Daniel Fischer: „Die Konstantinische Schenkung - eine berühmte Fälschung
des Mittelalters; Grundlagen und Ursachen, Inhalt, Kritik und Wirkungen“
vorgelegt von:
Daniel Fischer
Studiengang: Lehramt Gymnasium für Geschichte (7),
Gemeinschaftskunde (7) und Philosophie/Ethik (1)
Daniel Fischer: „Die Konstantinische Schenkung - eine berühmte Fälschung
des Mittelalters; Grundlagen und Ursachen, Inhalt, Kritik und Wirkungen“
I n h a l t s v e r z e i c h n i s :
(Seitenangabe in Klammern)
1. Einführung (4)
2. Exkurs I: Die Frage nach geschichtlicher Objektivität (6)
2.2
2.3
3. Exkurs II: Konstantin der Große und die Entwicklung des
Christentums (13)
3.2
3.2.1
3.2.2
4. Silvesterlegende und Konstantinische Schenkung (22)
4.1.1
4.1.2
4.2
4.2.1
4.2.2
5. Die Kritik an der Echtheit der Urkunde (29)
5.2
5.2.1
5.2.2
5.2.3
5.2.4
5.2.5
6. Abschlussbemerkungen (42)
7. Anhang (44)
8. Literaturgrundlagen (45)
1 nach: Carr, Edward Hallett: Was ist Geschichte?, aus dem Engl. von Siglinde Summerer u. Gerda Kurz, 6.
Aufl., Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz, Kohlhammer, 1981, S. 7-30.
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Daniel Fischer: „Die Konstantinische Schenkung - eine berühmte Fälschung
des Mittelalters; Grundlagen und Ursachen, Inhalt, Kritik und Wirkungen“
1. Einführung
Der Titel der Hauptseminararbeit erscheint auf den ersten Blick sehr allgemein formuliert: „Die Konstantinische Schenkung -eine berühmte Fälschung des Mittelalters;
Grundlagen und Ursachen, Inhalt, Kritik und Wirkungen“. Der Hauptkern meiner Arbeit wird natürlich auf der
Konstantinischen Schenkung liegen, die stets Erwähnung finden wird; jedoch erscheint es mir überdies wichtig, den Rahmen etwas weiter zu fassen, damit auch, wie ich denke, ein dem Thema nicht nahestehender Leser dieser Arbeit, die vom Umfang her, ich gebe es zu, nicht gering ist, mit dem nötigen Interesse Beachtung schenkt und einen breiten Überblick erhält.
Ich möchte nun den Aufbau kurz umreißen, damit ich diesem formulierten Anspruch genügen kann. Beginnen werde ich mit einem Exkurs zu der Frage, was geschichtliche Objektivität ausmacht und welche Probleme dem Historiker begegnen. Denn wir bewegen uns mit diesem Thema in einer Zeit, in der die heute zur Verfügung stehenden Quellen rar und teilweise einseitig und sehr parteiisch (monoperspektivisch) sind, wir mitunter nur auf wenige Quellen verweisen können, und mir es deshalb wichtig erscheint, ein paar methodische Probleme der
Handhabung derer anzuführen. Das sei vorweggenommen: „Es wird immer noch viel zu wenig wahrgenommen“, schreibt Professor Barraclough, dessen Spezialgebiet das Mittelalter ist, „daß die Geschichte, die wir lesen, genaugenommen nicht so sehr Tatsachen bringt, als eine Reihe angenommener Meinungen.“ 2 Insbesondere möchte ich es im Zuge dessen nicht versäumen, auf Eusebius einzugehen und ferner einen Überblick über die Literatur zu geben, die mir wichtig erschien.
2 in: Carr, Edward Hallett: Was ist Geschichte?, aus dem Engl. von Siglinde Summerer u. Gerda Kurz, 6.
Aufl., Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz, Kohlhammer, 1981, S. 14.
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Daniel Fischer: „Die Konstantinische Schenkung - eine berühmte Fälschung
des Mittelalters; Grundlagen und Ursachen, Inhalt, Kritik und Wirkungen“
Zu der Frage der Grundlagen gehört aber auch, dass die Zeit Konstantins zur Sprache gebracht wird, insbesondere hier den Schwerpunkt auf die Entwicklung des Christentums gerichtet. „[...] der ungeheure Aufschwung [...] unter Constantin wäre gar nicht zu verstehen ohne die totale Umwandlung der antiken Welt durch das Eingreifen Constantins, ohne eine vertiefte Kenntnis der Person und der Umstände, die diese gewaltigste geistige Revolutionierung im Gesamtablauf der Antike bedingt haben.“ 3 Ausschlaggebende Punkte anzuführen, dass das
Christentum durch Konstantin den Großen zur Staatsreligion wurde, erscheinen mir wichtig, auch wenn Manfred Clauss schreibt (dem ich zustimme): „Der persönliche Anteil an dieser Entscheidung des Herrschers wird für uns nie greifbar sein; aber es lassen sich immerhin Aspekte zeigen, die seine Entscheidung verständlich machen.“ 4 Ferner möchte ich mit Ignaz von Döllinger weiter zum Papsttum gelangen, welches auch in Anbetracht der Schenkung eine wichtige Rolle spielte und den geschichtlichen Fortgang im Mittelalter nicht minder forcierte, denn: „Die angebliche Schenkungsurkunde, welche Kaiser Konstantin nach seiner Taufe 5 zu Rom dem Papste Silvester ausgestellt haben soll, gehört seit der Mitte des 11. Jahrhunderts zu den Hauptsäulen des Gebäudes geistlicher Universalherrschaft, das die römische Kirche aufzurichten suchte.“ 6
Ignaz von Döllinger wird einen wichtigen Eckpfeiler bilden, auf den die Hauptseminararbeit besonders eingeht, da er einerseits als Katholik für das Papsttum sprach, andererseits aber den maßgeblichen Erfolg daran trug, dass die Durchsetzung der Konstantinischen Schenkung als Fälschung im 19.
Jahrhundert Anerkennung finden konnte.
3 von Schoenebeck, Hans: Beiträge zur Religionspolitik des Maxentius und Constantin, in: KLIO, Beiheft
XLIII, Neue Folge, Heft 30, 2. Neudruck der Ausgabe Leipzig 1939, Scientia Verlag, Aalen, 1967, S. IV.
4 Clauss, Manfred: Konstantin der Große und seine Zeit, Verlag C.H. Beck, München, 1996, S. 7.
5 Die Problematik der Taufe und deren Stattfinden wird an anderer Stelle noch zu klären sein.
6 E. Loening: Die Entstehung der Konstantinischen Schenkungsurkunde, in: Historische Zeitschrift, 65. Band
(Hrsg.: Heinrich von Sybel; Max Lehmann), München und Leipzig, 1890, S. 193.
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Daniel Fischer: „Die Konstantinische Schenkung - eine berühmte Fälschung
des Mittelalters; Grundlagen und Ursachen, Inhalt, Kritik und Wirkungen“
Neben der inhaltlichen Erklärung und Deutung der
Konstantinischen Schenkung im Punkt 4, werde ich dann hauptsächlich auf die Kritik an der Echtheit der Urkunde eingehen. Der Name Lorenzo Valla wird hier neben Döllinger den Schwerpunkt darstellen.
2. Exkurs I: Die Frage nach geschichtlicher
Objektivität
2.1 „Der Historiker und seine Fakten“ 7
„Geschichte ist ein Steinbruch, aus dem jede Generation sich das herausbricht, was sie zur Bewältigung oder zur Unterhaltung der eigenen Zeit benötigt. Man übernimmt
Denkformen oder Namen als Schablonen, in die je nach Bedarf und Möglichkeiten neue Inhalte gegossen werden.“ 8
Auch Machiavelli (1469-1527) sprach davon, dass der Sieger die Geschichte schreibe und die Dichter dem Sieger stets hörig seien. Und Friedrich Nietzsche bemerkte dazu: „Da ihr so gut wißt wie wir, daß im menschlichen Verhältnis Recht gilt bei Gleichheit der Kräfte, doch das Mögliche der Überlegene durchsetzt, der Schwache hinnimmt.“ 9 Ginzburg fuhr fort: „... der Anspruch des Menschen, die Wahrheit zu erkennen, ist illusorisch.“ 10 Ich teile diese Betrachtung durchaus, dass die Wahrheitssuche, gerade in den Geisteswissenschaften, ein hoffnungsloses Unterfangen zu sein scheint. Aber Nietzsches Geschichtsfatalismus, der an Hegel
7 nach: Carr, Edward Hallett: Was ist Geschichte?, aus dem Engl. von Siglinde Summerer u. Gerda Kurz, 6.
Aufl., Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz, Kohlhammer, 1981.
8 Clauss, Manfred: Konstantin der Große und seine Zeit, Verlag C.H. Beck, München, 1996, S. 111.
9 in: Ginzburg, Carlo: Lorenzo Valla und die Konstantinische Schenkung, Die Wahrheit der Geschichte.
Rhetorik und Beweis, Aus dem Italienischen von Wolfgang Kaiser, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin, 2001, S.
13.
10 Ginzburg, Carlo: Lorenzo Valla und die Konstantinische Schenkung, Die Wahrheit der Geschichte. Rhetorik
und Beweis, Aus dem Italienischen von Wolfgang Kaiser, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin, 2001, S. 18.
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des Mittelalters; Grundlagen und Ursachen, Inhalt, Kritik und Wirkungen“
verzweifelt ist, dass die Geschichte auf Fragen der
Religiosität und Philosophie keine Antwort geben könne 11 , scheint mir etwas zu kurzsichtig und unausgeschöpft gedacht. Gerade die Vielzahl der einzelnen Erzählperspektiven machen die heutige Geschichtsforschung aus und reizvoll; und am Beispiel der Rezeptionsgeschichte zur Konstantinischen Schenkung wird dies deutlich werden. Der Begriff der
„Wahrheit“ muss dann nicht mehr herhalten und bemüht werden für eine Überhöhung oder Objektivierung, wie dies im
Historismus des 19. Jahrhunderts der Fall war, der die Wahrheit als Ideal zu glorifizieren gedachte. „Wissen über Geschehenes ist [immer] abhängig von Zeit, Raum und erkennendem Subjekt [...]“ und „[...] Überlieferungen decken sich nicht mit dem Geschehenen, sondern spiegeln einen bestimmten Ausschnitt [man beachte Urkunden] in einer
subjektiven ‚Brechung’ [...]. Historisches Geschehen wird bewußt rekonstruiert.“ 12
Und ich möchte hierzu noch Carr zitieren, der es für meine Begriffe treffend auf den Punkt zu bringen wusste: „Diese sogenannten grundlegenden Fakten, die für alle Historiker die gleichen sind, gehören im großen und ganzen eher zur Kategorie des historischen Rohmaterials als zur Geschichte selbst.“ 13 Die Quellenkritik bleibt eine wichtige Maxime, mit der wir uns dem Geschehenen, oder besser gesagt Überlieferten, annähern können und gleichsam müssen.
Dörr sprach ferner von einem „nicht objektivierbaren Rest“, mit dem die Geschichtswissenschaft leben müsse, denn die Objektivität, also „[...] die Eigenschaft von Aussagen, unabhängig von wertenden Einstellungen der Subjekte zu gelten,
11 Ginzburg, Carlo: Lorenzo Valla und die Konstantinische Schenkung, Die Wahrheit der Geschichte. Rhetorik
und Beweis, Aus dem Italienischen von Wolfgang Kaiser, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin, 2001, S. 21.
12 Dörr, Margarete: Historisches Wissen, in: Handbuch der Geschichtsdidaktik, (Hrsg.:
Bergmann/Fröhlich/Kuhn/Rüsen/Schneider), 5., überarbeitete Auflage, Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung,
Seelze-Velber, 1997, S. 287.
13 Carr, Edward Hallett: Was ist Geschichte?, aus dem Engl. von Siglinde Summerer u. Gerda Kurz, 6. Aufl.,
Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz, Kohlhammer, 1981, S. 11.
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des Mittelalters; Grundlagen und Ursachen, Inhalt, Kritik und Wirkungen“
die diese Aussagen machen oder an die sie gerichtet sind.“ 14 , hängt eben fundamental vom subjektiven Standpunkt des
Historikers und seines Publikums im gesellschaftlichen Leben der Gegenwart ab. Eine Standortgebundenheit, die nach Rüsen zur „Parteilichkeit“ wird, müsste vermieden werden, da sie wertend Einfluss auf die aktuelle Lebenslage nimmt und als unwissenschaftlich gelte.
In diesem Spannungsfeld bewegen und bewegten sich Historiker; an Döllinger werde ich hierzu konkrete Beispiele anzuführen wissen, die auf seine Untersuchung von Fälschungen
(insbesondere der Konstantinischen Schenkung) zielen.
Walter Benjamin forderte, „die Geschichte gegen den Strich zu bürsten“, um also die Zeugnisse und Überlieferungen gegen den Strich zu lesen und damit die Intensionen derer verstehen zu können, die diese produziert haben. 15 Mit Benjamin möchte ich diesen Punkt abschließen und hoffe, die nötige Grundlage geliefert zu haben, vor allem auch mit dem „Rest“ meiner Arbeit hier entsprechend umzugehen und diese, wie in der Theorie erklärt, auch praktisch „gegen den Strich zu bürsten“.
2.2 Überblick und Auswahl der Literatur
Bevor ich auf die Hauptquelle, Eusebius’ erhaltene Schriften, zu sprechen komme, die uns aus der Zeit des Konstantin Grundlegendes erhalten haben, möchte ich kurz meine gewählte Literatur darstellen und die Handhabung derer in dieser Arbeit erklären.
14 Rüsen, Jörn: Objektivität, in: Handbuch der Geschichtsdidaktik, (Hrsg.:
Bergmann/Fröhlich/Kuhn/Rüsen/Schneider), 5., überarbeitete Auflage, Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung,
Seelze-Velber, 1997, S. 160.
15 Ginzburg, Carlo: Lorenzo Valla und die Konstantinische Schenkung, Die Wahrheit der Geschichte. Rhetorik
und Beweis, Aus dem Italienischen von Wolfgang Kaiser, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin, 2001, S. 32.
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Daniel Fischer: „Die Konstantinische Schenkung - eine berühmte Fälschung
des Mittelalters; Grundlagen und Ursachen, Inhalt, Kritik und Wirkungen“
Ein Thema umfassend behandeln zu können, und gerade ein spezifisches historisches Phänomen wie die Konstantinische Schenkung darin einzubetten, setzt eine breite
Literaturauswahl voraus. Ich denke, dass mir dies gelungen ist, denn einerseits verwandte ich Schriften, welche die Zeit Konstantins in Gänze, andererseits unter besonderer
Berücksichtigung der Konstantinischen Schenkung, darzustellen wissen. Gerade der Gleichschritt von Allgemeinheit (Einbettung in das Große und Ganze) und Spezifikation des Hauptthemas, macht den Reiz eines gewählten Forschungsgegenstandes aus und steigert auch die Lust am Schreiben einer Hausarbeit.
Besonders sei auch auf die Schriften verwiesen, die aus dem 19. bzw. vom Anfang des 20. Jahrhunderts stammen. Ich denke, dass gerade sie die Problematik deutlich werden lassen, die ich in der Frage der geschichtlichen Objektivität angesprochen habe; das Zitat unter Punkt 1 von Hans von Schoenebeck, aus dem Jahre 1938, ist sicherlich nicht falsch, lässt aber den Ton der Zeit treffend wiedergeben. Das Eingebundensein von Geschichtsschreibung und das Werten in einer bestimmten Gesellschaftsform, wird in verschiedenen von mir gewählten Zitaten deutlich werden. Deshalb sind die von mir verwandten Zitate auch Zeugnisse dieser Rezeptionsgeschichte, die uns die verschiedenen Erzählperspektiven eröffnen von der Ginzburg gesprochen hat. Zu den Zitaten möchte ich nun noch Folgendes anmerken: Es erscheint mir besser und „wissenschaftlicher“, dass eine oder andere Überlieferte mehr zu zitieren, als die Darstellungen paraphrasierend in den Text einzubauen. In diesem Falle ist das Mehr an Zitierungen, für meine Begriffe, besser geeignet, den Vorzug einer multiperspektiven
Herangehensweise an das Thema zu vollführen und die „Quelle“ sprechen zu lassen. Überdies bin ich alles andere als ein Freund der kurzen Zitierweise.
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Daniel Fischer: „Die Konstantinische Schenkung - eine berühmte Fälschung
des Mittelalters; Grundlagen und Ursachen, Inhalt, Kritik und Wirkungen“
2.3 Unsere Hauptquelle? Die Rolle des Eusebius
„Eusebios schuf die neuen christlichen Gattungen von
Kirchengeschichte und Chronik - ja, wichtiger noch, er ist die Hauptquelle für alles, was zu unserem Verständnis von Konstantin beiträgt.“ 16
Mit den Schriften des Eusebius betritt der Historiker das „Minenfeld“, wo er einerseits auf die einseitige Darstellung einer Person angewiesen, andererseits gleichzeitig mit der Quellenkritik bewaffnet ist und forschen muss. Und das Wort „muss“ kann hier im wahrsten Sinne des Wortes als Bedingung angesehen werden. Man könnte auch sagen, dass hier „[...] Historie und Rhetorik als identisch betrachtet werden.“ 17 Dennoch gingen die Urteile über Eusebius weit auseinander. Nach Cameron wollte Eusebius seine Leser von der vorbildlichen christlichen Haltung des Kaisers Konstantin überzeugen und er bemerkte, dass sich Eusebius „ [...] als nüchterner Historiker [nicht aus-] zeichnet [...]“, wohl aber seine ideologische Ausrichtung als christlicher Apologet anschaulich werde. 18 Es sei demnach auch unmöglich, dass man sich der
Forschungskontroverse um Eusebius entziehe. 19 Den Schriften des Eusebius nach ist nichts „[...] durch die Tatsachen selber gegeben.“ 20 , wie es uns der Benediktinermönch des Klosters Ettal, Johannes Maria Pfättisch, 1913 schriftlich zu
versichern wusste. Allerdings fügte Pfättisch hinzu, und das finde ich interessant daran: „Die Hohe Würde, die Konstantin für Eusebius als Befreier und Schutzherr der Kirche hatte [die
16 Cameron, Averil: Das späte Rom, dtv Geschichte der Antike, Band 704, München, 1994, S. 28.
17 Ginzburg, Carlo: Lorenzo Valla und die Konstantinische Schenkung, Die Wahrheit der Geschichte. Rhetorik
und Beweis, Aus dem Italienischen von Wolfgang Kaiser, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin, 2001, S. 66.
18 Cameron, Averil: Das späte Rom, dtv Geschichte der Antike, Band 704, München, 1994, S. 30.
19 Cameron, Averil: Das späte Rom, dtv Geschichte der Antike, Band 704, München, 1994, S. 64.
20 Einleitung: Über das Leben des Kaisers Konstantin, aus: des Eusebius Pamphili vier Bücher über das Leben
des Kaisers Konstantin, aus dem Griechischen übersetzt von P. Johannes Maria Pfättisch, Verlag der Jos.
Kösel’schen Buchhandlung, Kempten/München, 1913, S. V.
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Daniel Fischer, 2005, Die Konstantinische Schenkung – Eine berühmte Fälschung des Mittelalters. Grundlagen und Ursachen, Inhalt, Kritik und Wirkungen, München, GRIN Verlag GmbH
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