Inhaltsverzeichnis
1 Entwicklung des Bildungssystems 3
2 Aufbau des Bildungssystems 4
3 Probleme und Lösungen 9
4 Fazit 12
5 Literatur 13
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1 Entwicklung des Bildungssystems
Das französische Bildungs- und Erziehungssystem unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom deutschen. Es entstand nach Hans-Jürgen Lüsebrink in der Französischen Revolution und der napoleonischen Ära sowie der 4. Republik. In den Jahren 1790-95 wurden nach dem Schulstreit der eine der zentralen politischen Streitfragen der 4. Republik war, die Grundkonzeption und Prinzipien des modernen französischen Bildungssystems entwickelt, wie die staatliche Verantwortung für die Primar- und Sekundarschulen, die Schaffung eines allgemeinbildenden, verpflichtenden und kostenlosen Schulsystems sowie das Prinzip der Laizität, der Trennung zwischen Religion und Staat, die am 9.12.1905 gesetzlich festgelegt wurde. Der Bildungssektor wurde nach Werner Zettelmeier in den fünfziger und sechziger Jahren um- und ausgebaut, da die Geburtenzahlen nach dem Krieg wieder gestiegen waren und sich der Staat in einem wirtschaftlichen Aufschwung befand. Seit 1959/60 beläuft sich die Schulpflicht wie in Deutschland auf zehn Jahre. Dem Bildungssystem wird in Frankreich die Funktion der Prävention vor Arbeitslosigkeit zugesprochen, weshalb seit Mitte der achtziger Jahre eine andauernde Debatte über die Jugendarbeitslosigkeit, die gerade sehr hoch ist, und deren soziale Folgen geführt wird. In Frankreich besteht u.a. durch die zentralistische Verwaltungsorganisation des Bildungswesens eine sehr enge Wechselwirkung zwischen dem Bildungswesen und der Gesellschaftspolitik. Nach Zettelmeier hat jede bildungspolitische Maßnahme nationale Tragweite. In Deutschland hingegen unterstehen Maßnahmen in der Bildung dem Kultusministerium. Im Gegensatz zu Frankreich gibt es keinen einheitlichen Lehrplan, stattdessen steht es jedem Bundesland frei selbst Entscheidungen hinsichtlich der Bildungspolitik zu treffen. Seit Jahren wird bereits diskutiert, ob wie in Frankreich ein Zentralabitur eingeführt werden sollte, was aber noch dauern kann. Seit dem Beginn der V. Republik sollte die Bildungspolitik in Frankreich gesamtgesellschaftlich modernisiert werden. Trotz des demokratischen Gleichheitsanspruchs ist dieses System von Ungleichheit geprägt, da es nach wie vor „ein konfliktreiches Spannungsverhältnis zwischen Massen- und Elitebildung“ (Zettelmeier, 1999: 141) gibt. Die Bildungspolitik wird in Frankreich also viel mehr als Gesellschaftspolitik betrieben als in Deutschland. Nach einem Gesetz vom Juli 1989, welches die rechtliche Grundlage des Bildungssystems regelt, sind zentrale Lehrpläne vorgeschrieben, womit man dem Bedürfnis nach
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Gleichheit nachkommt und nach Zettelmeier die Norm setzende Kompetenz des Erziehungsministeriums bekräftigt. Das beinhaltet die Forderung bis zum Jahr 2000 80 % der Schüler zum Erreichen des Abiturs zu bringen und allen Jugendlichen mindestens eine Facharbeiterausbildung zu ermöglichen. Weitere Gesetze haben das Ziel die betriebliche Lehre aufzuwerten. Darüber hinaus versucht das Gesetz den Hochschulen ihre Autonomie zu ermöglichen, wodurch jede Hochschule durch vertraglich festgelegte staatliche, finanzielle Unterstützung eine eigenständige Lehr-und Forschungsformen anstreben kann. Die hohen Durchfallquoten in Frankreich ergeben sich aus der Bedeutung der allgemeinbildenden Fächer im Lehrplan.
2 Aufbau des Bildungssystems
1 Die Grafik stammt aus: http://www.voila-la-france.de/Allg/Schulsystem.jpg, 13.6.2003.
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Arbeit zitieren:
Angelina Kalden, 2003, Das Bildungssystem in Frankreich, München, GRIN Verlag GmbH
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