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Die Potenzialanalyse aus ethischer Sicht

Title: Die Potenzialanalyse aus ethischer Sicht

Essay , 2007 , 24 Pages

Autor:in: MMag. DDr. B.Sc. Ulrike Kipman (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Die „optimale Nutzung der Ressource Mensch“ soll in diesem Artikel diskutiert werden. Welche Ressourcen ein Mensch mitbringt, wird meist mit Hilfe eignungsdiagnostischer Verfahren erhoben – dies entweder schon vor der Einstellung ODER zur Entscheidung, was eine Beförderung betrifft. Dass diese Vorgehensweise aus betriebswirtschaftlicher Sicht erhebliche Vorteile bringen kann, steht außer Frage. In der folgenden Abhandlung soll analysiert werden, wie diese Verfahren aus ethischer Sicht zu beurteilen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Grundlegende Gedanken zur Ausgangslage

2 Betriebliche Eignungsdiagnostik aus ethischer Sicht

2.1 Personalauswahlverfahren auf dem ethischen Prüfstand

2.1.1 Einleitung

2.1.2 Kompetenzerfordernisse und Verfügbarkeit

2.2 Ethische Spezifika der Potenzialanalyse

2.2.1 Ausgangslage

2.2.2 Ethische Spezifika des Interviews

2.2.2.1 Auswahl der Interviewmethode

2.2.2.2 Urteilskompetenz des Interviewers

2.2.2.3 Vermeidung von systematischen Fehlern und Verzerrungen

2.2.2.4 Zulässigkeit von Fragen

2.2.2.5 Schaffen von Akzeptanz und Kooperation / Soziale Validität

2.2.3 Ethische Spezifika der testpsychologischen Untersuchung

2.2.3.1 Auswahl der Testmethode

2.2.3.2 Konfidenzintervalle und Streuung

3 Kritische Anmerkungen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die ethische Vertretbarkeit eignungsdiagnostischer Verfahren, insbesondere der Potenzialanalyse, in Unternehmen zu untersuchen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie ein Auswahlprozess gestaltet sein muss, um sowohl ökonomischen Anforderungen als auch ethischen Standards und den Rechten der Bewerber gerecht zu werden.

  • Kritische Analyse von Eignungsdiagnostik aus ethischer Perspektive
  • Anforderungen an die Urteilskompetenz von Interviewern
  • Strukturierung und ethische Validität von Interviewmethoden
  • Einsatz und ethische Spezifika testpsychologischer Untersuchungen
  • Vermeidung von Verzerrungen und Diskriminierung im Auswahlprozess

Auszug aus dem Buch

2.2.2.2 Urteilskompetenz des Interviewers

Die Autoren sind sich weitgehend einig: Das Interview steht und fällt mit der Person des Interviewers, dessen Qualität der Gesprächsführung, und der Urteilskompetenz als Schlüsselvariable im Interviewprozess. Diese Tatsache verdeutlicht Kanning (2004):

„Alles in allem verlangt das Interview dem Diagnostiker ( ...) Fähigkeiten ab. Nicht jeder Vorgesetzte, Mitarbeiter einer Personalabteilung oder Unternehmen sberatung wird die geforderten Kompetenzen besitzen. Das Interview ist nicht der Ort, an dem ein Vorgesetzter selbstgefällig seine Machtgelüste ausleben darf oder ein Unternehmensberater seinen persönlichen Eignungstheorien folgen sollte. Um ein hohes diagnostisches Niveau gewährleisten zu können, bedarf es einerseits einer besonnenen Auswahl, andererseits einer spezifischen Schulung des diagnostischen Personals“ (S. 414).

Soll das Interview mehr sein als informelle Unterhaltung innerhalb eines Vorstellungs gesprächs, soll es vielmehr der Datengewinnung und der Hypothesenüberprüfung dienen, so müssen weitere Aspekte berücksichtigt werden: Sarges (1995) plädiert u.a. für die „Erhöhung des Expertenwissens“. Die Qualität hinge empfindlich von der Führung des Interviews ab, von dem Hypothesennetz, das dem Frager zur Verfügung stehe, sowie der Fähigkeit, Antworten mit den Hypothesen abzugleichen und geeignete Anschlussfragen zu stellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Grundlegende Gedanken zur Ausgangslage: Es wird diskutiert, dass Eignungsdiagnostik zwar als betriebswirtschaftliches Instrument unentbehrlich ist, dabei jedoch die Rechte der Person oft vernachlässigt werden.

2 Betriebliche Eignungsdiagnostik aus ethischer Sicht: Dieser Abschnitt beleuchtet die Notwendigkeit, Personalauswahlverfahren an ethischen Maßstäben auszurichten, da bindende Gesetze hier weitgehend fehlen.

2.1 Personalauswahlverfahren auf dem ethischen Prüfstand: Es wird die Anforderung an Personalverantwortliche formuliert, über rein statistische Gütekriterien hinauszugehen und ethische Aspekte wie Verantwortung und Macht zu reflektieren.

2.2 Ethische Spezifika der Potenzialanalyse: Die methodischen Bestandteile der Potenzialanalyse, Interview und Testung, werden hinsichtlich ihrer ethischen Besonderheiten detailliert analysiert.

3 Kritische Anmerkungen: Die Autorin hinterfragt die ethische Vertretbarkeit von Persönlichkeitstests im Arbeitskontext und betont die Notwendigkeit des Datenschutzes und der professionellen Befundweitergabe.

Schlüsselwörter

Eignungsdiagnostik, Potenzialanalyse, Ethik, Personalauswahl, Interview, Urteilskompetenz, Validität, Reliabilität, Testpsychologie, soziale Verantwortung, Datenschutz, Persönlichkeitstest, diagnostisches Personal, Auswahlprozess, Objektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Bewertung von eignungsdiagnostischen Verfahren, die von Unternehmen eingesetzt werden, um die Ressource Mensch zu bewerten und auszuwählen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die ethische Gestaltung von Interviews, die Kompetenzanforderungen an die Diagnostiker sowie die wissenschaftliche Qualität und ethische Zulässigkeit testpsychologischer Verfahren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Auswahlverfahren so gestaltet werden können, dass sie ökonomisch sinnvoll, wissenschaftlich fundiert und ethisch verantwortbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender fachwissenschaftlicher Standards und psychologischer Diagnostik-Richtlinien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifisch die Eignungsdiagnostik aus ethischer Sicht, unterteilt in die Komponenten Interview (Strukturierung, Urteilskompetenz, Fehlervermeidung) und testpsychologische Untersuchung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Eignungsdiagnostik, Potenzialanalyse, ethische Verantwortung, Validität und professionelle Diagnostik.

Warum sind Persönlichkeitstests laut der Autorin problematisch?

Die Autorin sieht Persönlichkeitstests aufgrund der subjektiven Selbsteinschätzung und der mangelnden Objektivität sowie potenzieller Eingriffe in die Privatsphäre kritisch.

Welche Rolle spielt die Strukturierung bei Interviews?

Eine hohe Strukturierung der Interviews wird als Mittel zur Erhöhung der Validität und Objektivität sowie zur rechtlichen Absicherung empfohlen.

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Details

Title
Die Potenzialanalyse aus ethischer Sicht
College
University of Salzburg  (Rechtssoziologie)
Author
MMag. DDr. B.Sc. Ulrike Kipman (Author)
Publication Year
2007
Pages
24
Catalog Number
V78868
ISBN (eBook)
9783638852562
ISBN (Book)
9783638852142
Language
German
Tags
Potenzialanalyse Sicht Ethik Recht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MMag. DDr. B.Sc. Ulrike Kipman (Author), 2007, Die Potenzialanalyse aus ethischer Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/78868
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