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Corruption Perception Index - Eine Ursachenanalyse am Fallbeispiel Nigeria

Titel: Corruption Perception Index - Eine Ursachenanalyse am Fallbeispiel Nigeria

Hausarbeit , 2006 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Melanie Werle (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Aufbau eines internationalen Handelsgeflechts erfordert einen Blick in die gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen, sowohl unserer Nachbarländer, als auch derer fernab vom Wirtschaftsstandort Deutschland. Der globale Wandel bringt zunehmend Probleme mit sich, die auf dem Weg von nationaler zu globaler Problematik an Intransparenz zunehmen. So z.B. die Korruption. Kein Land weltweit kann von sich behaupten frei von korrupten Machenschaften zu sein und dennoch unterscheiden sich die Staaten hinsichtlich der Intensität enorm.
Dieser Problematik widmet sich eine der ersten und vielleicht auch eine der wichtigsten Anti-Korruptions-
Organisationen - Transparency International. Ihre wichtigste Messgröße, der CORRUPTION PERCEPTION INDEX (CPI), lässt eine klare Tendenz erkennen. Doch beinhaltet der CPI, als statistische Maß, einige nicht unwesentliche Mängel. Daher fokussiert diese Arbeit zunächst die verwendete Methodik des CPI, um anschließend Ursachen der Korruption am Fallbeispiel Nigerias aufzuzeigen. Der Schwerpunkt der Korruptionsanalyse wird nicht auf die vollständige Auflistung aller denkbaren Ursachen für Korruption gelegt, sondern ein Versuch unternommen die Strukturen Nigerias näher zu beleuchten. Das Ursache-Wirkungsgeflecht der Korruption ist und bleibt phänomenartig.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

2.1 Vorbemerkungen

2.2 Transparency International

3. Der Corruption Perception Index (CPI)

3.1 Bestandteile des CPI

3.2 Aussagekraft des CPI

4. Ursachen der Korruption in Nigeria

4.1 Ethnische Diversifikation in Nigeria

4.3 Medienverbot während des Militärregimes

4.4 Armut und Ungleichverteilung

4.5 Wirtschaftliche Standortvorteile Nigerias

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Korruption unter besonderer Berücksichtigung des Corruption Perception Index (CPI) am Fallbeispiel Nigeria. Ziel ist es, die strukturellen Ursachen für das hohe Korruptionsniveau in Nigeria zu analysieren und das komplexe Ursache-Wirkungsgeflecht zwischen historischer Entwicklung, ethnischer Fragmentierung, politischer Instabilität und ökonomischen Faktoren aufzuzeigen.

  • Methodische Analyse und Kritik des Corruption Perception Index (CPI)
  • Einfluss der ethnischen Diversifikation auf politische Stabilität
  • Die Rolle von Medienfreiheit und Transparenz im Demokratisierungsprozess
  • Zusammenhang zwischen Armut, Ungleichverteilung und staatlicher Korruption
  • Bedeutung von Erdölreserven für sozioökonomische Ungleichheit

Auszug aus dem Buch

4.1 Ethnische Diversifikation in Nigeria

Nigeria gehört neben Staaten wie Ägypten, Uganda, Kenia und Sierra Leone zu den ehemals britischen Kolonien. Die Kongo - Konferenz und die daraus folgende Kongoakte 1884/1885 waren Ergebnis eines Wettlaufs europäischer Staaten um erfolgreiche Beschlagnahmung afrikanischer Staaten, dem so genannten Scramble for Africa. Ziel der Kolonialisierungs-Politik war eine wirtschaftliche, militärische sowie machtpolitische Nutzung der beherrschten Gebiete. Die afrikanische Bevölkerung wurde von der politischen Willensbildung ausgeschlossen und wirtschaftlich ausgebeutet.

Die Kolonialmächte exportierten Rohstoffe aus den besetzten Gebieten in ihre Heimatländer, ohne angemessene monetäre Gegenleistung. Ein Grundstein für die sozioökonomische sowie politische Struktur und administrative Verfahren in Afrika wurde hierdurch gelegt. Die, auf Ausbeutung der vorhandenen Rohstoffe ausgelegten Kolonien, bedienten sich dem Instrumentarium der autoritäreren Politik. Dies machte eine umfangreiche Verwaltung, sowie eine umfassende staatliche Regulierung unabdingbar. Die Monopolstellung des Staates, sowie die Verfügungs- und Entscheidungsmacht von staatlichen Akteuren, begünstigten vielerorts korrupte Handlungen.

Die räumliche Distanz der Funktionalisten und Statthalter in Nigeria zur herrschenden Imperialmacht, schuf einen diskretionären Ermessenspielraum, innerhalb welchem Korruption leicht etabliert werden konnte. Zudem bedeutete die „Implantierung“ eines politischen Systems nach westlichem Vorbild eine Kollision mit „bestehenden, alten Werten und führte zu einem Normendualismus sowie zu einer moralischen Desorientierung“.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der globalen Korruption ein und stellt Transparency International sowie deren zentrales Instrument, den CPI, als analytischen Rahmen vor.

3. Der Corruption Perception Index (CPI): Hier werden die methodische Zusammensetzung und die Aussagekraft des CPI erläutert, wobei insbesondere die Herausforderungen bei der Messung subjektiver Korruptionswahrnehmung diskutiert werden.

4. Ursachen der Korruption in Nigeria: Dieser Hauptteil identifiziert spezifische Faktoren wie ethnische Vielfalt, Medienrestriktionen, Armut und die wirtschaftliche Abhängigkeit von Ölexporten als Ursprünge der Korruption in Nigeria.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die ethnische Zersplitterung und die Machtstellung der Eliten infolge des Ölreichtums zentrale Hindernisse für einen erfolgreichen Korruptionsabbau darstellen.

Schlüsselwörter

Korruption, Corruption Perception Index, CPI, Nigeria, Wirtschaftsgeographie, Ethnische Fragmentierung, Klientelismus, Transparenz, Medienverbot, Militärregime, Armut, Ungleichverteilung, Erdöl, Demokratie, Governance

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Phänomen Korruption unter Verwendung des Corruption Perception Index (CPI) und untersucht dabei insbesondere die strukturellen Gründe für das anhaltend hohe Korruptionsniveau in Nigeria.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Die zentralen Felder sind die methodische Kritik an Korruptionsindizes, die historischen Auswirkungen der Kolonialzeit, ethnische Diversität, Pressefreiheit sowie die sozioökonomischen Folgen der Erdölförderung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, welchen Ursachen das hohe Korruptionsniveau in Nigeria entspringt und inwiefern politische und gesellschaftliche Strukturen dieses Phänomen begünstigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine ursachenanalytische Methode, die qualitative Daten und Indizes (CPI) kombiniert, um die sozioökonomischen und historischen Gegebenheiten Nigerias zu bewerten.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt nach einer methodischen Einordnung des CPI die Ursachenanalyse, unterteilt in die Themen Ethnische Diversifikation, Medienverbot, Armut und wirtschaftliche Standortvorteile.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe CPI, ethnische Fragmentierung, Klientelismus, Erdölwirtschaft und Governance definiert.

Wie beeinflusst die ethnische Diversifikation die Korruptionsanfälligkeit?

Die ethnische Zersplitterung führt laut der Arbeit zu einer politischen Desorientierung und begünstigt Formen des Klientelismus, wodurch politische Stabilität untergraben wird.

Welche Rolle spielt der Ölexport für die Korruption in Nigeria?

Der Ölreichtum fungiert als Machtbasis für eine kleine Elite, wobei die Gewinne nicht der breiten Bevölkerung zugutekommen, sondern durch Korruption auf privaten Konten verschwinden.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Corruption Perception Index - Eine Ursachenanalyse am Fallbeispiel Nigeria
Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,3
Autor
Melanie Werle (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
25
Katalognummer
V76032
ISBN (eBook)
9783638808644
ISBN (Buch)
9783638810791
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corruption Perception Index Eine Ursachenanalyse Fallbeispiel Nigeria
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melanie Werle (Autor:in), 2006, Corruption Perception Index - Eine Ursachenanalyse am Fallbeispiel Nigeria, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/76032
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Leseprobe aus  25  Seiten
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