Gliederung:
1. Einführung 3
2. „Dieudonné“ - das Gottesgeschenk 4
3. Die Situation in Frankreich während der Kindheit und Jugend Ludwigs XIV. 5
4. Wichtige Personen im Umfeld des jungen Königs 7
4.1. Anna von Österreich 7
4.2. Kardinal Mazarin. S.10
4.3. Ludwig XIII. S.11
5. Ludwigs Weg in die Selbstregierung S.12
6. Literaturverzeichnis S.13
2
1. Einführung
Wenn man von der „Zeit des Sonnenkönigs“ spricht, verbinden die meisten Menschen noch heute eine glanzvolle und sehr prägende Epoche für Frankreich mit ihr. Obwohl der „Sonnenkönig“, Ludwig XIV. König von Frankreich, und seine Regentschaft nicht unumstritten sind, überwiegen meist die positiven Erinnerungen an den letzten politischen und kulturellen Höhepunkt Frankreichs vor dem Ende des „ancien régime“. Dadurch wird, wenn man an die Regierungszeit Ludwigs denkt, vor dem Hintergrund von Versailles und seinem opulenten Hofleben, oft genug das einfache Volk vergessen, dass vor allem unter der verschwenderischen Prunksucht und den vielen kriegerischen Auseinandersetzungen ihres Königs zu leiden hatte. Schließlich war es dieser Bevölkerungsteil, der die Hauptsteuerlast und damit die Kosten für die „Abenteuer“ ihres Königs trug.
Nichtsdestotrotz gilt er als der Prototyp des absolutistischen Herrschers, und schon zu seinen Lebzeiten wurde dem Beispiel seiner Regierung nachgeeifert.
Doch welche Gründe führten letztendlich dazu, dass der junge König die bisherigen Führungseliten, den Klerus und vor allen den Adel, faktisch entmachtete und alle Regierungsgewalt in seiner Person vereinigte? Warum brach der junge Regent mit der französischen Tradition und ernannte nach dem Tode Kardinal Mazarins keinen weiteren Premierminister mehr? 1 Wie wurde Ludwig XIV. zu dem absolutistischen Herrscher schlechthin?
In der folgenden Arbeit soll versucht werden diesen Fragen auf den Grund zu gehen, indem ein besonderes Augenmerk auf die Kindheit und Jugend Ludwigs gelenkt wird. Angefangen bei den glücklichen Umständen seiner Geburt, über die traumatischen Erlebnisse während der Fronde, bis hin zur Übernahme der Selbstregierung im Jahre 1661 und den besonderen Beziehungen, die er mit den wichtigsten Personen in seiner Kindheit und Jungen unterhielt.
1 Schwesig, Bernd-Rüdiger: Ludwig XIV., Reinbek bei Hamburg 5 2001, S.29
3
2. „Dieudonné“ - das Gottesgeschenk
Als Ludwig am Sonntag den 5. September 1638 um 11.22 Uhr in Saint-Germain-en-Laye geboren wird, erscheint es den meisten Franzosen fast wie ein Wunder, dass nun doch noch ein langersehnter Thronfolger gesund das Licht der Welt erblickt hat. Nach 20jähriger kinderloser Ehe des französischen Königspaars, hatte niemand mehr so recht an einen Thronfolger glauben wollen.
Auch da seine Eltern, Ludwig XIII. König von Frankreich und Anna von Österreich, zum Zeitpunkt der Geburt beide bereits 37 Jahre und somit nach damaligen Maßstäben, alte Menschen waren. Und selbst um Ludwigs Zeugung, die in einer schicksalhaften Nacht im Dezember 1637 stattgefunden haben soll, ranken sich Gerüchte. Der König, dem in manchen Quellen homophile Neigungen nachgesagt werden, musste wegen eines Unwetters im Louvre nächtigen. Dort hatte sich bereits seine Frau für den Winter eingerichtet und da die Schlösser nur während der Anwesenheit der Herrschaften möbliert und beheizt wurden, musste Ludwig XIII. in den Gemächern seiner Gattin übernachten. Dies führte wohl 9 Monate später, zu der Geburt des neuen Dauphin. 2
Schon bei der öffentlichen Niederkunft Annas von Österreich steht der kleine Thronfolger unter Beobachtung des gesamten Hofstaats 3 und seine ersten königlichen Pflichten beginnen bereits am Tag seiner Geburt. 4 Allerdings konnte Ludwig bis zum Erreichen seines „âge de raison“ (Alter der Vernunft), wohlbehütet unter lauter Frauen und mit der besonderen Fürsorge seiner Mutter aufwachsen, bevor sie seine Erziehung 1646 in die Hände von Kardinal Mazarin legte. Dieser führte den jungen König zielstrebig aber behutsam an seine späteren Aufgaben heran. 5 Mazarin lenkte wohl weniger sein Augenmerk auf die humanistische Ausbildung seines Schützlings, als vor allem auf die
2 www.net-lexikon.de/Anna-von-Oesterreich.html aufgerufen am 26.05.2004
3 www.ndrkultur.de/ndrkultur_pages-stdep/0,2515,OID318318_REF202,00.html aufgerufen am 26.05.2004
4 Malettke, Klaus: Ludwig XIV. von Frankreich. Leben, Politik und Leistung, Göttingen 1 1994, S. 40
5 Malettke, Klaus: Ludwig XIV. von Frankreich. Leben, Politik und Leistung, Göttingen 1 1994, S. 43f
4
Arbeit zitieren:
Jasmin Gally, 2004, Warum übernahm der junge König Ludwig XIV. von Frankreich 1661 die Selbstregierung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Psychoanalytisches Angstkonzept nach Sigmund Freud - ein kurzer Überbl...
Psychologie - Sozialpsychologie
Referat (Ausarbeitung), 21 Seiten
Schillers 'Kabale und Liebe' als bürgerliches Trauerspiel
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 18 Seiten
Die Bildungsreform unter Karl dem Großen
Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Hausarbeit (Hauptseminar), 12 Seiten
Alltag und Erziehung im mittelalterlichen Kloster
Ein kompakter Überblick
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Referat (Ausarbeitung), 13 Seiten
Jasmin Gally hat den Text Warum übernahm der junge König Ludwig XIV. von Frankreich 1661 die Selbstregierung veröffentlicht
Jasmin Gally hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare