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3.1. Idiopathische Epilepsie S 5
3.2. Symptomatische Epilepsie S 5
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4.1. Fokale Epilepsien S 6
einfach-fokale Epilepsie S 7
komplex-fokale Epilepsie S 8
4.2. Generalisierte Epilepsien S 9
Absencen-Epilepsien S 9
Grand-Mal-Anfall S 10
4.3. Unbestimmte Epilepsien S 10
Landau-Kleffner-Syndrom S 10
4.4. Spezielle Epilepsien S 11
Reflexepilepsien S 11
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Medikamentöse Therapie S 13
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Psychologische Therapie S 14
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Nach den Durchblutungsstörungen sind die Epilepsien die häufigsten chronischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Etwa 0,5 – 1 % aller Menschen leiden an einer chronischen Epilepsie.
Jeder Epileptische Anfall beruht auf einer Hirnfunktionsstörung in Form abnormer elektrischer Entladungen der Nervenzellen. Also kann jeder Mensch unter extremen Bedingungen einen epileptischen Anfall erleiden. Es muss von vornherein zwischen den Begriffen epileptischer Anfall und Epilepsie unterschieden werden, denn damit ist keinesfalls dasselbe gemeint. Der Anfall ist nur ein Symptom. Ein einziger Anfall bedeutet noch keine Epilepsie. Beim epileptischen Anfall handelt es sich um ein einzelnes Geschehen, das sich plötzlich ereignet und meist nach Sekunden oder Minuten auch wieder aufhört. Erst wenn bei einem Menschen ohne ersichtlichen Grund mindestens zwei epileptische Anfälle aufgetreten sind, spricht man von Epilepsie. Etwa 5 % der Bevölkerung erleiden mindestens einmal in ihrem Leben einen solchen Anfall. Bei 4 % dieser Kranken handelt es sich um sogenannte Gelegenheitsanfälle, bei denen der Anfall auf einen bestimmten Auslöser folgt, z.B. durch Streß, Fieber oder chronischen Alkoholismus um einige zu nennen. Prinzipiell ist die Häufigkeit weltweit gleich, da es keine klimatischen oder herkunftsorientierten Unterschiede gibt. Allerdings gibt es folgende Einschränkung. In Ländern, in denen gesundheitliche Störungen, die zur Epilepsie führen können häufiger sind bzw. auf Grund mangelnder hygienischer Standards oder wegen medizin-technischer Unzulänglichkeiten nur ungenügend behandelt werden können, kommt die Epilepsieerkrankung 3-4 mal häufiger vor, als in den sog. Industrieländern. (vgl. H. Schneble, 1996, Epilepsie, S.11-12)
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Da die Krankheit Epilepsie überaus Umfassen ist, werde ich mich auf einige ausgewählte Formen beschränken und nur einen groben Überblick über diese Krankheit geben, da sonst der Rahmen dieser Hausarbeit gesprengt wird.
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Kaum eine andere Krankheit lässt sich historisch soweit zurückverfolgen wie die Epilepsie. Aus den frühsten schriftlichen Zeugnissen der Menschheitsgeschichte wissen wir, dass diese Krankheit schon in den frühen Hochkulturen – z.B. im Alten Reich der ägyptischen Antike und zur Zeit des babylonischen Königs Hammurabi – Patienten, Ärzte und Gesellschaft in hohem Maße beschäftigt hat.
Das Wort Epilepsie ist vom Griechischen abgeleitet und bedeutet „plötzlich heftig ergriffen und überwältigt" zu werden. Im antiken Griechenland stellte man sich vor, dass die Epilepsie dem Menschen durch Götter oder Dämonen auferlegt würde, man sprach deshalb von einer heiligen Krankheit. Die Ursachen der Epilepsie wurden, je nach Epoche und vorherrschendem Medizinkonzept und Religion unterschiedlich gesehen. Das machte sich auch bei der Behandlung bemerkbar. Epilepsie umgibt auch heute noch das Fluidum des Unerklärlichen und Unheimlichen, viele Ängste und Vorurteile ranken sich um diese Krankheit.
Im 19. Jahrhundert wurden die Epilepsiekranken von den Irren getrennt, weil man eine Ansteckung befürchtete. Dies ist natürlich nicht der Fall.
Anfallskranke können genau wie alle anderen auch psychische Symptome zeigen, traurig, vergesslich oder unkonzentriert sein – aber sie sind nicht geisteskrank! So gibt es eine große Zahl hochbegabter, genialer und berühmter Persönlichkeiten, die nachweislich an einer Epilepsie gelitten haben, z.B. Alexander der Große, Julius Caesar, Georg Friedrich Händel, Niccolo Paganini, Alfred Nobel, Sokrates, van Gogh und Lenin. (vgl. H. Schneble, 1996, Epilepsien, S.12-14 / P. Berlit, 1994, Epilepsien, S. 94 und www.medizininfo.de)
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3. Formen der Epilepsie
Es wird unterschieden zwischen Epilepsien, die ohne ersichtlichen Grund auftreten und Epilepsien, denen eine Hirnerkrankung/Hirnschädigung voraus geht.
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Eine idiopathische Epilepsie zeigt keine Hinweise auf eine grundlegende Erkrankung des Gehirns. Hier muß bemerkt werden, das die Epilepsie keine Erbkrankheit ist. Allerdings wird davon ausgegangen, dass es sich bei diesen Patienten um vorwiegend genetisch bedingte Epilepsien handelt (Schneble 1996, Epilepsie S.53). Die Wahrscheinlichkeit, dass in einer Familie, in der ein Elternteil an einer idiopathischen Epilepsie leidet, auch bei einem der Nachkommen auftritt, liegt bei etwa 5 – 7 %, bei einer durchschnittlichen Häufigkeit in der Bevölkerung von 0,5 – 1 %. Es wird nicht die Epilepsie an sich vererbt, sondern nur die Neigung zu epileptischen Anfällen. Bis heute lässt sich die Ursache einer Epilepsie nicht exakt aufklären, sodass 20 – 30 % aller Epilepsien der Gruppe der „ätiologisch ungeklärten Epilepsien“ zugeordnet werden müssen. (vgl. H. Schneble, 1996, Epilepsien, S.53)
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Symptomatische Epilepsien sind solche, bei denen eine erkennbare, objektivierbare cerebrale Erkrankung zugrunde liegt. Sie treten in Folge von Hirnschädigungen auf, die während der Schwangerschaft, der Geburt oder später bis zum Auftreten der Anfälle eingetreten sind. So kann z.B. eine Infektion im Mutterleib, ein Tumor, eine Hirnverletzung, oder eine Hirnentzündung als Ursache des Anfallleidens nachgewiesen werden. Zu unterscheiden sind hier zwei Formen. Ist bei einer symptomatischen Epilepsie die zugrundeliegende Ursache von prozeßhafter Natur (z.B. Hirntumor, degenerative Erkrankung, Stoffwechselstörung), so spricht man von Prozeß-Epilepsien. Treten die symptomatischen Epilepsien in Folge einer abgeschlossenen (stationären) celebralen Störung auf, so spricht man von Residual-
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Armin Anders, 2002, Epilepsie, Munich, GRIN Publishing GmbH
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