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Die Weltgesellschaft in Bewegung

Neue soziale Bewegungen auf dem Weg zur Transnationalisierung

Titel: Die Weltgesellschaft in Bewegung

Diplomarbeit , 2007 , 171 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Mag. Christoph Virgl (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Neue soziale Bewegungen sehen was andere nicht sehen. Denken wir, dass es durch den fortschreitenden Prozess der Globalisierung zu einer „Uniformierung“ der Weltgesellschaft kommt wird die Frage akut, wie diese Uniform letztlich aussehen soll. Dabei handelt es sich um zentrale Fragestellungen der sich transnationalisierenden globalisierungskritischen Bewegungen. Diese Arbeit umfasst eine intensive theoretische Auseinandersetzung mit grundsätzlichen Fragen der modernen Gesellschaft (Risiken, Globalisierung und Weltgesellschaft) und führt weiter zu den Theorien der Bewegungsforschung selbst. Damit dies nicht in einem isolierten theoretischen Bezugsrahmen verbleibt, werden empirische Belege einer prominent gewordenen transnationalen (globalisierungskritischen) neuen sozialen Bewegung, namentlich ATTAC, anhand ausgesuchter Problemfelder diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN

2.1 Die moderne Gesellschaft und ihre Theorien

3. DIE GESELLSCHAFT AUS DER SICHT DER SYSTEMTHEORIE

3.1 Die funktional differenzierte Gesellschaft

3.2 Das politische System der Gesellschaft

3.2.1 Die Funktion des politischen Systems

3.2.2 Macht als Medium des Politischen

3.2.3 Publikum und Bürger

3.2.4 Die politischen Parteien

3.2.5 Regierung und Opposition

3.2.6 Die Verwaltung des politischen Systems

3.2.7 Die politische Öffentlichkeit

4. SYSTEMTHEORIE UND POLITISCHE THEORIE: NEUE ANSÄTZE

5. THEORIEN NEUER SOZIALER BEWEGUNGEN

5.1 (Neue) soziale Bewegungen: Versuch einer begrifflichen Annäherung

5.1.1 Historischer Hintergrund (neuer) sozialer Bewegungen

5.1.2 Differenzierungsanmerkungen „neuer sozialer“ und „sozialer“ Bewegungen

5.1.3 Typologien (neuer) sozialer Bewegungen

5.1.4 Dimensionen neuer sozialer Bewegungen

5.1.5 Analytische Definition sozialer Bewegungen

5.1.6 Eine Frage der Organisation?

6. ANMERKUNGEN ZUR BEWEGUNGSFORSCHUNG

6.1 Stärken und Schwächen der Bewegungsforschung

6.2 Exkurs: Sigmund Freud und die Psychologie der Massen

6.3 Historische Entwicklungsstränge der Bewegungsforschung

6.4 Paradigmen der Bewegungsforschung

7. BEOBACHTERPERSPEKTIVEN NEUER SOZIALER BEWEGUNGEN

8. WEGE DER TRANSNATIONALISIERUNG

8.1 Die Transnationalisierung neuer sozialer Bewegungen

8.2 Weltgesellschaft und neue soziale Bewegungen

8.3 Risikogesellschaft und neue soziale Bewegungen

8.4 Informationsprofit durch Globalisierungskritik

9. ATTAC ALS PARADIGMA EINER GLOBALISIERUNGS-KRITISCHEN BEWEGUNG

9.1 Gründungsimpulse

9.2 Schritte auf dem Weg zur Transnationalisierung

9.3 ATTAC in der Theorie

10. SCHLUSSWORT UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit neue soziale Bewegungen als gesellschaftliches Korrektiv fungieren und wie sie sich im Kontext transnationaler Dynamiken innerhalb der Weltgesellschaft verorten lassen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie diese Bewegungen Probleme der modernen Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf Globalisierung und Risikowahrnehmung, thematisieren und in das politische System einbringen.

  • Systemtheoretische Analyse der modernen Gesellschaft und des politischen Systems.
  • Theorien neuer sozialer Bewegungen und deren historische Entwicklung.
  • Methodische Reflexion der Bewegungsforschung und Beobachterperspektiven.
  • Transnationalisierung als Antwort auf globale Risiken und Vernetzung.
  • Empirische Fallstudie: ATTAC als Paradigma einer globalisierungskritischen Bewegung.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Macht als Medium des Politischen

Die Auseinandersetzung mit dem Begriff der Macht ist ein fixes Datum in der Politikwissenschaft bzw. in der Soziologie der Politik und kann weitestgehend als unbestrittenes Paradigma in Theorie und Empirie festgesetzt werden. Um plausible Definitionen und Anleihen im Kontext des Politischen einbeziehen zu können ist es nicht notwendig, den Begriff der Macht auf ein bloßes systemtheoretisches Podest zu stellen. Das Faszinierende an der Macht - was gleichsam anzieht und abstößt - beschäftigte seit jeher TheoretikerInnen, als auch jene, welche in der Situation sind, Macht auszuüben. Die Bandbreite in Literatur, Film, Geschichte und Forschung ist unendlich weit und ist kaum mehr zu überblicken.

Die nähere Auseinandersetzung der Gedanken zum Begriff selbst lassen erahnen, dass es sich beim Machtbegriff um ein Begriffaggregat handelt, welches unendliche Tiefen und Weiten offen legt. Die Befassung mit dem Machtbegriff reicht von Thomas Hobbes´ „Leviathan“ über Friedrich Nietzsche, Michel Foucaults „Dispositivtheorie“ und natürlich auch Max Webers berühmt gewordene Definition, bis hin zu Luhmanns Festsetzung: Macht als symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium zu definieren. Im Wissen, dass es sich hier um eine massive Einschränkung, auf nur wenige „Begriffsanbieter“ handelt, kann diese Liste unendlich fortgesetzt werden. Wie zuvor (bei der Codierung Regierung/Opposition) verdeutlicht wurde, geht es also auch immer darum, den Machtüberlegenen (Regierung) diese streitig zu machen. Wie meinte schon der neuzeitliche Philosoph und Staatsmann Francis Bacon etwas rührig: „Es ist ein jammervoller Gemütszustand, wenn man weniges zu begehren und vieles zu fürchten hat; und doch ist dies im allgemeinen das Los der Könige.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der modernen Gesellschaft, der Globalisierung und der Rolle sozialer Bewegungen als gesellschaftliches Korrektiv.

2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Auseinandersetzung mit den theoretischen Voraussetzungen und Begriffen zur Erfassung der modernen Gesellschaft und deren Dynamik.

3. DIE GESELLSCHAFT AUS DER SICHT DER SYSTEMTHEORIE: Darstellung der Gesellschaft als funktional differenziertes System und Einordnung der Teilsysteme, insbesondere des politischen Systems.

4. SYSTEMTHEORIE UND POLITISCHE THEORIE: NEUE ANSÄTZE: Diskussion über die Schnittstellen zwischen systemtheoretischen Konzepten und der klassischen politischen Theorie.

5. THEORIEN NEUER SOZIALER BEWEGUNGEN: Analyse der theoretischen Ansätze, Typologien und Organisationsformen neuer sozialer Bewegungen.

6. ANMERKUNGEN ZUR BEWEGUNGSFORSCHUNG: Kritische Reflexion der bisherigen Forschungsliteratur, ihrer Paradigmen sowie Stärken und Schwächen.

7. BEOBACHTERPERSPEKTIVEN NEUER SOZIALER BEWEGUNGEN: Untersuchung der erkenntnistheoretischen Bedeutung der Beobachterperspektive bei der Analyse sozialer Phänomene.

8. WEGE DER TRANSNATIONALISIERUNG: Analyse der Transnationalisierung als Prozess der Vernetzung und der thematischen Ausweitung sozialer Bewegungen.

9. ATTAC ALS PARADIGMA EINER GLOBALISIERUNGS-KRITISCHEN BEWEGUNG: Konkrete Anwendung der theoretischen Konzepte auf die Organisation ATTAC als Beispiel einer globalisierungskritischen Bewegung.

10. SCHLUSSWORT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf die weitere Rolle sozialer Bewegungen in der Weltgesellschaft.

Schlüsselwörter

Moderne Gesellschaft, Weltgesellschaft, Systemtheorie, Neue soziale Bewegungen, Transnationalisierung, Globalisierungskritik, ATTAC, Macht, Kommunikation, Risikogesellschaft, Politische Öffentlichkeit, Kollektive Identität, Politische Steuerung, Protestkommunikation, Partizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle neuer sozialer Bewegungen in einer funktional differenzierten Weltgesellschaft und wie diese Bewegungen durch Transnationalisierung auf globale Probleme reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind Systemtheorie, moderne Gesellschaftstheorie, die Dynamik sozialer Bewegungen sowie die Globalisierungskritik am Beispiel von ATTAC.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, neue soziale Bewegungen theoretisch fundiert innerhalb des politischen Systems der Weltgesellschaft zu verorten und ihre Funktionsweise als gesellschaftliches Korrektiv aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systemtheoretischen Herangehensweise, ergänzt durch die Auswertung politikwissenschaftlicher Literatur und empirische Belege aus der Bewegungsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Grundlegung (Systemtheorie), eine Analyse der Bewegungsforschung, eine Erörterung der Beobachterperspektive sowie die Anwendung dieser Konzepte auf transnationale Bewegungen und ATTAC.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Weltgesellschaft, funktionale Differenzierung, soziale Bewegungen, Transnationalisierung, Risikokommunikation und politische Öffentlichkeit.

Inwiefern ist das Konzept der „Risikogesellschaft“ relevant?

Das Konzept hilft zu erklären, wie globale Risiken durch soziale Bewegungen artikuliert werden und warum diese Kommunikation zunehmend transnational organisiert wird.

Warum wird ATTAC als Fallbeispiel gewählt?

ATTAC dient als Paradebeispiel einer transnationalen, globalisierungskritischen Bewegung, die erfolgreich netzwerkartige Strukturen zur Thematisierung globaler Finanzprobleme einsetzt.

Ende der Leseprobe aus 171 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Weltgesellschaft in Bewegung
Untertitel
Neue soziale Bewegungen auf dem Weg zur Transnationalisierung
Hochschule
Universität Wien  (Politikwissenschaft)
Note
1,0
Autor
Mag. Christoph Virgl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
171
Katalognummer
V80535
ISBN (eBook)
9783638841214
ISBN (Buch)
9783638841290
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weltgesellschaft Bewegung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag. Christoph Virgl (Autor:in), 2007, Die Weltgesellschaft in Bewegung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/80535
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Leseprobe aus  171  Seiten
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