Inhaltsverzeichnis
1.
1.1 Einleitung
1.2 Thomas S. Kuhn - Kurzbiografie
1.3 Kuhn´s Definition des Paradigmas
1.4 Die fünf Phasen eines Paradigmas
2.
2.1 Die Emanzipationsbewegung in Deutschland
2.2 Die Konsequenzen der 68´er Bewegung - von früher bis heute
3.
3.1 Fazit
2
1.1Einleitung
„Eine Forschung, die fest auf einer oder mehreren Leistungen der Vergangenheit beruht, Leistungen die von einer bestimmten wissenschaftlichen Gemeinschaft eine zeitlang als Grundlage für ihre weitere wissenschaftliche Arbeit anerkannt werden“ (1) Ein Paradigma beschreibt den Versuch der Wissenschaft den Massen der Problemen und ihrer zahlreichen angenommenen konkreten Lösungsversuche auf eine abstrakte Theorie zu bringen, um mit dieser als zunächst "wahren" Wissensgrundlage zu arbeiten. In meinen Essay werde ich einen Paradigmawechsel anhand der Studentenbewegung (1968) aufzeigen und deduktiv, quantitativ auf die Frage eingehen, in wieweit die neuen Familienwerten und die liberalere Sexualmoral die Gesellschaft bis heute verändert hat. Anhand von einigen empirischen Studien werde ich diese Frage untersuchen.
(1) vgl. Kuhn, Thomas S.: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (1962), Frankfurt 1967, S.25.
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1.2.Thomas S. Kuhn-Kurzbiografie
Der amerikanische Physiker und späterer Professor für Wissenschaftstheorie Thomas S. Kuhn, wurde am 18. Juli 1922 in Cincinnati geboren. Er studierte Physik an der Harvard University und schloss das Studium 1946 mit dem Titel „ Master of Arts“ erfolgreich ab. Sein Interesse an der Wissenschaftsgeschichte wurde bereits vor dem Abschluss seiner Dissertation, durch einen Besuch eines Collegekurses über Physik für Nichtnaturwissenschaftler, geweckt. Kuhn selbst äußerte hier zu: „ Zu meiner völligen Überraschung unterminierte jene Begegnung mit veralteter wissenschaftlicher Theorie und Praxis radikal einige meiner grundlegenden Auffassungen vom Wesen der Wissenschaft [ ... ]. (2) Er erkannte die Unvereinbarkeit von Ptolemäischer (3) und neuzeitlicher Physik. Kuhn begann ab 1958 als Professor der Wissenschaftsgeschichte an verschiedenen Universitäten, zuletzt ( ab 1979 ) am Massachusetts Institute of Technology, zu arbeiten.1962 veröffentlichte er sein Hauptwerk „ The Structure of Scientific Revolutions “. Thomas S. Kuhn starb am 17. Juni 1996 nach einem mehrjährigen Krebsleiden in Cambridge, Massachusetts.(2b)
1.3 Kuhns Definition des Paradigmas :
„Darunter verstehe ich allgemein anerkannte wissenschaftliche Leistungen, die für eine gewisse Zeit einer Gemeinschaft maßgebende Probleme und Lösungen liefert “. (4) "Sie sind die Quelle aller Methoden, Problemgebiete und Lösungsnormen, die von einer reifen wissenschaftlichen Gemeinschaft zu irgendeinem Zeitpunkt anerkannt werde. Daraus ergibt sich, dass die Annahme eines neuen Paradigmas oft eine neue Definition der entsprechenden Wissenschaft erfordert". (5)
(2) vgl. Kuhn, Thomas S. : Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen 1962, Frankfurt 1967
(3) Definition Ptolemäer: Angehöriger eines altägyptischen Herrschergeschlechts
(4) vgl. Kuhn, Thomas S. : Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen 1962, Frankfurt 1967 S.10
(5) vgl. Kuhn, Thomas S. : Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen 1962, Frankfurt 1967 S.90
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Arbeit zitieren:
Loretta Janzen, 2006, Paradigmawechsel anhand der Studentenbewegung 1968, München, GRIN Verlag GmbH
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