2
Universität Karlsruhe (TH)
Institut für Literaturwissenschaft
,ZHLQV5FNNHKUXQG:LHGHUHLQVHW]XQJLQ,ZHLQ
+DUWPDQQYRQ$XH
Proseminar: Einführung in Probleme und Methoden der Mediävistik (MII) WS 97/98
3
OLHGHUXQJ
Einleitung. 4
1. Der Dichter Hartmann von Aue und die Entstehung des “Iweins 4
2. Kurze Inhaltsangabe 5
3. Begriffserläuterungen: 6
4. Aufbau und Komposition unter dem Gesichtspunkt der Rückkehr und Wiedereinsetzung 7
4.1 Iweins Erwachen. 7
5. Die Formen des Kampfes 8
5.1 Iweins Kämpfe im zweiten Teil. 9
Das Literaturverzeichnis 15
4
(LQOHLWXQJ
Die Interpretation beschäftigt sich mit dem Thema “Rückkehr und Wiedereinsetzung von Iwein” im Iwein von Hartmann von Aue.
Zuerst gebe ich einen Überblick über die Überlieferungsgeschichte. Nach einer kurzen Inhaltsangabe werden die Begriffe “saelde und êre”und ‘aventiure’ erläutert, da sie zum Verständnis des Iweins eine wichtige Funktion inne haben und in unserem Sprachgebrauch nicht mehr existieren.
Dann wird der Aufbau und die Komposition unter dem Themenaspekt aufgeführt. Schließlich wird anhand der Kämpfe seine Rückkehr und Wiedereinsetzung gezeigt. Einen Vergleich mit anderen Heldenepen führe ich nicht an, da sonst der Rahmen der Arbeit gesprengt werden würde.
'HU'LFKWHU+DUWPDQQYRQ$XHXQGGLH(QWVWHKXQJGHV³,ZHLQV´
Peter Wapnewski äußert sich über Hartmann von Aue. In der Einleitung weist er darauf hin, daß die Epiker des Mittelalters nicht urkundlich erwähnt sind. Daß wir dennoch den Namen des Dichtes kennen, liegt bei Hartmann von Aue daran, daß er in all seinen epischen Werken seinen Namen nennt. Sein Werk umfaßt die Artusromane “Erek” und “Iwein”, “Klage” und die Kleindichtungen “Gregorius “und “Der arme Heinrich”. Hartmann von Aue war Ritter und hatte das Amt eines Ministerial inne. “Zu Aue” war er angestellt. Aufgrund seiner alemannischen Sprache vermutet man seine Herkunft in diesem Sprachgebiet. Da er der Kunst des Lesens und Schreibens kundig war, kann man ihn als einen gelehrten Mann bezeichnen. Darüber hinaus vermittelt Hartmann in seinen Werken den Eindruck, in den artes ausgebildet zu sein. 1
H. Sparnaay folgert aus verschiedenen Beschreibungen in Hartmanns Werken, daß das Jahr 1190 als Beginn des “Erec” angesehen werden kann. Da es sich um ein Frühwerk handelt, wird Iweins Vollendung in das Jahr 1202 datiert, weil es Hartmanns letztes Werk ist und als sein eigentliches
1 vgl., Wapnewski, Peter, Hartmann von Aue, Stuttgart, 1972, S. 4-11.
5
Meisterwerk gilt. Die Entstehungszeit ist allerdings nicht gesichert. Hartmann hat den “ Yvain” des französischen Dichters Chrestien de Troyes übersetzt und greift dessen Stoff auf. 2 Darüber hinaus sieht H. Sparnaay in Hartmann nicht nur einen Dichter, sondern auch den Erzieher, der seinen Roman nach der scholastischen Tugendlehre erörtert. “ Die seinem eigenen Selbst so durchaus gemäße Kardinaltugend der temperantia ist ihm dabei Richtschnur und Ziel” . 3
.XU]H,QKDOWVDQJDEH
Iwein ist der Sohn des Königs Urien. Peter Wapnewski sieht keine Parallelen: “ mit dem historischen Owen des 6. Jahrhunderts, einem Sohne des Königs Urien und Helden der Kymren, hat der Romanheld allenfalls durch Zufall etwas gemein.” 4
Er ist Ritter am Hofe des König Artus. Durch die Erzählung des Gawein wird er auf Askalon aufmerksam gemacht. Die Ritter des Artushofes möchten gemeinsam losziehen und gegen Askalon kämpfen. Doch Iwein wittert für sich die Gelegenheit zu êre zu gelangen und macht sich noch vor den Rittern auf den Weg, um alleine gegen Askalon anzutreten.
Durch die Tötung Askalons gelangt er rasch an dessen Herrschaft, Reich und Frau. Doch durch seinen Drang zur Aventiure zieht es ihn fort von Land und Frau. Laudine gewährt im eine Jahresfrist. Er versäumt es, den gesetzten Termin von Laudine einzuhalten und verliert alles. Iwein verfällt dem Wahnsinn. Eine Dame heilt ihn durch eine Wundersalbe und Iwein muß eine Kette von Abenteuern bestehen, ehe er seine Ehre wiederherstellen kann und Laudines Minne von neuem erwirbt.
2 vgl., Sparnaay, H., Hartmann von Aue, Bd. 2, Darmstadt, 1975, S.42-46.
3 ebd. S.48.
4 vgl., Wapnewski, Peter, Hartmann von Aue, Stuttgart, 1972, S. 59.
Arbeit zitieren:
Karoline Kmetetz-Becker, 1998, Iweins Rückkehr und Wiedereinsetzung im "Iwein" von Hartmann von Aue, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit, 15 Seiten
"Liebe ist..." Liebeskonzeptionen in Mittelalter und Neuzeit...
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit (Hauptseminar), 29 Seiten
Analyse des Jugendbuches "Liebe Tracey. Liebe Mandy" und der...
Unter Einbezug des Themas Juge...
Hausarbeit (Hauptseminar), 28 Seiten
Leidensmystik im Mittelalter mit Schwerpunkt Mittelalterliche Frauenmy...
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
Referat (Ausarbeitung), 4 Seiten
Armenfürsorge zur Zeit der Industrialisierung bis zum 1.Weltkrieg und ...
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Hausarbeit, 17 Seiten
Karoline Kmetetz-Becker's Text Iweins Rückkehr und Wiedereinsetzung im "Iwein" von Hartmann von Aue ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Karoline Kmetetz-Becker hat den Text Iweins Rückkehr und Wiedereinsetzung im "Iwein" von Hartmann von Aue veröffentlicht
Karoline Kmetetz-Becker hat einen neuen Text hochgeladen
Arbeitshilfe Religion inklusiv Grundstufe und Sekundarstufe I Basisban...
Im Auftrag der Religionspädago...
Hartmut Rupp, Stefan Hermann
German Poetry from the Beginnings to 1750: Hartmann Von Aue, Wolfram V...
Ingrid Walsoe-Engel, Wolfram Von Eschenbach, George C. Schoolfield
0 Kommentare