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Katalanisch als Regionalsprache

Titel: Katalanisch als Regionalsprache

Seminararbeit , 2006 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Felix Bellermann (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Trotz der wieder gewonnenen Offizialität hat man auch in Katalonien noch lange nicht das erreicht, was Katalonien zukommen sollte:
Eine eigene Sprache, die sowohl von den Bürgern als auch der restlichen Welt gekannt, gelernt, und in jedem Bereich gebraucht wird. Theoretisch existiert diese Sprache in Form des Katalanischen und genauso existiert das zugehörige Volk.

Allerdings ist das Recht auf ebensolche Sprache Katalonien in seiner Geschichte mehrfach verwehrt worden. Heutzutage sieht, spürt und vor allem hört man innerhalb Kataloniens nach wie vor eine sprachliche Uneinigkeit. Spanisch sowohl als Katalan-isch sind präsent.
Das Besondere ist, dass die linguistische Situation in Katalonien, direkt verwebt mit der politischen Situation ist. Sprache bedeutet in Katalonien Politik. Ein Bekennen zum Katalanischen bedeutet ein Bekennen für die Autonomiebestrebungen der Rgion Katalonien. Die sprachliche Situation des Katalanischen wird gezielt von der Generalitat, der Summe der autonomen Regierungsinstanzen Kataloniens gefördert.

Das Ziel dieser Arbeit soll die Untersuchung der in Katalonien vorliegenden soziolinguistischen Situation sein.
Da, wie bereits erwähnt eine Sprachsituation vorliegt, die beinahe parallel zu den politischen Entscheidungen gestaltet wurde, widme ich Abschnitt 3. der Sprachpolitik und den wichtigsten Steuerungsinstitutionen. Den Effekt, den dieses auf die gesetzlich steuerbaren Bereiche wie zum Beispiel Bildung, Medien, Administration und Literatur hat versuche ich in Abschnitt 4. zu umreißen. Schließlich ist von nicht geringem Interesse, welche Wirkung die Normalisierungspolitik in Katalonien nun tatsächlich auf die Bevölkerung hat, welche das Blut ist, das durch die Adern eines Sprache Körpers fließen muss, um diesen am Leben zu halten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Zur Ausbreitung der katalanischen Sprache

2. Zur Geschichte des Katalanischen

2.1 Bis zur 2. Spanischen Republik

2.2 Von 1930 bis zum Ende der Diktatur

3. Normalisierungsschritte und Werkzeuge

3.1 Zusammenfassung der Sprachpolitik Kataloniens

3.2 Die wichtigsten Organe

3.2.2 Das Institut d’Estudis Catalans

4. Kataloniens Sprachpraxis

4.1 Sprachgebrauch in der Verwaltung

4.2 Der Sprachgebrauch in den Medien

4.2.1 Presse

4.2.2 Fernsehen

4.3 Literatur

4.4 Der Sprachgebrauch im Bildungssektor

4.4.1 Schulbildung

4.4.2 Hochschulen

4.5 Bevölkerung und Katalanisch im Allgemeinen

5. Schluss – Versuch einer Prognose zur Entwicklung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der soziolinguistischen Situation in Katalonien nach der Demokratisierung Spaniens. Dabei wird analysiert, wie politische Maßnahmen und Institutionen den Gebrauch des Katalanischen in öffentlichen und privaten Lebensbereichen fördern und welche Herausforderungen in einem mehrsprachigen Kontext bestehen.

  • Historische Entwicklung des Katalanischen unter wechselnden politischen Bedingungen.
  • Die Rolle der Sprachpolitik und staatlicher Steuerungsinstanzen bei der Normalisierung.
  • Analyse des Sprachgebrauchs in Verwaltung, Medien, Literatur und Bildung.
  • Soziolinguistische Auswirkungen der Sprachförderung auf die Bevölkerung.

Auszug aus dem Buch

0. Einleitung

Spanien ist vom linguistischen Standpunkt aus besehen ein Sonderfall. Das EU-Land besitzt anstatt einer offiziellen Staatssprache noch drei weitere genauso offizielle Sprache, die in den Regionen Baskenland, Galicien und Katalonien gelehrt, gesprochen und geschrieben werden. Die Regionalsprachen haben eine Tradition, sind die Wahrzeichen der zugehörigen Völker. Im Baskenland kämpft man seit der kulturellen Unterdrückung durch Diktator Franco mit Waffen gegen die politische und sprachliche Vereinheitlichung innerhalb Spaniens. Die eigene Sprache der Basken ist dabei sowohl Motor, als auch Transportmittel und Reiseziel in einem für die radikalen Handlungen der ETA.

Trotz der wieder gewonnenen Offizialität hat man auch in Katalonien noch lange nicht das erreicht, was Katalonien zukommen sollte: Eine eigene Sprache, die sowohl von den Bürgern als auch der restlichen Welt gekannt, gelernt, und in jedem Bereich gebraucht wird. Theoretisch existiert diese Sprache in Form des Katalanischen und genauso existiert das zugehörige Volk. Allerdings ist das Recht auf ebensolche Sprache Katalonien in seiner Geschichte mehrfach verwehrt worden. Heutzutage sieht, spürt und vor allem hört man innerhalb Kataloniens nach wie vor eine sprachliche Uneinigkeit. Spanisch sowohl als Katalanisch sind präsent.

Das Besondere ist, dass die linguistische Situation in Katalonien, direkt verwebt mit der politischen Situation ist. Sprache bedeutet in Katalonien Politik. Ein Bekennen zum Katalanischen bedeutet ein Bekennen für die Autonomiebestrebungen der Region Katalonien. Die sprachliche Situation des Katalanischen wird gezielt von der Generalitat, der Summe der autonomen Regierungsinstanzen Kataloniens gefördert.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die komplexe soziolinguistische Lage Spaniens ein und skizziert die besondere Bedeutung des Katalanischen als politisches Identitätsmerkmal.

1. Zur Ausbreitung der katalanischen Sprache: Das Kapitel bietet einen geographischen und statistischen Überblick über das Verbreitungsgebiet der Sprache und den aktuellen Kenntnisstand der Bevölkerung.

2. Zur Geschichte des Katalanischen: Es wird die historische Entwicklung des Katalanischen von seinen Ursprüngen über die Unterdrückung während der Diktatur bis hin zur Demokratisierung nachgezeichnet.

3. Normalisierungsschritte und Werkzeuge: Hier werden die gesetzlichen Grundlagen und die zentralen Institutionen, wie die Secretaria de Política Lingüística, vorgestellt, die die sprachliche Normalisierung steuern.

4. Kataloniens Sprachpraxis: Dieses Kapitel untersucht die Anwendung des Katalanischen in der Verwaltung, den Medien, der Literatur und dem Bildungssektor sowie das Sprachverhalten der Bürger.

5. Schluss – Versuch einer Prognose zur Entwicklung: Der Abschluss reflektiert den aktuellen Stand der Normalisierung und wagt eine Prognose zur zukünftigen soziolinguistischen Rolle des Katalanischen im Spannungsfeld mit dem Spanischen.

Schlüsselwörter

Katalanisch, Sprachpolitik, Generalitat, Normalisierung, Soziolinguistik, Spanien, Autonomie, Sprachenrecht, Bildungssektor, Sprachgebrauch, Mehrsprachigkeit, Identität, Institut d’Estudis Catalans, Sprachwandel, Regional sprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziolinguistische Situation des Katalanischen in der autonomen Region Katalonien und beschreibt die Bemühungen zur Förderung der Sprache nach dem Ende der Franco-Diktatur.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind die historische Genese der Sprache, die gesetzlichen Normalisierungsstrategien der Generalitat, die institutionelle Förderung durch Einrichtungen wie das Institut d’Estudis Catalans sowie der praktische Sprachgebrauch in Medien und Bildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und Bewertung des Erfolgs der katalanischen Sprachpolitik bei der Reintegration des Katalanischen als präsente und offizielle Alltagssprache.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus historischem Überblick, einer Analyse offizieller Gesetzestexte sowie der Auswertung soziolinguistischer Statistiken zur Sprachkompetenz und -nutzung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die gesetzlichen Rahmenbedingungen und administrativen Organe beleuchtet, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung des Sprachgebrauchs in öffentlichen Sektoren wie der Verwaltung, dem Schulwesen und den Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Katalanisch, Sprachpolitik, Generalitat, Normalisierung, Soziolinguistik und Autonomie.

Welche Rolle spielt das Institut d’Estudis Catalans (IEC) in der Sprachplanung?

Das IEC fungiert als wissenschaftliche Instanz, die für die Festlegung der sprachlichen Normen, die philologische Forschung und die Koordination der Sprachpflege verantwortlich ist.

Wie unterscheidet sich die Sprachsituation in der Verwaltung von der im privaten Bereich?

In der Verwaltung ist das Katalanische durch strikte gesetzliche Vorgaben stark präsent, während der Sprachgebrauch im privaten Umfeld stärker von individuellen Präferenzen und sozialen Kontexten geprägt ist.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Katalanisch als Regionalsprache
Hochschule
Universität Potsdam
Note
1,3
Autor
Felix Bellermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
29
Katalognummer
V73154
ISBN (eBook)
9783638880916
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Katalanisch Regionalsprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Bellermann (Autor:in), 2006, Katalanisch als Regionalsprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73154
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Leseprobe aus  29  Seiten
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