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Regionale Produktion und Regulation

Der Regulationsansatz als Analyseinstrument regionaler Entwicklung

Titel: Regionale Produktion und Regulation

Hausarbeit , 2006 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Thomas Braun (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Städte dienen als Grundlage für das geregelte Zusammenleben großer Menschenansammlungen und sind maßgeblich an wirtschaftlicher und kultureller Entwicklung der Gesellschaft beteiligt. Trotz dieser klaren Funktionen von Städten gibt es bis heute keine einheitliche allgemeingültige Definition des Begriffs Stadt, welche die historische Entwicklung und die verschiedenen Funktionen für das einzelne Individuum sowie für die Gesellschaft als Ganzes vereint.

Nach Max Weber ist die Stadt ein Marktplatz, was auf die Entstehung von Städten abzielt. Wirth dagegen definiert die Stadt über die vier Merkmale der Dichte, Größe, Heterogenität und Dauerhaftigkeit des Siedelns. In einem umfassenderem Kontext kann man sagen, dass die Stadt eine größere geschlossene Siedlung ist, die sich durch verschiedene spezifische Eigenschaften, die je nach Zeit und Raum sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können, auszeichnet. Solche Eigenschaften sind beispielsweise Bebauungsdichte, hohe Einwohnerzahl, Arbeitsteilung oder die Zentralfunktion für das Umland in den Bereichen Kultur, Wirtschaft und Verwaltung.

Allein diese Definitionen zeigen, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt sich theoretisch dem Begriff Stadt anzunähern. Da die Entwicklung und Veränderungen von Städten mit wirtschaftlichen Faktoren in Verbindung gebracht werden können und der ökonomische Erfolg einer Region von der Qualität der regionsinternen Verflechtungen und Interaktionsbeziehungen abhängen könnte, bietet der Regulationsansatz, der unter anderen auf den französischen Wissenschaftler Michael Aglietta zurückzuführen ist, eine Möglichkeit die Veränderungen von Städten im historischem Kontext zu analysieren. Die folgende Arbeit soll die Regulationstheorie als Ansatz zur Strukturierung und Erklärung von Transformation vorstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie der Regulation

2.1 Krisentypologie

2.2 Der gesellschaftliche Wandel vom Fordismus zum Post-Fordismus

3 Beziehung zwischen regionaler Entwicklung und Regulation

3.1 Regionale Produktions- Milieus

3.2 Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels auf Stadtstrukturen

4 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Nutzen der Regulationstheorie als Analyseinstrument für städtische und regionale Entwicklungsprozesse. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich der historische Übergang von fordistischen zu post-fordistischen Gesellschaftsstrukturen auf die ökonomische Leistungsfähigkeit und die räumliche Organisation von Regionen und Städten auswirkt.

  • Grundlagen der Regulationstheorie und des Akkumulationsregimes
  • Analyse von Krisentypen in kapitalistischen Gesellschaften
  • Wandel der Produktionsweisen vom Fordismus zum Post-Fordismus
  • Bedeutung regionaler Produktionsmilieus für die Innovationsfähigkeit
  • Strukturwandel von Städten und räumliche Auswirkungen der Globalisierung

Auszug aus dem Buch

3.1 Regionale Produktions- Milieus

Das Konzept der regionalen Produktions- Milieus wurde in den 80er Jahren von einer französischen Vorschergruppe namens GREMI entwickelt. Es beinhaltet die wesentlichen Aussagen, dass eine gesamte Region einen zusammengehörigen Wirtschaftsraum darstellt. Die angesiedelten Unternehmen sind dabei nicht als isolierte Elemente, sondern als Teile dieses regionalen Milieus zu betrachten, die miteinander und ebenfalls mit anderen politischen und kulturellen Akteuren der Region in Interaktion stehen. Ausmaß und Art der Interaktionen beruhen auf speziellen historisch gewachsenen Handlungsmustern. Somit ist die sozioökonomische Entwicklung einer Region das Resultat aus Wechselwirkungen zwischen den vorhandenen Ressourcen, Technologien sowie wirtschaftlichen Verflechtungen und ihren im historischen Kontext entstandenen politischen, sozialen und kulturellen Orientierungen, Interaktionsmustern und Organisationsformen. Hierbei wird die Beziehung zu der Regulationstheorie deutlich. Wenn sich die Entwicklung von Regionen anhand der genannten Zusammenhänge unterscheiden, können auch regionale Regulationssysteme und ihre Auswirkungen auf die wirtschaftliche Leistung einer Region unterschieden werden.

Innovationen, Neuerungen, die zur neuen fortschrittlichen Lösung eines bestimmten Problems angewandt werden, sind in den meisten wirtschaftlichen Theorien und als Ergebnis vieler empirischen Studien für unternehmerischen Erfolg verantwortlich gemacht worden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung definiert den Begriff Stadt im soziologischen Kontext und führt in den Regulationsansatz als methodisches Instrument zur Untersuchung wirtschaftlicher Transformationsprozesse ein.

2 Theorie der Regulation: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Regulationstheorie, insbesondere die Interaktion zwischen Akkumulationsregimen und Regulationsweisen sowie die Ursachen krisenhafter Entwicklungen.

2.1 Krisentypologie: Hier werden nach Boyer verschiedene Krisentypen unterschieden, wobei strukturelle Krisen als treibende Kraft für gesellschaftliche Umbrüche identifiziert werden.

2.2 Der gesellschaftliche Wandel vom Fordismus zum Post-Fordismus: Das Kapitel beschreibt den historischen Übergang vom fordistischen Massenproduktionsmodell hin zu flexibleren, post-fordistischen Wirtschaftsstrukturen unter Einfluss globaler Marktveränderungen.

3 Beziehung zwischen regionaler Entwicklung und Regulation: Dieses Kapitel verknüpft die übergeordnete Regulationstheorie mit räumlichen Phänomenen und betont die Bedeutung lokaler Akteursnetzwerke.

3.1 Regionale Produktions- Milieus: Es wird das Konzept der regionalen Milieus vorgestellt, das die Innovationsfähigkeit einer Region aus dem Zusammenspiel lokaler Unternehmen und Institutionen herleitet.

3.2 Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels auf Stadtstrukturen: Dieses Kapitel analysiert, wie sich der Übergang zum Post-Fordismus in der räumlichen Organisation von Städten, etwa durch Clusterbildung oder den Aufstieg von Finanzzentren, niederschlägt.

4 Schlussbemerkungen: Der Autor resümiert die Notwendigkeit, ökonomische Prozesse im Kontext regionaler Gegebenheiten zu betrachten und unterstreicht die Relevanz interdisziplinärer Ansätze.

Schlüsselwörter

Regulationstheorie, Akkumulationsregime, Fordismus, Post-Fordismus, Regionalentwicklung, Produktionsmilieus, Strukturwandel, Innovation, Stadtsoziologie, Globalisierung, ökonomische Krise, Standortfaktoren, wirtschaftliche Transformation, Netzwerke, räumliche Organisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, wie der Regulationstheorie-Ansatz genutzt werden kann, um räumliche und wirtschaftliche Entwicklungsprozesse von Regionen und Städten in einer sich wandelnden Weltwirtschaft zu erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Transformation kapitalistischer Gesellschaften, dem Strukturwandel der Städte sowie der Bedeutung von regionalen Netzwerken und Innovationsmilieus.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie der Wandel vom Fordismus zum Post-Fordismus die ökonomische Leistungsfähigkeit und die räumlichen Strukturen von Regionen beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis der Regulationstheorie durchgeführt, um historische Brüche und deren Auswirkungen auf regionale Akteursbeziehungen zu konzeptualisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Regulation, die Typologie von Krisen, das Konzept regionaler Produktionsmilieus und die Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels auf die Stadthierarchie diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Regulationstheorie, Akkumulationsregime, Post-Fordismus, Produktionsmilieus, Strukturwandel und Stadthierarchie.

Was unterscheidet fragmentierte Produktionsmilieus von innovativen Milieus?

Fragmentierte Milieus sind von externen Konzernabhängigkeiten geprägt und weisen eine schwache interne Vernetzung auf, während innovative Milieus durch starke Kooperationen kleinerer spezialisierter Firmen gekennzeichnet sind.

Wie beeinflusst das "Global City"-Konzept die städtische Entwicklung?

Das Konzept ordnet Städte nach ihrer Kommando-Funktion über globale Verwertungsprozesse ein, wobei Städte wie London oder New York durch den Dienstleistungssektor und globale Interaktionen dominieren.

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Details

Titel
Regionale Produktion und Regulation
Untertitel
Der Regulationsansatz als Analyseinstrument regionaler Entwicklung
Hochschule
Universität Erfurt
Veranstaltung
Stadtsoziologie
Note
1,7
Autor
Thomas Braun (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
17
Katalognummer
V81310
ISBN (eBook)
9783638851435
ISBN (Buch)
9783638851749
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Regionale Produktion Regulation Stadtsoziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Braun (Autor:in), 2006, Regionale Produktion und Regulation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81310
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Leseprobe aus  17  Seiten
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