Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung S.1
2. Ursachen S.1
2.1 Zweite Parteikonferenz S.1
2.2 Kirchenkampf
2.3 Massenflucht
2.4 Normerhöhungen
2.5 „Neuer Kurs“ S.3
3. Was passierte am 16. und 17. Juni 1953? S.4
3.1 Wer beteiligte sich? S.5
3.2 Forderungen der Demonstranten
3.3 Reaktionen seitens der Regierung und der Sowjetunion
3.4 Opfer S.7
4. Danach S.8
4.1 Verhalten der Regierung S.8
4.2 Verhalten der Justiz
4.3 Stimmung in der Bevölkerung
4.4 Der Westen S.10
5. Schluss S.10
6. Literaturverzeichnis S.11
1. Einleitung In meiner Referatsausarbeitung werde ich mich mit dem Aufstand am 17. Juni. 1953 in der DDR befassen. Ich habe dieses Thema gewählt, da ich den 17. Juni zwar als nationalen Gedenktag kenne, jedoch bisher nicht wusste, was damals passiert war. Um die Kenntnisse über den Aufstand zu erweitern, recherchierte ich die Vorraussetzungen, die zu dem Aufstand führten, den Ablauf des Aufstandes selbst, sowie die Weiterentwicklung danach.
2. Ursachen
2.1 Zweite Parteikonferenz
In der 2. Parteikonferenz, im Juli 1952, beschloss die SED mit dem „Aufbau des Sozialsozialismus“ zu beginnen. Dies bedeutete unter anderem die Neugliederung der fünf Länder in 14 Bezirke und einen direkten Angriff auf die verbliebene Mittelschicht. Bauern und kleinere Handels- und Gewerbebetriebe, sollten durch erhöhte Abgabenzahlungen zur Aufgabe ihrer Selbständigkeit gezwungen werden. Dieser Beschluss wurde auf Grund der katastrophalen ökonomischen Lage des Staates entschieden. Die direkten und indirekten Militärausgaben stiegen im Zuge der von den sowjetischen Behörden verstärkten Militarisierung kontinuierlich an. 1952 umfasste sie zusammen mit den Zahlungen der Reparationsleistungen 20% des gesamten Staatshaushaltes. Deswegen orientierte sich die Wirtschaftspolitik an der Bevorzugung der Schwerindustrie, wodurch natürlich die Lebensmittel- und Konsumindustrie stark beeinträchtigt wurden. Dies wiederum führte zu einem Absinken des Lebensstandards der Bevölkerung. So wurde zum Beispiel zeitweilig jeden Abend bei Einbruch der Dunkelheit der elektrische Strom abgeschaltet (vgl. Baring 1983, S.19 ff).
2.2 Kirchenkampf
Trotz der grundsätzlichen Bereitschaft zum Arrangement seitens der evangelischen Kirche mit der SED kam es zu schweren Konflikten. Mit der Kirche stand der SED die letzte Institution gegenüber, die legale Opposition ausüben konnte. Immer wieder protestierte die Kirche öffentlich gegen das Denunziantentum und die brutalen
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Methoden der Enteignung. Die SED entfesselte seit Januar 1953 eine Verleumdungskampagne gegen die Jungen Gemeinden, eine Jugendorganisation der Kirche, da sie ihre eigene Jugendarbeit dadurch behindert sahen und sie die Kirche als politischen und gesellschaftlichen Faktor ausschalten wollten. Von Januar bis April 1953 werden 70 Theologen und Jugendleiter verhaftet. Mitglieder der Freien Deutsche Jugend (FDJ) zeigten Lehrer und Schüler auf Grund ihrer kirchlichen Sympathien und Aktivitäten an, worauf Verhaftungen und Schulverweise folgten (vgl. E. Neubert 1998, S.70 ff).
2.3 Massenflucht
In der Abb. 2 die Flüchtlingszahlen vom Juli 1952 bis März 1953 (Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen 1962).
Die Unzufriedenheit der Bevölkerung spiegelte sich auch in den steigenden Flüchtlingszahlen wieder. Alleine im März flüchteten 59.000 Staatsbürger. Praktisch alle Schichten der Bevölkerung hatten Grund zur Flucht: Intellektuelle wollten der geistigen Bevormundung entgehen, Selbständigen und Bauern wurde durch Enteignung die Lebensgrundlage genommen; Arbeiter, Rentner und
Kriegshinterbliebene waren im Westen sozial wesentlich besser gestellt; Christen wollten der Verfolgung und Benachteiligung ausweichen und SED-Mitglieder flohen vor der Disziplinierung. Die Massenflucht bereitete der Regierung erhebliche ökonomische Probleme (vgl. Neubert 1998, S. 68 f).
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Arbeit zitieren:
Alina Michelt, 2007, Der 17. Juni 1953 in der DDR, München, GRIN Verlag GmbH
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