Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Lehrerstuhl für Urbanistik und Sozialplanung
S: soziale Organisation und Sozialmanagement Qualität und Qualitätsmanagement
Hausarbeit
zum Thema
Sozialmanagement
von
Ulrich Strauß
Studium der Pädagogik
Wahlpflichtfach Urbanistik und Sozialplanung
7. Fachsemester
Wintersemester 2004/05
0 EINLEITUNG 3
1 WAS BEDEUTET MANAGEMENT 4
1.1 DEFINITION 4
1.2 MANAGEMENT ALS FUNKTION – MANAGEMENT ALS INSTITUTION 4
1.3 MANAGEMENTTECHNIKEN 5
1.4 MANAGEMENTTHEORIEN 7
2 SOZIALE ARBEIT 11
2.1 NON-PROFIT-ORGANISATION 11
2.2 DRITTER SEKTOR 11
2.3 SOZIALWIRTSCHAFT 11
2.4 SOZIALE DIENSTLEISTUNG 11
2.5 ZUSAMMENFASSUNG 12
3 UNTERSCHEIDUNG UND GESCHICHTLICHE ENTWICKLUNG 13
3.1 UNTERSCHIEDE ZWISCHEN SOZIALEM SEKTOR UND WIRTSCHAFTLICHEM BEREICH 13
3.2 ENTWICKLUNGSHINTERGRUND DES BEGRIFFS SOZIALMANAGEMENT 14
4 SOZIALMANAGEMENT 16
4.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG 16
4.2 EBENEN VON SOZIALMANAGEMENT 16
4.3 AUFGABENBEREICHE VON SOZIALMANAGEMENT 17
5 SCHLUßBEMERKUNG 18
6 LITERATUR 20
0 Einleitung
Diese Hausarbeit steht im Rahmen des Gesamtseminarthemas "soziale Organisation und Sozialmanagement Qualität und Qualitätsmanagement".
Mein Hausarbeitsthema "Sozialmanagement" ist in diesem Zusammenhang zu sehen. Auswahlkriterium meiner Hausarbeit ist durch das Gesamtthema des Seminars vorgegeben. In der folgenden Arbeit soll:
ein Überblick geschaffen werden über die Bedeutung der Begriffe von Management und sozialer Arbeit.
Ein kurzer Überblick gegeben werden, in welchem Kontext sich der Begriff entwickelt hat.
Die Reichweite des Sozialmanagementbegriffs darstellen.
Bedeutung des Begriffes Sozialmanagement für die Soziale Arbeit aufzeigen.
Im erste Kapitel wird der Begriff Management näher bestimmt, verschiedene Managementtechniken und -theorien erörtert und der Versuch unternommen, Sozialmanagement darin zu verorten.
Das zweite Kapitel zeigt verschiedene Ansätze, mit denen versucht wird, soziale Arbeit näher zu bestimmen.
Im Dritten Kapitel sollen die Unterschiede näher beleuchtet werden, weshalb es sich bei der Sozialmanagement-Diskussion um einen speziellen Bereich der Managementdebatte handelt. Zudem wird der gesellschaftliche Hintergrund beleuchtet, auf dem sich der Begriff Sozialmanagement entwickelt hat bevor im vierten Kapitel der Begriff näher bestimmt wird, und seine Dimension aufgezeigt werden.
In einem fünften Schritt werden die Ergebnisse zusammengetragen und abschließend bewertet.
1 Was bedeutet Management:
Bei Sozialmanagement handelt es sich um ein Thema, in dem zwei Bereiche, die von ihren Ansätzen gemeinhin als sehr konträr bis widersprüchlich gesehen werden, sprachlich und auch inhaltlich miteinander verknüpft werden: der Bereich der Wirtschaft und der Bereich der sozialen Arbeit. Diese nähern sich in vielen Punkte immer wieder an, was sich z.B. im Begriff des Sozialmanagement verdichtet widerspiegelt. In diesem Kapitel soll der Begriff "Management" näher gefasst werden unter besonderer Berücksichtigung des Themas dieser Arbeit.
Nachdem der Begriff definiert wurde, werden Managementtechniken und - Theorien dargestellt und auf ihre "Tauglichkeit" für Sozialmanagement hin überprüft
1.1 Definition
Seinen Ursprung hat er im Lateinischen "manu agere" und meint, mit bloßer Hand lenken. Ein Begriff aus dem Wagenrennen der damaligen Zeit. Eine weiterreichende Bedeutung ist: "von Menschenhand durch Kunst in Gang setzen/führen." (vgl. Schubert 2001a S. 47)
Über das Englische hat er in das Deutsche seinen Einzug gefunden. Eine moderne Definitionen lauten:
"[Management] bezeichnet alle Leitungsaufgaben und -funktionen, die in arbeitsteiligen Organisationen zur Leistungserstellung und -sicherung erfüllt werden müssen. Kernaufgabe des Management im Rahmen der Unternehmenspolitik ist die Entwicklung einer grundsätzlichen Zielrichtung des Gesamtunternehmens und die Festlegung der für die Zielrichtung notwendigen Strategien für die einzelnen Geschäftseinheiten." (vgl. Schubert 2001a S. 47f)
Mit anderen Worten: die Unternehmenspolitik legt die strategischen Unternehmensziele fest und bildet die Grundlage für die operativen Managementfunktionen zur Erreichung dieser Ziele.
Näher differenziert kann man Management unter zwei Gesichtspunkten betrachten:
1.2 Management als Funktion - Management als Institution
Es gibt zwei Betrachtungsweisen von Management; funktional oder institutional. Hier soll geklärt werden, welche für die Beschreibung von Sozialmanagement zweckdienlicher ist. Die Ansätze definieren sich wie folgt:
Management als Institution:
"bezeichnet die Personen oder Personengruppen, die Managementaufgaben wahrnehmen. In einem Unternehmens sind dies alle Personen, sie mit einem Direktionsrechts gegenüber anderen Mitarbeiterinnen ausgestaltet und nach außen für das Unternehmen vertretungsberechtigt (Prokura) sind. Demnach würde das Management von der Ebene der Meister bis hin zur Unternehmensleitung reichen, also auch Meister zu den Managern zählen. Im deutschen Sprachgebrauch werden aber überwiegend leitende Angestellte als Manager bezeichnet, wobei "leitende" funktionale im Sinne von aufgabenorientiert und nicht tarifrechtlich gemeint ist." (Schwarz 2001 S. 28)
Management als Funktion:
"umfasst alle Prozesse und Funktionen, die bei der Leitung arbeitsteiligen Organisationen relevant sind. Managementfunktionen sind die Haupttätigkeitsfelder von Managern [...] und gliedern sich in die sachbezogenen Aufgaben Planung, Organisation, Koordination, Kontrolle und die vielfältig damit verflochtenen personenbezogenen Aufgaben der MitarbeiterInnenführung. [...]In der Literatur werden darüber hinaus teilweise auch Personalausstattung, Informationen und Budgetierung genannt. Die einzelnen Managementfunktionen fallen unabhängig von ihrer jeweiligen Gewichtung in allen Bereichen (Beschaffung, Produktion, Vertrieb etc.) eines Unternehmens an." (Schwarz 2001 S. 28)
Während bei der institutionellen Betrachtungsweise der Fokus auf die Instanzen gelegt wird, interessiert bei der funktionalen die Prozesse und Aufgaben, die für die Steuerung der Organisation notwendig sind.
[....]
Quote paper:
Dipl.SozPäd (FH); Dipl. Päd (Uni) Ulrich Strauß, 2005, Sozialmanagement, Munich, GRIN Publishing GmbH
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