Stationen der Zusammenarbeit: FamilienhelferInnen
und Familien und ihre Probleme und Grenzen
von Silja Gettner
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
1.1. Fragestellung der Arbeit
2. Grundlagen der Sozialpädagogischen Familienhilfe
2.1. Leistungen der Sozialpädagogischen Familienhilfe
2.2. Aufgaben der Sozialpädagogischen Familienhilfe
2.3. Theorieelemente der Familienhilfe
3. Das Klientel
3.1. Die Ausschlusskriterien
4. Die Zusammenarbeit
4.1. Die Stationen der Zusammenarbeit
4.2. Die Arbeitsprinzipien einer sozialpädagogischen Fachkraft
4.3. Rechtliche Grundlagen der Zusammenarbeit
4.3.1. Der Kontrakt
5. Probleme und Grenzen der Zusammenarbeit
5.1. Das Verhältnis von Nähe und Distanz
5.2. Probleme und Grenzen bei der Zielfindung und ihrer Realisierung
5.2.1. Der Zielfindungsprozess
5.3. Das Kommunikationsproblem
5.4. Die Diskrepanz zwischen Werten und Normen
6. Abbrüche der Sozialpädagogischen Familienhilfe
6.1. Allgemeine Bedingungen eines Abbruchs
6.2. Abbrüche seitens der Familie
6.3. Abbrüche seitens der Fachkraft
6.4. Bewertung der Abbruchgründe
7. Zusammenfassung
Literaturverzeichnis
1. Einführung
Wie das Statistische Bundesamt im Dezember 2000 ermittelte, wurden 1999 insgesamt 17 043 Familien davon 42 000 Kindern mit sozialpädagogischer Familienhilfe unterstützt.
Die Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) ist eine vergleichsweise neue Form der erzieherischen Hilfe für Kinder und Jugendliche und stellt in diesem Zusammenhang eine zusätzliche wirkungsvolle ambulante Jugendhilfeleistung dar. Sie wurde 1969 zum ersten Mal durch die Berliner Gesellschaft für Heimerziehung angeboten und vollzieht sich seitdem in Familien in gravierenden Unterversorgungslagen (Bildung, Arbeit, Wohnung, Finanzen usw.) und setzt bei ihrer Arbeit Freiwilligkeit und Mitwirkungsbereitschaft aller Familienmitglieder voraus, um eine Auseinandersetzung mit ihren Problemen zu leisten.
Die Teilnahme an der Hilfe wird überwiegend von den Jugendämtern und anderen öffentlichen Stellen angeregt, elterlicherseits und seitens der freien Träger erfolgt dieser Schritt eher selten. Anlass für die Hilfe sind in erster Linie Erziehungsschwierigkeiten, Entwicklungsauffälligkeiten, sowie Beziehungsprobleme.
Die sozialpädagogische Familienhilfe versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe und soll Familien durch Betreuung und Begleitung helfen, ihre Alltagsprobleme, Konflikte und Krisen zu meistern und den Kontakt zu Ämtern und Einrichtungen erleichtern. Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche erhalten dadurch die Chance, solange wie vertretbar in der Herkunftsfamilie zu bleiben.
1.1. Fragestellung der Arbeit
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik der Sozialpädagogischen Familienhilfe, ihren Stationen der Zusammenarbeit und den Problemen und Grenzen innerhalb der Hilfe.
2. Grundlage der Sozialpädagogischen Familienhilfe
Kommen Eltern mit der Erziehungssituation nicht mehr alleine zurecht, so haben sie Anspruch auf Hilfen zur Erziehung. Die Sozialpädagogische Familienhilfe wird als Hilfe zur Erziehung (siehe KJHG § 27) gewährt, sobald die Personensorgeberechtigten Hilfe, Rat oder Unterstützung benötigen.
Sie ist rechtlich im § 31 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes verankert. Darin heißt es:
"Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, die der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen, im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf längere Dauer angelegt und erfordert die Mitarbeit der Familie" (KJHG, Achtes Buch Sozialgesetzbuch, S.52).
Sie richtet sich primär an Familien, deren Lebenssituation durch massive materielle Probleme und familiäre Belastungen gekennzeichnet ist.
Eine weitere rechtliche Grundlage bildet in diesem Zusammenhang der § 36 KJHG, in dem es um die Mitwirkung der Familie in bezug auf den Hilfeplan geht.
2.1. Leistungen der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH)
[...]
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Silja Gettner, 2001, Stationen der Zusammenarbeit: FamilienhelferInnen und Familien und ihre Probleme und Grenzen, Munich, GRIN Publishing GmbH
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