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Das Unterrichtsgespräch - Eine Kommunikationsform unter besonderer Berücksichtigung der Variantenvielfalt eines Unterrichtsgespräches

Titel: Das Unterrichtsgespräch - Eine Kommunikationsform unter besonderer Berücksichtigung der Variantenvielfalt eines Unterrichtsgespräches

Hausarbeit , 2006 , 11 Seiten

Autor:in: Anja Uhlitzsch (Autor:in)

Didaktik - Germanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Kommunikation- Grundlagen

„Kommunikation“ ist eines der offiziell gewählten Wörter des 20. Jahrhunderts und gehört zu den am häufigsten verwendeten Begriffen um die Jahrtausendwende. Sowohl die soziale Kommunikation als auch die Telekommunikation gewinnen immer mehr an Bedeutung. Eine genaue Vorstellung, was unter dem Begriff „Kommunikation“ zu verstehen ist, haben die meisten jedoch nicht. Untersucht man den Wortursprung, wird die Bedeutungstiefe am Besten deutlich. Das Wort „Kommunikation“ hat lateinische Wurzeln und ist aus dem Präfix: „com“ und dem Wortstamm: „munus“ zusammengesetzt.
In der Antike kam das Wort unter folgenden Formen und Bedeutungen vor:

communicatio Mitteilung, Gewährung, Einbezug

commune Staat, Gemeingut, Kasse

communitas Gemeinschaft, Allgemeinheit, Gemeinsinn

communicare 1. gemeinsam machen, vereinigen
2. mitteilen, teilnehmen lassen
3. gemeinsam haben oder teilen; mit tragen helfen
4. sich in Verbindung setzen, besprechen, beraten

communis 1. gemeinsam, gemeinschaftlich, zusammen, öffentlich
2. überall üblich, gewöhnlich
3. umgänglich, demokratisch
in commune für alle, zum gemeinsamen Nutzen


Die alte Kernbedeutung von Kommunikation liegt demnach im „etwas gemeinsam machen/ teilen/ mitteilen“, wobei ein gemeinsamer Inhalt bzw. Gegenstand vorausgesetzt wird. Die Vertreter dieses ursprünglichen Begriffs beschreiben ihn als zwischenmenschlichen Austausch, also als „soziale Kommunikation“ oder als „face- to- face- communication“. Vertreter des funktionalen Begriffes hingegen verstehen die Kommunikation als kontaktive Verbindung zwischen verschiedenen Einheiten, die nicht einmal Menschen sein müssen. Für meinen Beleg ist jedoch die soziale Kommunikation von Bedeutung. Mit ihr können Informationen sowohl verbal als auch non- verbal übermittelt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen der Kommunikation

1.1. Verbale und non- verbale Kommunikation

2. Das Gespräch- eine Grundform der Kommunikation

2.1. Organon- Modell nach Karl Bühler

2.2. Ansichten Paul Watzlawicks und Friedemann Schulz von Thuns bezüglich der Anatomie einer Nachricht

3. Unterricht als kommunikativer und kooperativer Prozess und seine Bedeutung für die Ausbildung der Gesprächsfähigkeit

4. Das Unterrichtsgespräch- eine Kommunikationsform mit vielen Varianten und Schwierigkeiten

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht das Unterrichtsgespräch als zentrale Kommunikationsform unter besonderer Berücksichtigung der Variantenvielfalt, um aufzuzeigen, wie Kommunikation und Interaktion im Unterricht zur Ausbildung der Gesprächsfähigkeit und zur Förderung mündiger Schüler beitragen können.

  • Grundlagen und Definition der zwischenmenschlichen Kommunikation
  • Kommunikationsmodelle nach Karl Bühler, Paul Watzlawick und Friedemann Schulz von Thun
  • Die Rolle des Unterrichts als kommunikativer und kooperativer Lernprozess
  • Didaktische Konzepte zur Steigerung der Schüleraktivität im Unterrichtsgespräch
  • Verschiedene Gesprächsvarianten wie Kreis-, Gruppen- und Partnergespräche

Auszug aus dem Buch

4. Das Unterrichtsgespräch- eine Kommunikationsform mit vielen Varianten und Schwierigkeiten

Keine andere Methode wird im Unterricht so oft verwendet wie das Unterrichtsgespräch. Der gemeinsame Austausch und das gemeinsame Nachdenken über die Themen des Unterrichts stellen immer ein wesentliches Merkmal eines Unterrichtsgespräches dar. Der Begriff „Unterrichtsgespräch“ lässt jedoch den kommunikativen Charakter und die didaktische Konzeption des Gespräches offen. Viele Unterrichtsgespräche sind leider eher Lehrer-Schüler Dialoge als ein Austausch unter den Schülern. Meist besteht die Gesprächsführung darin, dass der Lehrer pausenlos Fragen stellt, die zumeist von einem Schüler beantwortet werden. Daraufhin folgt die nächste Frage usw.. Dieses Negativbeispiel eines so genannten „Ping- Pong- Gespräches“ ermöglicht den Schülern nur ein enges Reiz-Reaktions-Verhalten. Wichtig für ein Unterrichtsgespräch scheinen somit die Variantenvielfalt und der funktionale Wechsel zwischen Lehrer- und Schülerzentrierung zu sein.

Der „Unterricht von heute“ ist immer noch zu 75% lehrergesteuert und durch rezeptive Schülerhaltung bestimmt. In seiner Lehrausführung und Kommunikation beschränkt sich der Unterricht auf den Einsatz von „lehrertypischen Medien“, wie Sprache, Tafel, Schulbuch und Overheadprojektor. Die gesamte Kommunikation findet frontal statt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grundlagen der Kommunikation: Dieses Kapitel erläutert den Wortursprung und die historische Bedeutung von Kommunikation und differenziert zwischen sozialer Kommunikation und funktionalen Kommunikationsbegriffen.

1.1. Verbale und non- verbale Kommunikation: Hier wird das Verhältnis von verbaler Sprache und körpersprachlichen Signalen beleuchtet und die Unmöglichkeit, nicht zu kommunizieren, hervorgehoben.

2. Das Gespräch- eine Grundform der Kommunikation: Das Kapitel definiert das Gespräch als intendierte Verständigungshandlung und führt in grundlegende Kommunikationsmodelle ein.

2.1. Organon- Modell nach Karl Bühler: Es wird analysiert, wie Zeichen in einem Kommunikationsmodell zwischen Sender und Empfänger zur Darstellung und Appellfunktion eingesetzt werden.

2.2. Ansichten Paul Watzlawicks und Friedemann Schulz von Thuns bezüglich der Anatomie einer Nachricht: Dieses Kapitel stellt das 4-Ohren-Modell sowie die Unterscheidung zwischen Inhalts- und Beziehungsaspekt vor, um die Komplexität menschlicher Nachrichtenübermittlung zu verdeutlichen.

3. Unterricht als kommunikativer und kooperativer Prozess und seine Bedeutung für die Ausbildung der Gesprächsfähigkeit: Der Fokus liegt hier auf dem Ziel, Schüler durch gelebte Kommunikation im Unterricht zu mündigen Bürgern und kooperativen Partnern zu erziehen.

4. Das Unterrichtsgespräch- eine Kommunikationsform mit vielen Varianten und Schwierigkeiten: Abschließend werden Methoden kritisch hinterfragt, negative "Ping-Pong-Gespräche" entlarvt und verschiedene Formate wie Kreis-, Gruppen- und Partnergespräche als schülerzentrierte Alternativen präsentiert.

Schlüsselwörter

Unterrichtsgespräch, Kommunikation, Sprachdidaktik, Gesprächsfähigkeit, Kooperation, Lehrer-Schüler-Dialog, Kommunikationsmodelle, Karl Bühler, Paul Watzlawick, Schulz von Thun, 4-Ohren-Modell, Schülerzentrierung, Gesprächsvarianten, Interaktion, Metakommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Unterrichtsgespräch als pädagogisches Instrument und untersucht, wie verschiedene Gesprächsformen genutzt werden können, um die kommunikative Kompetenz von Schülern zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft allgemeine Kommunikationstheorien mit der schulpraktischen Anwendung, wobei die Didaktik der Gesprächsführung und die soziale Interaktion im Klassenraum im Vordergrund stehen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer durch gezielte Methodenwahl das Unterrichtsgespräch von einer frontalen Lehrer-Schüler-Abfrage zu einem kooperativen Lernprozess entwickeln können.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden zur Analyse verwendet?

Die Autorin stützt sich primär auf das Organon-Modell von Karl Bühler, das Kommunikationsquadrat (4-Ohren-Modell) von Friedemann Schulz von Thun und die Kommunikationstheorie von Paul Watzlawick.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird der theoretische Rahmen der Kommunikation auf die spezifische Situation im Klassenzimmer übertragen, um Probleme wie den hohen Lehrer-Sprechanteil und das mangelnde Schüler-zu-Schüler-Gespräch aufzudecken.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Gesprächsfähigkeit, Schülerzentrierung, Interaktion, Kommunikationsregeln und Variantenvielfalt (wie Kreis- oder Gruppengespräch).

Warum kritisiert die Autorin das "Ping-Pong-Gespräch"?

Das "Ping-Pong-Gespräch" wird kritisiert, weil es lediglich ein enges Reiz-Reaktions-Verhalten fördert und die Schüler in eine passiv-rezeptive Rolle drängt, anstatt echten Diskurs zu ermöglichen.

Was macht ein Kreisgespräch besonders effektiv?

Es ermöglicht insbesondere in der Grundschule eine soziale Einbindung aller Schüler und fördert das aufeinander Eingehen, besonders nach Ereignissen wie einem Wochenende, bei denen Kinder ein Mitteilungsbedürfnis haben.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Unterrichtsgespräch - Eine Kommunikationsform unter besonderer Berücksichtigung der Variantenvielfalt eines Unterrichtsgespräches
Hochschule
Universität Rostock  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Sprachdidaktik/Kommunikationswissenschaft
Autor
Anja Uhlitzsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
11
Katalognummer
V69634
ISBN (eBook)
9783638621397
ISBN (Buch)
9783638930307
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsgespräch Eine Kommunikationsform Berücksichtigung Variantenvielfalt Unterrichtsgespräches Sprachdidaktik/Kommunikationswissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anja Uhlitzsch (Autor:in), 2006, Das Unterrichtsgespräch - Eine Kommunikationsform unter besonderer Berücksichtigung der Variantenvielfalt eines Unterrichtsgespräches , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/69634
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Leseprobe aus  11  Seiten
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