniger ‚Nachwuchs’ gibt. So ist gegenwärtig nur etwa jede 30. ältere Frau kinderlos, im Jahre 2030 werden allerdings schon knapp 25% aller Frauen über 60 ohne Nachwuchs sein. „Damit wächst die Gruppe der Personen, die nicht in einer Eltern-Kinder-Beziehung leben und die schon deshalb auf alternative – institutionelle und professionelle – Unterstützungsleistungen angewiesen sein werden (Schulz-Nieswandt, S.82).
2.2 Soziale Aspekte 4
Neben den eben beschriebenen demographischen Aspekten beein- flussen auch eine Reihe von sozialen Punkten die Betreuung und Pfle- ge von alten und auch sterbenden Menschen. Dabei sollen die Proble- me, welche sich aus dem sozialen Wandel für den alten und den sterbenden Menschen ergeben, exemplarisch an der Emanzipation und der Mobilität verdeutlicht werden.
2.2.1 Emanzipation
Heutzutage übernehmen beinahe nur Frauen die Betreuung von pflegebedürftigen Angehörigen. Dies liegt zum einen an dem tradierten Rollenverständnis der ‚älteren’ Generationen, in denen der Mann keine häuslichen Arbeiten zu erledigen braucht. Zum anderen – und dies ist wohl der Hauptgrund – kann der Mann häufig seine beruflichen Ver- pflichtungen nicht mit der zeitintensiven und emotional belastenden Betreuung eines Angehörigen vereinen. Die Frau, die in der traditio- nellen Rollenverteilung keine hauptberufliche Tätigkeit ausübt, ist we- sentlich leichter in der Lage, Verwandte zu pflegen. Die moderne eman- zipierte Frau beginnt sich aber so langsam aus den Fesseln der männ- lich dominierten Gesellschaft zu lösen. Dies spiegelt sich vor allem auf dem Arbeitsmarkt wieder. Heutzutage ist es völlig normal, dass auch Frauen Vollzeit beschäftigt sind. Selbst höhere Stellen werden immer häufiger von Frauen bekleidet. Dadurch nimmt jedoch auch die Belastung für die Frauen zu. Ebenso nimmt der Stellenwert der Familie 4 Die sozialen Aspekte werden in vielen Werken beschrieben, wie beispielsweise in
Ulrich Becks ‚Risikogesellschaft’
5
Arbeit zitieren:
Meiko Merda, 2004, Sterben im Krankenhaus, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Entwicklung und Veränderung der menschlichen Einstellung zu Sterben, T...
Hospizarbeit und Sterbebegleit...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 30 Seiten
Tod und Sterben - Vom Umgang mit Sterbenden und Trauernden - Hilfen zu...
Psychologie - Beratung, Therapie
Hausarbeit, 19 Seiten
Was Buddhisten glauben - Es gibt einen Weg aus dem Leiden
Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft
Hausarbeit, 22 Seiten
Palliative Care und Soziale Arbeit
Sterben und Tod
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 35 Seiten
Inwiefern kann in der heutigen deutschen Gesellschaft Kapitalismus als...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hauptseminararbeit, 17 Seiten
Die historische Entwicklung des organisierten Bestattungswesens
Von den Begräbnisbruderschafte...
Seminararbeit, 29 Seiten
Der Begriff des Rassismus von Robert Miles
Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Hauptseminararbeit, 21 Seiten
Trauer als Entwicklungsprozess
Sozialpädagogische Begleitung ...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Diplomarbeit, 130 Seiten
Der Einfluß sozialer Veränderungen auf die Jenseitsvorstellungen von H...
Theologie - Systematische Theologie
Hauptseminararbeit, 33 Seiten
Der Aufschwung der Sozialen Marktwirtschaft
Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands
Hausarbeit, 19 Seiten
Konfliktbewältigungsstrategien
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 18 Seiten
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing
Seminararbeit, 43 Seiten
Tod und Leben im biblischen Verständnis
Theologie - Praktische Theologie
Hauptseminararbeit, 24 Seiten
Akrobatik - Erarbeiten und Darstellen von Menschenpyramiden
Sport - Sportarten: Theorie und Praxis
Unterrichtsentwurf, 24 Seiten
Meiko Merda hat den Text Sterben im Krankenhaus veröffentlicht
Meiko Merda hat einen neuen Text hochgeladen
Begleitetes Sterben als gesellschaftliches Phänomen
Der Sterbeprozess und moderne ...
Tanja Müller
Bau der Gesellschaft / Construction of the Society
Architekturvorträge an der ETH...
Luigi Snozzi, Richard Sennett
Aus der Geschichte des Altonaer Krankenhauses
Asklepios Klinik Altona. Von 1...
Oswald Müller-Plathe
La Langue Poetique Indo-Europeenene: Actes Du Colloque de Travail E La...
Gj Pinault, D. Petit
0 Kommentare