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Historische deutsche Studentensprache

Frühe philologische Betrachtungen

Titre: Historische deutsche Studentensprache

Dossier / Travail , 2005 , 12 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Beate Brinkmöller (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Divers
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...Nachdem sich die Sondersprachforschung zunächst auf die Sammlung von Wörtern und Phrasen beschränkte, beginnt eine wissenschaftliche Erforschung der historischen Studentensprache in Bezug auf den Einfluss auf die Gemeinsprache gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit Meiers Untersuchungen der Halleschen Studentensprache (1894) und Kluges Deutscher Studentensprache (1895). So formuliert Friedrich Kluge: „Alle Berufszweige, alle Stände schaffen Wortmaterial, das der Literatur zu dienen berufen ist. (…) Und jede Schicht des Volkes ist zum Ausbau unserer Gemeinsprache mit reichem Material dienstbereit und dienstbar.“
...
Auffällig ist, dass die Studentensprache als einzige eine Kreuzklassifikation erfährt, und sowohl als Standessprache, wie auch als Sprache einer bestimmten Altersklasse ausgewiesen wird. Nachzutragen bleibt, dass es sich bei der Studentensprache zusätzlich um eine reine „Männersprache“ handelt....

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Sondersprachforschung

2. Historische Wörterbücher und literarische Dokumente zur Studentensprache

2.1 Literarische Dokumente

2.2 Wörterbücher

3. Gliederung der Wörterbücher nach zentralen Erfahrungsbereichen und sozialen Wertungen

4. Sprachliche Heterogenität in den regionalen „Tönen“

5. Sprachkulturelle Spiegelungen und Gegenspiegelungen

6. Heutige Fragestellungen und Vorgehensweisen in der Erforschung der Studenten- bzw. Jugendsprache

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Wurzeln und die Entwicklung der deutschen Studentensprache sowie deren Bedeutung als soziolinguistisches Phänomen. Dabei wird analysiert, wie sich die Sprache der Studenten über Jahrhunderte durch literarische Dokumente und spezialisierte Wörterbücher manifestierte und wie sie gesellschaftliche Kontexte widerspiegelt.

  • Historische Sondersprachforschung und ihre Systematisierung
  • Analyse historischer Wörterbücher und literarischer Belege
  • Strukturierung der Studentensprache nach Erfahrungsbereichen
  • Regionale Varietäten und sprachliche Heterogenität
  • Kulturelle Einflüsse und Spiegelung soziokultureller Kontexte

Auszug aus dem Buch

3. Gliederung der Wörterbücher nach zentralen Erfahrungsbereichen und soziale Wertungen

Dabei waren die Wörterbücher teils alphabetisch sortiert, aber auch sachgebietsbezogen gegliedert und bezogen sich auf die wichtigsten Lebensbereiche der Studenten.

Deutlich wird dies in der Gliederung, die Kloß (1808) für sein Wörterbuch zugrunde gelegt hat:

• Das Studium selbst; z.B. schwänzen (wenn im Heft eine Lücke entstand, nannte man das „einen Schwanz im Heft haben“), comitieren

• Studentisches Brauchtum, z.B. Kneipenleben und Trinksitten, z.B. commerschieren; Ehre und Duelle, z.B. anscheißen; Scherze und Spiele, z.B. Jux

• Materielles, z.B. Kleidung, Nahrung, Wohnung, z.B. anhosen, Flausch, Wichs

• Finanzen, z.B. pumpen, Moneten

• Soziale Beziehungen und Typologisierung: z.B. Entfernung des Wohnorts zur Universitätsstadt (Pflastertreter, Kümmeltürke, Quarck), Gradation des Studentenstandes (Fuchs, Jung- und Altbursch), Auszeichnung (Haupthähne, honorig) oder Ferne (Mucker, Fink) im/zum Burschentum

• Nicht-Studenten, z.B. Philister, Gnoten

• Frauenbezeichnungen: vor allem nach dem Aspekt der sozialen Herkunft, z.B. Besen und nach Käuflichkeit, z.B. Schnalle.

Die Sprache diente nach außen hin zur Abgrenzung gegenüber Nicht-Studenten, mit einer Differenzierung nach Alter (erwachsene Bürger wurden beispielsweise als Philister, Jugendliche als Gnoten bezeichnet), und nicht-burschikosen Studenten (z.B. Mucker oder Klösse genannt).

Soziale Wertungen, sowohl positiv wie negativ, konnten mit speziellen Ausdrücken vorgenommen werden, z.B. brav, famos, fidel oder ledern, nass, teek, traurig, trist, Adverbien konnten als Verstärker wirken wie z.B. höllisch, klobig, klotzig, knollig.

Dabei sind regionale Töne, sowie semantische Veränderungen zu berücksichtigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sondersprachforschung: Einführung in die historische Entwicklung der Sondersprachforschung und die Einordnung der Studentensprache als Teilbereich verschiedener Sondersprachen.

2. Historische Wörterbücher und literarische Dokumente zur Studentensprache: Übersicht über die Quellenlage, beginnend bei literarischen Werken bis hin zu frühen, noch nicht wissenschaftlich fundierten Wörterbüchern.

3. Gliederung der Wörterbücher nach zentralen Erfahrungsbereichen und soziale Wertungen: Analyse der thematischen Kategorisierung innerhalb der Wörterbücher und der Funktion der Sprache als Mittel zur sozialen Abgrenzung.

4. Sprachliche Heterogenität in den regionalen „Tönen“: Untersuchung der regionalen Unterschiede und sprachlichen Nuancen zwischen verschiedenen Universitätsstädten.

5. Sprachkulturelle Spiegelungen und Gegenspiegelungen: Erörterung der Einflüsse antiker, französischer und biblischer Elemente auf die Wortbildung und den sozialen Status der Sprache.

6. Heutige Fragestellungen und Vorgehensweisen in der Erforschung der Studenten- bzw. Jugendsprache: Ausblick auf moderne soziolinguistische Forschungsansätze und den Bezug zu aktuellen Sprachphänomenen.

Schlüsselwörter

Studentensprache, Sondersprachforschung, historische Linguistik, Soziolinguistik, Wörterbücher, Jugendsprache, Varietätenlinguistik, Sprachkultur, Philologie, Bildungsgeschichte, Soziale Identität, Universitätsgeschichte, Sprachwandel, Regionaltöne, Burschensprache.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen deutschen Studentensprache, ihrer systematischen Erforschung und den philologischen Belegen aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Sondersprachforschung, die Analyse historischer Wörterbücher, die soziokulturelle Funktion der Studentensprache sowie regionale Varietäten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Studentensprache durch Wörterbücher und literarische Texte dokumentiert hat und welche Rolle sie bei der sozialen Identitätsbildung und Abgrenzung spielte.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um einen historisch-philologischen und soziolinguistischen Ansatz, der literarische Quellen und historische Wörterbücher als primäre Datenbasis nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Quellen, die inhaltliche Strukturierung des Wortschatzes nach Lebensbereichen, regionale Unterschiede und die kulturelle Herkunft der Begriffe.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Studentensprache, Sondersprachforschung, historische Lexikografie und Soziolinguistik beschreiben.

Warum wurde die Studentensprache historisch als "Männersprache" klassifiziert?

Da der Zugang zu Universitäten im 18. und 19. Jahrhundert ausschließlich Männern vorbehalten war, entwickelte sich die spezifische studentische Sprache rein in diesem männlichen sozialen Kontext.

Welchen Einfluss hatten Fremdsprachen auf die historische Studentensprache?

Besonders Latein und Griechisch als wissenschaftliche Verkehrssprachen sowie französische Einflüsse durch das Duellwesen prägten die Wortbildung und den Ausdruck der Studenten maßgeblich.

Was unterscheidet den "Jenenser Ton" von anderen Regionen laut Laukhard?

Laut Laukhard zeichnete sich der Jenenser Ton durch eine gewisse Derbheit und den Verzicht auf Komplimente aus, während er Göttingen oder Leipzig als feiner oder superfein wahrnahm.

Welche Rolle spielen Wörterbücher für die heutige Erforschung?

Die historischen Wörterbücher dienen als wichtigste Quelle, um Begriffe zu erschließen, die heute nicht mehr gebräuchlich sind, und um die damalige Lebenswelt und Sitten der Studenten zu rekonstruieren.

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Résumé des informations

Titre
Historische deutsche Studentensprache
Sous-titre
Frühe philologische Betrachtungen
Université
University of Wuppertal
Cours
Jugendsprache
Note
1,3
Auteur
Beate Brinkmöller (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
12
N° de catalogue
V74515
ISBN (ebook)
9783638744782
ISBN (Livre)
9783638770019
Langue
allemand
mots-clé
Historische Studentensprache Jugendsprache
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Beate Brinkmöller (Auteur), 2005, Historische deutsche Studentensprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/74515
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Extrait de  12  pages
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