Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis 1
1. Einleitung 2
2. Informationen zu Doping 4
2.1. Definitionen von Doping 4
2.2. Geschichte des Dopings 5
2.3. Dopingmittel: 7
2.4. Verbotene Methoden: 8
2.5. Gruppen verbotener Wirkstoffe 9
3 Motivation 10
3.1. Motivation zur Einnahme von Dopingmitteln: Biographische Risiken 10
3.2. Coping durch Doping 12
3.3. Soziologische Betrachtungsweise 14
3.4. Handhabung Prävention von Doping 15
3.5. Organisationen 17
4. Fazit: Doping legalisieren oder kriminalisieren? 19
5. Literaturverzeichnis 23
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1. Einleitung
In der heutigen Zeit ist Leistungssport mit unterschiedlichsten Faktoren verknüpft. Nicht alleine der Sport steht an erster Stelle. Im Hintergrund eines jeden Sportlers oder Vereins sind Netzwerke von unterschiedlichsten Interessen verborgen. Diese Netzwerke beeinflussen die Leistung und den Erfolg maßgeblich. Sie sind es, die sportlichen Erfolg gewährleisten, aber diesen Erfolg auch einfordern.
Dieser fast unausweichlich erscheinende Kreislauf wird anhand bestimmter Einflüsse deutlich. Es gibt derart viele Gesellschaftsgruppen, die sich am Leistungssport indirekt beteiligen. Das allgemeine Interesse, welches dem Sport entgegen gebracht wird, sei es Publikumsmagnet Fußball, sei es der Radsport, sei es Tennis oder andere große Turniere und Wettkämpfe, haben Eigenschaften, die nicht nur Fans anziehen. Die (Sport-)Industrie, die Politik, Wirtschaft im Allgemeinen, Massenmedien und dergleichen mischen auf dem Spielfeld „Sport“ mit. Geld und Bekanntheitsgrad, Einfluss und Macht sind bestimmende Variablen.
Öffentliches Interesse bietet den Akteuren im Hintergrund die geeignete Grundlage, um sich in Szene zu setzen und in der Sportwelt ihre Fäden zu ziehen. Fans, Zuschauer und nicht zuletzt große Events, wie die Tour de France oder die FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft, die fast eine komplette Gesellschaft anspricht, sind Gründe, warum Medialisierung funktioniert. Interesse am Sport bietet den Medien die Möglichkeit, ein weit gefächertes Publikum anzusprechen. Ob jung oder alt, ob Mann oder Frau. Die Zielgruppe umfasst gänzliche alle Altersklassen und Gesellschaftsschichten. Sport ist zugleich eine gesellschaftliche Komponente, die verbindet. Viele Menschen hegen Interesse an verschiedensten Sportarten. Kaum ein anderer Bereich erreicht Personen, so stark wie die verschiedensten Formen von Sport und die Austragung von Wettkämpfen und Veranstaltungen. Das mediale Interesse, welches dem Sport entgegengebracht wird, ist dementsprechend groß und lukrativ.
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Werbeverträge und Marketingstrategien können durch das öffentliche Spektakel „Sport“ transportiert und an den eigentlichen Adressaten befördert werden - den Konsumenten. Die Sportindustrie und Sponsoren sind daran interessiert, möglichst viel Gewinn über den Sport zu erwirtschaften. Diese Bühne bietet den Konzernen die Möglichkeit, ein sehr breites Publikum zu erreichen und als Gewinner genau diese Bühne wieder zu verlassen.
Der Sport unterscheidet jedoch unwillkürlich zwischen Verlierern und Gewinnern. Der Wettkampf braucht viele Verlierer, damit es Gewinner geben kann. 1 Der Gewinner ist es, der Ruhm, Prestige, Anerkennung aber auch finanzielle Mittel erlangt. Für ihn interessiert sich die Öffentlichkeit, die mediale Darstellung, die Sportindustrie, die Sponsoren und die Fans. Dieser Erfolg ist zwar temporär und nicht auf Ewigkeiten bestimmt, dennoch gibt er dem Sportler „soziale Aufmerksamkeit“ 2 .
Die prekäre Situation eines Sportlers wird aber noch durch wesentlich mehr Faktoren beeinflusst. Viele weitere Komponenten veranlassen den Sport, speziell den Athleten, unter Leistungsdruck zu geraten. Diesem Leistungsdruck kann nicht jeder Hochleistungsathlet mit seiner Leistung gerecht werden, was unweigerlich dazu führt, andere Wege und Mittel zu suchen, um erfolgreich zu sein. Ein Mittel für sportlichen Erfolg ist Doping.
In dieser Hausarbeit geht es um die Motivation eines Sportlers, die ihn dazu bewegt, Doping in Betracht zu ziehen und es auch einzusetzen. Unterschiedlichste Risiken verleitet Athleten zur Einnahme von illegalen Substanzen und der Anwendung verbotener Methoden, nur um erfolgreich im weltweiten Sportwettbewerb zu sein. Damit die „Dopingfalle“ 3 näher erläutert werden kann, muss zunächst geklärt werden, was Doping überhaupt bedeutet und wie es sich im heutigen Hochleistungssport niederschlägt. Formen und Methoden des Dopings sollen näher aufgeführt werden,
1 Vgl. Bette, Karl-Heinrich; Schimank, Uwe: Biographische Dynamiken im Leistungssport. Möglichkeiten der Dopingprävention im Jugendalter, Köln: Sport und Buch Strauß (2002), S. 341
2 Ebd.
3 Vgl. Bette, Karl-Heinrich ; Schimank, Uwe: Die Dopingfalle. Soziologische Betrachtungen, Bielefeld: transcript (2006)
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damit ein differenziertes Bild entstehen kann. Die geschichtliche Entwicklung des Dopings sollte dabei auch nicht außer Acht gelassen werden. Des Weiteren muss Wert auf die institutionelle und rechtliche Lage von Dopingprävention und -Intervention gelegt werden, damit Strukturen und Probleme aufgedeckt werden können, um die Frage zu diskutieren, ob Doping in Zukunft kriminalisiert oder doch legalisiert werden sollte.
2. Informationen zu Doping
2.1. Definitionen von Doping
Dopingdefinition der Welt Anti-Doping Agentur WADA:
Artikel 1 Definition von Doping:
Doping wird definiert als das Vorliegen eines oder mehreren der nachfolgenden in Artikel 2.1. bis 2.8. festgelegten Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen.
Artikel 2 Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen:
2.1. Die Anwesenheit einer verbotenen Substanz, deren Metaboliten oder eines Markers in einer dem Athleten entnommenen Probe
2.2. Die Anwendung bzw. der Versuch der Anwendung einer verbotenen Substanz oder einer verbotenen Methode
2.3. Verweigerung oder Nichterfüllung (ohne ausreichende Begründung) der Abgabe einer Probe nach Aufforderung zur Dopingkontrolle entsprechend der Authorisierung durch die Anti-Doping-Regeln
2.4. Verhinderung der Verfügbarkeit bei Kontrollen außerhalb des Wettkampfes einschließlich des Unterlassens der Aufenthaltsmeldepflicht 2.5. Betrug oder der Versuch eines Betruges bei der Dopingkontrolle 2.6. Besitz von verbotenen Substanzen oder verbotenen Methoden 2.7. Weitergabe jeglicher verbotenen Substanz oder verbotenen Methode 2.8. Anstiftung, Mitbeteiligung, Unterstützung oder Ermutigung zur Anwendung oder
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zum Versuch einer Anwendung einer verbotenen Substanz oder verbotenen Methode oder jegliche Art der Beteiligung an einem Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln 4
Definition des Europarates von 1963: "Doping ist die Verabreichung oder der Gebrauch körperfremder Substanzen in jeder Form und physiologischer Substanzen in abnormaler Form oder auf abnormalem Weg an gesunde Personen mit dem einzigen Ziel der künstlichen und unfairen Steigerung der Leistung für den Wettkampf. Außerdem müssen verschiedene psychologische Maßnahmen zur Leistungssteigerung des Sportlers als Doping angesehen werden.“ 5
IOC-Regel bis Ende 2003: „Doping ist die Verwendung von Substanzen aus den verbotenen Wirkstoffgruppen und die Anwendung verbotener Methoden.“ 6
2.2. Geschichte des Dopings
Wortgeschichte: Das Wort „dope“ stammt aus einem südafrikanischen Dialekt, der einen hochprozentigen, selbst gebrannten Schnaps beschreibt, welcher bei rituellen Handlungen getrunken wurde, um Stimulierung zu erreichen. 7
Die Geschichte des Dopings hat schon eine jahrtausendlange Tradition. Schon in der Antike haben sich Athleten „gedopt“. Sie nahmen an, dass durch Einnahme von Stierhoden oder Pilzen eine Leistungssteigerung ermöglicht würde. Im Jahre 1869 taucht das Wort „Doping“ zum ersten Mal in einem englischen Wörterbuch auf. In England wurde es im Pferdesport eingesetzt. Eine Mischung aus Narkotika und Opium wurde damals Pferden verabreicht. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Dopingmethoden im Radsport angewandt.
4 Vgl. http://www.wada-ama.org/rtecontent/document/Code_deutsch.pdf , 17.2.07 (2004) (o.V.), S. 10 ff.
5 Vgl. Donike, M.; Rauth, S.: Dopingkontrollen. Sport und Buch Strauß, Köln (1996), S. 1.
6 Vgl. http://www.dshs-koeln.de/biochemie/rubriken/01_doping/01.html, 17.02.07 (o.V.) (o.J.)
Vgl. Rathgeber, Tobias: Doping. Eine Gefahr für den Jugendsport? Berlin: Weißensee-Verlag (2004), 7 S. 17
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Quote paper:
Lutz Mueller, 2007, Doping im Sport – Kriminalisierung oder Legalisierung von Doping – Motivation zum Doping, Munich, GRIN Publishing GmbH
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