Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis. II
Abk ürzungsverzeichnis. III
1. Einleitung. 1
2. Der Kabelmarkt in Deutschland. 1
2.1. Entwicklung in den vergangenen Jahren. 1
2.2. Deutschland im internationalen Vergleich. 4
2.3. Netzstruktur und Netzebenen. 5
2.4. Anbieterstruktur im deutschen Kabelmarkt. 7
2.4.1. Situation der Netzebene 3. 7
2.4.2. Situation der Netzebene 4. 8
3. Konkurrenzsituation und Markteinschätzung. 9
3.1. Satellitenempfang. 10
3.2. Digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T) 11
4. Neue Kabelbreitbanddienste und ihre Chancen. 13
4.1. Video-on-demand. 13
4.2. Highspeed-Internet. 14
4.3. IP-Telefonie. 15
5. Fazit. 16
Literaturverzeichnis 17
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Durchschnittlicher monatlicher Gesamtumsatz eines Kabelhaushalts (
/ Monat netto inkl. Digital-TV, Internet und Telefonie)
Abbildung 2: Anteile der verschiedenen Services am Gesamtumsatz ( des
Kabelumsatzes )
Abbildung 3: Netzebenen für TV- und Hörfunkübertragungen
Abbildung 4: TV in Deutschland: Anteil der verschiedenen Technologien
Abbildung 5: DVB-T-Empfangsbereiche deutschlandweit
Abkürzungsverzeichnis
DSL Digital Subscriber Line, DSL ist ein digitaler Hochgeschwindigkeitszugang ins Internet
DVB-T Digital Video Broadcasting - Terrestrial, zu deutsch: Digitale Videoübertragung via terrestrischer Antenne
IDR Initiative Digitaler Rundfunk
Inc. Englische Abkürzung für „incorporation“, bezeichnet eine bestimmte Gesellschaftsform
IP-Telefonie Internet-Protocol-Telefonie
Kabel BW Kabel Baden-Württemberg
tss Telekabel Service Süd
1
1. Einleitung
Angefangen hat es mit dem deutschen Kabelmarkt Ende der 70-er Jahre als es darum ging, wie weitere Sendeplätze für Fernseh- und Hörfunkprogramme geschaffen werden können. Und damit verbinden auch die meisten hierzulande das Kabelnetz - mit dem Fernsehempfang. Doch seit damals nahm das Kabelnetz eine interessante Entwicklung. Allen voran die Besitzstruktur, die sich von ehemals staatlich zu vollkommen privatisiert geändert hat. Doch welche Möglichkeiten bietet das Kabelnetz über den Fernsehempfang hinaus? Werden die Möglichkeiten des Kabelnetzes in Deutschland überhaupt ausgereizt oder sollte man auch mal den Blick zu unseren Nachbarländern schweifen lassen, um zu sehen wie dort das Kabelnetz genutzt wird? Wer steckt eigentlich hinter dem Kabelnetz und wie ist die Anbieterstruktur? Auf diese und andere Fragen werde ich im Rahmen meiner Seminararbeit Antworten liefern.
2. Der Kabelmarkt in Deutschland
Im Folgenden werde ich die Entwicklung des Kabelnetzes, die Anbieterstruktur und Deutschland im internationalen Vergleich näher beschreiben.
2.1. Entwicklung in den vergangenen Jahren
Die Ursprünge des Kabelnetzes in Deutschland sind Ende der 70-er Jahre zu finden, als die ersten Kabelpilotprojekte von den Ministerpräsidenten der Bundesländer beschlossen wurden. Die vier Kabelpilotprojekte in den Städten Berlin, Ludwigshafen, München und Dortmund wurden dann Anfang der 80-er Jahre gestartet und über den so genannten Kabelgroschen von monatlich 20 Pfennig (10,23 Cent) finanziert. Auf massiven Protest des mittelständischen Handwerks hin wurde die Absicht der Bundespost, das TV-Kabel bis in jedes Wohnzimmer zu verlegen, vom Postministerium verhindert, und die Kompetenz der Bundespost auf die Netzebene 3 1 beschränkt. Trotz dieser Vorgabe ergab sich hieraus eine
1 In Deutschland gibt es vier verschiedene Netzebenen, die weiter unten näher erläutert werden.
2
monopolartige Stellung für die Bundespost. Diese verlegte also ab diesem Zeitpunkt die Kabel nur noch bis zu einem Übergabepunkt am Grundstück oder im Keller eines Hauses. Für die weitere Verkabelung waren dann andere Firmen zuständig. Die Deutsche Telekom, als Nachfolgerin der Bundespost, behielt ihr Quasi-Monopol über das Kabelnetz bis Ende der 90-er Jahre, bis die EU-Wettbewerbskommission in Brüssel entschied, dass die ehemaligen staatlichen
Telekommunikationsmonopolisten ihre Kabelnetze verkaufen oder zumindest ausgliedern müssen. 2
Im Jahr 1999 kam die Deutsche Telekom dann den Vorgaben der Kommission nach und gliederte das gesamte Kabelnetz in die Kabel Deutschland GmbH, eine Tochter der Deutschen Telekom, aus. Anschließend wurde das Kabelnetz in neun eigenständige Regionalgesellschaften aufgeteilt. 3
Doch der Verkauf der neun Kabelregionen in Deutschland verlief sehr schleppend und alles andere als reibungslos. Erst im Jahr 2000 wurde die erste Kabelregion, nämlich Nordrhein-Westfalen, an die US-amerikanische Callahan Associates International Inc. verkauft. Diese erwarb 55% der Anteile an der Regionalgesellschaft und ist heute unter dem Namen ish bekannt. Auch die Kabelregion Baden-Württemberg ging ein Jahr später an Callahan und wird gegenwärtig vom Unternehmen Kabel Baden-Württemberg verwaltet. Die Kabelregion Hessen ging an ein internationales Investoren-Konsortium, das 65% der Anteile der Region Hessen erwarb. Das hessische Kabelnetz wird seither vom Unternehmen iesy betrieben. Der Verkauf der restlichen Kabelregionen Bayern, Rheinland-Pfalz, Bremen-Niedersachsen, Schleswig-Holstein/Hamburg/Mecklenburg-Vorpommern, Berlin/Brandenburg und Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen dagegen, geriet zu einer wahren Odyssee für die Deutsche Telekom. Nachdem der Verkauf der kompletten restlichen Kabelregionen an den amerikanischen Investor Liberty Media im Jahr 2002 eigentlich schon perfekt schien, untersagte das Kartellamt im letzten Moment den Verkauf, da dieses durch den Verkauf eine erneute marktbeherrschende Stellung im deutschen Kabelmarkt untersagen wollte. Nach zähen Verhandlungen wurden die restlichen Regionen ein Jahr später dann doch
2 vgl. Teltarif.de: Schnell: Internet über das Fernsehkabel, unter: http://www.teltarif.de/i/tv-
kabel.html?page=3 (6. April 2005)
3 vgl. Kabel Deutschland: Unternehmensprofil. Meilensteine., unter:
http://www.kabeldeutschland.de/unternehmen/unternehmensprofil/meilensteine.php?p=sn (6. April
2005)
Arbeit zitieren:
Dominik Dürr, 2005, Wie funktioniert der Kabelmarkt?, München, GRIN Verlag GmbH
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