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Zertifikate als Anlagealternative

Titel: Zertifikate als Anlagealternative

Diplomarbeit , 2007 , 77 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Diplom-Kaufmann (FH) Maik Haufe (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im September 2006 ließen die Banken in Deutschland 14.262 neue derivative Produkte an den Börsen listen, davon waren 5.051 Anlagezertifikate – ein neues Rekordhoch. In keinem anderen Land der Welt gibt es eine solch hohe Produktvielfalt wie in Deutschland. Mit Zertifikaten soll es dem Privatanleger möglich sein zu handeln wie die Profis. Der nach dem Jahre 2000 einsetzende Boom im Bereich der Zertifikate sorgte für diese Produktvielfalt.

Doch bereits weit vor dem Jahr 2000 gab es ähnliche Produkte in Deutschland. Im Jahr 1990 brachte die Dresdner Bank ein Partizipationsschein auf den Markt, welcher an einen Index, den DAX, gekoppelt war. Partizipationsscheine sind gleichzusetzen mit dem heute gängigeren Begriff der Indexzertifikate. Beide sollen dem langfristigen Vermögensaufbau dienen.

Man nennt Zertifikate auch die neue Generation der Geldanlageinstrumente und so soll sie es dem Privatanleger ermöglichen, auch in stagnierenden oder sogar rückläufigen Märkten Geld zu verdienen. Klare Auszahlungsprofile und damit verbundene Nachvollziehbarkeit der Auszahlung zum Fälligkeitstermin führten zu dieser stetig wachsenden Nachfrage nach diesen Produkten, insbesondere nach den starken Kursrückgängen Anfang dieses Jahrtausends.

Selbst Investitionen in exotische Basiswerte bleiben dem Privatanleger seit wenigen Jahren nicht mehr verwehrt. So ist es beispielsweise nun auch möglich mit kleineren Beträgen in Rohstoffe zu investieren. Der mittlerweile unüberschaubare Umfang an möglichen Anlagealternativen erschwert allerdings auch die Entscheidungsfindung für den einzelnen Anleger bei der Auswahl der für ihn interessanten Produkte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zielsetzung der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen

2.1 Definition des Zertifikats im Sinne dieser Arbeit

2.2 Basiskomponenten von Zertifikaten

2.2.1 Die Aktie

2.2.2 Die Währung

2.2.3 Die Anleihe

2.2.4 Die Option

2.2.4.1 Der Short-Call

2.2.4.2 Der Long-Call

2.2.4.3 Der Short-Put

2.2.4.4 Der Long-Put

2.3. Die Kombination von Basiskomponenten zu einem Zertifikat

3. Die Darstellung von wichtigen Zertifikatetypen mit ihren spezifischen Eigenschaften

3.1 Indexzertifikate

3.2. Aktienanleihen (Reverse Convertibles)

3.3 Bonus-/ Teilschutz-Zertifikate

3.4 Discountzertifikate

3.5 Expresszertifikate

3.6 Garantiezertifikate

3.7 Hedge Fonds Zertifikate

3.8 Sprint-Zertifikate

3.9 Outperformance-Zertifikate

3.10 Twin-Win Zertifikate

4. Die Bedeutung von Zertifikaten für den deutschen Kapitalmarkt

4.1 Die größten Emittenten

4.2. Interessenvertretungen

5. Handel und Kosten

5.1 Emittentenhandel

5.2 Sekundärmarkthandel

5.2.1 Euwax Stuttgart

5.2.2 Smart Trading Frankfurt

5.3 Transaktionskosten

6. Rendite-/Risikovergleich zu klassischen Finanzanlagen und deren Kombination

6.1 Zertifikate versus Anleihen und Rentenfonds

6.2 Zertifikate versus Aktien und Aktienfonds

6.3 Die Kombination aus Fonds und Zertifikat – der Zertifikatefonds

6.4 Die Kombination aus Fonds und Zertifikat – das Fondszertifikat

7. Die Auswirkung der Mifid (Markets in Financial Instruments Directive) auf den Zertifikatemarkt

8. Ausblick und Entwicklung für den Zertifikatemarkt

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die wachsende Bedeutung von Zertifikaten als Anlageinstrumente für Privatanleger vor dem Hintergrund eines zunehmend unübersichtlichen Marktes. Ziel der Arbeit ist es, Struktur, Funktionsweise und Risikoprofile der wichtigsten Zertifikatetypen zu analysieren, ihre Eignung als Anlagealternative zu klassischen Finanzinstrumenten (wie Aktienfonds) zu bewerten und dabei insbesondere Transparenzfragen sowie die Auswirkungen regulatorischer Rahmenbedingungen wie der Mifid zu beleuchten.

  • Struktureller Aufbau und Basiskomponenten von Zertifikaten (Aktien, Anleihen, Optionen, Währungen).
  • Detaillierte Analyse gängiger Zertifikatetypen (u.a. Index-, Bonus-, Discount-, Express-, Garantie- und Twin-Win-Zertifikate).
  • Vergleichende Rendite-Risiko-Betrachtung gegenüber klassischen Finanzanlagen.
  • Marktstellung von Emittenten, Handelsplätzen und Kostenstrukturen.
  • Einfluss regulatorischer Richtlinien (Mifid) auf den Zertifikatemarkt.

Auszug aus dem Buch

2.2.4.1 Der Short-Call

Diese Optionsposition entsteht bei dem Verkauf einer Kaufoption. Der Short-Call stellt somit die Stillhalterposition dar. Der Verkäufer erhält die Optionsprämie. Sofern der Call ausgeübt wird, ist der Verkäufer verpflichtet den Basiswert zu liefern.

Dies bedeutet für den Stillhalter, dass er ein begrenztes Gewinnpotential hat, sein Verlustrisiko jedoch unbegrenzt ist. Dies soll an einem praktischen Beispiel verdeutlicht werden.

Der Verkäufer des Calls bietet einen bestimmten Basiswert zu einem Basispreis von EUR 100,00 als europäische Option mit einem festgelegten Verfallstermin an. Im Gegenzug erhält er hierfür eine Optionsprämie von EUR 5,00. Steigt nun der Basiswert über den Basispreis von EUR 100,00, so führt dies zuerst für den Verkäufer der Option zu einer Gewinnreduktion. Überschreitet der Kurs des Basiswerts den Basispreis von EUR 105,00, so führt dies für den Stillhalter zu einem Verlust. Zum Verfallstermin stellt sich die Gewinn-/Verlustrechnung in Abhängigkeit vom Kurs des Basiswerts wie folgt dar:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Zertifikatemarktes, der Produktvielfalt in Deutschland und Erläuterung der Zielsetzung und des Aufbaus der Diplomarbeit.

2. Grundlagen: Definition und Aufbau von Zertifikaten sowie Erläuterung der zugrunde liegenden Basiskomponenten wie Aktien, Anleihen und Optionen.

3. Die Darstellung von wichtigen Zertifikatetypen mit ihren spezifischen Eigenschaften: Ausführliche Analyse verschiedener Zertifikat-Grundformen hinsichtlich ihrer Konstruktion und Markteignung.

4. Die Bedeutung von Zertifikaten für den deutschen Kapitalmarkt: Betrachtung der größten Emittenten und der Rolle von Interessenvertretungen zur Verbesserung der Markttransparenz.

5. Handel und Kosten: Analyse der Unterschiede zwischen Emittentenhandel und Sekundärmarkthandel (Euwax, Smart Trading) sowie der anfallenden Transaktionskosten.

6. Rendite-/Risikovergleich zu klassischen Finanzanlagen und deren Kombination: Vergleich von Zertifikaten mit klassischen Anlageformen und Untersuchung von fondsbasierten Zertifikatskonstruktionen.

7. Die Auswirkung der Mifid (Markets in Financial Instruments Directive) auf den Zertifikatemarkt: Diskussion der regulatorischen Einflüsse auf den Zertifikatevertrieb und die Anforderungen an Best-Execution und Beratung.

8. Ausblick und Entwicklung für den Zertifikatemarkt: Zusammenfassende Bewertung der zukünftigen Marktchancen unter Berücksichtigung von Transparenz, Kostenstrukturen und Dividendeneinflüssen.

Schlüsselwörter

Zertifikate, Kapitalanlage, Derivate, Aktienanleihen, Discountzertifikate, Bonuszertifikate, Optionsprämie, Basiswert, Risikoprofil, Rendite, Emittenten, Handelsplätze, Mifid, Transparenz, Privatanleger

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Zertifikaten als moderne Anlageinstrumente für den Privatanleger und untersucht deren Struktur, Funktionsweise sowie ihren Nutzen im Vergleich zu klassischen Anlageformen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind der Aufbau von Zertifikaten aus verschiedenen Basiskomponenten, die Funktionsweise unterschiedlicher Zertifikatetypen, der Handel und die Kostenstrukturen sowie die Einflüsse regulatorischer Vorgaben.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Transparenz in die unübersichtliche Vielfalt der Zertifikate zu bringen und zu untersuchen, ob diese Produkte einen Mehrwert gegenüber klassischen Investments wie Aktienfonds darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung der Basiskomponenten sowie einer praktischen Analyse und Darstellung spezifischer Zertifikatetypen und Markteigenschaften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Basiskomponenten, die detaillierte Analyse der wichtigsten Zertifikategattungen sowie den Vergleich mit klassischen Finanzanlagen unter Berücksichtigung von Kosten und regulatorischen Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Zertifikate, Derivate, Anlegerstrategien, Kostenstruktur, Rendite, Risiko, Emittenten und regulatorische Anforderungen wie Mifid.

Was zeichnet die Konstruktion eines Bonus-Zertifikats aus?

Ein Bonus-Zertifikat ermöglicht eine Rendite in seitwärts oder leicht fallenden Märkten, sofern eine definierte untere Kursschwelle während der Laufzeit nicht durchbrochen wird.

Warum ist die Bonität des Emittenten bei Zertifikaten so entscheidend?

Da Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen sind, trägt der Anleger das volle Ausfallrisiko des Emittenten; im Falle einer Insolvenz ist das investierte Kapital gefährdet.

Welche Rolle spielt die Mifid für die Zukunft der Zertifikate?

Die Mifid zielt auf eine höhere Markttransparenz ab und könnte durch verschärfte Beratungspflichten und die Offenlegung von Provisionen die Kostensituation und den Vertrieb von Zertifikaten nachhaltig verändern.

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Details

Titel
Zertifikate als Anlagealternative
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,3
Autor
Diplom-Kaufmann (FH) Maik Haufe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
77
Katalognummer
V81493
ISBN (eBook)
9783638847308
ISBN (Buch)
9783638844529
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zertifikate Anlagealternative
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Diplom-Kaufmann (FH) Maik Haufe (Autor:in), 2007, Zertifikate als Anlagealternative, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/81493
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Leseprobe aus  77  Seiten
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